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Nutzenwertbasierter Produktvergleich von Kapital-Lebensversicherungen aus der Sicht eines Versicherers und eines Versicherungsnehmers anhand eines Scoring-Modells

Nutzenwertbasierter Produktvergleich von Kapital-Lebensversicherungen aus der Sicht eines Versicherers und eines Versicherungsnehmers anhand eines Scoring-Modells
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sven Bartels
  • Abgabedatum: August 2002
  • Umfang: 116 Seiten
  • Dateigröße: 935,2 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6206-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6206-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6206-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bartels, Sven August 2002: Nutzenwertbasierter Produktvergleich von Kapital-Lebensversicherungen aus der Sicht eines Versicherers und eines Versicherungsnehmers anhand eines Scoring-Modells, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Versicherungsbetriebslehre, Produktvergleich, Kapitallebensversicherung, Scoring-Modell, Versicherung

Diplomarbeit von Sven Bartels

Zusammenfassung:

Die Kapital-Lebensversicherung ist seit vielen Jahren für die Versicherungswirtschaft in der Bundesrepublik Deutschland eine der bedeutendsten und am meisten abgesetzten Lebensversicherungen schlecht hin.

Bei der Wahl des besten Angebotes stehen viele Versicherungsnehmer oftmals aber bei der Fülle der Alternativen vor einem schier unlösbaren Problem. Dabei gibt es nicht ‚die’ beste Alternative, wie es viele Zeitschriften häufig suggerieren. Stattdessen ist jeder Bedarf an einer Kapital-Lebensversicherung individuell, so dass letztendlich jeder Kunde unterschiedlichste Verträge bevorzugt. Vor diesem Hintergrund soll diese Diplomarbeit einen konstruktiven Beitrag liefern zur Hilfestellung für den Kunden bei seiner Vertragswahl einer Kapital-Lebensversicherung.

Aber auch Versicherungsunternehmen sind nicht nur in Zeiten schwacher Aktienmärkte und einer anhaltenden Wirtschaftskrise stets bedacht, die Verträge derart zu kalkulieren und anzubieten, dass sie den lang- und kurzfristigen Unternehmenszielen entsprechend ein gesundes Wirtschaften und Wachstum ermöglichen. Dieses stellt die Motivation dar, sich in der Diplomarbeit auch mit der Entscheidungsfindung eines Versicherers ausführlich zu beschäftigen.

Für eine Entscheidungsfindung bedarf es neben einer sachgerechten Darstellung aller möglichen Alternativen in all ihren qualitativen und quantitativen Dimensionen in erster Linie eines akzeptablen Entscheidungsmodells, das die Alternativen entweder in eine Reihenfolge (Ranking) oder in Klassen (Rating) einteilt. In dieser Diplomarbeit wird vorgeschlagen, die Alternativen mittels Nutzenwerten in einem Scoring-Modell in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Eine Diskussion der hiermit verbundenen Vor- und Nachteile gibt dem Leser einen fundierten Überblick über die Qualität des verwendeten Modells.

In den folgenden Kapiteln wird zudem eine Analyse möglicher Angebote der preissetzenden Versicherungsunternehmen unter dem Gesichtspunkt der sog. Pareto-Optimalität aufgestellt. Als Hilfestellung dient ein kurzer Einblick in die statistische Auswertung der Pareto-Optimalität mittels sog. Korrelationsanalysen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes 3
1.3 Ziel und Gang der Untersuchung 3
2. Unterschiedliche Sichtweisen für Versicherungsnehmer und Versicherungsunternehmen 5
2.1 Intentionen eines Versicherungsnehmers und eines Versicherungsunternehmens 5
2.2 Definition des Leistungsvergleichs 6
2.2.1 Leistungsvergleiche aus Sicht eines Versicherungsnehmers 6
2.2.2 Leistungsvergleiche aus Sicht eines Versicherungsunternehmens 7
3. Bisherige Ansätze zum Vergleich von Lebensversicherungsprodukten 8
3.1 Rating versus Ranking 8
3.2 Bisherige Rating- und Ranking-Ansätze 10
3.2.1 Bisherige Ansätze für ein Versicherungsunternehmen 10
3.2.2 Bisherige Ansätze für eine Versicherungsnehmer 13
4. Anforderungen an einen Leistungsvergleich 16
5. Das Scoring-Modell 18
5.1 Einführung eines Scoring-Modells als mögliches Entscheidungsverfahren 18
5.1.1 Die generelle Struktur eines Scoring-Modells 18
5.1.2 Darstellung ausgesuchter durchführungsrelevanter Aspekte 21
5.1.3 Vor- und Nachteile der Verwendung eines Scoring-Modells 24
5.2 Ein mögliches Scoring-Modell für einen Versicherungsnehmer 25
5.2.1 Konkretisierung der Zielsetzungen 25
5.2.2 Bestimmung der Zielkriterien 29
5.3 Ein mögliches Scoring-Modell für eine Versicherungsunternehmen 45
5.3.1 Konkretisierung der Zielsetzungen 45
5.3.2 Bestimmung der Zielkriterien 48
6. Überlegungen zur Pareto-Optimalität 56
6.1 Der Begriff der Pareto-Opimalität 56
6.2 Die Rolle des Versicherungsunternehmens 57
7. Korrelationsanalysen 65
7.1 Der Korrelationskoeffizient (nach Bravais-Pearson) 65
7.2 Auswirkungen von Korrelationen auf die Vorteilhaftigkeit einer Alternative 67
8. Schlussbetrachtung 72
Anhang 74
Literaturverzeichnis 96

Automatisiert erstellter Textauszug:

wobei zur Vereinfachung die starke Einschränkung angenommen sei, dass für jedes Unternehmen nur Informationen vorliegen, die alle genau einer dieser drei Klassen zugeordnet werden können. Dadurch wird das Problem der Bewertung von Informationen mit gegenläufigen Auswirkungen ausgeklammert. Liegen Informationen über ein Unternehmen vor, die eine (hier nicht weiter spezifizierte) positive zukünftige Entwicklung des Unternehmens vermuten lassen, so sind diesen Informationen und damit der Alternative dieses Unternehmens gemäß der hier betrachteten Zielsetzung die maximalen Nutzenpunkte zuzuschreiben. Sobald Informationen eine tendenziell negative zukünftige Entwicklung des Unternehmens vermuten lassen, wird diesen der Nutzen Null zugewiesen. Allen anderen Informationen und dementsprechend allen anderen Alternativen, über die keine weiteren diesbezüglichen Informationen existieren, liesse sich als neutraler Wert die Hälfte der maximalen Nutzenpunkte zuweisen. Auch wenn dieses Vorgehen eine Bewertung zukünftiger unsicherer Entwicklungen darstellt, die nur eine sehr einfache Differenzierung zulässt127, so läßt diese für den VN leicht nachvollziehbare [...]

aber auch sinnvoll sein, auf die mühsame Eigenrecherche zu verzichten und stattdessen lohnen, sich die relevanten Informationen bei unabhängigen Beratern (gegebenenfalls kostenpflichtig) zu besorgen. Ist in keinster Weise eine Informationsbeschaffung mit anschließender Bewertung der zukünftigen Entwicklung möglich, so sind alle Alternativen in dieser Zielsetzung als gleichwertig zu betrachten. Demnach kann nach dem Effizienzprinzip auf ein Kriterium für diese Zielsetzung verzichtet werden. Sobald aber Informationen als Anhaltspunkt für die Zukunft für ein oder mehrere Unternehmen vorhanden sind, die vom Entscheider als genügend zuverlässig angesehen werden, liesse sich folgende zwar vereinfachte, aber handhabbare Bewertung vornehmen. Die Informationen könnten klassifiziert werden in die Gruppen [...]

Modellgesellschaft als Benchmark118 nötig. Hierbei wird vom Institut vorgeschlagen, aus den derzeit fünfzig beitragsstärksten Lebensversicherungen die fünfundzwanzig am stärksten expandierenden Unternehmen herauszufiltern, um die Modellgesellschaft auf dieser Basis von in der Vergangenheit erfolgreichen (also großen) und voraussichtlich auch in der Zukunft erfolgreichen (also expandierenden) Unternehmen ermitteln zu können.119 Anhand dieser Unternehmen lassen sich die im Folgenden benötigten Parameter Beitragssumme des Neugeschäfts (BSN), gebuchte Bruttobeiträge (BB) und Kapitalanlagen (KA) der Modellgesellschaft als Durchschnitt über die Unternehmen und über mehrere Jahre bilden. Um nun die Ertragskraft eines VU zu bestimmen, ist jeweils die Summe aus Kapitalanlage-, Verwaltungskosten- und Abschlusskostenüberschuss zu ermitteln.120 Dabei sei unter der Überschusskraft eines VU relativ zur Modellgesellschaft der Teil der Ertragskraft verstanden, der nicht zur Deckung eines einheitlich definierten Garantieniveaus benötigt wird. Die einzelnen Überschüsse ermitteln sich für jede Gesellschaft gemäß ÜKA := (NV – GZ) . KA ÜVK := (KVK – VKQ) BB ÜAK := (KAK – AKQ) . BSNG + 3% . BB [...]

Arbeit zitieren:
Bartels, Sven August 2002: Nutzenwertbasierter Produktvergleich von Kapital-Lebensversicherungen aus der Sicht eines Versicherers und eines Versicherungsnehmers anhand eines Scoring-Modells, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Versicherungsbetriebslehre, Produktvergleich, Kapitallebensversicherung, Scoring-Modell, Versicherung

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