Nukleare Sicherheitskonzepte und Rüstung in Rußland
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Gerke
- Abgabedatum: Februar 1998
- Umfang: 129 Seiten
- Dateigröße: 6,4 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Philipps-Universität Marburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1529-7
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gerke, Michael Februar 1998: Nukleare Sicherheitskonzepte und Rüstung in Rußland, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Nuklearwaffen, Raketenabwehr, Konversion, Sicherheitspolitik, Rußland
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Diplomarbeit von Michael Gerke
Einleitung:
Mit der Auflösung des Warschauer Paktes und dem Zusammenbruch der UdSSR hat sich die sicherheitspolitische Situation grundlegend geändert. In der Rußländischen Föderation, die das Arsenal an Nuklearwaffen der Sowjetunion vollständig übernommen hat, sind Institutionen gebildet worden, die eine nunmehr russische Sicherheitspolitik konzipieren und realisieren. Mit der Entstehung eines demokratisch verfaßten Staates werden Interessenunterschiede zwischen den beteiligten Akteuren - dem Präsidenten, der Regierung mit verschiedenen Ministerien, Parlamentsfraktionen, Militärs, Wissenschaftlern und interessierter Öffentlichkeit - zunehmend sichtbar.
Während die Grundzüge der derzeitigen offiziellen Sicherheitspolitik, ausgedrückt in einer geänderten Militärdoktrin und einer moderaten Abrüstungspolitik, sich bis in die Vorphase der Perestroika zurückverfolgen lassen, so gibt es doch Widerstände im russischen Parlament gegen weitere substantielle Abrüstung. Diese Verweigerung gründet sich allerdings nicht auf prinzipielle Bedenken und steht im Gegensatz zur Haltung der anderen beteiligten Akteure. Um die mit dem Vertrag zur Nichtverbreitung von Nuklearwaffen eingegangene Verpflichtung, vorhandene Arsenale abzubauen, weiterhin tatkräftig zu erfüllen, sollten die westlichen Staaten ihre Anfang der neunziger Jahre proklamierte Annäherungspolitik forcieren. Eine solche Politik trifft auf Resonanz bei weiten Teilen der russischen Gesellschaft und macht es Betonköpfen im Parlament und etwaigen Rüstungslobbyisten schwer, ihre Positionen zu verteidigen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | 5 | |
| Zeittafel | 7 | |
| Einleitung | 8 | |
| 2.1 | Vorgeschichte: Wandel der Bedeutung von Nuklearwaffen während der Perestroika | 11 |
| 2.1.1 | Sicherheitsdoktrin und Rolle der Nuklearwaffen in der Ära Breshnevs | 12 |
| 2.1.2 | Sicherheitskonzepte und beteiligte Akteure in der Ära Gorbachevs | 16 |
| Von Gorbachevs Wahl bis zur 19. Parteikonferenz | 17 | |
| Von der 19. Parteikonferenz bis zum Zerfall der Sowjetunion | 24 | |
| 2.1.3 | Nuklearrüstung und Kernwaffenbestand zum Ende der Sowjetunion | 30 |
| Bemühungen um Konversion | 30 | |
| Kernwaffenbestand und Rüstungsprogramme | 33 | |
| 2.2 | Der Aufbau und Umfang des nuklearen Rüstungskomplexes in der RF | 37 |
| 2.2.1 | Institutionen der Außen- und Sicherheitspolitik | 38 |
| Der Präsident und das Parlament | 38 | |
| Das Verteidigungsministerium und der Generalstab | 40 | |
| Der Sicherheitsrat | 41 | |
| Der Verteidigungsrat | 44 | |
| Das Außenministerium | 45 | |
| Das Atomministerium | 46 | |
| 2.2.2 | Produktionsstandorte und Beschäftigte | 47 |
| 2.2.3 | Waffenbestände und Produktionspläne im Jahr 1997 | 49 |
| 2.3 | Die Sicherheits- und Militärdoktrinen der Rußländischen Föderation | 51 |
| 2.3.1 | Das Sicherheitskonzept | 51 |
| 2.3.2 | Die Militärdoktrin | 52 |
| Der Entwurf von Mai 1992 | 52 | |
| Die Militärdoktrin von 1993 | 54 | |
| 2.4 | Konversionspläne und Reaktionen des Rüstungskomplexes | 61 |
| Konversionsvorhaben | 61 | |
| Die soziale Lage der Wissenschaftler | 65 | |
| Konversion und die Proliferation von Wissen | 66 | |
| Stimmen der Rüstungsbürokratie zur Konversion | 69 | |
| 2.5 | Die innerrusssiche Debatte um nukleare Rüstung und Sicherheit | 73 |
| 2.5.1 | Fachdebatten von Abrüstungsexperten | 76 |
| 2.5.2 | Das Thema in der öffentlichen Diskussion | 85 |
| Das Militär | 86 | |
| Positionen gegen START II und zur Raketenabwehr | 89 | |
| Positionen für START II und zur Raketenabwehr | 95 | |
| Positionen der Duma-Fraktionen | 98 | |
| 3 | Fazit: Chancen für nukleare Abrüstung? | 101 |
| Anhang | 109 | |
| Im März 1992 stationierte russische Nuklearwaffen | 109 | |
| Tabelle 1: Stationierte Trägersysteme/Sprengköpfe nach Angaben des GUS-Oberkommandos | 109 | |
| Tabelle 2: Stationierte Trägersysteme/Sprengköpfe nach westlichen Angaben | 109 | |
| Tabelle 3: Stationierte Typen von ICBM nach westlichen Angaben | 109 | |
| Tabelle 4: Stationierte SLBM und SLCM nach westlichen Angaben | 110 | |
| Tabelle 5: Stationierte strategische Bomber nach westlichen Angaben | 110 | |
| Für die Sicherheitspolitik relevante Artikel der russischen Verfassung | 111 | |
| Vormals geheime Städte zur nuklearen Rüstungsproduktion | 113 | |
| Umfrage unter Militärs zu politischen Präferenzen | 114 | |
| Table 1: Popularity ratings of political leaders among officers | 114 | |
| Table 2: Distribution of officers’ opinions on permissible ways of protecting their rights and interests | 114 | |
| Verzeichnis der verwendeten Literatur: | 115 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832415297
Arbeit zitieren:
Gerke, Michael Februar 1998: Nukleare Sicherheitskonzepte und Rüstung in Rußland, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Nuklearwaffen, Raketenabwehr, Konversion, Sicherheitspolitik, Rußland



