Negative Rückwirkungen von Markentransfers
Eine Fallstudienrecherche
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marco Mierke
- Abgabedatum: Oktober 2003
- Umfang: 95 Seiten
- Dateigröße: 942,0 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7931-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7931-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7931-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Mierke, Marco Oktober 2003: Negative Rückwirkungen von Markentransfers, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marken, Line Extensions, Markenhersteller, Brand Extension, Brand Stretching
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Diplomarbeit von Marco Mierke
Zusammenfassung:
Wenn ein Unternehmen ein neues Produkt einführen will, kann es dafür im Wesentlichen zwischen zwei Markenstrategien wählen: der Neumarkenstrategie oder der Markentransferstrategie. Während die Neumarkenstrategie dadurch gekennzeichnet ist, dass für das neue Angebot ein gänzlich neues Markenzeichen geschaffen wird, ist es Gegenstand der Markentransferstrategie, eine bereits bekannte Marke auf das neue Produkt zu übertragen. Wird der Markentransfer auf ein Produkt in der gleichen Produktkategorie vorgenommen, handelt es sich um eine Line Extension, der Transfer der Marke in eine neue Produktkategorie ist hingegen eine Franchise Extension. Ein in der Praxis aufgetretenes Beispiel für einen Markentransfer war die Übertragung der Marke Milka (Schokolade) auf ein Kakaopulver.
Der zunehmende Einsatz der Markentransferstrategie in der Unternehmenspraxis wird in der Literatur aufgrund der oben dargestellten Risiken bzw. Nachteile häufig skeptisch gesehen. Die ausgesprochenen Bedenken stützen sich in vielen Fällen überwiegend auf empirische Studien. Als problematisch erweist sich dabei, dass diese herangezogenen Forschungsergebnisse im Ganzen betrachtet nicht einheitlich sind. Während in manchen Studien keine signifikant negativen Rückwirkungen von Markentransfers festgestellt wurden, befanden andere, dass Markentransfers durchaus negative Rückwirkungen nach sich ziehen – wenn auch oft nur bei besonderen Bedingungen.
Abgesehen von ihrer Uneinheitlichkeit können die empirischen Ergebnisse auch deshalb nicht uneingeschränkt als Grundlage für Warnungen vor Markentransfers herangezogen werden, da die ihnen zugrunde liegenden Studien häufig Schwächen im Untersuchungsaufbau aufweisen. Aufgrund dieses Sachverhaltes erscheint es angebracht, Bedenken bezüglich des Einsatzes von Markentransfers auch mit Hilfe von in der Unternehmenspraxis beobachteten Fällen zu begründen. Hierbei weist jedoch insbesondere die wissenschaftliche Literatur Schwächen auf. Zwar werden zur Veranschaulichung der Risiken von Markentransfers solche Beispiele herangezogen, allerdings bleibt deren Darstellung vielfach zu oberflächlich. Auf tiefer gehende Erläuterungen und Belege der negativen Rückwirkungen, etwa mit Unternehmenskennzahlen oder Marktdaten, wird häufig verzichtet. Zudem fällt auf, dass in der Literatur überwiegend die gleichen Fallbeispiele genannt werden. Zu den typischerweise angesprochenen Fällen gehören erfahrungsgemäß die negativen Rückwirkungen der Markentransfers von Levi’s, Audi, Miller und in deutschen Texten auch von Melitta.
Ziel der Arbeit:
Aus dem beschriebenen Zustand begründet sich das Ziel dieser Arbeit: Sie soll eine umfassende und übersichtlich aufbereitete Sammlung an Hinweisen und ausführlichen Fallstudien über in der Unternehmenspraxis durchgeführte Markentransfers bieten, in denen negative Rückwirkungen aufgetreten sind. Die Hinweise und Fallstudien sollen aufzeigen, inwiefern die möglichen negativen Rückwirkungen von Markentransfers tatsächlich unter realen Bedingungen auftreten.
Dieser Arbeitsauftrag umfasst im Wesentlichen zwei Bestandteile: Erstens sollen in einer breit angelegten Recherche möglichst viele Hinweise auf Fälle gefunden werden, in denen Markentransfers entsprechende negative Rückwirkungen nach sich zogen. Zweitens müssen für die gefundenen Hinweise weiter gehende Nachforschungen angestellt werden; einerseits, um überprüfen zu können, inwieweit die aufgetretenen negativen Rückwirkungen mit den in der Literatur genannten kongruieren, andererseits, um die gefundenen Beispiele ausführlich in Fallstudien dokumentieren und erläutern zu können bzw. um in der Lage zu sein, für in den Fallstudien angestellte Beobachtungen und Schlussfolgerungen Belege zu liefern.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Einführung in das Thema | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung | 4 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 5 |
| 2. | ERLÄUTERUNG DER RECHERCHEARBEIT | 6 |
| 2.1 | Vorgehensweise | 6 |
| 2.1.1 | Phase 1 - breite Recherche | 6 |
| 2.1.2 | Phase 2 - fokussierte Recherche | 7 |
| 2.2 | Verwendete Recherchequellen | 8 |
| 2.2.1 | Bücher | 8 |
| 2.2.1.1 | Lehrbücher | 8 |
| 2.2.1.2 | Sachbücher | 9 |
| 2.2.2 | Wissenschaftliche Zeitschriften | 9 |
| 2.2.2.1 | Bibliotheksbestand | 10 |
| 2.2.2.2 | Elektronische Artikeldatenbanken | 10 |
| 2.2.3 | Presserecherche | 10 |
| 2.2.3.1 | Die Pressedokumentation des Hamburgischen Weltwirtschaftsarchivs | 11 |
| 2.2.3.2 | Elektronische Pressearchive | 11 |
| 2.2.3.3 | Bibliotheksbestand | 12 |
| 2.2.4 | Internetrecherche | 12 |
| 2.2.4.1 | Suchmaschinen und Internetkataloge | 13 |
| 2.2.4.2 | Firmendarstellungen und Unternehmensdatenbanken | 13 |
| 3. | ERGEBNISSE DER RECHERCHE | 14 |
| 3.1 | Übersicht und Kategorisierung aller Hinweise | 14 |
| 3.2 | Ausführliche Darstellung aller Hinweise | 15 |
| 3.3 | Auswertung der Ergebnisse | 34 |
| 4. | FALLSTUDIEN ZUM THEMA NEGATIVE RÜCKWIRKUNGEN VON MARKENTRANSFERS | 35 |
| 4.1 | Verwässerung des Markenimages | 36 |
| 4.1.1 | Fallstudie: Porsche | 36 |
| 4.1.2 | Fallstudie: Xerox | 38 |
| 4.1.3 | Fallstudie: Melitta | 40 |
| 4.1.4 | Fallstudie: Virgin | 42 |
| 4.2 | Schädigung des Markenimages | 44 |
| 4.2.1 | Fallstudie: Cadillac | 44 |
| 4.2.2 | Fallstudie: Birkel | 46 |
| 4.2.3 | Fallstudie: Audi | 48 |
| 4.2.4 | Fallstudie: Levi’s | 50 |
| 4.3 | Kannibalisierung | 52 |
| 4.3.1 | Fallstudie: Miller | 52 |
| 4.3.2 | Fallstudie: Crest | 54 |
| 4.3.3 | Fallstudie: Kodak | 56 |
| 4.4 | Andere negative Rückwirkungen von Markentransfers | 57 |
| 4.4.1 | Fallstudie: AT&T | 57 |
| 4.4.2 | Fallstudie: Chiquita | 58 |
| 4.4.3 | Fallstudie: AOL Time Warner | 59 |
| 4.5 | Zusammenfassende Betrachtung der Fallstudien | 60 |
| 5. | SCHLUSSBETRACHTUNG | 61 |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | III | |
| TABELLENVERZEICHNIS | IV | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | V | |
| VERZEICHNIS DER ZITIERTEN LITERATUR | VI | |
| ANHANG A: KOMPLETTE ÜBERSICHT ALLER UNTERSUCHTEN BÜCHER | XVII | |
| ANHANG B: INFORMATIONEN ZU DEN GENUTZTEN ELEKTRONISCHEN DATENBANKEN | XXIII | |
| ANHANG C: DEM WORLD WIDE WEB ENTNOMMENE QUELLEN | XXIX |
Die vorliegende Arbeit wird insgesamt in fünf Teile untergliedert. Nach der Einleitung in diesem Kapitel, in der neben der Zielsetzung (Gliederungspunkt 1.2) auch die notwendigen theoretischen Grundlagen zum Thema (1.1) enthalten sind, folgt im zweiten Kapitel eine Erläuterung der für diese Arbeit vorgenommen Recherche. Um gebührend dokumentieren zu können, auf welche Weise (2.1) und mit welchen Mitteln (2.2) der Arbeitsauftrag, eine Fallstudienrecherche zu betreiben, erfüllt wurde, findet die Erläuterung der Recherche in einem eigens dafür vorgesehenen Kapitel statt. Die Ergebnisse dieser Recherche werden dann vollständig in Kapitel 3 vorgestellt. Dazu werden alle in den durchsuchten Quellen entdeckten Hinweise auf Fälle zunächst nach Art der aufgetretenen negativen Rückwirkungen von Markentransfers kategorisiert (3.1) und anschließend in einer übersichtlichen Aufbereitung inhaltlich erläutert (3.2). Abschließend erfolgt in Kapitel 3 eine kurze quantitative Auswertung der Ergebnisse der ersten Recherchephase (3.3). In de m darauf folgenden vierten Kapitel befinden sich insgesamt 14 gemäß der Zielsetzung erstellte Fallstudien zum untersuchten Thema (4.1 bis 4.4). Dieser Teil der Arbeit wird inhaltlich und optisch bewusst so aufgebaut, dass die Fallstudien einerseits entsprechend ihres unerlässlichen Beitrags zum Gesamtkontext dieser Abhandlung in die Arbeit eingebettet werden, aber anderseits als eigenständige Texte auch losgelöst vom restlichen Inhalt gelesen und verstanden werden könnten. Als Resümee des vierten Kapitels soll eine kurze Zusammenfassung der Fallstudien dienen (4.5). Zur Abrundung dieser Arbeit findet in Kapitel 5 eine abschließende Betrachtung der gesamten Untersuchung statt. [...]
gungen auftreten. Dieser Arbeitsauftrag umfasst im Wesentlichen zwei Bestandteile: Erstens sollen in einer breit angelegten Recherche möglichst viele Hinweise auf Fälle gefunden werden, in denen Markentransfers entsprechende negative Rückwirkungen nach sich zogen. Zweitens müssen für die gefundenen Hi weise weiter gehende Nachforschungen angestellt n werden; einerseits, um überprüfen zu können, inwieweit die aufgetretenen negativen Rückwirkungen mit den in der Literatur genannten kongruieren, andererseits, um die gefundenen Beispiele ausführlich in Fallstudien dokumentieren und erläutern zu können bzw. um in der Lage zu sein, für in den Fallstudien angestellte Beobachtungen und Schlussfolgerungen Bel e ge zu liefern. Um aufzeigen zu können, wie es zu den Untersuchungsergebnissen in dieser Arbeit gekommen ist, ist auch die umfassende Dokumentation der vorgenommenen Recherchearbeit ein wichtiger Bestandteil der Zielsetzung. 1.3 Aufbau der Arbeit [...]
Dieses W erk ist urheberrechtlich geschützt. Die dadurch begründeten Rechte, insbesondere die der Übersetzung, des Nachdrucks, des Vortrags, der Entnahme von Abbildungen und Tabellen, der Funksendung, der Mikroverfilmung oder der Vervielfältigung auf anderen Wegen und der Speicherung in Datenverarbeitungsanlagen, bleiben, auch bei nur auszugsweiser Verwertung, vorbehalten. Eine Vervielfältigung dieses Werkes oder von Teilen dieses Werkes ist auch im Einzelfall nur in den Grenzen der gesetzlichen Bestimmungen des Urheberrechtsgesetzes der Bundesrepublik Deutschland in der jeweils geltenden Fassung zulässig. Sie ist grundsätzlich vergütungspflichtig. Zuwiderhandlungen unterliegen den Strafbestimmungen des Urheberrechtes. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Warenbezeichnungen usw. in diesem Werk berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen im Sinne der Warenzeichen- und Markenschutz-Gesetzgebung als frei zu betrachten wären und daher von jedermann benutzt werden dürften. Die Informationen in diesem Werk wurden mit Sorgfalt erarbeitet. Dennoch können Fehler nicht vollständig ausgeschlossen werden, und die Diplomarbeiten Agentur, die Autoren oder Übersetzer übernehmen keine juristische Verantwortung oder irgendeine Haftung für evtl. verbliebene fehlerhafte Angaben und deren Folgen. Diplomica GmbH http://www.diplom.de, Hamburg 2004 Printed in Germany [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832479312
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