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Naturheilkundliche Schmerztherapie in der Geriatrie

Naturheilkundliche Schmerztherapie in der Geriatrie
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ulrike tum Suden-Tiedemann
  • Abgabedatum: Januar 1993
  • Umfang: 122 Seiten
  • Dateigröße: 5,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Osnabrück, Abteilung Vechta Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0474-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0474-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0474-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: tum Suden-Tiedemann, Ulrike Januar 1993: Naturheilkundliche Schmerztherapie in der Geriatrie, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Geriatische Therapie, Geriatrie, naturheilkundliche Schmerztherapieformen, Schmerz, schulmedizinische Schmerztherapie

Diplomarbeit von Ulrike tum Suden-Tiedemann

Einleitung:

Folgt man den Trendprognosen unseres Gesundheitswesens, so stellt der alte, multimorbide und chronisch kranke Mensch in Zukunft die Hauptanforderung an die Mediziner. Der wachsende Bevölkerungsanteil älterer Menschen führt zu einer Verschiebung medizinischer Aufgaben in qualitativer und quantitativer Hinsicht.

Dies Verschiebung ergibt sich aus dem veränderten Krankheitsaufkommen mit dem epidemologischen Vorherrschen chronischer und multipler Leiden. Die Mehrzahl der Krankheiten läßt sich der Gruppe von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zuordnen.

Es folgen Krankheiten des Bewegungsapparates, unter denen Wirbelsäulensyndrome und Ischialgie dominieren, gefolgt von Arthrosen bzw. Polyarthrosen und, an 3.°Stelle von rheumatischen Erkrankungen.

Faßt man die Hauptbeschwerden, derentwegen ältere Patienten den Arzt aufsuchen, zusammen, so ergibt sich folgendes Bild Das weitaus häufigste Symptom ist der Schmerz mit den unterschiedlichsten Schmerzursachen.

Am Beginn jeder Schmerzbehandlung steht eine Abklärung der Ursache des Schmerzes, aus der sich günstigenfalls eine kausale Therapie ergibt. Anderenfalls kann sie symptomatisch erfolgen. Dazu werden in der (sog.) "Schulmedizin" vor allem Analgetika eingesetzt. Die medikamentöse Behandlung ist oft mit einer überdosierten "Selbstmedikation" verbunden. Neben der Gefahr der Medikamentenabhängigkeit und er Nebenwirkungen zählt auch die Tatsache, daß durch die regelmäßige Medikamenteneinnahme der Schmerz oft verschlimmert wird.

Daneben gibt es eine Reihe anderer Methoden der Schmerzerleichterung mit deren Hilfe ein Schmerzkranker ohne oder mit weniger Medikamenten auskommen kann. Sie können die "schulmedizinischen" Methoden ergänzen, teilweise sogar ersetzen. Es ist nicht möglich eine Art Rangordnung dieser naturheilkundlichen Methoden aufzustellen.

Eine klare Abgrenzung der natürlichen Heilweise gegenüber den "schulmedizinischen" Therapien ist oftmals problematisch. Viele Heilmittel sind natürlichen Ursprungs, wie z.B. Chinin, Salizylsäure, Digitalis, Kolchizin. Ärztliche Ratschläge über Urlaubsgestaltung, Ernährung, Sport und Gymnastik, Regelung von Lebensgewohnheiten usw., die der Patient erhält, stützen sich auf das Erfahrungsgut der natürlichen Heilweisen.

Aus den Krankheitslehren folgen die Indikationen. Die natürlichen Heilkräfte sollen unterstützt und stimuliert werden.

Über die Haut wirken Licht, Luft, Wärme, Kälte und Wasser; auf die Muskulatur Massage, Bewegungstherapie, Liegekuren und Entspannung; auf Blut und Lymphe Nahrung, Fasten, Pflanzensäfte und Kräutertees; auf die Seele Suggestion, Hypnose und Autogenes Training.

Weitere Heilprinzipien sind Schwitzen, Pflaster, Aderlaß, Blutegel, Schröpfköpfe sowie die Verfahren der Akupunktur, Akupressur und Neuraltherapie. Eine Sonderstellung nimmt die Homöopathie ein.

Wesentliche Komponenten ärztlichen Handelns, die als solche von Naturheilverfahren gekennzeichnet sind, werden aber besonders deutlich, wenn man die Physiologie des vegetative Nervensystems und die der Rezeptoren in den Vordergrund stellt.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 6
1.1 Charakteristika geriatrischer Therapie 8
1.1.1. Pharmakotherapie bei betagten Patienten 8
1.2 Alterstypische Schmerzursachen und Schmerzbilder 9
1.2.1. Arthrose 9
1.2.2. Periphere Durchblutungsstörungen 10
1.2.3. Trigeminusneuralgie 10
1.2.4. Herpes zoster 11
1.2.5. Muskuläre Verspannungen des Bewegungsapparates 11
1.2.6. Osteoporose 12
1.2.7. Phantomschmerz 12
1.2.8. Angina pectoris 12
1.2.9. Gicht 13
1.2.10. Hämorrhoiden 13
1.3. Schmerztherapie in der Schulmedizin 13
1.3.1. Überblick über schmerztherapeutische Verfahren 14
1.3.1.1. Medikamentöse Schmerztherapie 14
1.3.1.2. Stimulationsverfahren 16
1.3.1.3. Lokal- und Regionalanästhetika 16
1.3.2. Ausgewählte Beispiele der "schulmedizinischen" Schmerztherapie 18
1.3.2.1. Spannungskopfschmerz 18
1.3.2.2. Migräne 18
1.3.2.3. Trigeminusneuralgie 18
1.3.2.4. Herpes zoster 18
1.3.2.5. Rheumatoide Arthritis 18
1.3.2.6. Osteoporose 19
1.3.2.7. Phantomschmerz 19
1.3.2.8. Gicht 19
1.3.2.9. Angina pectoris 19
2. Schmerz 20
2.1. Allgemeines zum Schmerz 20
2.2. Neurophysiologie des Schmerzes 21
2.2.1. Informationsübertragung auf dem Nervenwege 21
2.2.2. Neurophysiologie der Schmerzrezeptoren / Nozizeption 23
2.3. Neuroendokrinologie 24
2.3. Zentralnervöses Schmerzhemmungssystem 24
2.3.2. Neurotransmitter und Gewebshormone 27
2.3.2.1. Neurotransmitter 28
2.3.2.2. Gewebshormone 29
2.4. Schmerzkategorien 31
2.5. Schmerztoleranzgrenze 33
2.5.1. Trimodales Schmerzverhalten 34
2.5.2. Operantes Schmerzmodell 34
2.5.3. Modellernen und soziokulturelle Einflüsse 35
2.6. Schmerzqualität 36
2.7. Head'sche Zonen 37
3. Naturheilkundliche Schmerztherapieformen 40
3.1. Geschichte und Grundlagen der Naturheilkunde 40
3.1.1. Geschichtlicher Rückblick 40
3.1.2. Grundlagen der Naturheilkunde 41
3.2. Entspannungstechnik und Atemtherapie 43
3.2.1. Entspannungstechnik 43
3.2.1.1. Autogenes Training 43
3.2.1.2. Muskelentspannung (Relaxation) nach Jacobsen 45
3.2.1.3. Hypnosetherapie 45
3.2.2. Atemtherapie 47
3.3. Hydro- und Balneotherapie/Wechselwarme Badeverfahren 49
3.3.1. Hydrotherapie 49
3.3.1.1. Waschungen 52
3.3.1.2. Knieguß 53
3.3.1.3. Gesichtsguß 54
3.3.1.4. Wassertreten 54
3.3.1.5. Ansteigendes Halbbad 54
3.3.1.6. Ansteigendes Armbad 55
3.3.1.7. Kalte Packungen/Eispackungen 56
3.3.1.8. Warme Packungen 56
3.3.1.9. Grundsätzliches zur Kneipptherapie 58
3.3.2. Balneotherapie 58
3.3.2.1. Kohlensäure(gas)bad 59
3.3.2.2. Schwefelbäder 59
3.3.2.3. Solebäder 59
3.3.2.4. Moor- und Schlammbäder 60
3.3.2.5. Phytobalneologie 60
3.3.3. Wechselwarme Badeverfahren (Sauna-Dampfbad) 61
3.4. Ab- und ausleitende Verfahren 63
3.4.1. Aderlaß 64
3.4.2. Blutegeltherapie 64
3.4.3. Schröpfen 65
3.4.4. Blutiges Schröpfen - Baunscheidtismus 66
3.4.5. Cantharidinpflaster 67
3.5. Bewegungstherapie 67
3.5.1. Bewegungstherapie bei Arthrose 69
3.5.2. Bewegungstherapie bei arteriellen durch blutungsstörungen der Beine 69
3.6. Massagen 70
3.6.1. Klassische Massage 70
3.6.1.1. Knetungen 71
3.6.1.2. Reibungen 71
3.6.1.3. Streichungen 72
3.6.1.4. Klopfungen 72
3.6.1.5. Vibrationen 72
3.6.1.6. Anwendungen 72
3.6.2. Reflexzonenmassage 73
3.6.2.1. Bindegewebsmassage 73
3.6.2.2. Muskelreflexzonenmassage 74
3.6.2.3. Periostbehandlung 76
3.6.2.4. Fußreflexzonenmassage 76
3.7. Manuelle Therapie 77
3.7.1. Osteopathische Techniken 78
3.7.1.1. Weichteiltechnik 78
3.7.1.2. Mobilisation 78
3.7.2. Manipulation 78
3.7.3. Anwendungsgebiete 79
3.8. Phytotherapie und Homöopathie 79
3.8.1. Phytotherapie 79
3.8.1.1. Anwendungsmöglichkeiten 80
3.8.2. Homöopathie 82
3.8.2.1. Homöopathische Mittel 83
3.9. Neuraltherapie 84
3.9.1. Herd-Störfeld-Geschehen 85
3.9.2. Huneke-Sekunden-Phänomen 86
3.9.3. Anwendung 86
3.10. Akupunktur und Akupressur 87
3.10.1. Akupunktur 87
3.10.1.1. Durchführung 88
3.10.1.2. Anwendungsbereiche 89
3.10.2. Akupressur und Shiatsu 89
3.10.2.1. Durchführung 90
3.10.2.2. Anwendungsgebiete 90
4. Eignung der Therapieformen für alte Menschen 100
4.1. Ausgewählte Beispiele naturheilkundlicher Schmerztherapie 100
4.2. Geriatrisch geeignete Therapieformen 102
4.2.1. Atemtherapie 103
4.2.2. Autogenes Training 103
4.2.3. Sauna/Dampfbad 103
4.2.4. Kneipp-Therapie 103
4.2.5. Balneotherapie 104
4.2.6. Bewegungstherapie 104
4.2.7. Massagen 104
4.2.8. Akupunktur/Akupressur 105
4.2.9. Phytotherapie 105
4.3 Probleme bei der Anwendung naturheilkundlicher Therapien 105
4.3.1. Risiken der einzelnen Verfahren 106
4.3.1.1. Hypnose 106
4.3.1.2. Sauna/Dampfbad 106
4.3.1.3. Ab- und ausleitende Verfahren 106
4.3.1.4. Manuelle Therapie 107
4.3.1.5. Akupunktur 107
4.3.1.6. Neuraltherapie 108
4.3.1.7. Homöopathie 108
5. Zusammenfassung und Ausblick 109
6. Literaturverzeichnis 113
7. Verzeichnis der Abbildungen 117

Arbeit zitieren:
tum Suden-Tiedemann, Ulrike Januar 1993: Naturheilkundliche Schmerztherapie in der Geriatrie, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Geriatische Therapie, Geriatrie, naturheilkundliche Schmerztherapieformen, Schmerz, schulmedizinische Schmerztherapie

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