Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen
Analyse der Global Reporting Initiative (GRI)
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Kevin Fischbach
- Abgabedatum: Februar 2007
- Umfang: 133 Seiten
- Dateigröße: 563,2 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
- Originaltitel: Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Analyse der Global Reporting Initiative (GRI) aus unternehmensethischer Sicht
- Bibliografie: ca. 107
- ISBN (eBook): 978-3-8366-0304-1
- ISBN (CD) :978-3-8366-0304-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung: Die Studie wurde als "Beste Diplomarbeit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im Jahr 2007" ausgezeichnet.
- Arbeit zitieren: Fischbach, Kevin Februar 2007: Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Global Reporting Initiative, Nachhaltigkeit, Umwelt, Unternehmensethik, Berichterstattung
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Diplomarbeit von Kevin Fischbach
Einleitung:
Viele Interessengruppen und vermehrt auch die breite Öffentlichkeit fordern von Unternehmen eine erhöhte Transparenz ihrer Aktivitäten. Neben der für Konzerne und Kapitalgesellschaften gesetzlich vorgeschriebenen Pflicht der Veröffentlichung von Finanzberichten steigt das Interesse an Informationen über die Leistung von Unternehmen in den Bereichen Umwelt und Soziales. Nachdem einige Unternehmen bereits seit geraumer Zeit separate Umweltberichte und Sozialberichte veröffentlichen, gehen viele Unternehmen in den letzten Jahren dazu über, Umwelt- und Sozialaspekte in einen Bericht zu integrieren und mit der ökonomischen Leistung des Unternehmens in Beziehung zu setzen. Diese Berichte werden Nachhaltigkeitsberichte genannt.
Angesichts einer Gesetzeslage, die eine verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht vorsieht, hat sich eine freiwillige globale Initiative entwickelt: die Global Reporting Initiative (GRI). Die Richtlinien der Initiative haben sich inzwischen als weltweiter Standard der Nachhaltigkeitsberichterstattung herauskristallisiert. Die Global Reporting Initiative ist ein Musterbeispiel für die im globalen Kontext vermehrt auftretenden neuen Formen institutioneller Zusammenarbeit, bei denen drei Gruppen von Akteuren Hauptrollen übernehmen: (internationale) staatliche Organisationen, NGOs und (multinationale) Unternehmen.
Die Entstehung dieser neuen Formen institutioneller Zusammenarbeit ist in der zunehmenden globalen Verflechtung von Wirtschaft und Gesellschaft begründet. Innerhalb von Landesgrenzen und auch teilweise innerhalb regionaler Grenzen wie der EU stehen den Unternehmen Regierungen, Gesetze und Gerichtsbarkeiten gegenüber, die das Handeln der Unternehmen innerhalb der Rahmenordnung sicherstellen und auftretende Gesetzeslücken beseitigen sollen. Ein gleichwertiges Pendant auf globaler Ebene im Sinne eines Weltstaates mit einer umfassenden Rahmenordnung ist allerdings nicht vorhanden und gerade einmal bruchstückhaft im Entstehen.
„Wir haben mit UN-Charta, World Trade Organisation (WTO), International Labour Organisation (ILO) International Chamber of Commerce (ICC), dem Protokoll von Kyoto und anderen Verträgen bestenfalls Ansätze dazu, und in vielen Teilen der Welt sind nicht einmal diese Ansätze angekommen“. Somit kann man bei der Koordination von Interaktionen im globalen Bereich ein Vakuum konstatieren. Dieses Vakuum wird teilweise durch freiwillige Initiativen wie die Global Reporting Initiative gefüllt. Die Entwicklung solcher neuen Formen der institutionellen Zusammenarbeit wirft allerdings die Frage nach der Legitimation derselben auf. Schließlich steht keine staatliche Macht mit Durchsetzungs- und Sanktionspotenzial hinter der Global Reporting Initiative.
Vor dem Hintergrund der mangelnden Ausstattung dieser Initiative mit Durchsetzungs- und Sanktionspotenzial sind Unternehmen zudem gezwungen, sich genau mit den Vor- und Nachteilen einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative auseinander zu setzen.
Gang der Untersuchung:
In dieser Arbeit soll die Frage nach der Legitimation der Global Reporting Initiative detailliert beantwortet werden. Aus Sicht der Unternehmen werden außerdem Vor- und Nachteile einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative ausführlich diskutiert. Trotz der globalen Ausrichtung der Initiative wird besonderes Augenmerk auf die Situation deutscher Unternehmen hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung gelegt.
Als Grundlage der Analyse der Global Reporting Initiative werden in Kapitel 2 zunächst verschiedene Nachhaltigkeitsstandards erläutert, um eine Einordnung der Nachhaltigkeitsberichterstattung innerhalb dieser Auswahl von Standards vornehmen zu können. Des Weiteren wird auf wichtige Aspekte der Nachhaltigkeitsberichterstattung näher eingegangen.
In Kapitel 3 wird die Global Reporting Initiative ausführlich erläutert. Dabei werden sowohl institutionelle Aspekte wie auch die Richtlinien näher betrachtet.
Daran anschließend wird in Kapitel 4 die Legitimation der Global Reporting Initiative anhand des wirtschafts- und unternehmensethischen Ansatzes von Homann überprüft.
Auf den Erkenntnissen dieses Kapitels aufbauend werden in Kapitel 5 Vor- und Nachteile einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative aus Unternehmenssicht diskutiert. Dabei sollen auch konkrete Handlungs-empfehlungen für die Unternehmenstätigkeit im Spannungsfeld von moralischer Akzeptanz und Rentabilität aufgezeigt werden.
In Kapitel 6 werden die Erkenntnisse der vorherigen Kapitel zusammengefasst, Kapitel 7 gibt einen Ausblick auf weiterführende Fragestellungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Global Reporting Initiative.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Abbildungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen | 1 |
| 1.1 | Bedeutung der Themenstellung | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 3 |
| 2. | Nachhaltigkeitsmanagement und Nachhaltigkeitsberichterstattung in Unternehmen | 4 |
| 2.1 | Das Nachhaltigkeitskonzept | 4 |
| 2.2 | Überblick über bestehende internationale Nachhaltigkeitsstandards | 6 |
| 2.2.1 | Normative Rahmenbedingungen | 7 |
| 2.2.2 | Verfahrensleitlinien | 7 |
| 2.2.3 | Managementsysteme | 9 |
| 2.3 | Aktueller Stand der Nachhaltigkeitsberichterstattung | 10 |
| 2.4 | Stand der Gesetzgebung hinsichtlich einer verbindlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung | 12 |
| 2.5 | Erläuterung von Gründen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen | 13 |
| 2.6 | Erläuterung von Problemen der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen | 14 |
| 3. | Die Global Reporting Initiative (GRI) | 16 |
| 3.1 | Institutionelle Aspekte der Global Reporting Initiative | 16 |
| 3.1.1 | Entstehung und Entwicklung | 16 |
| 3.1.2 | Vision und Ziele | 17 |
| 3.1.3 | Institutioneller Aufbau | 19 |
| 3.1.4 | Beteiligungs- und Feedbackprozess | 23 |
| 3.1.5 | Finanzierung | 26 |
| 3.2 | Prozess der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts nach Maßgabe der GRI Richtlinien | 26 |
| 3.2.1 | Prinzipien zum Berichtsinhalt | 28 |
| 3.2.2 | Prinzipien zur Berichtsqualität | 31 |
| 3.2.3 | Bestimmung des Berichtsumfangs | 34 |
| 3.3 | Berichtsinhalt | 35 |
| 3.3.1 | Strategy and Analysis | 36 |
| 3.3.2 | Organisational Profile | 37 |
| 3.3.3 | Report Parameters | 37 |
| 3.3.4 | Governance, Commitments, and Engagement | 39 |
| 3.3.5 | Management Approach and Performance Indicators | 39 |
| 3.3.5.1 | Economic | 42 |
| 3.3.5.2 | Environmental | 42 |
| 3.3.5.3 | Social | 43 |
| 3.3.5.4 | Labour Practices and Decent Work | 44 |
| 3.3.5.5 | Human Rights | 44 |
| 3.3.5.6 | Society | 45 |
| 3.3.5.7 | Product Responsibility | 46 |
| 3.4 | Stärken der Global Reporting Initiative und der zu Grunde liegenden Standards | 46 |
| 3.5 | Schwächen der Global Reporting Initiative und der zu Grunde liegenden Standards | 48 |
| 3.6 | Bewertung der Global Reporting Initiative | 50 |
| 4. | Legitimation der Global Reporting Initiative durch den Ansatz von Homann | 52 |
| 4.1 | Grundlegende Erläuterungen zur Fundierung des Ansatzes von Homann | 53 |
| 4.1.1 | Grundsätzliche Erklärungen zu den Einzeldisziplinen Ethik und Ökonomik | 53 |
| 4.1.2 | Historische Ursprünge des Ansatzes von Homann | 53 |
| 4.2 | Legitimation unternehmerischen Handelns bei vollständiger Rahmenordnung | 54 |
| 4.2.1 | Die Notwendigkeit einer geeigneten Rahmenordnung in der modernen Wirtschaft und die resultierenden Folgen | 55 |
| 4.2.2 | Die Begründbarkeit der Normen der Rahmenordnung | 57 |
| 4.2.3 | Folgen der Festlegung von Normen in einer Rahmenordnung | 58 |
| 4.2.4 | Das Verhältnis von Ethik und Ökonomik bei Homann | 60 |
| 4.2.5 | Handlungsbedingungen und Handlungen, Spielregeln und Spielzüge | 60 |
| 4.2.6 | Spielzüge im Allgemeinen | 61 |
| 4.2.7 | Klassen von Spielzügen | 63 |
| 4.2.8 | Schlussfolgerungen aus der zweistufigen wirtschaftsethischen Konzeption | 64 |
| 4.2.9 | Schlussfolgerungen für die Legitimation der GRI bei vollständiger Rahmenordnung | 65 |
| 4.3 | Legitimation unternehmerischen Handelns bei unvollständiger Rahmenordnung | 69 |
| 4.3.1 | Von der Wirtschaftsethik zur Unternehmensethik | 69 |
| 4.3.2 | Der unternehmensethische Ansatz Homanns | 70 |
| 4.3.3 | Die Legitimationsverantwortung der Unternehmen | 71 |
| 4.3.4 | Klassen von Spielzügen | 72 |
| 4.3.4.1 | Die Wettbewerbsstrategie | 73 |
| 4.3.4.2 | Die ordnungspolitische Strategie | 74 |
| 4.3.5 | Schlussfolgerungen aus der unternehmensethischen Konzeption | 77 |
| 4.3.6 | Schlussfolgerungen für die Legitimation der Global Reporting Initiative bei unvollständiger Rahmenordnung | 78 |
| 4.4 | Fazit der Legitimation einer Beteiligung von Unternehmen an der Global Reporting Initiative | 82 |
| 5. | Diskussion aus Unternehmenssicht über die Beteiligung an der Global Reporting Initiative | 84 |
| 5.1 | Kriterien für den Umgang mit moralischen Forderungen | 85 |
| 5.1.1 | Berechtigung moralischer Forderungen | 85 |
| 5.1.2 | Erfüllung moralischer Forderungen durch die Rahmenordnung | 89 |
| 5.1.3 | Handlungsmöglichkeiten von Unternehmen zur Befriedigung moralischer Forderungen unter Wettbewerbsbedingungen | 90 |
| 5.2 | Analyse einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative mit Hilfe der 4-Felder-Matrix | 94 |
| 5.3 | Bewertung einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative aus Unternehmenssicht | 99 |
| 6. | Schlussfolgerungen der Beteiligung von Unternehmen an der Global Reporting Initiative | 105 |
| 7. | Weiterführende Fragestellungen im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Global Reporting Initiative | 106 |
| Literaturverzeichnis | 108 | |
| Anhang A: Überblick über die Core Indicators der GRI Guidelines | 122 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 123 |
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Abbildungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen | 1 |
| 1.1 | Bedeutung der Themenstellung | 1 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 3 |
| 2. | Nachhaltigkeitsmanagement und Nachhaltigkeitsberichterstattung in Unternehmen | 4 |
| 2.1 | Das Nachhaltigkeitskonzept | 4 |
| 2.2 | Überblick über bestehende internationale Nachhaltigkeitsstandards | 6 |
| 2.2.1 | Normative Rahmenbedingungen | 7 |
| 2.2.2 | Verfahrensleitlinien | 7 |
| 2.2.3 | Managementsysteme | 9 |
| 2.3 | Aktueller Stand der Nachhaltigkeitsberichterstattung | 10 |
| 2.4 | Stand der Gesetzgebung hinsichtlich einer verbindlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung | 12 |
| 2.5 | Erläuterung von Gründen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen | 13 |
| 2.6 | Erläuterung von Problemen der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen | 14 |
| 3. | Die Global Reporting Initiative (GRI) | 16 |
| 3.1 | Institutionelle Aspekte der Global Reporting Initiative | 16 |
| 3.1.1 | Entstehung und Entwicklung | 16 |
| 3.1.2 | Vision und Ziele | 17 |
| 3.1.3 | Institutioneller Aufbau | 19 |
| 3.1.4 | Beteiligungs- und Feedbackprozess | 23 |
| 3.1.5 | Finanzierung | 26 |
| 3.2 | Prozess der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts nach Maßgabe der GRI Richtlinien | 26 |
| 3.2.1 | Prinzipien zum Berichtsinhalt | 28 |
| 3.2.2 | Prinzipien zur Berichtsqualität | 31 |
| 3.2.3 | Bestimmung des Berichtsumfangs | 34 |
| 3.3 | Berichtsinhalt | 35 |
| 3.3.1 | Strategy and Analysis | 36 |
| 3.3.2 | Organisational Profile | 37 |
| 3.3.3 | Report Parameters | 37 |
| 3.3.4 | Governance, Commitments, and Engagement | 39 |
| 3.3.5 | Management Approach and Performance Indicators | 39 |
| 3.3.5.1 | Economic | 42 |
| 3.3.5.2 | Environmental | 42 |
| 3.3.5.3 | Social | 43 |
| 3.3.5.4 | Labour Practices and Decent Work | 44 |
| 3.3.5.5 | Human Rights | 44 |
| 3.3.5.6 | Society | 45 |
| 3.3.5.7 | Product Responsibility | 46 |
| 3.4 | Stärken der Global Reporting Initiative und der zu Grunde liegenden Standards | 46 |
| 3.5 | Schwächen der Global Reporting Initiative und der zu Grunde liegenden Standards | 48 |
| 3.6 | Bewertung der Global Reporting Initiative | 50 |
| 4. | Legitimation der Global Reporting Initiative durch den Ansatz von Homann | 52 |
| 4.1 | Grundlegende Erläuterungen zur Fundierung des Ansatzes von Homann | 53 |
| 4.1.1 | Grundsätzliche Erklärungen zu den Einzeldisziplinen Ethik und Ökonomik | 53 |
| 4.1.2 | Historische Ursprünge des Ansatzes von Homann | 53 |
| 4.2 | Legitimation unternehmerischen Handelns bei vollständiger Rahmenordnung | 54 |
| 4.2.1 | Die Notwendigkeit einer geeigneten Rahmenordnung in der modernen Wirtschaft und die resultierenden Folgen | 55 |
| 4.2.2 | Die Begründbarkeit der Normen der Rahmenordnung | 57 |
| 4.2.3 | Folgen der Festlegung von Normen in einer Rahmenordnung | 58 |
| 4.2.4 | Das Verhältnis von Ethik und Ökonomik bei Homann | 60 |
| 4.2.5 | Handlungsbedingungen und Handlungen, Spielregeln und Spielzüge | 60 |
| 4.2.6 | Spielzüge im Allgemeinen | 61 |
| 4.2.7 | Klassen von Spielzügen | 63 |
| 4.2.8 | Schlussfolgerungen aus der zweistufigen wirtschaftsethischen Konzeption | 64 |
| 4.2.9 | Schlussfolgerungen für die Legitimation der GRI bei vollständiger Rahmenordnung | 65 |
| 4.3 | Legitimation unternehmerischen Handelns bei unvollständiger Rahmenordnung | 69 |
| 4.3.1 | Von der Wirtschaftsethik zur Unternehmensethik | 69 |
| 4.3.2 | Der unternehmensethische Ansatz Homanns | 70 |
| 4.3.3 | Die Legitimationsverantwortung der Unternehmen | 71 |
| 4.3.4 | Klassen von Spielzügen | 72 |
| 4.3.4.1 | Die Wettbewerbsstrategie | 73 |
| 4.3.4.2 | Die ordnungspolitische Strategie | 74 |
| 4.3.5 | Schlussfolgerungen aus der unternehmensethischen Konzeption | 77 |
| 4.3.6 | Schlussfolgerungen für die Legitimation der Global Reporting Initiative bei unvollständiger Rahmenordnung | 78 |
| 4.4 | Fazit der Legitimation einer Beteiligung von Unternehmen an der Global Reporting Initiative | 82 |
| 5. | Diskussion aus Unternehmenssicht über die Beteiligung an der Global Reporting Initiative | 84 |
| 5.1 | Kriterien für den Umgang mit moralischen Forderungen | 85 |
| 5.1.1 | Berechtigung moralischer Forderungen | 85 |
| 5.1.2 | Erfüllung moralischer Forderungen durch die Rahmenordnung | 89 |
| 5.1.3 | Handlungsmöglichkeiten von Unternehmen zur Befriedigung moralischer Forderungen unter Wettbewerbsbedingungen | 90 |
| 5.2 | Analyse einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative mit Hilfe der 4-Felder-Matrix | 94 |
| 5.3 | Bewertung einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative aus Unternehmenssicht | 99 |
| 6. | Schlussfolgerungen der Beteiligung von Unternehmen an der Global Reporting Initiative | 105 |
| 7. | Weiterführende Fragestellungen im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Global Reporting Initiative | 106 |
| Literaturverzeichnis | 108 | |
| Anhang A: Überblick über die Core Indicators der GRI Guidelines | 122 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 123 |
Textprobe:
Kapitel 3., Die Global Reporting Initiative:
Ein wichtiger und entscheidender Grund für die weltweit hohe Akzeptanz der GRI ist die Einbeziehung aller interessierten Stakeholder. Allen Stakeholdern, sogar Einzelpersonen, steht es offen, sich zu engagieren und ihre Meinung einzubringen. Dieses Charakteristikum führt ebenso wie etwa die Anwendung des Konsensprinzips im Prozess der Weiterentwicklung der Standards dazu, dass alle Meinungen berücksichtigt werden und ein am Ende akzeptables und akzeptiertes Ergebnis zu Stande kommt. Darüber hinaus versucht die GRI, die vielen verschiedenen Gruppen von Stakeholdern im Sinne des Netzwerkgedankens auch außerhalb des Weiterentwicklungsprozesses der Standards für alle Seiten Gewinn bringend zusammenzuführen.
Hierzu zählen beispielsweise Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen, welche von der GRI initiiert werden. Eine weitere Stärke der GRI ist die konsequente Nutzung praktischen Wissens durch die Einbeziehung von Experten aus den Reihen der Stakeholder. Know-how wird so gezielt genutzt und durch die Praxisanwendung wird eine ständige Überprüfung und Verbesserung der Richtlinien gefördert. Dabei kann eine schnelle und flexible Anpassung der Standards erfolgen, welche weitaus unkomplizierter ist als etwa ein Gesetzgebungsverfahren, das dazu noch in verschiedenen Nationalstaaten durchgeführt werden müsste, um ebenfalls weltweite Gültigkeit zu erreichen. Insbesondere für multinationale Unternehmen führt die bestehende internationale Vereinheitlichung zu einer Vereinfachung und damit wiederum zu höherer Akzeptanz.
Die weltweit einheitliche Ausgestaltung der Standards führt auch zum wesentlichen Vorteil von Nachhaltigkeitsberichten gemäß der GRI Richtlinien.
Gleiche Kriterien für alle Berichterstatter sorgen dafür, dass zum einen die Bericht erstattenden Unternehmen Daten vergleichen und Benchmarking betreiben können, um ihre Leistung im Branchenvergleich oder im branchenfremden Bereich einordnen zu können. Zum anderen können sich auch Berichtleser, d.h. potentiell die gesamte Öffentlichkeit, einfacher ein Bild der Nachhaltigkeitsleistung der berichtenden Unternehmen machen und erhalten durch die Vergleichbarkeit Anhaltspunkte für eine eigene Bewertung.
Für beide Seiten, Berichterstatter und Berichtleser, sind dabei die konkreten Vorgaben durch die Indikatoren des GRI Leitfadens von Vorteil. Für die Unternehmen stellen sie ein Hilfsmittel zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten dar und für die Berichtleser führt die klare Struktur zu erhöhter Transparenz und Akzeptanz. Ein weiterer Aspekt, der die Akzeptanz der GRI Richtlinien erhöht, ist die Komplementarität und Kombinierbarkeit mit anderen Nachhaltigkeitsstandards und Initiativen. Die in Abschnitt 2.2 vorgestellten Initiativen wie der UN Global Compact, der AA1000 oder auch SA 8000 können ergänzend zu den Richtlinien der GRI angewendet werden und die Global Reporting Initiative zeigt dabei auch Anknüpfungspunkte auf.
Kapitel 4., Legitimation der Global Reporting Initiative durch den Ansatz von Homann: Nachdem im vorstehenden Kapitel die Global Reporting Initiative detailliert beschrieben wurde, soll nun die Legitimation der GRI aus ethischer Sicht überprüft werden. Dieses erfolgt anhand des wirtschafts- und unternehmensethischen Ansatzes von Homann. Dazu werden zunächst grundlegend die Beziehung von Ethik und Ökonomik sowie die historischen Ursprünge von Homanns Ansatz erläutert.
Im zweiten Teil des Kapitels werden dann die wichtigsten Merkmale und Aussagen der Wirtschaftsethik mit ökonomischer Methode von Homann dargelegt, in denen von einer vollständigen Rahmenordnung ausgegangen wird. Mit Hilfe der hierbei gewonnenen Erkenntnisse wird zunächst die Legitimation der Global Reporting Initiative bei vollständiger Rahmenordnung überprüft.
Anhand der Konzeption der Unternehmensethik mit ökonomischer Methode von Homann folgen im dritten Teil des Kapitels Erläuterungen und Handlungsempfehlungen an die Unternehmen bei unvollständiger Rahmenordnung. Hiernach wird die Legitimation der Global Reporting Initiative unter Annahme einer unvollständigen Rahmenordnung untersucht.
Am Ende des Kapitels wird ein Fazit hinsichtlich der Legitimation einer Beteiligung von Unternehmen an der GRI gezogen.
Eine Rahmenordnung besteht allgemein aus Gesetzen, Regelungen, Ordnungen, Verfassungen und Institutionen, die das Zusammenleben der Menschen steuern und regeln und damit auch das Funktionieren einer Volkswirtschaft gewährleisten.
Kapitel 4.1, Grundlegende Erläuterungen zur Fundierung des Ansatzes von Homann: Bereits an dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass in der vorliegenden Arbeit nicht alle Aspekte und Details des Ansatzes von Homann in ihren Einzelheiten dargelegt werden können. Für die Bezugnahme auf die Global Reporting Initiative sollen die wichtigsten Merkmale und Aussagen des Konzeptes von Homann genügen, die im Folgenden dargestellt werden.
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48,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836603041
Arbeit zitieren:
Fischbach, Kevin Februar 2007: Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Global Reporting Initiative, Nachhaltigkeit, Umwelt, Unternehmensethik, Berichterstattung



