Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen

Analyse der Global Reporting Initiative (GRI)

Die Studie wurde als "Beste Diplomarbeit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im Jahr 2007" ausgezeichnet.
Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Kevin Fischbach
  • Abgabedatum: Februar 2007
  • Umfang: 133 Seiten
  • Dateigröße: 563,2 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
  • Originaltitel: Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen. Analyse der Global Reporting Initiative (GRI) aus unternehmensethischer Sicht
  • Bibliografie: ca. 107
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-0304-1
  • ISBN (CD) :978-3-8366-0304-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie wurde als "Beste Diplomarbeit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im Jahr 2007" ausgezeichnet.
  • Arbeit zitieren: Fischbach, Kevin Februar 2007: Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Global Reporting Initiative, Nachhaltigkeit, Umwelt, Unternehmensethik, Berichterstattung

In den Warenkorb
48,00 €

Diplomarbeit von Kevin Fischbach

Einleitung:

Viele Interessengruppen und vermehrt auch die breite Öffentlichkeit fordern von Unternehmen eine erhöhte Transparenz ihrer Aktivitäten. Neben der für Konzerne und Kapitalgesellschaften gesetzlich vorgeschriebenen Pflicht der Veröffentlichung von Finanzberichten steigt das Interesse an Informationen über die Leistung von Unternehmen in den Bereichen Umwelt und Soziales. Nachdem einige Unternehmen bereits seit geraumer Zeit separate Umweltberichte und Sozialberichte veröffentlichen, gehen viele Unternehmen in den letzten Jahren dazu über, Umwelt- und Sozialaspekte in einen Bericht zu integrieren und mit der ökonomischen Leistung des Unternehmens in Beziehung zu setzen. Diese Berichte werden Nachhaltigkeitsberichte genannt.

Angesichts einer Gesetzeslage, die eine verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung nicht vorsieht, hat sich eine freiwillige globale Initiative entwickelt: die Global Reporting Initiative (GRI). Die Richtlinien der Initiative haben sich inzwischen als weltweiter Standard der Nachhaltigkeitsberichterstattung herauskristallisiert. Die Global Reporting Initiative ist ein Musterbeispiel für die im globalen Kontext vermehrt auftretenden neuen Formen institutioneller Zusammenarbeit, bei denen drei Gruppen von Akteuren Hauptrollen übernehmen: (internationale) staatliche Organisationen, NGOs und (multinationale) Unternehmen.

Die Entstehung dieser neuen Formen institutioneller Zusammenarbeit ist in der zunehmenden globalen Verflechtung von Wirtschaft und Gesellschaft begründet. Innerhalb von Landesgrenzen und auch teilweise innerhalb regionaler Grenzen wie der EU stehen den Unternehmen Regierungen, Gesetze und Gerichtsbarkeiten gegenüber, die das Handeln der Unternehmen innerhalb der Rahmenordnung sicherstellen und auftretende Gesetzeslücken beseitigen sollen. Ein gleichwertiges Pendant auf globaler Ebene im Sinne eines Weltstaates mit einer umfassenden Rahmenordnung ist allerdings nicht vorhanden und gerade einmal bruchstückhaft im Entstehen.

„Wir haben mit UN-Charta, World Trade Organisation (WTO), International Labour Organisation (ILO) International Chamber of Commerce (ICC), dem Protokoll von Kyoto und anderen Verträgen bestenfalls Ansätze dazu, und in vielen Teilen der Welt sind nicht einmal diese Ansätze angekommen“. Somit kann man bei der Koordination von Interaktionen im globalen Bereich ein Vakuum konstatieren. Dieses Vakuum wird teilweise durch freiwillige Initiativen wie die Global Reporting Initiative gefüllt. Die Entwicklung solcher neuen Formen der institutionellen Zusammenarbeit wirft allerdings die Frage nach der Legitimation derselben auf. Schließlich steht keine staatliche Macht mit Durchsetzungs- und Sanktionspotenzial hinter der Global Reporting Initiative.

Vor dem Hintergrund der mangelnden Ausstattung dieser Initiative mit Durchsetzungs- und Sanktionspotenzial sind Unternehmen zudem gezwungen, sich genau mit den Vor- und Nachteilen einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative auseinander zu setzen.

Gang der Untersuchung:

In dieser Arbeit soll die Frage nach der Legitimation der Global Reporting Initiative detailliert beantwortet werden. Aus Sicht der Unternehmen werden außerdem Vor- und Nachteile einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative ausführlich diskutiert. Trotz der globalen Ausrichtung der Initiative wird besonderes Augenmerk auf die Situation deutscher Unternehmen hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung gelegt.

Als Grundlage der Analyse der Global Reporting Initiative werden in Kapitel 2 zunächst verschiedene Nachhaltigkeitsstandards erläutert, um eine Einordnung der Nachhaltigkeitsberichterstattung innerhalb dieser Auswahl von Standards vornehmen zu können. Des Weiteren wird auf wichtige Aspekte der Nachhaltigkeitsberichterstattung näher eingegangen.

In Kapitel 3 wird die Global Reporting Initiative ausführlich erläutert. Dabei werden sowohl institutionelle Aspekte wie auch die Richtlinien näher betrachtet.

Daran anschließend wird in Kapitel 4 die Legitimation der Global Reporting Initiative anhand des wirtschafts- und unternehmensethischen Ansatzes von Homann überprüft.

Auf den Erkenntnissen dieses Kapitels aufbauend werden in Kapitel 5 Vor- und Nachteile einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative aus Unternehmenssicht diskutiert. Dabei sollen auch konkrete Handlungs-empfehlungen für die Unternehmenstätigkeit im Spannungsfeld von moralischer Akzeptanz und Rentabilität aufgezeigt werden.

In Kapitel 6 werden die Erkenntnisse der vorherigen Kapitel zusammengefasst, Kapitel 7 gibt einen Ausblick auf weiterführende Fragestellungen hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung der Global Reporting Initiative.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VII
1. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen 1
1.1 Bedeutung der Themenstellung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 3
2. Nachhaltigkeitsmanagement und Nachhaltigkeitsberichterstattung in Unternehmen 4
2.1 Das Nachhaltigkeitskonzept 4
2.2 Überblick über bestehende internationale Nachhaltigkeitsstandards 6
2.2.1 Normative Rahmenbedingungen 7
2.2.2 Verfahrensleitlinien 7
2.2.3 Managementsysteme 9
2.3 Aktueller Stand der Nachhaltigkeitsberichterstattung 10
2.4 Stand der Gesetzgebung hinsichtlich einer verbindlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung 12
2.5 Erläuterung von Gründen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen 13
2.6 Erläuterung von Problemen der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen 14
3. Die Global Reporting Initiative (GRI) 16
3.1 Institutionelle Aspekte der Global Reporting Initiative 16
3.1.1 Entstehung und Entwicklung 16
3.1.2 Vision und Ziele 17
3.1.3 Institutioneller Aufbau 19
3.1.4 Beteiligungs- und Feedbackprozess 23
3.1.5 Finanzierung 26
3.2 Prozess der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts nach Maßgabe der GRI Richtlinien 26
3.2.1 Prinzipien zum Berichtsinhalt 28
3.2.2 Prinzipien zur Berichtsqualität 31
3.2.3 Bestimmung des Berichtsumfangs 34
3.3 Berichtsinhalt 35
3.3.1 Strategy and Analysis 36
3.3.2 Organisational Profile 37
3.3.3 Report Parameters 37
3.3.4 Governance, Commitments, and Engagement 39
3.3.5 Management Approach and Performance Indicators 39
3.3.5.1 Economic 42
3.3.5.2 Environmental 42
3.3.5.3 Social 43
3.3.5.4 Labour Practices and Decent Work 44
3.3.5.5 Human Rights 44
3.3.5.6 Society 45
3.3.5.7 Product Responsibility 46
3.4 Stärken der Global Reporting Initiative und der zu Grunde liegenden Standards 46
3.5 Schwächen der Global Reporting Initiative und der zu Grunde liegenden Standards 48
3.6 Bewertung der Global Reporting Initiative 50
4. Legitimation der Global Reporting Initiative durch den Ansatz von Homann 52
4.1 Grundlegende Erläuterungen zur Fundierung des Ansatzes von Homann 53
4.1.1 Grundsätzliche Erklärungen zu den Einzeldisziplinen Ethik und Ökonomik 53
4.1.2 Historische Ursprünge des Ansatzes von Homann 53
4.2 Legitimation unternehmerischen Handelns bei vollständiger Rahmenordnung 54
4.2.1 Die Notwendigkeit einer geeigneten Rahmenordnung in der modernen Wirtschaft und die resultierenden Folgen 55
4.2.2 Die Begründbarkeit der Normen der Rahmenordnung 57
4.2.3 Folgen der Festlegung von Normen in einer Rahmenordnung 58
4.2.4 Das Verhältnis von Ethik und Ökonomik bei Homann 60
4.2.5 Handlungsbedingungen und Handlungen, Spielregeln und Spielzüge 60
4.2.6 Spielzüge im Allgemeinen 61
4.2.7 Klassen von Spielzügen 63
4.2.8 Schlussfolgerungen aus der zweistufigen wirtschaftsethischen Konzeption 64
4.2.9 Schlussfolgerungen für die Legitimation der GRI bei vollständiger Rahmenordnung 65
4.3 Legitimation unternehmerischen Handelns bei unvollständiger Rahmenordnung 69
4.3.1 Von der Wirtschaftsethik zur Unternehmensethik 69
4.3.2 Der unternehmensethische Ansatz Homanns 70
4.3.3 Die Legitimationsverantwortung der Unternehmen 71
4.3.4 Klassen von Spielzügen 72
4.3.4.1 Die Wettbewerbsstrategie 73
4.3.4.2 Die ordnungspolitische Strategie 74
4.3.5 Schlussfolgerungen aus der unternehmensethischen Konzeption 77
4.3.6 Schlussfolgerungen für die Legitimation der Global Reporting Initiative bei unvollständiger Rahmenordnung 78
4.4 Fazit der Legitimation einer Beteiligung von Unternehmen an der Global Reporting Initiative 82
5. Diskussion aus Unternehmenssicht über die Beteiligung an der Global Reporting Initiative 84
5.1 Kriterien für den Umgang mit moralischen Forderungen 85
5.1.1 Berechtigung moralischer Forderungen 85
5.1.2 Erfüllung moralischer Forderungen durch die Rahmenordnung 89
5.1.3 Handlungsmöglichkeiten von Unternehmen zur Befriedigung moralischer Forderungen unter Wettbewerbsbedingungen 90
5.2 Analyse einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative mit Hilfe der 4-Felder-Matrix 94
5.3 Bewertung einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative aus Unternehmenssicht 99
6. Schlussfolgerungen der Beteiligung von Unternehmen an der Global Reporting Initiative 105
7. Weiterführende Fragestellungen im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Global Reporting Initiative 106
Literaturverzeichnis 108
Anhang A: Überblick über die Core Indicators der GRI Guidelines 122
Eidesstattliche Erklärung 123

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VII
1. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen 1
1.1 Bedeutung der Themenstellung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 3
2. Nachhaltigkeitsmanagement und Nachhaltigkeitsberichterstattung in Unternehmen 4
2.1 Das Nachhaltigkeitskonzept 4
2.2 Überblick über bestehende internationale Nachhaltigkeitsstandards 6
2.2.1 Normative Rahmenbedingungen 7
2.2.2 Verfahrensleitlinien 7
2.2.3 Managementsysteme 9
2.3 Aktueller Stand der Nachhaltigkeitsberichterstattung 10
2.4 Stand der Gesetzgebung hinsichtlich einer verbindlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung 12
2.5 Erläuterung von Gründen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen 13
2.6 Erläuterung von Problemen der Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen 14
3. Die Global Reporting Initiative (GRI) 16
3.1 Institutionelle Aspekte der Global Reporting Initiative 16
3.1.1 Entstehung und Entwicklung 16
3.1.2 Vision und Ziele 17
3.1.3 Institutioneller Aufbau 19
3.1.4 Beteiligungs- und Feedbackprozess 23
3.1.5 Finanzierung 26
3.2 Prozess der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts nach Maßgabe der GRI Richtlinien 26
3.2.1 Prinzipien zum Berichtsinhalt 28
3.2.2 Prinzipien zur Berichtsqualität 31
3.2.3 Bestimmung des Berichtsumfangs 34
3.3 Berichtsinhalt 35
3.3.1 Strategy and Analysis 36
3.3.2 Organisational Profile 37
3.3.3 Report Parameters 37
3.3.4 Governance, Commitments, and Engagement 39
3.3.5 Management Approach and Performance Indicators 39
3.3.5.1 Economic 42
3.3.5.2 Environmental 42
3.3.5.3 Social 43
3.3.5.4 Labour Practices and Decent Work 44
3.3.5.5 Human Rights 44
3.3.5.6 Society 45
3.3.5.7 Product Responsibility 46
3.4 Stärken der Global Reporting Initiative und der zu Grunde liegenden Standards 46
3.5 Schwächen der Global Reporting Initiative und der zu Grunde liegenden Standards 48
3.6 Bewertung der Global Reporting Initiative 50
4. Legitimation der Global Reporting Initiative durch den Ansatz von Homann 52
4.1 Grundlegende Erläuterungen zur Fundierung des Ansatzes von Homann 53
4.1.1 Grundsätzliche Erklärungen zu den Einzeldisziplinen Ethik und Ökonomik 53
4.1.2 Historische Ursprünge des Ansatzes von Homann 53
4.2 Legitimation unternehmerischen Handelns bei vollständiger Rahmenordnung 54
4.2.1 Die Notwendigkeit einer geeigneten Rahmenordnung in der modernen Wirtschaft und die resultierenden Folgen 55
4.2.2 Die Begründbarkeit der Normen der Rahmenordnung 57
4.2.3 Folgen der Festlegung von Normen in einer Rahmenordnung 58
4.2.4 Das Verhältnis von Ethik und Ökonomik bei Homann 60
4.2.5 Handlungsbedingungen und Handlungen, Spielregeln und Spielzüge 60
4.2.6 Spielzüge im Allgemeinen 61
4.2.7 Klassen von Spielzügen 63
4.2.8 Schlussfolgerungen aus der zweistufigen wirtschaftsethischen Konzeption 64
4.2.9 Schlussfolgerungen für die Legitimation der GRI bei vollständiger Rahmenordnung 65
4.3 Legitimation unternehmerischen Handelns bei unvollständiger Rahmenordnung 69
4.3.1 Von der Wirtschaftsethik zur Unternehmensethik 69
4.3.2 Der unternehmensethische Ansatz Homanns 70
4.3.3 Die Legitimationsverantwortung der Unternehmen 71
4.3.4 Klassen von Spielzügen 72
4.3.4.1 Die Wettbewerbsstrategie 73
4.3.4.2 Die ordnungspolitische Strategie 74
4.3.5 Schlussfolgerungen aus der unternehmensethischen Konzeption 77
4.3.6 Schlussfolgerungen für die Legitimation der Global Reporting Initiative bei unvollständiger Rahmenordnung 78
4.4 Fazit der Legitimation einer Beteiligung von Unternehmen an der Global Reporting Initiative 82
5. Diskussion aus Unternehmenssicht über die Beteiligung an der Global Reporting Initiative 84
5.1 Kriterien für den Umgang mit moralischen Forderungen 85
5.1.1 Berechtigung moralischer Forderungen 85
5.1.2 Erfüllung moralischer Forderungen durch die Rahmenordnung 89
5.1.3 Handlungsmöglichkeiten von Unternehmen zur Befriedigung moralischer Forderungen unter Wettbewerbsbedingungen 90
5.2 Analyse einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative mit Hilfe der 4-Felder-Matrix 94
5.3 Bewertung einer Beteiligung an der Global Reporting Initiative aus Unternehmenssicht 99
6. Schlussfolgerungen der Beteiligung von Unternehmen an der Global Reporting Initiative 105
7. Weiterführende Fragestellungen im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Global Reporting Initiative 106
Literaturverzeichnis 108
Anhang A: Überblick über die Core Indicators der GRI Guidelines 122
Eidesstattliche Erklärung 123

Textprobe:

Kapitel 3., Die Global Reporting Initiative:

Ein wichtiger und entscheidender Grund für die weltweit hohe Akzeptanz der GRI ist die Einbeziehung aller interessierten Stakeholder. Allen Stakeholdern, sogar Einzelpersonen, steht es offen, sich zu engagieren und ihre Meinung einzubringen. Dieses Charakteristikum führt ebenso wie etwa die Anwendung des Konsensprinzips im Prozess der Weiterentwicklung der Standards dazu, dass alle Meinungen berücksichtigt werden und ein am Ende akzeptables und akzeptiertes Ergebnis zu Stande kommt. Darüber hinaus versucht die GRI, die vielen verschiedenen Gruppen von Stakeholdern im Sinne des Netzwerkgedankens auch außerhalb des Weiterentwicklungs­prozesses der Standards für alle Seiten Gewinn bringend zusammenzuführen.

Hierzu zählen beispielsweise Kooperationen zwischen Unternehmen und Hochschulen, welche von der GRI initiiert werden. Eine weitere Stärke der GRI ist die konsequente Nutzung praktischen Wissens durch die Einbeziehung von Experten aus den Reihen der Stakeholder. Know-how wird so gezielt genutzt und durch die Praxisanwendung wird eine ständige Überprüfung und Verbesserung der Richtlinien gefördert. Dabei kann eine schnelle und flexible Anpassung der Standards erfolgen, welche weitaus unkomplizierter ist als etwa ein Gesetzgebungsverfahren, das dazu noch in verschiedenen Nationalstaaten durchgeführt werden müsste, um ebenfalls weltweite Gültigkeit zu erreichen. Insbesondere für multinationale Unternehmen führt die bestehende internationale Vereinheitlichung zu einer Vereinfachung und damit wiederum zu höherer Akzeptanz.

Die weltweit einheitliche Ausgestaltung der Standards führt auch zum wesentlichen Vorteil von Nachhaltigkeitsberichten gemäß der GRI Richtlinien.

Gleiche Kriterien für alle Berichterstatter sorgen dafür, dass zum einen die Bericht erstattenden Unternehmen Daten vergleichen und Benchmarking betreiben können, um ihre Leistung im Branchenvergleich oder im branchenfremden Bereich einordnen zu können. Zum anderen können sich auch Berichtleser, d.h. potentiell die gesamte Öffentlichkeit, einfacher ein Bild der Nachhaltigkeitsleistung der berichtenden Unternehmen machen und erhalten durch die Vergleichbarkeit Anhaltspunkte für eine eigene Bewertung.

Für beide Seiten, Berichterstatter und Berichtleser, sind dabei die konkreten Vorgaben durch die Indikatoren des GRI Leitfadens von Vorteil. Für die Unternehmen stellen sie ein Hilfsmittel zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten dar und für die Berichtleser führt die klare Struktur zu erhöhter Transparenz und Akzeptanz. Ein weiterer Aspekt, der die Akzeptanz der GRI Richtlinien erhöht, ist die Komplementarität und Kombinierbarkeit mit anderen Nachhaltigkeitsstandards und Initiativen. Die in Abschnitt 2.2 vorgestellten Initiativen wie der UN Global Compact, der AA1000 oder auch SA 8000 können ergänzend zu den Richtlinien der GRI angewendet werden und die Global Reporting Initiative zeigt dabei auch Anknüpfungs­punkte auf.

Kapitel 4., Legitimation der Global Reporting Initiative durch den Ansatz von Homann: Nachdem im vorstehenden Kapitel die Global Reporting Initiative detailliert beschrieben wurde, soll nun die Legitimation der GRI aus ethischer Sicht überprüft werden. Dieses erfolgt anhand des wirtschafts- und unternehmens­ethischen Ansatzes von Homann. Dazu werden zunächst grundlegend die Beziehung von Ethik und Ökonomik sowie die historischen Ursprünge von Homanns Ansatz erläutert.

Im zweiten Teil des Kapitels werden dann die wichtigsten Merkmale und Aussagen der Wirtschaftsethik mit ökonomischer Methode von Homann dargelegt, in denen von einer vollständigen Rahmenordnung ausgegangen wird. Mit Hilfe der hierbei gewonnenen Erkenntnisse wird zunächst die Legitimation der Global Reporting Initiative bei vollständiger Rahmenordnung überprüft.

Anhand der Konzeption der Unternehmensethik mit ökonomischer Methode von Homann folgen im dritten Teil des Kapitels Erläuterungen und Handlungsempfehlungen an die Unternehmen bei unvollständiger Rahmenordnung. Hiernach wird die Legitimation der Global Reporting Initiative unter Annahme einer unvollständigen Rahmenordnung untersucht.

Am Ende des Kapitels wird ein Fazit hinsichtlich der Legitimation einer Beteiligung von Unternehmen an der GRI gezogen.

Eine Rahmenordnung besteht allgemein aus Gesetzen, Regelungen, Ordnungen, Verfassungen und Institutionen, die das Zusammenleben der Menschen steuern und regeln und damit auch das Funktionieren einer Volkswirtschaft gewährleisten.

Kapitel 4.1, Grundlegende Erläuterungen zur Fundierung des Ansatzes von Homann: Bereits an dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass in der vorliegenden Arbeit nicht alle Aspekte und Details des Ansatzes von Homann in ihren Einzelheiten dargelegt werden können. Für die Bezugnahme auf die Global Reporting Initiative sollen die wichtigsten Merkmale und Aussagen des Konzeptes von Homann genügen, die im Folgenden dargestellt werden.

In den Warenkorb
48,00 €

Arbeit zitieren:
Fischbach, Kevin Februar 2007: Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Global Reporting Initiative, Nachhaltigkeit, Umwelt, Unternehmensethik, Berichterstattung

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren