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Nachhaltiges Wirtschaften unter besonderer Berücksichtigung der Prozesskostenrechnung im Krankenhaus

Nachhaltiges Wirtschaften unter besonderer Berücksichtigung der Prozesskostenrechnung im Krankenhaus
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Martina Schaff
  • Abgabedatum: Juni 2003
  • Umfang: 140 Seiten
  • Dateigröße: 802,2 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Hohenheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7586-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7586-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7586-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schaff, Martina Juni 2003: Nachhaltiges Wirtschaften unter besonderer Berücksichtigung der Prozesskostenrechnung im Krankenhaus, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: DRG, Prozesse, Prozessmanagement, Umweltschutz, Flusskostenrechnung

Diplomarbeit von Martina Schaff

Zusammenfassung:

Der Krankenhaussektor ist ein Bereich des Gesundheitswesens, dem große Bedeutung zukommt. Damit bietet dieser einen guten Ansatzpunkt für Kosteneinsparungen.

Es stellt sich die Frage, in welchen Bereichen in Krankenhäusern Kosten eingespart werden können ohne die Qualität herabzusetzen. Der Versuch Kosten zu reduzieren, am Markt dem Wettbewerb stand zu halten und der Forderung nach nachhaltigem Wirtschaften nachzukommen, ließe sich realisieren, indem mit Umweltschutz Kosten eingespart werden könnten. Ob und mit welchen Methoden dies möglich ist, ist jedoch fraglich und wird unter Anderem diskutiert.

Es wird in der folgenden Arbeit detailliert auf die Prozesskostenrechnung und das mit ihr in Verbindung stehenden Prozessmanagement, sowie die Übertragbarkeit dessen Krankenhäuser eingegangen. Insbesondere findet eine Betrachtung der Prozesskostenrechung in Zusammenhang mit dem in Deutschland neu eingeführten Finanzierungssystem DRG, welches in Grundzügen ebenfalls aufgezeigt wird, statt. Es wird dargelegt, inwiefern die Prozesskostenrechnung dazu beitragen kann, die Kosten so zu ermitteln, dass sie die zu einer Behandlung notwendigen kostenverursachenden Leistungen beinhaltet.

Ebenfalls thematisiert wird das nachhaltige Wirtschaften. Dieser Begriff wird genauer definiert und analysiert, welche Forderungen sich daraus ableiten lassen und inwiefern diese auf Krankenhäuser übertragen werden können.

Die Thematik des nachhaltigen Wirtschaftens wird anschließend mit der Prozesskostenrechnung in Verbindung gebracht. Dabei wird dargestellt, inwiefern diese dazu beitragen kann den Ansprüchen, die sich aus der Forderung nach nachhaltigem Wirtschaften ergeben, nachzukommen und den Grad der Erfüllung dieser darzustellen.

Auch betrachtet wird, inwiefern sich die Prozesskostenrechnung dazu eignet, Kosteneinsparungen durch Umweltschutzmaßnahmen zu erreichen.

Als Ergänzung findet dann noch eine Darstellung der Flusskostenrechnung statt, um die Frage zu beantworten, ob diese eher mit nachhaltigem Wirtschaften in Verbindung gebracht werden kann.

Zum Abschluss wird anhand eines Prozesses dargelegt, wie die Umsetzung der Prozesskostenrechnung zur Berechnung von Kosteneinsparungen durch Umweltschutzmaßnahmen realisiert werden kann.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Lage der Krankenhäuser in Deutschland 1
1.2 Zielsetzung der Arbeit 3
1.3 Aufbau der Arbeit 4
2. Neue Herausforderungen an die Krankenhäuser 6
2.1 Nachhaltiges Wirtschaften – auch ein Thema für Krankenhäuser 6
2.1.1 Begriffsbestimmung 6
2.1.2 Entwicklung des Nachhaltigkeitskonzepts 7
2.1.3 Konkretisierung der Nachhaltigkeit auf Basis des Nachhaltigkeitsdreiecks 8
2.1.4 Anforderungen gemäß den Dimensionen 9
2.2 Die neue Finanzierungsform der Krankenhäuser 13
2.2.1 Grundlegende Darstellung des DRG-Systems 13
2.2.2 Kennzahlen im DRG-System 18
2.2.3 Die Entstehung der neuen Vergütungsform 18
2.2.4 Kalkulation der Fallkosten mit der Vollkostenrechnung 20
2.3 Umweltschutz in Krankenhäusern 26
2.3.1 Die Kostensituation der Krankenhäuser 26
2.3.2 Das Handlungsfeld Umweltschutz 26
3. Das Prozessmanagement als Ausgangspunkt im Krankenhausmanagement 28
3.1 Grundlagen und begriffliche Abgrenzungen 28
3.2 Vorgehensweise bei der Anwendung des Prozessmanagements 34
3.2.1 Die Identifikation von Prozessen 34
3.2.2 Darstellung der Prozessstruktur 35
3.2.3 Bewertung der Prozesse hinsichtlich verschiedener Kriterien 36
3.2.4 Beherrschung und Verbesserung von Prozessen 38
3.3 Probleme bei der Anwendung im Krankenhaus 39
3.4 Prozessmanagement als Grundlage der Prozesskostenrechnung 40
4. Die Orientierung der Kostenrechnung an internen Prozessen 41
4.1 Entstehung und Einordnung der Prozesskostenrechnung 41
4.1.1 Die Entwicklungsgeschichte der Prozesskostenrechnung 41
4.1.2 Einordnung der Prozesskostenrechnung in das Kostenrechnungsgefüge 42
4.2 Grundlegende Darstellung der Prozesskostenrechnung 44
4.2.1 Grundgedankten der Prozesskostenrechnung 44
4.2.2 Charakteristika der Prozesskostenrechnung 45
4.2.3 Ziele der Prozesskostenrechnung 46
4.3 Die Anwendung der Prozesskostenrechnung 48
4.3.1 Anwendungsbereiche im Unternehmen 48
4.3.2 Anwendungsbereiche der Prozesskostenrechnung im Krankenhaus 50
4.4 Vorgehensweise bei der Einführung und Umsetzung der Prozesskostenrechnung 53
4.4.1 Tätigkeitsanalyse und Aufbau einer Prozesshierarchie 53
4.4.2 Die Bestimmung von Prozessgrößen und Cost Drivern sowie deren Mengen 59
4.4.3 Prozesskosten und Prozesskostensätze auf Teil- und Hauptprozessebene 64
4.5 Beurteilung der Prozesskostenrechnung als Kostenrechnungsmethode 68
4.6 Prozesskostenrechnung unter DRG Bedingungen 71
4.7 Nachhaltiges Wirtschaften mit der Prozesskostenrechnung 74
5. Die Flusskostenrechnung als Konzeption einer ökologisch orientierten Kostenrechnung im Krankenhaus 77
5.1 Allgemeine Darstellung der Flusskostenrechnung 77
5.2 Die Flusskostenrechnung als ein Teilbereich des Flussmanagements 77
5.3 Flussmodellierung als Grundlage zur Kostenrechnung 78
5.4 Die Methode der Flusskostenrechnung 79
5.4.1 Grundlagen 79
5.4.2 Vorgehen zur Umsetzung der Flusskostenrechnung 79
5.4.3 Verrechnung der einzelnen Kostenarten 80
5.4.4 Die Umsetzung der Flusskostenrechnung 81
5.4.5 Zweck der Flusskostenrechnung 82
5.5 Die Flussorganisation 83
5.6 Flusskostenrechnung im Krankenhaus als Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften 83
6. Umsetzung der Prozesskostenrechnung zur Berechung einer Umweltschutzmaßnahme 85
6.1 Hintergrund und Ausgangssituation 81
6.2 Erläuterung des Vorhabens 86
6.3 Ablauf der Untersuchung 86
6.4 Erstellung des Prozessmodells 87
6.4.1 Die Anforderung der Medikamentenbecher 87
6.4.2 Die Verwendung der Medikamentenbecher 87
6.4.3 Die Entsorgung der Medikamentenbecher 88
6.5 Datenerfassung 88
6.6 Weiteres Vorgehen 89
6.7 Bewertung des Vorhabens 89
6.7.1 Ökonomische Betrachtung 89
6.7.2 Ökologische Betrachtung 91
6.7.3 Sonstige Besonderheiten 91
6.7.4 Gesamtbewertung 92
7. Schlussbetrachtung 93
7.1 Fazit 93
7.2 Ausblick 95
8. Anhang 97
Anhang 1: Prozessmodell Einweg-Medikamentenbecher 97
Anhang 2: Prozessmodell Mehrweg-Medikamentenbecher 101
Anhang 3: Übersicht der Tätigkeiten und Maßgrößen 106
Anhang 4: Fragebogen Einweg-Medikamentenbecher 107
Anhang 5: Fragebogen Mehrweg-Medikamentenbecher 117
9. Literaturverzeichnis 124

Automatisiert erstellter Textauszug:

von Prozessen soll verdeutlicht werden, in welchem Umfang diese eine Wertschöpfung erbringen und Ressourcen beanspruchen127. Die Prozesskostenrechnung kann als Möglichkeit gesehen werden, um alle Kosten und Leistungen, auch die der leistungsferneren Bereiche, zu erfassen, zu bewerten und zuzuordnen128. Der Grundgedanke dabei ist, dass die Gemeinkosten durch Prozesse, welche zur Erreichung eines Sachziels durchgeführt werden, verursachungsgerecht zugerechnet werden. Die Prozesskostenrechnung ist somit eine Methode, mir deren Hilfe die Kosten der indirekten Bereiche, der Gemeinkostenbereiche, besser auf Produkte oder Dienstleistungen zugerechnet, geplant und gesteuert werden können, als das bei bisherigen Kostenrechnungssystemen möglich ist. Dies wird realisiert, indem versucht wird für die Gemeinkostenanteile direkte Bezugsgrößen zu ermitteln und somit die ungenauen Umlagenschlüssel zu vermeiden. Grundannahme dabei ist, dass viele Gemeinkosten von betrieblichen Abläufen, welche der Leistungserbringung dienen, abhängen. [...]

4.2 Grundlegende Darstellung der Prozesskostenrechnung 4.2.1 Grundgedanken der Prozesskostenrechnung Einleitend ist zu erwähnen, dass sich in der wissenschaftlichen Literatur kein im Detail einheitliches Bild der Prozesskostenrechnung herausgebildet hat124. Schon die Definition und die Abgrenzung zum activity-based costing ist nicht widerspruchsfrei vorzufinden. Auch die Darstellung der Grundlagen, der Ziele und des Vorgehens ergeben kein einheitliches Bild. Im Folgenden wird versucht, eine möglichst exakte, anwendungsbezogene und konsistente Darstellung zu erlangen. Dabei wurde eine Auswahl von der Vielzahl der möglichen Varianten getätigt. Diese wurde aufgrund der logischen Struktur und praktischen Umsetzungsmöglichkeit getroffen. Die Wertschöpfung in einem Unternehmen kann aus drei verschiedenen Blickwinkeln erfolgen: Eine Möglichkeit stellt die Betrachtung der Wertschöpfung im Bezug auf leistungswirtschaftliche Tätigkeiten (wie Prozesse) dar, eine weitere Variante legt den Betrachtungspunkt auf die erzielten leistungswirtschaftlichen Ergebnisse (also Produkte oder Kostenträger). Als dritte Möglichkeit kann die Wertschöpfung bezogen auf leistungswirtschaftliche Faktoreinsätze (den Ressourceneinsatz) betrachtet werden125. Die Prozesskostenrechnung betrachtet die leistungswirtschaftlichen Tätigkeiten. Dabei ist der Kern in der Betrachtung der Gemeinkosten zu sehen, denn bei diesen lässt sich keine unmittelbare Korrelation zu Arbeitsergebnissen bilden126. Durch die Darstellung [...]

4.1.2. Einordnung der Prozesskostenrechnung in das Kostenrechnungsgefüge Die Prozesskostenrechnung stellt also kein neues unabhängiges Kostenrechnungsverfahren dar, sondern ist eine Ergänzung des bisherigen. Bei der Zurechnung der Einzelkosten zu Kostenträgern findet bei der Prozesskostenrechnung nur eine Veränderung im Vergleich zur traditionellen Kostenrechnung statt. Die Zurechnung der Gemeinkosten auf Kostenstellen durch Umlageschlüssel wird in der Prozesskostenrechnung modifiziert. Die Gemeinkosten werden differenzierter analysiert, wobei diese Analyse weg von einer stellenorientierten, hin zu einer prozessorientierten Ausrichtung stattfindet120. Dies geschieht, indem die Kosten Prozessen zugeordnet werden. Dabei werden die Einzelkosten direkt den Prozessen zugerechnet, die Gemeinkosten hingegen werden den einzelnen Prozessschritten zugeordnet121. Letztendlich wird dabei auch eine Kostenträgerrechung realisiert, wobei der Träger der Kosten dann die Prozesse sind und nicht die Produkte. Es werden also nicht den Ergebnissen der Leistungserstellung Kos- [...]

Arbeit zitieren:
Schaff, Martina Juni 2003: Nachhaltiges Wirtschaften unter besonderer Berücksichtigung der Prozesskostenrechnung im Krankenhaus, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
DRG, Prozesse, Prozessmanagement, Umweltschutz, Flusskostenrechnung

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