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Nachhaltige Internationalisierung von Unternehmen im Wirtschaftszweig 'Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern' in Lateinamerika

Marktattraktivität, Markteintrittsbarrieren und Marktrisiken am Beispiel des Schwellenlandes Costa Rica

Nachhaltige Internationalisierung von Unternehmen im Wirtschaftszweig 'Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern' in Lateinamerika
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Claus-Bernhardt Johst
  • Abgabedatum: Februar 2009
  • Umfang: 125 Seiten
  • Dateigröße: 4,8 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Potsdam Deutschland
  • Bibliografie: ca. 84
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-3086-3
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Johst, Claus-Bernhardt Februar 2009: Nachhaltige Internationalisierung von Unternehmen im Wirtschaftszweig 'Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern' in Lateinamerika, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Solarkraft, Biomasse, Stromerzeugung, EE-Quelle, Handelsbeziehung

Diplomarbeit von Claus-Bernhardt Johst

Einleitung:

‘Following the light of the sun, we left the old world’, (Kolumbus, Christoph 1492).

Sicherlich hat der bekannteste aller Seefahrer nicht damit gerechnet, dass mehr als 500 Jahre nach seiner Entdeckung Costa Ricas auf seiner vierten Reise nach Amerika seine Worte den heutigen Zeitgeist auf den Punkt treffen. Die Sonne gilt neben Wasser als der Ursprung allen Lebens und als die wichtigste Energiequelle für die Zukunft.

Die Europäer und allen voran die Deutschen als Technologieführer haben sich im Zuge des Kyoto-Protokolls hehre Ziele für den Klimaschutz gesetzt und nehmen eine wichtige Stellung im weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien (EE) ein, wie z.B. beim Bau von Windparks, Biomasse und Solarkraftwerken. Neben der Reduzierung von wirtschaftlichen sowie politischen Abhängigkeiten gegenüber rohstoffreichen Ländern und der Garantie einer sicheren und sauberen Energieversorgung sind insbesondere ökonomische Ziele auch für die Unternehmen der EE von Bedeutung.

Der globale Wettbewerb und die rasch steigende Wichtigkeit der EE für den Energiesektor bringen die Unternehmen dazu, über den Tellerrand zu schauen und weitere Märkte in den Fokus ihrer unternehmerischen Aktivitäten zu rücken. Die EU, die ‚alte Welt’, ist für viele EE-Unternehmen die wichtigste Region für den Absatz ihrer Produkte. Es entstehen jedoch neue Märkte wie z.B. in China, Indien und den USA.

Doch welchen Stellenwert haben bei all den europäischen Bestrebungen im Ausland die Länder Lateinamerikas? Dieser Subkontinent ist reich an natürlichen Ressourcen, hoher Sonneneinstrahlung und birgt in vielerlei Hinsicht Geschäftspotentiale für EE-Unternehmen. Doch viele belächeln die Versuche einzelner Länder, ökologische Ziele zu erreichen und den Ausbau der EE voranzutreiben. Dabei gelten insbesondere die Bemühungen in Costa Rica als richtungweisend in der Region.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS I
DARSTELLUNGSVERZEICHNIS V
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS VII
1. EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 2
1.2 Methodisches Vorgehen 2
1.3 Zielsetzung 6
2. ERNEUERBARE ENERGIEN ZUR STROMERZEUGUNG 7
2.1 Energie aus Biomasse 8
2.1.1 Technische Grundlagen 9
2.1.2 Biomassekraftwerke 10
2.2 Windenergie 11
2.2.1 Technische Grundlagen 11
2.2.2 Onshore und Offshore Windkraftanlagen 12
2.3 Sonnenenergie 14
2.3.1 Technische Grundlagen 14
2.3.2 Photovoltaikanlagen und Solarkraftwerke 15
2.4 Weitere EE-Quellen 16
3. INTERNATIONALISIERUNG 18
3.1 Motivation 18
3.2 Strategien 19
3.2.1 Markteintritts- und Marktbearbeitungsstrategien 21
3.2.2 Zielmarktstrategien 23
3.2.2.1 Marktattraktivität 24
3.2.2.2 Markteintrittsbarrieren 26
3.2.2.3 Marktrisiken 31
4. NACHHALTIGKEIT 33
4.1 Nachhaltigkeit im EE-Sektor 36
4.2 Nachhaltigkeit in Lateinamerika 37
5. UMFELDANALYSE COSTA RICAS IN FORM EINER PESTLE-ANALYSE 39
5.1 Einführung in das Land Costa Rica 39
5.2 Die wichtigsten Akteure im Elektriztitätssektor 43
5.3 Stromerzeugung in Costa Rica 45
5.3.1 Politische Faktoren 48
5.3.2 Wirtschaftliche (Economical) Faktoren 49
5.3.2.1 Allgemeine Handelsbeziehungen 49
5.3.2.2 Deutsch-costaricanische Handelsbeziehungen 51
5.3.2.3 Wirtschaftliche Aspekte im Stromsektor 52
5.3.3 Sozial-kulturelle Faktoren 53
5.3.3.1 Bildung 56
5.3.3.2 Nachhaltigkeit 57
5.3.3.3 Geschäftsgebaren 58
5.3.4 Technologische Faktoren 59
5.3.5 Rechtliche (Legal) Faktoren 62
5.3.5.1 Historische Betrachtung 62
5.3.5.2 Reform der aktuellen Gesetze 64
5.3.5.3 Feed-In-Law 65
5.3.6 Ökologische (Ecological) Faktoren 66
6. DEUTSCHE UNTERNEHMEN DER ELEKTRIZITÄTSERZEUGUNG 67
6.1 Gründe und Motive 67
6.2 Internationalisierungsverlauf 68
6.3 Marktattraktivität 70
6.4 Markteintrittsbarriere6.4 Markteintrittsbarrieren 72
6.5 Markteintrittsrisiken 78
7. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN FÜR EE-UNTERNEHMEN IN COSTA RICA 81
7.1 Allgemein 81
7.2 Im Speziellen 83
8. FAZIT 84
ANHANGSVERZEICHNIS X
ANHANG XII
LITERATURVERZEICHNIS XXXII

Textprobe:

Kapitel 5.3.1 Politische Faktoren:

Die politischen Ziele für den Einsatz von EE in Costa Rica sind vielfältiger Natur und resultieren nicht zuletzt aus dem Wunsch, unabhängig von teuren fossilen Brennstoffen zu werden und die CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren. Fast die Hälfte des Öls und seiner Derivate importiert Costa Rica aus Venezuela, deren Bezahlung durch die wertvollen, überwiegend im Dienstleistungssektor verdienten Auslandsdevisen gedeckt ist, was aber von einigen Interviewpartnern als Gefahr für die politische Stabilität in der ganzen Region angesehen wird.

Entgegen der Kritik, dass in dem zentralamerikanischen Land keine politischen Visionen für den weiteren Einsatz von EE zur Stromerzeugung bestehen, gibt es seit den 80er Jahren bereits, ähnlich wie in Deutschland, sehr ausgeprägte umweltpolitische Anstrengungen, die über einen langjährigen, außerordentlichen Naturschutz sowie weltweit populären Ökotourismus bis hin zur präsidial verordneten CO2-Neutralität führen. Die verantwortlichen Politiker arbeiten an Lösungen für die aufkommende Energiekrise und sind offen für weitere Modelle sowie innovative Maßnahmen für die Stromerzeugung aus EE.

Das Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum spielt insoweit eine Rolle, als der Ausbau des Energiesektors das Gebot der Stunde ist. Costa Rica will dadurch seine Führungsrolle im EE-Sektor in der zentralamerikanischen Region bzw. sogar auf dem ganzen Kontinent behaupten und seinen Strommarkt für ausländische und private Investoren weiter öffnen (vgl. Interview mit IP6 2008). Sie werden ihrer Rolle im EE-Sektor dann gerecht, wenn sie die notwendigen gesetzlichen Reformen einleiten und im Schulterschluss mit den anderen, vor allem großen Staaten, für weitere unternehmerische Attraktivität sorgen, indem sie einerseits zum politischen Sprecher für EE in Lateinamerika aufsteigen, da die großen Staaten in der Region keine Gefahr in Costa Rica sehen und andererseits die enge Zusammenarbeit mit den Europäern und speziell Deutschland fördern, um die nötigen EE-Projekte zu realisieren.

Arbeit zitieren:
Johst, Claus-Bernhardt Februar 2009: Nachhaltige Internationalisierung von Unternehmen im Wirtschaftszweig 'Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern' in Lateinamerika, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Solarkraft, Biomasse, Stromerzeugung, EE-Quelle, Handelsbeziehung

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