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Zum Musikerleben älterer Menschen

Rezeptionsforschung am Beispiel von Big Band Musik

Zum Musikerleben älterer Menschen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Frank Ufermann
  • Abgabedatum: April 2000
  • Umfang: 250 Seiten
  • Dateigröße: 34,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2539-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2539-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2539-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Ufermann, Frank April 2000: Zum Musikerleben älterer Menschen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Musikerleben, Musikrezeption, Senioren, ältere Menschen, Biografieforschung

Diplomarbeit von Frank Ufermann

Einleitung:

Musik gilt als das emotional wirksamste ästhetische Kommunikationsmittel in der Kultur des Menschen. Außerdem verfügt jeder in irgendeiner Weise über musikalische Erfahrungen. In dieser Arbeit möchte ich danach fragen, welche Wirkungen und Funktionen Musik bei älteren Menschen haben kann. Es war und ist das Anliegen zahlreicher Autoren im Bereich der Musikpsychologie, der Beantwortung obiger Frage näher zu kommen. Doch scheint das Musikerleben von älteren Menschen erst noch im Aufbruch begriffen zu sein. Zur Förderung dieser Richtung soll diese Arbeit ein kleiner Beitrag sein.

Mein eigener Zugang zu diesem Thema ergibt sich aus zwei Schwerpunkten. Auf der einen Seite habe ich in den letzten Jahren viele Erfahrungen in der Altenarbeit gesammelt, andererseits erleichtert mir meine Freude zur Musik den Umgang mit dem Medium in der theoretischen Verknüpfung sowie in der praktischen Anwendung. Ich spiele seit mehreren Jahren Tenorsaxophon in der Big Band „Young People“, die mich bei Versuchsdurchführung musikalisch unterstützte. Den Hauptbestandteil dieser Arbeit bildet die Planung, Durchführung und Auswertung eines Konzertes mit Swingmusik, das in einer Seniorenbegegnungsstätte stattfand. Alle Besucher wurden gebeten, sich anhand eines Interviewbogens zu ihren musikalischen Erfahrungen, Vorlieben und der persönlichen Meinung zu den live gespielten Liedern zu äußern.

Die vielfältigen Wirkungen, die hier nur kurz angerissen werden können, machen Musik zu einem geeigneten Mittel in der Altenarbeit. Sie kann bei Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit genauso hilfreich sein wie bei der Schaffung neuer kreativer Erlebnisse. Erinnerungen an bestimmte Schlüsselerlebnisse im Leben eines Menschen sind zuweilen auch mit einem bestimmten Musikstück verknüpft. Lässt sich dieses Musikstück wiederfinden und dem alten Menschen vorspielen, kann es ihm eine Hilfe bei der Verarbeitung dieser Erlebnisse sein.

Bei der Bearbeitung des Themas kommen Methoden der empirischen Sozialforschung, des narrativen Interviews und die qualitative Sozialforschung in Form eines Interviewbogens zum Tragen. Bei der Auswertung der Ergebnisse verwendete ich das Datenanalysesystem „SPSS“.

Diese Arbeit ist bestrebt, die Fragen zum Thema „Musikerleben mit älteren Menschen“ gültig, jedoch ohne den Anspruch der Ausschließlichkeit, zu beantworten.

Gang der Untersuchung:

Im ersten Teil habe ich die einzelnen Aspekte (Alte Menschen, Wirkungen von Musik, Musik als Medium in der Biographiearbeit) näher beleuchtet und theoretisch miteinander verknüpft.

Der zweite Teil geht auf die Methodik der Untersuchung ein. Die dort gewonnenen Erkenntnisse beschreiben die Vorbereitung, den Ablauf und die verschiedenen Analyseverfahren des Musikprojektes. Diese können wichtige Anhaltspunkte für den Umgang mit älteren Menschen und dem Medium Musik liefern.

Im dritten Teil geht es um die Auswertung und die Darstellung der Ergebnisse, die sich aufgrund der verschiedenen Mittelwertvergleiche, Korrelationen usw. errechnen lassen.

In welcher Form das Medium Musik in der Praxis eingesetzt werden kann und welche Einflussgrößen bei der Auswahl der Musikstücke von Bedeutung sind, soll im Laufe dieser Arbeit noch herausgestellt werden.

Um unnötige sprachliche Verkomplizierungen zu vermeiden, verwende ich meistens die männliche Form von Substantiven und Pronomina für beide Geschlechter. Ich hoffe, daß mir dies nicht als chauvinistischer Zug ausgelegt wird.

Inhaltsverzeichnis:

Inhalt 1
Einleitung 7
A-Teil
1. Theoretische Darstellung und Eingrenzung des Themas 10
1.1 Grundlagen des Musikerlebens 10
1.2 Zur Theorie der musikalischen Rezeption 13
1.3 Entwicklungspsychologie und musikalische Entwicklung 16
2. Musik und Sozialisation 17
2.1 Musikalische Sozialisation 17
2.2 Musik im Alltag 18
2.3 Konsumverhalten in der Musik 19
2.4 Sozioökonomische Faktoren der musikalischen Sozialisation 20
3. Theorie des Alters 20
3.1 Demographische und biographische Veränderungen d. Alters 20
3.2 Zufälle, Schlüsselerlebnisse und kritische Lebensereignisse 22
4. Theoretische Grundlagen des Musikerlebens 22
4.1 Das Gehör 22
4.1.1 Leistungen des Gehörs 22
4.1.2 Aktivierung durch analytisches Musikhören 23
4.2 Musikpsychologie 24
4.2.1 Musikpsychologische Grundlagen 24
4.2.2 Aufgaben der Musikpsychologie 25
4.3 Musikvorlieben 26
4.4 Musikalität 26
4.5 Musik und ihre Wirkungen 26
5. Untersuchungen zur Musikwahrnehmung 29
5.1 Versuch von Sopchak 29
5.1.1 Hypothesen und Fragestellungen 29
5.1.2 Verlauf und Ergebnisse 3o
5.2 Versuch von Gembris 33
5.2.1 Hypothesen und Fragestellungen 33
5.2.2 Verlauf und Ergebnisse 33
5.3 Untersuchungen zur Musikwahrnehmung älterer Menschen 34
5.4 Weitere Untersuchungen zur Musikwahrnehmung 35
6. Ausführungen zum Begriff Musiktherapie 36
6.1 Abgrenzung zur Musiktherapie 36
6.2 Formen der Musiktherapie 38
6.2.1 Aktive Musiktherapie 38
6.2.2 Passive Musiktherapie 38
7. Die Bedeutung von Musik in der soziale Arbeit 39
7.1 Altersspezifische Besonderheiten 39
7.2 Die Beziehung zwischen jüngeren und älteren Menschen 41
7.3 Musik in der Arbeit mit älteren Menschen 42
7.4 Musikhören in der Arbeit mit älteren Menschen 44
8. Biographische Aspekte 45
8.1 Erinnerungen - ein Weg zur Gegenwart 45
8.2 Musik als Medium in der Biographiearbeit 47
9. Aspekte der Repertoiregestaltung 49
9.1 Kurze Geschichte des Jazz 49
9.2 Musik im faschistischen Deutschland 51
9.3 Jazz im Nachkriegs-Deutschland 53
9.4 Glenn Miller 55
9.4.1 Der Glenn Miller Sound 55
9.4.2 Das Glenn Miller Orchester 55
9.4.3 Die verwendeten Stücke 57
9.5 Peter Herbolzheimer 60
9.5.1 Der Peter Hebolzheimer Sound 60
9.5.2 Das Orchester „Rhythm Combination and Brass“ 61
9.5.3 Die verwendeten Stücke 61
9.5.3.1 Die „Hartem Story“ 61
9.5.3.2 Die weiteren Stücke von Peter Herbolzheimer 62
9.6 Die sonstigen Stücke 63
10. Konzertbezogene Verhaltensrituale 64
10.1 Vordem Konzert 64
10.2 Musikdarbietung 64
10.3 Schlussritual 65
10.4 Zusammenfassung 66
B-Teil 67
Empirische Untersuchung 67
1. Beschreibung des Ansatzes 67
1.1 Vorüberlegungen 67
1.2 Forschungsmethode 69
1.3 Zusammensetzung der Stichprobe 70
1.4 Vorbereitung des Konzertes 72
1.5 Die Rahmenbedingungen 72
1.5.1 Veranstaltungsort „Das Seniorenzentrum im Bogen“ 72
1.5.2 Die Big Band „Young People“ 73
1.6. Fragebogen zum Musikerleben der Versuchsteilnehmer 74
1.6.1 Aufbau des Fragebogens 74
1.6.2 Codierung der Fragebögen 76
1.6.3 Das Narrative Interview 78
1.7 Besonderheiten bei der Analyse der Untersuchung 79
1.8 Versuchsanweisungen 80
2. Die Versuchspersonen 81
2.1 Kriterien für die Auswahl der Versuchspersonen 81
2.2 Pretest 82
2.3 Der Einzugsbereich der Versuchspersonen 83
2.4 Die Verteilung nach Geschlecht 84
3. Die verwendeten Auswertungsverfahren 85
3.1 Das Programm SPSS 85
3.2 Eingabe der Daten 85
3.3 Die verwendeten Analyseverfahren 86
3.3.1 Häufigkeitsauszählungen 86
3.3.2 Mittelwertvergleiche 86
3.3.3 Irrtumswahrscheinlichkeit 87
3.3.4 Korrelationen 88
3.3.5 Begriffsdefinitionen 89
4. Auswertung und Darstellung der Ergebnisse 90
4.1 Deskriptive Ergebnisse der einzelnen Fragenkomplexe 90
4.1.1 Musikkonsum in der Jugend 90
4.1.2 Singgelegenheiten 91
4.1.3 Lieblingslieder 92
4.1.4 Musikhören in der Jugend 94
4.1.5 Der tägliche Musikkonsum 95
4.1.6 Häufigkeit von Konzertbesuchen 96
4.1.7 Tätigkeiten beim Musikhören 97
4.1.8 Musikabneigungen 98
4.1.9 Musikalische Aktivität 99
4.1.10 Persönliches Befinden vor dem Konzert 100
4.1.11 Erwartungen an das Konzert 101
4.1.12 Bewertung der gespielten Stücke 102
4.1.13 Befinden nach dem Konzert 106
4.1.14 Positive Äußerungen zu dem Konzert 107
4.1.15 Negative Äußerungen zu dem Konzert 108
4.1.16 Erinnerung an bestimmte Stücke bezüglich Konzerts 109
4.1.17 Weitere Erinnerungen bezüglich des Konzerts 109
4.1.18 Die Beurteilung der Lautstärke 110
4.1.19 Weitere Musikwünsche 111
4.1.20 Die Wirkung der dargebotenen Musikstücke 112
4.1.21 Persönliche Erinnerungen mit den gespielten Musikstücken 114
4.1.22 Weitere Konsumbereiche der dargebotenen Musik 118
4.2 Deskriptive Ergebnisse nach spezifischen Fragestellungen 120
4.2.1 Mittelwertvergleiche für die gespielten Musikstücke 120
4.2.2 Bewertung der gespielten Musikstücke „Jung“ / „Alt“ 123
4.2.3 Bewertung der gespielten Musikstücke „Jung“ l „Mittel“ 125
4.2.4 Mittelwertvergleiche der Musikstücke innerhalb einer Altersgruppe „Alt“ 129
4.2.5 Bewertung der gespielten Musikstücke in Bezug auf das Geschlecht 132
4.2.6 Die Bewertung der Gesangsstücke in Bezug auf die „Singerfahrungen“ 133
4.2.7 Bewertung der Musikstücke in Bezug auf das „eigene Musizieren“ 135
4.2.8 Bewertung der Musikstücke in Bezug auf das „eigene Musizieren“ und dem Geschlecht 137
4.2.9 Korrelationen zwischen den einzelnen Musikstücken und dem „eigenen Musizieren“ 142
4.2.10 Korrelationen zwischen den einzelnen Musikstücken in Bezug auf die Bewertung 143
4.2.11 Korrelationen zwischen den einzelnen Musikstücken und dem Bekanntheitsgrad 145
4.2.12 Korrelationen zwischen den Musikstücken in Bezug auf die Harmonik (Blues / Rhythm Changes) 147
4.2.13 Korrelationen zwischen den Musikstücken und deren Erinnerungswert durch die Versuchspersonen 149
4.2.14 Korrelation zwischen den Musikstücken im Bezug auf den Grundbeat/ Tempo 152
4.2.15 Musikalische Aktivitäten der Versuchspersonen 157
4.2.16 Müdigkeit der Versuchspersonen 158
C-Teil 162
1. Zusammenfassung und Schlussfolgerungen 162
2. Literatur 170
3. Anhang 1
3.1 Transkription der narrativen Interviews 1
3.1.1 Der Fall von Herrn K. oder: „Um meine Noten aufzubessern, trat ich in den Jugendchor ein“ 1
3.1.2 Der Fall von Herrn M. oder: „Ich habe Louis Armstrong gesehen, mit seiner berühmten Kapelle“ 3
3.1.3 Der Fall von Frau G. oder: „In the Mood war unsere Melodie“ 6
3.1.4 Der Fall von Herrn S. oder: „Ohne Musik hätte ich mir mein Leben nicht vorstellen können“ 10
3.2 Bildmaterial des Jazzfrühschoppens 12
3.3 Presseberichte 17
3.4 Ankündigungsplakat 19
3.5 Verzeichnis der Tabellen 20
3.6 Fragebogen 59
3.7 Schlusserklärung 70

Arbeit zitieren:
Ufermann, Frank April 2000: Zum Musikerleben älterer Menschen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Musikerleben, Musikrezeption, Senioren, ältere Menschen, Biografieforschung

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