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Musik in Daily Soaps

Exemplarische Untersuchung der TV-Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten"

Musik in Daily Soaps
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Ksenija Ana Kelava
  • Abgabedatum: Oktober 2002
  • Umfang: 211 Seiten
  • Dateigröße: 7,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7518-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7518-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7518-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Kelava, Ksenija Ana Oktober 2002: Musik in Daily Soaps, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Filmmusik, Fernsehserie, Soap Opera, GZSZ, Serienmusik

Magisterarbeit von Ksenija Ana Kelava

Einleitung:

Fiktionale Fernsehserien haben heute sowohl bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten als auch bei den privaten Programmanbietern einen hohen Stellenwert. Im Gegensatz zu den zurückliegenden Dekaden beginnen die öffentlich-rechtlichen Anstalten seit den achtziger Jahren und die privaten Fernsehsender seit den neunziger Jahren vermehrt, neben den Importen - meist amerikanischen Serien, Eigenproduktionen herzustellen, die sich inzwischen auf dem deutschen Fernsehmarkt etablieren konnten.

Eine spezifische Form der fiktionalen Serienunterhaltung stellen die seit den neunziger Jahren eingeführten, eigenproduzierten Daily Soaps dar. Einerseits spielen die Daily Soaps beträchtliche Werbe- und Merchandisingeinnahmen ein, und andererseits wirken sie sich aufgrund ihrer großen Beliebtheit beim Publikum positiv auf das Senderimage aus.

In den vergangenen Jahren hat sich die Wissenschaft mit dem für Deutschland neuen Format der Soap Opera auseinandergesetzt. Hierbei wird die Musik, die in Daily Soaps verwendet wird, häufig angesprochen, jedoch nicht näher erläutert.

Die heutige Jugend konsumiert Musik in den seltensten Fällen live, sondern meist an ein audiovisuelles Medium gekoppelt (im Film, Fernsehen oder auf Musikkanälen), wodurch sich bei der Rezeption „musikimmanente Wahrneh-mungs-, Formstereotypen sowie Klangstandards“ herausgebildet haben. Den Daily Soaps kommt in diesem Kontext durch ihre ständige Präsenz und Alltäglichkeit eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit untersucht die Musik in den Daily Soaps exemplarisch am Beispiel von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Im Rahmen dieser Arbeit wurde eine Eingrenzung auf eine filmimmanente Betrachtung vollzogen, die die Funktionen der Musik in den Mittelpunkt der Betrachtungen stellt.

Der Untersuchungsgegenstand ist deshalb interessant, weil mit Einführung der Daily Soaps nicht nur ein neues Sendungsformat im Fernsehen eingeführt, sondern auch ein neues Format für den Einsatz der Musik entwickelt wurde. Diese Formatentwicklung wurde anhand der ersten deutschen Daily Soap „ Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ durchgeführt, die als Vorbild für die anderen Daily Soaps diente.

Auswertung und Systematisierung des gewonnenen Materials ergaben den aktuellen Gliederungsaufbau der Arbeit. Die folgenden drei Kapitel thematisieren zuerst die deutschen Daily Soaps, anschließend die Funktionen sowie die eng damit verbundenen Techniken der Filmmusik und zuletzt deren Gestaltung und Präsenz in der Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“.

Zunächst wird im zweiten Kapitel nach der Erläuterung des Begriffs „Soap Opera“ ein Überblick zur Geschichte der Soap Opera vermittelt, wobei die Geschichte der deutschen Daily Soap im Fernsehen im Mittelpunkt der Betrachtungen steht. Im dritten Teil dieses Kapitels werden die Produktionsbedingungen von Daily Soaps näher erörtert, die neben der Entwicklung und Umsetzung der Drehbücher auch die Musikproduktion umfassen. Der vierte Teil des zweiten Kapitels erläutert, worin die wirtschaftliche Attraktivität von Daily Soaps liegt, die ein ausschlaggebender Faktor bei der Produktion dieses Formates ist. Abschließend wird das Erfolgskonzept der Daily Soaps vorgestellt. Betrachtet werden sowohl das dramaturgische Erzählkonzept, die Themen und Figuren sowie das Verhältnis der Soaps zur Realität. Zuletzt wird der besondere Anreiz, den die Daily Soaps auf die jugendlichen Zuschauer ausüben, dargelegt.

Das dritte Kapitel umfasst zunächst die Geschichte der Funktionen der Filmmusik, ihre Darstellung und abschließend die eng mit den Funktionen verbundenen Techniken. Aufgrund mangelnder Veröffentlichungen zu den Funktionen der Musik im Fernsehen, stützt sich d. V. hierbei auf die allgemeinen Veröffentlichungen zur Filmmusik.

In Kapitel vier wird die Musik in der Daily Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ näher erörtert. Der Gliederungsaufbau dieses Kapitels stützt sich auf die Ergebnisse der Filmmusikanalyse sowie auf die Angaben, die d. V. in einem persönlichen Gespräch mit dem Komponisten und Musikproduzenten der Daily Soap, Christoph Rinnert, erhalten hat. Die Filmmusikanalyse umfasst hierbei den Zeitraum vom 1.10.2001 bis zum 31.12.2001. In diesen drei Monaten wurden die GZSZ-Folgen 2323 bis 2382 ausgestrahlt und musikalisch ausgewertet.

Die Musik in GZSZ lässt sich in drei Bereiche unterteilen: Titel- und Abspannmusik (Kap. 4.3), Source Music (Kap. 4.4) sowie Score Music (Kap. 4.5). Einführend wird im ersten Teil dieses Kapitels die quantitative Bedeutung der Musik untersucht. Hierbei wird die Musik zunächst als Brutto- und Nettomusik erfasst (Kap. 4.2.1). Die weiteren Betrachtungen werden abzüglich der konstanten Größen der Titel- und Abspannmusik durchgeführt, wobei die Nettomusik in ihre zwei Bestandteile der Source Music und Score Music unterteilt wird (Kap. 4.2.2). Am Ende des Kapitels 4.2 wird der Bereich der Source Music, der sich aus U- und E-Musik zusammensetzt, näher betrachtet.

In folgendem Unterkapitel 4.3 wird die Musik im Vor- und Abspann zunächst in einen formalistischen Zusammenhang des Sendungsablaufes gestellt (Kap. 4.3.1), bevor ihre musikalischen Mittel dargestellt und ihre Funktionen erläutert werden. Die Erörterungen umfassen den Reminder (Kap. 4.3.2 f.), den Titelsong (Kap. 4.3.4 f.) sowie die Titelsong-Melodie (Kap. 4.3.6 f.).

Das Unterkapitel 4.4 umfasst den Bereich der Source Music. Source Music setzt sich aus kompilierter Musik und der innerhalb der Handlung erzeugten Musik zusammen. Daher war die Darstellung der Techniken und Funktionen (Kap. 4.4.4 f.) für diesen Bereich nicht ausreichend. Eine genauere Betrachtung der Musikpräferenzen der Protagonisten sowie der Musik bezüglich der Handlungsorte schien notwendig. Ein wichtiger Aspekt der Daily Soaps ist ihre Aktualität, die anhand der Source Music in Kap. 4.4.3 dargelegt wird.

In Unterkapitel 4.5 wird der Bereich der Score Music näher erörtert. Da dieser Bereich Musik enthält, die ausschließlich für GZSZ komponiert wurde, konnten hier die klassischen Untersuchungskriterien, die für eine Filmmusikanalyse zur Verfügung stehen, angewendet werden. Nach der Darstellung der Techniken der Score Music (Kap. 4.5.1) erfolgt die Erläuterung ihrer Funktionen (Kap. 4.5.2).

Eine besondere Präsentationsform der Source Music stellen die Music-Acts von Interpreten dar, die außerhalb der Daily Soap tätig sind. In Kapitel 4.6 werden zwei Fallbeispiele angeführt: die Präsentationen der Sängerin Jeanette Biedermann (Kap. 4.6.1) und der Auftritt von Yvonne Catterfeld (Kap. 4.6.2). In Kapitel 4.6.3 erfolgt abschließend ein Vergleich der Auftritte von Jeanette und Catterfeld, der im Hinblick auf ihre künstlerischen Werdegänge sowie ihrer Stellung innerhalb der Serie die Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede von Music-Acts erläutert.

Abschließend werden im Schlusswort die Untersuchungsergebnisse präsentiert.

Die in der Arbeit angesprochene VHS-Kasette ist nicht in der Lieferung enthalten.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Daily Soaps - eine deutsche Variante 5
2.1 Zum Begriff Soap Opera 5
2.2 Zur Geschichte der Soap Opera 7
2.2.1 Geschichte der Soap Opera im Radio 7
2.2.2 Geschichte der Soap Opera im Fernsehen 8
2.2.3 Geschichte der deutschen Daily Soap im Fernsehen 10
2.3 Produktionsbedingungen von Daily Soaps 21
2.3.1 Entwicklung der Drehbücher 21
2.3.2 Umsetzung der Drehbücher 23
2.3.3 Musikproduktion 25
2.4 Wirtschaftliche Attraktivität von Daily Soaps 27
2.4.1 Einschaltquoten und Marktanteile 29
2.4.2 Zielgruppe und Geschlechterverteilung 32
2.4.3 Werbepreise 35
2.5 Erfolgskonzept von Daily Soaps 36
2.5.1 Dramaturgisches Erzählkonzept 37
2.5.2 Themen und ihre Umsetzung 38
2.5.3 Figuren und Rollenprofile 40
2.5.4 Zum Verhältnis der Daily Soaps zur Realität 42
2.5.5 Der besondere Anreiz für die Jugendlichen 43
2.6 Zwischenfazit 45
3. Funktionen und Techniken der Filmmusik 47
3.1 Zur Geschichte der Funktionen der Filmmusik 47
3.1.1 Filmmusik zur Stummfilmzeit 48
3.1.1.1 Das Jahr 1895 48
3.1.1.2 Varietéperiode (1896 bis 1900)
3.1.1.3 Peripherieperiode (1900 bis 1905)
3.1.1.4 Nickelodeonperiode (1905 bis 1910)
3.1.1.5 Bioskopperiode (1910 bis 1927)
3.1.2 Filmmusik zur Tonfilmzeit 54
3.2 Funktionen der Filmmusik 60
3.2.1 Metafunktionen 61
3.2.1.1 Rezeptionspsychologische Metafunktionen 61
3.2.1.2 Ökonomische Metafunktionen 62
3.2.2 Funktionen im engeren Sinne 64
3.2.2.1 Dramaturgische Funktionen 64
3.2.2.2 Epische Funktionen 65
3.2.2.3 Strukturelle Funktionen 66
3.2.2.4 Persuasive Funktionen 67
3.3 Filmmusiktechniken 69
3.3.1 Deskriptive Technik 70
3.3.2 Mood-Technik 72
3.3.3 Leitmotivtechnik 74
3.3.4 Baukasten-Technik 76
4. Die Musik in „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ 78
4.1 Untersuchungsdesign 78
4.2 Der quantitative Anteil der Musik 80
4.2.1 Verhältnis der Musik zur Brutto- und Nettosendezeit 81
4.2.2 Verhältnis von Source Music und Score Music 83
4.2.3 Verhältnis von U- Musik und E-Musik 85
4.2.4 Zwischenfazit 87
4.3 Die Musik im Vor- und Abspann 88
4.3.1 Der Aufbau einer Folge von GZSZ 89
4.3.2 Der Reminder 92
4.3.3 Funktionen des Reminders 93
4.3.4 Der Titelsong 93
4.3.5 Funktionen des Titelsongs 96
4.3.6 Die Titelsong-Melodie 97
4.3.7 Funktionen der Titelsong-Melodie 98
4.3.8 Zwischenfazit 98
4.4 Source Music 99
4.4.1 Musikpräferenzen der Protagonisten 100
4.4.2 Handlungsorte und Musik 104
4.4.3 Aktualität der Source Music 108
4.4.4 Techniken der Source Music 117
4.4.5 Funktionen der Source Music 117
4.4.6 Zwischenfazit 119
4.5 Score Music 120
4.5.1 Techniken der Score Music 121
4.5.2 Funktionen der Score Music 123
4.5.3 Zwischenfazit 124
4.6 Music-Acts in GZSZ 125
4.6.1 Jeanette Biedermann alias Marie Balzer 128
4.6.1.1 Künstlerischer Werdegang 129
4.6.1.2 Handlungsstrang 132
4.6.1.3 Die szenische Umsetzung 134
4.6.1.3.1 „No style“ 135
4.6.1.3.2 „How it's got to be“ 140
4.6.1.4 Die Rolle und die Sängerin 146
4.6.2 Yvonne Catterfeld alias Julia Blum 149
4.6.2.1 Künstlerischer Werdegang 149
4.6.2.2 Handlungsstrang 152
4.6.2.3 Die szenische Umsetzung 152
4.6.2.4 Die Rolle und die Sängerin 156
4.6.3 Vergleich der Music -Acts von Jeanette und Catterfeld 157
4.7 Zwischenfazit 162
5. Schlusswort 165
Quellenverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis XXXIII
Beispiele für den Musikeinsatz in GZSZ - Videobeilage XXXV
Eidesstattliche Erklärung XXXVII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Eine gesamte Folge von GZSZ, inklusive Vor- und Abspann, hat in o. g. Zeitraum einen mittleren Musikanteil von 17:16 Minuten. In Bezug auf die Bruttosendezeit entspricht dies einer Zahl von neunundsechzig Prozent. Folglich wurden im Schnitt gut zwei Drittel einer Folge von GZSZ mit Musik unterlegt. Am 14.12.2001 stieg der Anteil an Musik sogar auf 21:29 Minuten und konnte mit knapp sechsundachtzig Prozent einen Spitzenwert erreichen. Der Tiefstwert mit nur 11:57 Minuten Musik lag am 4.10.2001 bei fast achtundvierzig Prozent. Fast drei Viertel der Folgen (vierundvierzig von sechzig) hatte einen Musikanteil zwischen fünfzehn und zwanzig Minuten, also von sechzig bis achtzig Prozent. Nur jeweils acht Folgen lagen über bzw. unter diesem Mittelbereich.435 Bei der Betrachtung des Musikanteils innerhalb der Serienfolge, also abzüglich der Musik im Vor- und Abspann, umfasste der Mittelwert des NettoMusikanteils 14:56 Minuten. In Relation zur Nettosendezeit bedeutete dies einen Anteil von knapp achtundsechzig Prozent. Dies bedeutet, dass eine erzählte Folge von GZSZ im Mittel zu zwei Drittel mit Musik ausgestattet war. Der Mindestwert lag mit beinahe vierundvierzig Prozent wieder am 4.10.2001 bei 09:37 Minuten. Der Höchstwert wurde erneut am 14.12.2001 erreicht. Mit 19:09 Minuten entspricht dies siebenundachtzig Prozent. Zwei Drittel der Folgen (einundvierzig von sechzig) konnten einen Musikanteil zwischen dreizehn und achtzehn Minuten aufweisen, was etwa sechzig bis achtzig Prozent entspricht. Vierzehn Folgen verzeichneten weniger als dreizehn Minuten und fünf Folgen mehr als achtzehn Minuten Musik pro Folge.436 Insgesamt kann festgestellt werden, dass die Trendkurve im letzten Quartal des Jahres 2001 stetig nach oben angestiegen ist, d. h. der Anteil der Musik bezüglich der Brutto- und Nettosendezeit nahm zum Ende des Jahres zu.437 Ein interessanter Zusammenhang eröffnet sich, wenn die Einschaltquoten der Zuschauer insgesamt für den entsprechenden Zeitraum ins Verhältnis gebracht werden. Neben [...]

Ferner wurde ein Vergleich der in GZSZ verwendeten Musik mit den aktuellen Chartplatzierungen durchgeführt. Als Vergleich dienten die Publikationen der deutschen Top 100 Single-Charts sowie der Top 20 Airplay- und Top 50 AirplayCharts in der Musikzeitschrift „Der Musikmarkt“.432 Im gewählten Untersuchungszeitraum wurden innerhalb der Source Music mehrere Gesangsauftritte, sog. Music-Acts, präsentiert. Als herausragende Beispiele werden die Starauftritte von Jeanette Biedermann und Yvonne Catterfeld analysiert. Da beide Sängerinnen gleichzeitig Darstellerinnen der Soap sind, konnte ein Vergleich der beiden Präsentationsformen durchgeführt werden. Es wurde die Einbindung der Music-Acts in die Handlung unter Berücksichtigung der Grenzen von Realität und Fiktion betrachtet. Ferner wurden die Auftritte anhand von Einstellungsprotokollen miteinander verglichen. [...]

schaffenheit der Musik umfassten. Mithilfe der Szenenprotokolle konnten die Funktionen und Techniken der Musikeinsätze in den einzelnen Szenen bestimmt werden. Die Untersuchung gliedert sich in eine quantitative und eine qualitative Betrachtung. In die quantitative Untersuchung wurden drei Aspekte miteinbezogen: das Verhältnis der Musik zur Brutto- und Nettosendezeit, das Verhältnis der Source Music und Score Music sowie das Verhältnis zwischen „unterhaltender“ und „ernster“ Musik. Bei der Vorgehensweise und der Gliederung der qualitativen Untersuchung orientierte sich d. V. an dem vorliegenden Material sowie den Angaben des Musikproduzenten von GZSZ Christoph Rinnert. Daher korrespondiert der Aufbau der Untersuchung mit der Konzeption der Musik für GZSZ. Zunächst wurde der konstante Vor- und Abspann von GZSZ untersucht. Hierbei wurde die Musik bezüglich ihrer Bestandteile stets in Beziehung zur v isuellen Ebene des Vor- bzw. Abspanns gesetzt. Die in GZSZ verwendete Source Music konnte im Gegensatz zur Score Music nicht ausschließlich unter dem Aspekt der Funktionen und Techniken betrachtet werden, da dieser Bereich schon auf der konzeptionellen Ebene einen anderen Stellenwert besitzt, denn die Source Music soll im Gegensatz zur Score Music von den Zuschauern wahrgenommen werden. Daher wurden die Aspekte der Musikpräferenzen der Protagonisten (Kap. 4.4.1), der Musik bezüglich der Handlungsorte (Kap. 4.4.2) sowie die Aktualität der Source Music (Kap. 4.4.3) näher betrachtet. Die entscheidende Fragestellung hierbei war, ob die verwendete Musik mit den einzelnen Serienprotagonisten bzw. Handlungsorten in Verbindung gebracht werden kann. Weiter stellte sich die Frage, welche Musik, d. h. welche Musikrichtungen und welche Interpreten bzw. Titel hierfür eingesetzt wurden. Die Verfasserin stützte sich bei der Zuordnung der Musikstile auf die Angaben der zentralen Internetplattform der deutschen Musikbranche musicline.de.431 [...]

Arbeit zitieren:
Kelava, Ksenija Ana Oktober 2002: Musik in Daily Soaps, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Filmmusik, Fernsehserie, Soap Opera, GZSZ, Serienmusik

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