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Multimedia revolutioniert die Kommunikationsmöglichkeiten des Marketings

Eine verhaltenswissenschaftliche Betrachtung

Multimedia revolutioniert die Kommunikationsmöglichkeiten des Marketings
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gunnar Röntgen, Olaf Genrich
  • Abgabedatum: März 1998
  • Umfang: 104 Seiten
  • Dateigröße: 551,2 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Bergische Universität - Gesamthochschule Wuppertal Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1283-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1283-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1283-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Gunnar Röntgen, Olaf Genrich März 1998: Multimedia revolutioniert die Kommunikationsmöglichkeiten des Marketings, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet, Kommunikation, Multimedia, Marketing

Diplomarbeit von Gunnar Röntgen, Olaf Genrich

Einleitung:

Ein wesentlicher Aspekt der Informationsgesellschaft ist die Multimediatechnologie als Teil der Informations- und Kommunikationstechnik, die bereits seit einiger Zeit einen der weltweit bedeutendsten Wirtschaftszweige repräsentiert. Insbesondere für die Kommunikationsmöglichkeiten des Marketings erweist sich Multimedia als eine neue und bedeutende Herausforderung. Die Chance multimedialer Anwendungen könnte in einer Verbesserung der Marketingstrategie liegen, mit der eine bessere Erreichbarkeit und Beeinflussung der Konsumenten erfolgen kann und die somit zu einem Wettbewerbsvorteil gegenüber konkurrierenden Unternehmen führt.

Die Wichtigkeit multimedialer Anwendungen wird für die Unternehmen weiter zunehmen, da sich mit ihrem Einsatz u.a. neue Möglichkeiten zur Kommunikation mit den Konsumenten zum Zweck der Meinungs- und Verhaltensbeeinflussung erschließen. Der Rezipient will im Gegensatz zu früher als „Kommunikationspartner" behandelt werden, der seine Informationsbedürfnisse aktiv und individuell befriedigt. Hinzu kommt, daß der Konsument die Grenzen der Informationsaufnahme- und -verarbeitungsfähigkeit längst erreicht hat. Dieser „Information-Overload" ist für immer geringer werdende Grenzerträge aus Kommunikationsinvestitionen verantwortlich.

Gang der Untersuchung:

Ziel dieser Diplomarbeit ist es zu untersuchen, wie Multimedia im Vergleich zu den klassischen Kommunikationsmedien, wie TV, Radio und Print, hinsichtlich der Beeinflussung des Konsumentenverhaltens wirkt. Dabei wird der Einfluß von multimedialen Anwendungen auf die psychischen Determinanten der Verhaltenswissenschaften betrachtet. Es soll deutlich werden, wie multimediale Anwendungen die aktivierenden Prozesse Emotion, Motivation und Einstellung im Hinblick auf die Marketingzielsetzung beeinflussen. Des weiteren wird gezeigt, zu welchen kognitiven Veränderungen der gezielte Einsatz der hier betrachteten Systeme in bezug auf die Informationsaufnahme, -verarbeitung und -speicherung beiträgt. Möglichkeiten, Entwicklungstendenzen und Handlungsempfehlungen des Multimediaeinsatzes im Marketing sollen aufgezeigt werden.

Die Umweltdeterminanten des Konsumentenverhaltens werden durch die Betrachtung der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der Wirkungsweise von Massenmedien einbezogen.

Schwerpunktmäßig werden folgende Fragestellungen behandelt, die in diesem Zusammenhang erklärungsbedürftig sind: Ist Multimedia substitutives oder komplementäres Instrument der klassischen Kommunikation zwischen Unternehmen (Sender) und Konsument (Empfänger)? Wie aktiviert und beeinflußt Multimedia den Konsumenten? Kann Multimedia langfristig Einstellungsänderungen bewirken? Wie ändert sich das Informationsverhalten der Rezipienten bei multimedialer Kommunikation? Wo liegen Chancen und Risiken des Multimediaeinsatzes?

Hierzu werden eingangs die relevanten Rahmenbedingungen betrachtet, unter denen sich der Multimediaeinsatz vollzieht und auf die das Marketing adäquat reagieren muß.

Im sich anschließenden Kapitel II. 2. werden nach einer kurzen Einordnung der verhaltenswissenschaftlichen Theorie in das Marketing die Grundlagen des Konsumentenverhaltens erörtert. Das Kapitel II. 3. beschäftigt sich mit den Grundlagen von Multimedia und zeigt zunächst die drei wesentlichen Merkmale multimedialer Systeme auf. Im vierten Abschnitt des Hauptteils wird nun das Konsumentenverhalten unter dem Einfluß neuer Multimedia-Anwendungen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der relevanten Rahmenbedingungen untersucht. Es soll zunächst gezeigt werden, welche Aktivierungswirkungen durch den Einsatz von Multimedia in der Kommunikationspolitik im Vergleich zu den klassischen Medien erzeugt werden. Davon ausgehend werden im Kapitel „Erlebnis- und emotionsorientiertes Marketing mit Multimedia„ die multimedialen Möglichkeiten einer innovativen erlebnisvermittelnden Ansprache der Konsumenten untersucht. Analog zum Kapitel II. 2.3 wird hier aufgezeigt, wie die aktivierenden Prozesse Emotion, Motivation und Einstellung durch Multimedia-Anwendungen das Konsumentenverhalten gezielter beeinflussen können. Im Kapitel II. 4.3 hingegen stehen vor allem die kognitiven Vorgänge im Mittelpunkt der Betrachtung. Hierzu wird das Wirkungsmuster der informativen Werbung analysiert. Schließlich wird das Konsumentenverhalten bezüglich der Informationsaufnahme, -verarbeitung und -speicherung unter dem Einfluß multimedialer Kommunikation mit dem Informationsverhalten bei klassischen Medien verglichen. Aufbauend auf die vorangegangenen Kapitel werden in Kapitel II. 4.4 die bisher festgestellten multimedialen Wirkungen in eine innovative Marketingstrategie übersetzt, die den Anforderungen der Konsumenten und den gesellschaftlichen Bedingungen besser entspricht und aus der sich Empfehlungen ableiten lassen. Hierzu werden Kennzeichen einer solchen multimedialen Strategie herausgearbeitet. Dabei werden sowohl Chancen als auch Risiken deutlich.

Als Abschluß des Hauptteils soll der klassische verhaltenswissenschaftliche Ansatz dahingehend betrachtet werden, ob er unter dem Einfluß von Multimedia unverändert bleiben kann oder modifiziert werden muß. Ausgehend vom S-O-R-Modell wird das klassische Kommunikationsmodell dem multimedialen Kommunikationskonzept bezüglich des Konsumentenverhaltens gegenübergestellt.

Im Fazit werden noch einmal die Hauptergebnisse der Arbeit zusammengefaßt. Es wird eine übergeordnete Bewertung der multimedialen Kommunikationsmöglichkeiten hinsichtlich der Beeinflussung des Konsumentenverhaltens vorgenommen. Des weiteren wird ein Ausblick auf die Zukunft gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Deckblatt 1
Inhaltsverzeichnis 2
Abkürzungsverzeichnis 4
Abbildungsverzeichnis 6
I. Einführung
1. Problemstellung der Arbeit 7
2. Gang der Untersuchung 10
II. Hauptteil
1. Rahmenbedingungen 13
1.1 Marktbedingungen 13
1.2 Gesellschaftlicher Wandel 19
1.3 Kommunikationsbedingungen 23
2. Einführung in die verhaltenswissenschaftliche Theorie 28
2.1 S-R-Paradigma 29
2.2 S-O-R-Paradigma 31
2.3 Aktivierende Prozesse 32
2.4 Kognitive Prozesse 37
3. Grundlagen von Multimedia 42
3.1 Merkmale von Multimedia 42
3.2 Multimedia-Systeme im Marketing 44
3.2.1 Offline-Medien 44
3.2.2 Online-Medien 46
3.3 Entwicklung des Multimediamarktes 49
4. Das Konsumentenverhalten unter dem Einfluß von Multimedia 54
4.1 Aktivierungswirkungen durch Multimedia 54
4.2 Erlebnis- und emotionsorientiertes Marketing mit Multimedia 60
4.3 Informationsverhalten der Rezipienten bei multimedialer Kommunikation 70
4.4 Multimediakommunikation 79
4.5 Veränderung des verhaltenswissenschaftlichen Ansatzes durch Multimedia. 85
III. Fazit
Zusammenfassung der Ergebnisse 89
Literaturverzeichnis 92
Erklärung gemäß § 13 (2) DPO vom 5.12.1991 102

Automatisiert erstellter Textauszug:

Phase 1: Seit Beginn der 90er Jahre existieren und entwickeln sich Pionieranwendungen sowie grundlegende Technologien mit Schwerpunkt im Offline-Bereich bzw. bei den Stand-alone-Systemen (insbesondere CD-ROM-Anwendungen sowie POS-/POI-Systeme). Erst heute, also gegen Ende dieser Periode, zeigt sich eine Belebung der Nachfrage. Phase 2: Hier erschließen sich breitere Segmente im privaten und geschäftlichen Bereich. Im Konsumentenbereich werden hohe Wachstumsraten bei Spielen, Edutainment128 und Infotainment129 erzielt, im gewerblichen Sektor dringen POS/POI-Systeme, Telelearning, Teleworking und Videoconferencing weiter vor. Diese Entwicklung wird begleitet von einer zunehmenden Bildung von Allianzen zwischen Telekommunikations- und Inhalteanbietern. Die ISDN-Infrastruktur wird ausgebaut und teilweise schon wieder abgelöst durch das Breitband-ISDN auf ATM-Basis. Durch die Deregulierung des Telekommunikationsmarktes wird der Wettbewerbsdruck durch Globalisierungstendenzen weiter fortschreiten. [...]

3.3 Entwicklung des Multimediamarktes Multimedia ist ein nicht erst vor kurzem aufgekommener Begriff, sondern wurde bereits in den 70er Jahren mit Lehrmittelpaketen verbunden, in denen verschiedene Unterrichtsmaterialien zusammengefaßt wurden. Das heutige Verständnis von Multimedia geht auf die „Windows-Technik“ von Englebart aus der Mitte der 70er Jahre zurück.122 Schon bald wurden diesen Fenstern neben Texten auch Bilder und Filmsequenzen in Verbindung mit Audioklängen zugeordnet. Parallel dazu wurden die ersten Mikrocomputer eingeführt, die heute auch als Personal Computer (PC) bezeichnet werden. Der eigentliche Siegeszug der PC’s begann aber erst 1981 mit der Einführung des Disk Operating Systems (DOSBetriebssystem) und der immer komfortabler werdenden Nutzeroberflächen (Windows).123 Damit beschleunigte sich auch die Multimediaentwicklung und verbreitung. 1991 wurde es durch die Einführung des Softwareprogramms „Quicktime“ der Firma Apple möglich, in graphisch orientierten Programmen Videoclips, Ton und Animation einzufügen und damit Multimedia einer breiten Nutzerschicht zugänglich zu machen. Andere große Hersteller wie IBM, Microsoft, Miro etc. folgten kurz darauf.124 Heute ist der Multimediamarkt der am schnellsten wachsende Bereich im Kommunikationsmix. Das Marktvolumen in Deutschland betrug 1995 zwar nur 2 Mrd. DM mit jeweils 1 Mrd. DM für Offline- und Online-Anwendungen. Bis zum Jahr 2000 wird es aber auf ein Gesamtvolumen von 10 Mrd. DM geschätzt.125 Wie die Entwicklung des Multimediamarktes ablaufen kann und welche Märkte dabei erschlossen werden, kann anhand einer Expertenbefragung von Booz, Allen & Hamilton126 nachgezeichnet werden. Es werden dabei drei Phasen unterschieden: [...]

sie auch selbst Informationen gegen Entgelt direkt und interaktiv zur Verfügung stellen (Service-Provider). PC, Modem und Telefonnetz erschließen den Zugang zu den Online-Diensten (T-Online, CompuServe, America Online, Microsoft Network usw.), die dem User u.a. folgende Dienstleistungen ermöglichen: Zugriff auf weltweites und eigenes Informationsangebot, E-Mail-Kommunikation, Kommunikationsforen zu verschiedenen Themenbereichen, Erledigung von Bankgeschäften (Homebanking), Online-Shopping, Buchung von Flügen, Hotels, Kulturveranstaltungen etc. Je nach Art der kommerziellen Online-Dienste findet man, in Abhängigkeit von der Zielgruppe, die angesprochen werden soll, unterschiedliche Informationsangebote. Die o.g. etablierten Online-Diensteanbieter bekommen zunehmend Konkurrenz durch lokale und regionale Online-Dienste (z.B. Cityweb Online der WAZ), die direkt auf dem Internet aufsetzen und regionspezifische Informationsangebote (Stadtnachrichten, Kinoprogramme etc.) anbieten.120 Neben den hier aufgrund ihrer Bedeutung ausführlich behandelten OnlineDiensten und dem Internet gibt es auch noch zahlreiche andere OnlineMultimediasysteme und -dienste, die entweder noch im frühen Entwicklungsstadium sind oder sich am Markt noch nicht durchsetzen konnten. Dazu zählt das Interaktive Fernsehen (ITV) mit seinen innovativen Dienstleistungen wie beispielsweise Video-on-Demand, Pay-per-View, Teleshopping und -banking, Videogames und virtuelle Städte. Weitere Multimedia-Systeme sind der interaktive Rundfunk mit dem Digital Audio Broadcasting (DAB), Computer-Based-Training (CBT), Videokonferenz und die Bildtelefonie. Bei den meisten der obengenannten Produkte und Dienstleistungen handelt es sich jedoch nicht um elementar neue Anwendungen, sondern vielmehr um eine multimediale Anreicherung bereits heute bestehender Angebote. Multimedia ist somit keine eigene neue Welt, sondern eher eine weitere Dimension in den zusammenwachsenden Welten der TIME-Industrien.121 [...]

Arbeit zitieren:
Gunnar Röntgen, Olaf Genrich März 1998: Multimedia revolutioniert die Kommunikationsmöglichkeiten des Marketings, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet, Kommunikation, Multimedia, Marketing

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