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Multimedia in der betrieblichen Weiterbildung

Integration neuer Technologien

Multimedia in der betrieblichen Weiterbildung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Carsten Luttermann
  • Abgabedatum: Januar 2000
  • Umfang: 114 Seiten
  • Dateigröße: 711,0 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Münster Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2371-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2371-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2371-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Luttermann, Carsten Januar 2000: Multimedia in der betrieblichen Weiterbildung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: CBT, WBT, betriebliche Weiterbildung, Medienintegration, Multimedia

Diplomarbeit von Carsten Luttermann

Einleitung:

Die Globalisierung und Liberalisierung der Märkte, die Technisierung der Arbeitswelt und kürzer werdende Innovations- und Produktlebenszyklen sind Faktoren, die zu veränderten und härter werdenden Marktbedingungen für Unternehmen beitragen. Vor dem Hintergrund eines steigenden Wettbewerbsdrucks gewinnt die betriebliche Weiterbildung zunehmend an Bedeutung. Die Kompetenz der Mitarbeiter muß gefördert und weiterentwickelt werden. Nur rasch nutzbares Wissen schafft Informationsvorsprünge, die Unternehmen im globalen Wettbewerb zu ihrem Vorteil nutzen können. Die betriebliche Weiterbildung nimmt deshalb eine immer wichtiger werdende Schlüsselrolle bei der Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit ein.

Ziel muß es sein, sich einen dauerhaften, strategischen Wettbewerbsvorteil durch qualifiziertes Personal zu verschaffen. In diesem Zusammenhang gewinnt selbstgesteuertes und lebenslanges Lernen am Arbeitsplatz zunehmend an Bedeutung.

Nur mit klassischen Weiterbildungsmethoden läßt sich diese Form des Lernens allerdings schwer realisieren. Neben klassischen Weiterbildungsmethoden und -konzepten der Unternehmen bieten sich immer mehr Möglichkeiten, multimediale Informations- und Kommunikationstechniken im Bereich der betrieblichen Weiterbildung einzusetzen. Technischer Fortschritt und neue Computertechnologien wie CD-ROM, das Internet und Intranet, Videokonferenzsysteme und andere neue, multimediale Medien können dabei helfen, den Forderungen nach selbstgesteuertem und lebenslangem Lernen am Arbeitsplatz gerecht zu werden. Häufig wird es durch den Einsatz neuer Medien erst möglich, diese Form des Lernens in die Realität umzusetzen.

Neue Medien sollten aber nicht losgelöst von allen bereits bestehenden Weiterbildungsmaßnahmen im Unternehmen eingesetzt werden. Um die Effektivität multimedialer Medien zu steigern, sollten diese mit klassischen Weiterbildungsmethoden kombiniert und als ein Baustein in ein didaktisches Gesamtkonzept eingebunden werden.

Wie aber können unter diesen veränderten technischen und marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeitgemäße, computerbasierte Lernsysteme mit klassischen Lehrmethoden kombiniert werden? Lassen sich neue Medien einfach mit klassischen Lehrmethoden kombinieren? Welche Rahmenbedingungen gilt es beim Einsatz neuer Medien zu berücksichtigen? Und wie kann die Integration neuer Medien in betriebliche Weiterbildungskonzepte effektiv gestaltet und in die Realität umgesetzt werden?

Gang der Untersuchung:

Zur Klärung dieser Fragen wird im zweiten Kapitel der Begriff betriebliche Weiterbildung definiert und deren Entwicklung dargestellt. Aspekte, die eine Investition in betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen rechtfertigen, werden herausgestellt. Im Anschluß daran werden Vorteile, die sich aus betrieblichen Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter und Unternehmen ergeben, aufgezeigt.

In Kapitel 3 wird der pädagogische Bereich, d.h. die Methodik und Didaktik der betrieblichen Weiterbildung, dargestellt. Des weiteren wird beschrieben, in wieweit bei der Festlegung von Lerninhalt und Lernziele die Unternehmensziele Berücksichtigung finden. Im Anschluß daran werden "klassische" Methoden der Weiterbildung, ihre Einsatzmöglichkeiten und deren Vor- und Nachteile herausgestellt.

Nachdem die "klassischen" Lehrmethoden dargestellt wurden, werden die neuen, multimedialen Medien betrachtet. Der Begriff Multimedia wird in diesem Zusammenhang in Kapitel 4 zunächst definiert und wesentliche Merkmale werden erklärt. Danach wird der Einsatz von Multimedia unter ökonomischen und pädagogischen Gesichtspunkten betrachtet.

Als wichtige neue Medien für die betriebliche Weiterbildung sind Computer Based Training und Web Based Training anzusehen. Da es durch eine Vielzahl an Begriffen für neue Medien zu Abgrenzungs- und Definitionsproblemen kommt werden die Begriffe Computer Based Training und Web Based Training in Kapitel 5 voneinander abgegrenzt.

Im Anschluß daran werden in Kapitel 6 und 7 die Begriffe Computer Based Training und Web Based Training definiert und einzelne Formen dieser Medien beschrieben. Nach der Darstellung der Funktionen von Computer Based Training und Web Based Training werden wichtige Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Einsatz neuer Medien aufgezeigt. Dabei werden neben technisch-organisatorischen auch personelle Rahmenbedingungen wie beispielsweise die Akzeptanz neuer Medien und die Funktion des Trainers berücksichtigt. Neue Medien können in Verbindung mit klassischen Lehrmethoden viele Vorteile mit sich bringen. Allerdings gibt es auch Kritik am Einsatz neuer Medien auszusetzen. Stärken und Schwächen von Computer Based Training und Web Based Training werden abschließend in Kapitel 6 und 7 gegenübergestellt.

In Kapitel 8 wird dargestellt, wie die Integration neuer Technologien in bestehende betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen erfolgen kann. Der Einbettung neuer Medien in ein didaktisches Gesamtkonzept kommt unter dem Aspekt der Effektivität betrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen dabei besondere Bedeutung zu. Anhand von drei Beispielen aus der Wirtschaft wird abschließend dargestellt, wie die Integration neuer Medien in ein didaktisches, betriebliches Weiterbildungskonzept in der Praxis erfolgen kann.

Inhaltsverzeichnis:

Anhangsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis IV
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
2. Weiterbildung / betriebliche Weiterbildung 4
2.1 Begriff und Definition der betrieblichen Weiterbildung 4
2.2 Entwicklung der betrieblichen Weiterbildung 8
2.3 Die Bedeutung der betrieblichen Weiterbildung 11
2.4 Nutzen bzw. Ziele der betrieblichen Weiterbildung 12
2.4.1 Nutzen der betrieblichen Weiterbildung aus Sicht der Mitarbeiter 12
2.4.2 Nutzen der betrieblichen Weiterbildung aus Sicht des Unternehmens 13
3. Methodik und Didaktik In der betrieblichen Weiterbildung 15
3.1 Lernziele und Lehrinhalte in der betrieblichen Weiterbildung 16
3.1.1 Lernziele 16
3.1.2 Lehrinhalte 18
3.2 Methoden/Sozialformen der Weiterbildung 20
3.2.1 Alleinarbeit/Selbststudium/Selftraining 22
3.2.2 Gruppenarbeit 24
3.2.3 Fachlehrgang/Seminar 26
3.2.4 Planspiel/Fallstudie/Simulation/Rollenspiel 28
3.2.5 Referat/Lehrvortrag/Präsentation/Vorlesung 29
3.2.6 Fernunterricht/Fernlehrgang/Fernkurs/Fernstudium 30
3.3 Medien in der betrieblichen Weiterbildung 31
3.3.1 Funktion von Lehrmedien 32
3.3.2 Wahl des Lehrmediums 32
3.3.3 Formen und Gruppen von Lehrmedien 33
4. Multimedia in der betrieblichen Weiterbildung 36
4.1 Neue Medien 36
4.2 Definition und Merkmale von Multimedia 37
4.2.1 Medienintegration 39
4.2.2 Digitalisierung und Datenkompression 39
4.2.3 Interaktivität 40
4.2.4 Übertragung (online/offline) 41
4.2.5 Individualisierung 41
4.3 Der Einsatz von Multimedia unter ökonomischen und pädagogischen Gesichtspunkten 42
4.3.1 Ökonomisch Perspektive der Multimedia-Einsatzes 42
4.3.1.1 Kosten 42
4.3.1.2 Effizienz 45
4.3.1.3 Flexible Einsatzmöglichkeiten 46
4.3.2 Pädagogische Perspektive des Multimedia-Einsatzes 46
4.3.2.1 Prinzip der Erfahrungsorientierung 47
4.3.2.2 Prinzip der Teilnehmerorientierung 47
4.3.2.3 Prinzip der Handlungsorientierung 48
5. Computer Based Training und Web Based Training in der betrieblichen Weiterbildung 49
6. Computer Based Training in der betrieblichen Weiterbildung 52
6.1 Begriff 52
6.2 Grundtypen von Computer Based Training 52
6.3 Funktion und Trainingsinhalte von Computer Based Training 56
6.4 Zielgruppen von Weiterbildungsmaßnahmen mit Computer Based Training 57
6.5 Rahmenbedingungen für die Integration von Computer Based Training 58
6.5.1 Technisch-organisatorische Rahmenbedingungen 59
6.5.1.1 Hardware 59
6.5.1.2 Datennetze 59
6.5.1.3 Lernsoftware 60
6.5.1.4 Lernzentrum 63
6.5.2 Personelle Rahmenbedingungen 64
6.5.2.1 Akzeptanz von Computer Based Training durch die Mitarbeiter 64
6.5.2.2 Funktion des Trainers 65
6.6 Computer Based Training in Verbindung mit klassischen Lehrmethoden 66
6.7 Kritik am Computer Based Training 68
7. Web Based Training in der betrieblichen Weiterbildung 71
7.1 Begriff 71
7.2 Lern-, Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten des Web Based Training 71
7.2.1 CBT-on-Demand 72
7.2.2 Lernmodule 72
7.2.3 E-Mail 73
7.2.4 News - Newsgroups 73
7.2.5 Internet Relay Chat 74
7.2.6 Video-/ Computerkonferenzen 74
7.3 Funktion des Web Based Training 75
7.4 Rahmenbedingungen für die Integration von Web Based Training 76
7.4.1 Technisch-organisatorische Rahmenbedingungen 77
7.4.1.1 Hardware 77
7.4.1.2 Datennetze 77
7.4.1.3 Lernsoftware und Netzarchitektur 78
7.4.1.4 Lernzentrum 80
7.4.2 Personelle Rahmenbedingungen 80
7.4.2.1 Akzeptanz von Web Based Training durch die Mitarbeiter 80
7.4.2.2 Tele-Tutor 81
7.5 Web Based Training in Verbindung mit klassischen Lehrmethoden 82
7.6 Kritik am Web Based Training 83
8. Integration neuer Medien 86
8.1 Die Integration neuer Medien in ein didaktisches Gesamtkonzept 86
8.2 Der Einsatz neuer Medien in der praktischen Umsetzung 88
9. Fazit 93
Anhang 95
Literaturverzeichnis 100

Automatisiert erstellter Textauszug:

Welche allgemeingültigen Kriterien bei der Auswahl von Weiterbildungsinhalten zu berücksichtigen sind, stellt folgende Auflistung dar: • Lehrinhalte, Lernziele und Lehrmethoden sollten aufeinander abgestimmt sein, • Lehrinhalte sollten aufeinander aufbauen und sich ergänzen, • Wünsche der Teilnehmer von Lehrveranstaltungen sollten beachtet werden und eine gemeinsame Absprache sollte erfolgen, • Wiederholungen von bekanntem Grundlagenwissen sollten vermieden werden, • Lehrinhalte müssen den Lehrvoraussetzungen und der Lehrsituation angepaßt werden (Struktur, Alter, Vorbildung, ... der Lerngruppe), • Aktualität und Praxisnähe der Lehrinhalte sollte gewährleistet sein, • inhaltliche Redundanzen mit anderen Weiterbildungsveranstaltungen sollten vermieden werden, • die Erreichung des Lernzieles muß durch die Vermittlung der Lehrinhalte gewährleistet werden.55 Diese allgemeingültigen Kriterien sollten bei der Festlegung von Lehrinhalten beachtet werden, um den Erfolg und die Effizienz der Weiterbildungsmaßnahme zu gewährleisten. Die am häufigsten vermittelten Lehrinhalte bzw. die „Top-Themen“ der betrieblichen Weiterbildung stellt Tabelle 1 dar. Als „Top-Themen“ stehen EDV-Training und Verkaufstraining in der betrieblichen Weiterbildung ganz oben auf der Liste. Dies wird zum einen auf die Einführung und die Bedeutung der Mikroelektronik zurückgeführt, die EDV-Schulungen erforderlich machen, zum anderen haben Absatzeinbußen und eine stärkere Kundenorientierung die Unternehmen veranlaßt, das Verkaufspersonal besser zu qualifizieren. Umfragen zufolge werden in den nächsten Jahren aber Themen wie Persönlichkeitstraining und Managementtraining an Bedeutung [...]

Diese Unterteilung macht deutlich, wie konkrete betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen zur Erreichung des Unternehmenszieles beitragen. Durch das Herunterbrechen von Leit-Lernzielen auf operationalisierte FeinLernziele wird so der Prämisse „Verfolgung des Unternehmenszieles“ entsprochen. Die Festlegung von Lernzielen sollte aber immer in Abstimmung mit den betroffenen Mitarbeitern (den Lernenden) erfolgen, um Mißverständnisse auszuräumen und Verfehlungen des Weiterbildungszieles zu vermeiden.52 Nur unter Berücksichtigung der Interessen der Mitarbeiter lassen sich die gesteckten Ziele effektiv erreichen. 3.1.2 Lehrinhalte Erst durch die Bildung von Fein-Lernzielen wird es möglich, spezifische Lehrinhalte betrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen festzulegen. Lehrinhalt und operationalisiertes Fein-Lernziel sind also insofern kongruent, indem das Fein-Lernziel angibt, was erreicht werden soll, und der Lehrinhalt festlegt, was zur Erreichung dieses Zieles letztendlich unternommen und gefördert werden soll.53 Diesen Zusammenhang zwischen Lehrinhalt und Lernziel beschreibt Bunk wie folgt: „Lehrinhalte bezeichnen fachliche Inhalte, durch deren unterrichtliche Behandlung die Lernziele erreicht und zugleich berufliche Qualifikationen vermittelt werden sollen. Lehrinhalte sind nach fachlichen Inhalten strukturiert und entsprechend Lernzielen zugeordnet.“54 Lehrinhalte sollten also erst festgelegt werden, wenn auch das zu erreichende Lehrziel eindeutig festgelegt worden ist. In jedem Fall sollte eine Zuordnung zu einem FeinLernziel erfolgen, um die Effektivität einer zielgerichteten Weiterbildungsmaßnahme zu sichern. [...]

Das Leit-Lernziel der betrieblichen Weiterbildungsmaßnahme wird durch das langfristige bzw. strategische Unternehmensziel festgelegt.45 Somit orientiert sich die betriebliche Weiterbildung in erster Linie an den Zielen des Unternehmens. Das Leit-Lernziel gibt auf relativ hohem Abstraktionsniveau eine grobe, grundsätzliche Richtung an, die durch die Weiterbildungsmaßnahme verfolgt werden soll.46 Ein mögliches Leit-Lernziel könnte lauten: „Die Mitarbeiter sollten fachlich stets in der Lage sein, qualitativ hochwertige, markt- und wettbewerbsfähige Produkte herzustellen.“47 Die nächste Stufe in der Zielhierarchie bildet das Grob-Lernziel. Auf einem mittleren Abstraktionsniveau geben Grob-Lernziele an, wie der Lernende mit einem Lehrinhalt umgehen soll.48 Als Beispiel wäre hier zu nennen: „Die Teilnehmer sollen nach Abschluß des Seminars die Problematik freier Wechselkursgestaltung begreifen und bei ihrer täglichen Arbeit in der Devisenabteilung berücksichtigen können.“49 Das Fein-Lernziel bildet die unterste Stufe in der Zielhierarchie. FeinLernziele werden auch als operationalisierte Lernziele bezeichnet und geben das angestrebte Unterrichtsergebnis an.50 Folgendes Beispiel verdeutlicht dies: „Der Mitarbeiter soll am Ende der praktischen Unterweisung vier Stahlfräserformen kennen und zur Bearbeitung des entsprechenden Materials auswählen können.“51 [...]

Arbeit zitieren:
Luttermann, Carsten Januar 2000: Multimedia in der betrieblichen Weiterbildung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
CBT, WBT, betriebliche Weiterbildung, Medienintegration, Multimedia

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