Motive, Einstellungen und Verhalten im Hinblick auf Automobile und Mobilität
Implikationen für Mobilitätsdienstleister
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sven Gödecke
- Abgabedatum: November 2000
- Umfang: 178 Seiten
- Dateigröße: 819,0 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Westküste, Heide Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4640-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4640-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4640-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gödecke, Sven November 2000: Motive, Einstellungen und Verhalten im Hinblick auf Automobile und Mobilität, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Typologie, Mobilitätsdienstleistung, Automobil, Verkehr, Mobilität
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Diplomarbeit von Sven Gödecke
Einleitung:
Die vorliegende empirische Diplomarbeit mit dem Titel „Motive, Einstellungen und Verhalten im Hinblick auf Automobile und Mobilität - Implikationen für Mobilitätsdienstleister -“, gehört einer Reihe von vier Arbeiten an, die alle aus dem von der weltgrößten Unternehmensberatung Accenture (ehemals Andersen Consulting) initiierten Projekt „The Age of Mobility“ hervorgehen. Grundlage dieser Arbeiten bildet eine deutschlandweit durchgeführte empirische Untersuchung (Kaufprozeß/Mobilität 2000) zu den zwei Themengebieten „Kaufentscheidungsprozeß beim Automobilkauf“ und „Mobilität“. Diese Untersuchung wurde mit einem Budget von DM 25.000,- im Auftrag von Accenture und der DaimlerChrysler Tochter MCC smart GmbH durchgeführt. Der dazugehörige voll codierte 24-Seiten starke Fragebogen ist im Anhang enthalten.
Diese Diplomarbeit befasst sich, wie der Titel der Arbeit bereits verdeutlicht, mit der Untersuchung von Motiven, Einstellungen und Verhalten von Personen im Hinblick auf Automobile und Mobilität. Ziel ist es, zu ergründen, ob innerhalb der deutschen Gesellschaft unterschiedliche Personengruppen identifiziert werden können, die sich hinsichtlich eben dieser untersuchten Motive, Einstellungen und Verhaltensweisen unterscheiden. Ein Hauptbestandteil dieser Arbeit ist demnach die Erstellung einer deutschlandweit repräsentativen (Auto-)Mobilitätstypologie (mittels einer Clusteranalyse), deren Ergebnis eine differenzierte Betrachtungsweise von Personengruppen in der Gesellschaft hinsichtlich ihrer Mobilitätsorientierungen zulässt. Weitere zentrale Fragestellungen dieser Arbeit sind z.B., welchen Einfluss neue Technologien (Internet, Navigationssysteme, etc.) und das Verkehrsaufkommen auf das Mobilitätsverhalten haben. Darüber hinaus wird eine Potential- und Akzeptanzanalyse für neue Mobilitätsdienstleistungen vorgenommen. Die Interpretation und Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse, wird unter besonderer Berücksichtigung des Mobilitätsdienstleistermarktes vorgenommen.
Gang der Untersuchung:
Der erste Abschnitt dieser Arbeit setzt sich mit theoretischen und themenspezifischen Grundlagen zum Thema Mobilität auseinander. Neben theoretischen Grundlagen zum Bereich Verhaltensforschung und Marktsegmentierung, werden zusätzlich themenspezifische Grundlagen um das Thema Mobilität erörtert, wie z.B. eine definitorische Abgrenzung des Mobilität-Begriffes, eine Darstellung und Abgrenzung verschiedener Mobilitätsformen sowie ein Modell zur Erklärung des Mobilitätsverhaltens. Anschließend erfolgt ein Überblick über ausgewählte Determinanten des Mobilitätsverhaltens, d.h. es werden Faktoren erörtert, die eine beeinflussende Wirkung auf das Mobilitätsverhalten von Menschen haben bzw. in der Vergangenheit hatten. Den Abschluss des Theorieteils bildet ein Überblick über die aktuelle Angebotssituation auf dem Mobilitätsmanagementmarkt, d.h. es wird ein Überblick über neue innovative Mobilitätsdienstleistungen in Deutschland gegeben, wobei neben der reinen Erläuterung einzelner Mobilitätsdienstleistungen auch definitorische Begriffsbestimmungen sowie eine Einteilung in die unterschiedlichen Modi bzw. Integrationsstufen des Mobilitätsmanagements vorgenommen wird.
Aus dem theoretischen Abschnitt heraus werden innerhalb des nachfolgenden Abschnitts „Empirische Untersuchung“ Hypothesen aufgeworfen und operationalisiert, um anschließend in den bereits erwähnten Fragebogen in Form von Fragenkomplexen einzufließen. In diesem Zusammenhang wird auch das Forschungsdesign und die Durchführung der Feldarbeit erörtert. Im darauffolgenden Abschnitt kommt es zu einer Ergebnispräsentation der gewonnenen Daten aus der Feldarbeit und in Form von Hypothesentests kommt es zu einer Untersuchung der bereits erwähnten zentralen Fragestellungen. Hervorzuheben ist der detailliert beschriebene Entwicklungsprozess der enthaltenen (Auto-) Mobilitätstypologie. Die Auswertung sämtlicher Ergebnisse aus der Datenanalyse erfolgt stets unter Einbeziehung dieser Typologie. Im letzten Abschnitt „Folgerungen und Ausblick“ werden die gewonnen Erkenntnisse und Ergebnisse der Untersuchung nochmals zusammenfassend und übergreifend, unter besonderer Berücksichtigung des Mobilitätsdienstleistermarktes, analysiert. Zudem werden Zukunftsaussichten für den Mobilitätsdienstleistermarkt abgeleitet und zielgruppenspezifische Strategien für Mobilitätsdienstleister unter Einbeziehung eines Systemmarkenansatzes entwickelt.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | 3 | |
| Tabellenverzeichnis | 5 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 7 | |
| 1. | Einführung und methodischer Aufbau | 9 |
| 2. | Theoretische Grundlagen | 11 |
| 2.1 | Emotion, Motivation und Einstellung | 11 |
| 2.2 | Marktsegmentierung | 12 |
| 3. | Themenspezifische Grundlagen | 14 |
| 3.1 | Mobilität und Verkehr | 14 |
| 3.1.1 | Definition des Begriffs Mobilität | 14 |
| 3.1.2 | Formen der Mobilität | 15 |
| 3.1.3 | Erklärungsmodell des Mobilitätsverhaltens | 16 |
| 3.2 | Determinanten des Mobilitätsverhaltens | 18 |
| 3.2.1 | Technologische Faktoren | 18 |
| 3.2.2 | Politische Faktoren | 21 |
| 3.2.3 | Wirtschaftliche Faktoren | 22 |
| 3.2.4 | Gesellschaftliche Faktoren | 25 |
| 3.3 | Neue Mobilitätsdienstleistungen in Deutschland - Ein Überblick | 26 |
| 3.3.1 | Einleitung und Begriffsbestimmungen | 26 |
| 3.3.2 | Monomodale Mobilitätsdienstleistungen | 29 |
| 3.3.3 | Multimodale Mobilitätsdienstleistungen | 30 |
| 3.3.4 | Intermodale Mobilitätsdienstleistungen | 32 |
| 4. | Empirische Untersuchung | 35 |
| 4.1 | Formulierung und Operationalisierung von Hypothesen | 35 |
| 4.2 | Forschungsdesign | 40 |
| 4.3 | Durchführung der Feldarbeit | 42 |
| 5. | Ergebnisse der Feldarbeit | 44 |
| 5.1 | Identifikation von (Auto-)Mobilitätstypen | 44 |
| 5.1.1 | Erläuterungen zur Methode | 44 |
| 5.1.2 | Beschreibung der identifizierten Cluster | 46 |
| 5.1.3 | Abschließende Beschreibung der identifizierten Cluster | 58 |
| 5.1.4 | Verknüpfung zu einer bestehenden Typologie | 62 |
| 5.2 | Hypothesentests | 63 |
| 5.2.1 | Einstellung und Verhalten | 64 |
| 5.2.2 | Verkehr | 69 |
| 5.2.3 | Technik | 73 |
| 5.2.4 | Mobilitätsdienstleistungen | 82 |
| 6. | Folgerungen und Ausblick | 111 |
| 6.1 | (Auto-)Mobilitätstypen | 111 |
| 6.2 | Die Dominanz des automobilen Leitbildes | 112 |
| 6.3 | Neue Mobilitätsdienstleistungen: Akzeptanz und Anforderungen | 116 |
| 6.4 | Neue Mobilitätsdienstleistungen: Zielgruppen und Vermarktungsansätze | 122 |
| 7. | Resümee | 127 |
| Literaturverzeichnis | 129 | |
| Anhang | 135 |
Personen die das Internet täglich nutzen, stimmen zu 33,87% der Aussage, daß sie durch diese Nutzung Wege einsparen, voll zu. Mit Abnahme der Surfintensität verringert sich diese Zustimmung. Während Personen, die an 4-6 Tagen in der Woche online sind, der Aussage noch zu 16,28% voll zustimmen können, verringert sich dieser Wert bei den Personen, die an 2-4 Tagen surfen, auf 11,65%, um bei den Wenig-Surfern bei 5,97% zu enden. Dieser Sachverhalt spiegelt sich genau in umgekehrter Reihenfolge bei der Nichtzustimmung der Aussage wider. Er läßt sich dadurch erklären, daß die Gruppe der Viel-Surfer wesentlich mehr Stunden pro Woche online ist, als die übrigen Surfer.37 [...]
Im theoretischen Teil dieser Arbeit wurde der Begriff der virtuellen Mobilität kurz vorgestellt. Man versteht darunter die Möglichkeit, sich in virtuellen Räumen, also weltweiten Datennetzen, zu bewegen. In demselben Kapitel (3.1.2), wurde angenommen, daß die Formen der Mobilität (räumlich, sozial und virtuell) ein voneinander abhängiges System bilden. Wenn sich eine Ausprägung der Mobilität verändert, dann hat dies auch Auswirkungen auf die übrigen Ausprägungen der Mobilität. Momentan wird eine solche Änderung der Mobilität deutlich. Mit Hilfe des Internets können viele Aktivitäten von zu Hause (bzw. von nahezu jedem Platz der Erde) aus erledigt werden. So ist z.B. das Einkaufen, das Erledigen der Bankgeschäfte, das Buchen von Reisen und Mietwagen usw. im Internet möglich geworden. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob durch virtuelle Bewegung tatsächlich Wege eingespart werden können und somit Verkehr reduziert werden kann. [...]
gen des Weges. Sobald sich eine dieser Variablen ändert, wirkt sich das auch auf mindestens eine der anderen Variablen aus. Durch das gestiegene Verkehrsaufkommen31, in Form von Staus und Problemen bei der Parkplatzsuche, dürfte es zu einer Verlangsamung des Straßenverkehrs kommen. Diese Reduzierung der Geschwindigkeit kann entweder durch eine Verringerung der Entfernung oder durch eine Erhöhung des Zeitbudgets abgefangen werden. Eine Verringerung der Entfernungen scheint unwahrscheinlich, da man dann bei verringerter Geschwindigkeit, sein Ziel nicht mehr erreichen würde. Folglich muß das Zeitbudget für Verkehrsleistungen zunehmen, um die gleichen Entfernungen zurücklegen zu können. Um die Beeinträchtigungen zu kompensieren, die durch eine erhöhte Verkehrsdichte entstehen, muß also entweder das Zeitbudget erhöht werden oder ein Umstieg auf Verkehrsmittel erfolgen, bei denen die Gefahr, beispielsweise in einen Stau zu geraten, gering ist. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832446406
Arbeit zitieren:
Gödecke, Sven November 2000: Motive, Einstellungen und Verhalten im Hinblick auf Automobile und Mobilität, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Typologie, Mobilitätsdienstleistung, Automobil, Verkehr, Mobilität



