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Motivationen zum Kauf ökologischer Produkte

Motivationen zum Kauf ökologischer Produkte
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ralf Zimmermann
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 778,6 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5605-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5605-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5605-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Zimmermann, Ralf April 2002: Motivationen zum Kauf ökologischer Produkte, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Umweltbewußtsein, Verhaltensrelevanz von Einstellungen, Ökologischer Landbau, Low-Cost-Hypothese

Diplomarbeit von Ralf Zimmermann

Einleitung:

Die Diplomarbeit „Motivationen zum Kauf ökologischer Produkte“ basiert auf den Daten einer Umfrage, die mit einem eigens entwickelten Fragebogen durchgeführt wurde. In dem Fragebogen werden u.a. Skalen verwendet, die auch in nationalen Surveys eingesetzt werden. Insgesamt konnten 171 Kunden aus vier verschiedenen Einkaufsstätten, die in der Nürnberger Region ökologische Ware anbieten, befragt werden.

Anhand von psychologischen und soziologischen Theorien wird den Fragen nachgegangen, warum und von wem in welcher Art von Einkaufsstätte (Bio-Supermarkt, Hofladen,...) ökologische Ware gekauft wird.

Die statistische Auswertung erfolgte mittels uni- und multivariater Verfahren.

Zusätzlich wird die Geschichte ökologischen Landbaus in einem Abriss dargestellt und der Markt für ökologische Produkte bzgl. Absatzwegen und Umsatzvolumen beleuchtet.

Die Ergebnisse der Studie widersprechen u.a. einer anerkannten soziologischen Theorie zum Einfluss des Umweltbewusstseins auf das Verhalten. Die sozioökonomische Struktur der Öko-Kundschaft in den verschiedenen Läden wird ebenso dargestellt wie der Einfluss der Lebensmittelskandale auf das Kaufverhalten der Befragten.

Der eingesetzte Fragebogen liegt der Arbeit bei.

Inhaltsverzeichnis:

I. Einleitung 6
II. Theoretische und empirische Grundlagen 8
II.1 Struktureller Individualismus 8
II.2 Erklärungsmodelle zum Kauf ökologischer Produkte 11
II.2.1 Psychologische Modelle 11
II.2.1.1 Einstellungen 11
II.2.1.2 Wertekonzept 13
II.2.2 Soziologische Modelle 15
II.2.2.1 Lebensstiltheorie 15
II.2.2.2 Sozialisationstheorie 16
II.2.2.3 Diffusionstheorie 17
II.2.2.4 Rational- Choice-Theorie 19
II.2.3 Sonstige Erklärungsmodelle 21
II.3 Kundenprofile 22
II.4 Résumée 25
III. Historischer Abriß des ökologischen Landbaus 26
III.1 Entstehung ökologischen Landbaus 27
III.1.1 Rudolf Steiners Anthroposophie 27
III.2 Der Wandel in verschiedene Wege 28
III.2.1 Fair Trade 30
III.3 Institutionen ökologischen Landbaus 31
III.4 Entwicklungökologischen Landbaus in Zahlen 33
III.4.1 Entwicklung europäischen Öko-Landbaus 33
III.4.2 Entwicklung ökologischer Landwirtschaft in Deutschland 34
IV. Der Markt für ökologische Produkte 39
IV.1 Absatzwege 39
IV.2 Marktvolumen 41
IV.2.1 Probleme der Datenbeschaffung 41
IV.2.2 Der internationale Öko-Markt 42
IV.2.3 Der deutsche Öko-Markt 42
V. Die Untersuchung und die Ergebnisse 45
V.1 Forschungsaufbau 45
V.1.1 Auswahlverfahren 45
V.1.2 Erhebungsinstrument 46
V.1.3 Pretest 48
V.1.4 Erfahrungen mit dem Erhebungsinstrument 48
V.1.5 Vorgehensweise bei der Befragung 50
V.2 Hypothesen 50
V.3 Datenanalyse 53
V.3.1 Beteiligung an der Umfrage 54
V.3.2 Sozioökonomische Aspekte der Gesamtheit 54
V.3.3 Sozioökonomische Aspekte in den verschiedenen Läden 60
V.3.4 Résumée der sozioökonomischen Aspekte 63
V.3.5 Motivationen zum Kauf ökologischer Produkte 64
V.3.6 Prüfung der Hypothesen 72
VI. Fazit 92
VII. Bibliographie 98
VII.1 Quellen aus dem WWW 98
VII.2 Quellen auf Papier 99
VIII. Anhang 104

Automatisiert erstellter Textauszug:

1989 wurde ein EG-Extensivierungsprogramm beschlossen. Dieses Programm dient der Förderung jener Landwirte, die ihr Unternehmen auf ökologische Arbeitsweise umstellen wollen. Ein Einkommensverlust während der Umstellungsphase soll dadurch kompensiert werden. Das Bio-Siegel, das in Deutschland von staatlicher Seite vergeben wird, basiert auf den gleichen Vorgaben wie das Prüfzeichen auf EU-Ebene. Im Jahr 2000 wurde auf der „Grünen Woche“ in Berlin das „Öko-Prüfzeichen“ vorgestellt, an dessen Entstehung die AGÖL (Arbeitsgemeinschaft ökologischer Landbau) maßgeblich beteiligt war. Der AGÖL gehören heute noch sechs Mitglieder an: Biokreis, Naturland, ANOG (Arbeitsgemeinschaft für naturnahen Obst-, Gemüse- und Feldfruchtanbau), Ecovin, Gäa und Ökosiegel. Die AGÖL wurde 1988 gegründet. Bis Ende März 2001 zählten auch Demeter und Bioland zur Arbeitsgemeinschaft. In ihr gruppierte sich bis dahin ein Großteil der ökologischen Landwirtschaft. “Approximately 80% of the organic farms [in Germany, R.Z.] are represented by AGÖL“ (http://207.254.125.150/country_reports/germany/default.asp am 28.11.2000). Es macht also Sinn, AGÖL-Betriebe bei der Betrachtung ökologischen Landbaus in Deutschland bis 2001 gesondert zu betrachten. Wenn von „ökologischem Landbau in Deutschland“ die Rede ist, muss erwähnt werden, dass in der ehemaligen DDR ökologischer Landbau verboten war. Erst seit „der Wende“ wird in den neuen Ländern biologisch gewirtschaftet und seit 1993 werden über ökologischen Landbau in den neuen Ländern Statistiken geführt. Ferner möchte ich ergänzen, dass nach Angaben der SÖL (Stiftung Ökologie und Landbau) das Bundeslandwirtschaftsministerium einen Entwurf für ein deutsches Bundes-ÖkoLandbau-Gesetz vorgelegt hat. 37 Darin ist u.a. vorgesehen, dass die Ökokontrollstellen ihre bisherige Stellung als private Einrichtungen verlieren und in den Staat eingegliedert werden (Die VO (EWG) 2092/91 lässt diesen Punkt offen). Bis dato existieren beide Arten an Kontrollstellen parallel und arbeiten zusammen.38 [...]

Es existiert eine große Zahl Organisationen, die sich gebildet haben, um Interessen bezüglich ökologischen Landbaus zu vertreten. Ich werde hier nur auf einige bedeutende eingehen. Jede der Institutionen erlässt Richtlinien für ökologischen Landbau und gibt ein Prüfzeichen aus, mit dem Betriebe, die die entsprechenden Richtlinien einhalten, ihre Produkte kennzeichnen dürfen.35 Ich will bei der Vorstellung der Organisationen von „oben“ nach „unten“ vorgehen, ich beginne also mit der internationalen Ebene. Die IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements) als internationaler Dachverband der Ökolandbauorganisationen zählt ca. 750 Mitglieder in 104 Ländern. 1999 traten die IFOAM-Basisrichtlinien in Kraft, mit dem Prüfzeichen „IFOAM-accredited“. 1999 hat auch die EU-Kommission ein Logo veröffentlicht, das von Erzeugern verwendet werden darf, die gemäß der 1991 erlassenen (und ´93 in Kraft getretenen) Verordnung VO (EWG) 2092/91 arbeiten.36 [...]

Die Bedeutung des Fair-Trade (gerechter Handel) ist, wie der Begriff schon nahe legt, eher im Handel zu sehen denn in den Bewirtschaftungsmethoden. Fair-Trade-Produkte müssen also nicht aus ökologischem Landbau stammen. „ [...] fair trade is a means of helping small-scale producers in developing countries improve their quality of life by providing them with a more profitable and stable trade relationship.” (www.fao.org/docrep/Meeting/X1149E.htm am 12.11.2000, Hervorhebung im Zitat R.Z.) Der Unterschied zu konventionellem Handel liegt also darin, dass ein direkter Kontakt zum Produzenten in Entwicklungsländern besteht, denen ein gewisser Mindestpreis garantiert wird. Ebenso wird eine dauerhafte Geschäftsbeziehung angestrebt und dem Produzenten werden erweiterte Kreditmöglichkeiten eingeräumt. Damit soll dem durch kapitalistische Wirtschaftsweise über Jahrhunderte entstandenen Ungleichgewicht des Welthandels entgegengewirkt werden. Fair Trade im Nahrungsmittelbereich begann in den frühen 70er Jahren. Die ersten gehandelten Produkte waren Rohrzucker und Kaffee. Heute umfasst das Sortiment ein bedeutend größeres Angebot. Die Güter werden meist in spezialisierten Einzelhandelsgeschäften vertrieben („Eine-Welt-Laden“). Im Laufe der Jahre sind Fair-Trade-Produkte aber auch in das Angebot herkömmlicher Läden mit aufgenommen worden. [...]

Arbeit zitieren:
Zimmermann, Ralf April 2002: Motivationen zum Kauf ökologischer Produkte, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Umweltbewußtsein, Verhaltensrelevanz von Einstellungen, Ökologischer Landbau, Low-Cost-Hypothese

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