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Mortgage-Backed Securitisation

Eine Einführung in das Modell der Immobilienfinanzierung durch Hypothekendarlehensverbriefung

Mortgage-Backed Securitisation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alexander Loimayr
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 134 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5758-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5758-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5758-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Loimayr, Alexander April 2002: Mortgage-Backed Securitisation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kapitalmarkt, Verbriefung, Hypothek, CMO, OAS

Diplomarbeit von Alexander Loimayr

Gang der Untersuchung:

Anschließend an das Einführungskapitel stellt Kapitel 2 das Konzept der Securitisation nochmals im Detail vor und geht auch auf das historische Entwicklungsumfeld in den USA ein, das verantwortlich für den Erfolg von Securitisation war.

Securitisation Transaktionen weisen eine komplexe Struktur auf, mit einer Vielzahl von Beteiligten, die jeweils unterschiedliche Aufgaben erfüllen, über welche in Kapitel 3 ein kurzer Überblick gegeben wird.

Kapitel 4 beschäftigt sich mit den einzigartigen Charakteristika der MBS und arbeitet die Kernunterschiede zu traditionellen Anleiheformen heraus. Es werden auch die gängigen MBS Formen kurz vorgestellt.

Das komplexeste Problem ist die richtige Bewertung von MBS. Grundvoraussetzung dafür ist die Modellierung der Kreditausfälle und der vorzeitigen Rückzahlungen. Die eigentliche Bewertung erfolgt mit der Option-Adjusted Spread (OAS) Methode. Im Anhang werden die theoretischen Ausführungen in Kapitel 5 durch ein umfassendes Rechenbeispiel ergänzt.

Kapitel 6 gibt eine kurze Beurteilung der Vor- und Nachteile von MBS aus der Perspektive des Emittenten, des Investors und aus gesamtwirtschaftlicher Sicht ab.

Die Securitisation Entwicklung in Europa wird in Kapitel 7 besprochen. Auf kurze allgemeine Bemerkungen, inwieweit die Übernahme des Securitisation Konzepts in Europa überhaupt möglich ist, folgt die Beschreibung dreier ausgewählter nationaler Märkte, Großbritannien als Securitisation Pionier, Deutschland und Österreich. Im Teilkapitel Österreich wird auch auf den Pfandbrief eingegangen.

Kapitel 8 fasst die wesentlichen Punkte der Arbeit nochmals zusammen.

Inhaltsverzeichnis:

EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG I
VORWORT II
ABBILDUNGSVERZEICHNIS VI
FALLBEISPIELVERZEICHNIS VII
TABELLENVERZEICHNIS VIII
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS IX
1. EINLEITUNG 1
1.1 PROBLEMSTELLUNG 1
1.2 AUFBAU DER ARBEIT 2
2. DAS KONZEPT DER SECURITISATION 3
2.1 SECURITISATION: EINE DEFINITION 3
2.2 URSPRÜNGE UND ENTWICKLUNG DER SECURITISATION 6
2.2.1 RAHMENBEDINGUNG FÜR DIE ENTSTEHUNG DER SECURITISATION 6
2.2.2 DIE INTERVENTION DER REGIERUNG 8
2.2.2.1 Federal National Mortgage Association (FNMA oder Fannie Mae) 8
2.2.2.2 Federal Home Loan Mortgage Corporation (FHLMC oder Freddie Mac) 10
2.2.2.3 Government National Mortgage Association (GNMA oder Ginnie Mae) 10
2.2.3 DIE WEITERE ENTWICKLUNG 11
3. DIE SECURITISATION STRUKTUR 13
3.1 DER ORIGINATOR 14
3.2 DER ADMINISTRATOR 14
3.3 DAS SPECIAL PURPOSE VEHICLE (SPV) 15
3.4 DIE RATING AGENTUR 17
3.5 DIE KREDITVERBESSERUNG 19
3.5.1 EXTERNE KREDITVERBESSERUNG 19
3.5.2 INTERNE KREDITVERBESSERUNG 20
3.6 DER SWAP 21
3.7 DER TREUHÄNDER 22
3.8 DER ÜBERNEHMER 22
3.9 DER INVESTOR 23
4. MBS IM ÜBERBLICK 24
4.1 DER SICHERHEITSPOOL 24
4.1.1 DEFINITION UND CHARAKTERISTIKA DER HYPOTHEK 24
4.1.2 ARTEN VON HYPOTHEKEN 25
4.1.2.1 Fixed-Rate Mortgage (FRM) 25
4.1.2.2 Adjustable-Rate Mortgage (ARM) 26
4.1.2.3 Graduated Payment Mortgage (GPM) 27
4.2 DIE MORTGAGE-BACKED SECURITIES 27
4.2.1 DEFINITION UND CHARAKTERISTIKA DER MORTGAGE-BACKED SECURITY 27
4.2.2 ARTEN VON MBS 30
4.2.2.1 Pass-Throughs 30
4.2.2.2 CMOs 34
4.3 DER MBS MARKT 39
4.3.1 DAS MARKTVOLUMEN 39
4.3.2 HANDEL, SETTLEMENT UND CLEARING 41
5. DIE BEWERTUNG VON MBS 44
5.1 ALLGEMEINE BEMERKUNGEN 44
5.2 SCHLÜSSELPARAMETER DES POOLS 45
5.3 MODELLIERUNG DER KREDITAUSFÄLLE 47
5.3.1 STATISCHE MODELLE 47
5.3.2 ÖKONOMETRISCHE MODELLE 49
5.4 DIE MODELLIERUNG DER VORZEITIGEN RÜCKZAHLUNGEN 51
5.4.1 STATISCHE MODELLE 52
5.4.2 ÖKONOMETRISCHE MODELLE 54
5.5 BEWERTUNGSMETHODOLOGIEN 57
5.5.1 DIE CASH FLOW RENDITE 59
5.5.2 DER OPTION ADJUSTED SPREAD 60
5.5.2.1 Die Zinsszenarien 61
5.5.2.1 Die Modellierung der zinsabhängigen Cash Flows 63
5.5.2.3 Der OAS- bzw. Preisfindung 64
5.5.3 EFFEKTIVE DURATION UND EFFEKTIVE KONVEXITÄT 66
5.5.4 DER GESAMTERTRAG 67
6. EINE BEURTEILUNG VON MBS 69
6.1 DIE INVESTOREN PERSPEKTIVE 69
6.2 DIE EMITTENTEN PERSPEKTIVE 72
6.3 DIE GESAMTWIRTSCHAFTLICHE PERSPEKTIVE 75
7. SECURITISATION IN EUROPA 79
7.1 ALLGEMEINE ENTWICKLUNG 79
7.1.1 FEHLENDE ANREIZE 80
7.1.2 RECHTLICHE UND REGULATORISCHE HINDERNISSE 81
7.1.3 MARKTSEGMENTIERUNG 82
7.2 SECURITISATION IN GROßBRITANNIEN 83
7.3 SECURITISATION IN DEUTSCHLAND 85
7.4 SECURITISATION IN ÖSTERREICH 89
7.4.1 MBS IN ÖSTERREICH 89
7.4.2 DER PFANDBRIEF 91
7.4.2.1 Das Konzept des Pfandbriefs 91
7.4.2.1 Der Pfandbriefmarkt 94
7.4.3 MBS VERSUS PFANDBRIEFE: EIN VERGLEICH 97
8. ZUSAMMENFASSUNG 101
ANHANG: MBS BEWERTUNGSBEISPIEL 103
1. ZIEL UND ANNAHMEN DES BEWERTUNGSBEISPIELS 103
2. BEWERTUNG DER BEISPIEL-MBS 104
2.1 DIE ZINSSZENARIEN 104
2.2 DIE MODELLIERUNG DER ZINSABHÄNGIGEN CASH FLOWS 106
2.3 DIE PREISFINDUNG 109
LITERATURVERZEICHNIS 111

Automatisiert erstellter Textauszug:

Im Laufe der Zeit machte man entscheidende Fortschritte bei der Bestimmung der Zusammenhänge zwischen der Zahlungsausfallsrate und verschiedenen Variablen. Aufgrund dieser Erkenntnisse lassen sich ökonometrische Modelle zur Abschätzung der Kreditausfälle erstellen. Wichtig dabei ist die Identifikation der erklärenden Variablen bzw. die Bestimmung deren Wirkungsweise auf die Kreditausfallsrate. Eine gute Möglichkeit ist der Rückgriff auf das Know-How der Rating Agenturen, die ja bei der Bonitätsbeurteilung der MBS auch das Poolkreditrisiko abschätzen müssen. Deren Methodologie kann übernommen werden. In diesem Zusammenhang soll auf die in Fallbeispiel 2 von Standard & Poor’s verwendete Indikatoren zur Bestimmung des Kreditrisikos einzelner Darlehen verwiesen werden. In einer umfassenden Studie identifizierten Bendt/Ramsey/Fabozzi eine relativ geringe Anzahl von berücksichtigungswürdigen Parameter. Entscheidende Bedeutung hat das Belehnungsverhältnis (LTV). Je höher dieses ist, desto höher ist die Ausfallswahrscheinlichkeit. Sowohl das ursprüngliche Belehnungsverhältnis als auch das laufende Belehnungsverhältnis dienen als Indikatoren. Besteht eine zweite Hypothek auf die Immobilie so verdoppelt sich das Ausfallsrisiko unabhängig vom Belehnungsverhältnis. Auch das Alter spielt eine wichtige Rolle. Die Studie kommt zu einer ähnlichen Erkenntnis wie jene, die dem SDA Modell zugrunde liegt. Auch das Verhältnis von [...]

durchschnittlichen Kreditausfallsraten von Pools mit ähnlichen Charakteristika wie der zu analysierende. Es wurde eine über die gesamte Laufzeit konstante Rate, die Constant Default Rate (CDR), angewendet, die die jährlichen Verluste durch Kreditausfälle in Prozent des ausstehenden Nennwerts angab. Eine Weiterentwicklung war das von der Bond Market Association eingeführte Standard Default Assumption (SDA) Modell. Empirische Beobachtungen hatten ergeben, dass die Ausfälle am Anfang der Laufzeit relativ gering waren, dann langsam anstiegen und ab einem gewissen Zeitpunkt wieder fielen. Erklärbar ist dieses Phänomen damit, dass sich Schuldner anfangs für das Darlehen qualifizieren müssen. Sind sie nicht qualifiziert, wird das Darlehen auch nicht vergeben. Daher können anfangs auch nahezu alle Schuldner ihren Verpflichtungen nachkommen, erst wenn es mit der Zeit bei manchen zu einer Veränderung der finanziellen Lage kommt, steigt die Zahl der Zahlungsausfälle. Mit der Zeit wird die ausstehende Darlehenssumme im Verhältnis zum Immobilienwert immer geringer, der Schuldner hat folglich bei Säumigkeit und Zwangsversteigerung immer mehr zu verlieren. Daher geht die Zahlungsausfallsrate auch zurück. Das SDA Basisszenario beginnt mit einer Rate von 0,02% jährlich mit einer Steigerung von 0,02% in jedem darauffolgenden Monat bis es im dreißigsten Monat das Plateau von 0,6% erreicht. Nach sechzig Monaten reduziert sich die Rate wieder um 0,0095% jedes Monat bis sie im hundertzwanzigsten Monat 0,03% erreicht und auf diesem Niveau konstant bleibt. Höhere bzw. niedrigere Kreditausfallsszenarien werden mit Prozentwerten in Relation zum Basisszenario angegeben. 250 SDA bedeutet somit, dass nach dreißig Monaten ein Plateauwert von 1,5% jährlich erreicht wird und diese Rate nach hundertzwanzig Perioden auf 0,075% zurückfällt.134 Abbildung 14 stellt drei SDA Szenarien dar. CDR und SDA werden auch heute noch als Konventionen für die Angabe von Kreditausfallsraten, die man aus ökonometrischen Modellen erhält, verwendet. Der Nachteil der statischen Modelle ist, dass sich Hypothekenpools hinsichtlich der für die Bestimmung von Kreditausfallsraten notwendigen Schlüsseleigenschaften, nie gänzlich decken. Die Anwendung von in der Vergangenheit beobachteten Kreditausfallsraten auf neue Pools führt daher zwangsläufig zu Fehleinschätzungen. [...]

Die Modellierung der Kreditausfälle soll nur relativ kurz behandelt werden, weil sie beim Großteil der MBS für die Anlageentscheidung eigentlich nicht relevant ist. Der überwiegende Teil der MBS trägt die Garantie von Fannie Mae, Freddie Mac oder Ginnie Mae. Der Investor in Agency MBS ist von etwaigen Kreditausfällen somit nicht betroffen, denn diese werden durch die Garantie abgedeckt und wirken damit wie eine vorzeitige Rückzahlung. Auch private MBS werden in der Regel so kreditverbessert, dass sie ein Triple A Rating erhalten. Triple A beurteilte Wertpapiere sind auch unter sehr ungünstigen ökonomischen Bedingungen nicht von Kreditausfällen betroffen, das Kreditrisiko ist damit ziemlich vernachlässigbar. Die Notwendigkeit der Abschätzung von Zahlungsausfällen verbleibt damit der kleinen Gruppe von risikobereiten Investoren, die bspw. in eine Junior Tranche investieren, die als First Loss Papier dient. [...]

Arbeit zitieren:
Loimayr, Alexander April 2002: Mortgage-Backed Securitisation, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kapitalmarkt, Verbriefung, Hypothek, CMO, OAS

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