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Mohn, Schnee und Fische

Kommentierte Übersetzung des Textes "Plaudereien eines Gastes am Tianshan" von Hong Liangji (1746-1809)

Mohn, Schnee und Fische
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Ulrich Merholz
  • Abgabedatum: Mai 1996
  • Umfang: 123 Seiten
  • Dateigröße: 7,4 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Freie Universität Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2901-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2901-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2901-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Merholz, Ulrich Mai 1996: Mohn, Schnee und Fische, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Lokalhistorie, Verbannung, Qing-Zeit, Xinjiang, Chinesisches Beamtentum

Magisterarbeit von Ulrich Merholz

Einleitung:

Die Idee der Übersetzung und Kommentierung eines prosaischen Textes von Hong Liangji (1746-1809) entstand während meiner Beschäftigung mit seiner Biographie. Schon bevor er ein hohes Amt bekleidete, war er als Literat, Kommentator klassischer Werke und Geograph weithin bekannt. Er war mit vielen berühmten und wichtigen Personen seiner Zeit zusammengekommen, hatte etliche Werke veröffentlicht. Er verfolgte den klassischen Weg eines konfuzianischen Gelehrten und wurde, wie viele berühmte Köpfe vor ihm, ebenfalls einmal in seiner Karriere verbannt: in den noch nicht lange Zeit vorher (wieder-)eroberten Fernen Westen Chinas, in eine Region, die immer Unruhe und Unsicherheit für die chinesischen Herrscher bereit gehalten hatte.

Mich interessierte, wie ein chinesischer Gelehrter diesen Bruch in seinem Leben und diese Erfahrung reflektieren und die neue Umgebung wahrnehmen würde. Was beobachtete der Geograph, wie lebte und womit beschäftigte sich der Konfuzianer, etc.. Zur Befriedigung meiner Neugier hatte Hong glücklicherweise einige Schriften über sein Exil in dieser zu jener Zeit wenig erforschten Gegend hinterlassen (alle nach seiner Rückkehr aus der Verbannung verfasst), die ich zu verstehen suchte. Bisher hatte noch niemand eine komplette Übersetzung dieser Texte geliefert, es tauchten immer nur Teile, etwa zu geographischen oder administrativen Aspekten, in verschiedenen sinologischen Werken auf. Doch zum Verständnis, wie ein Scholar der mittleren Qing-Zeit sich mit einer solchen Extremsituation auseinandersetzte, können Hongs kurze Texte durchaus beitragen. Deshalb liefere ich in dieser Arbeit eine kommentierte Übersetzung des am detailreichsten seinen Aufenthalt in Ili beschreibenden Werkes, Tianshan kehua (Plaudereien eines Gastes am Tianshan), in dem er sowohl seine Beobachtungen diese Gegend betreffend, als auch seine Gefühle in dieser ungewohnten Situation, die sich in den Gesprächen mit den dort getroffenen Menschen offenbaren, darlegt. Der Text hat eine unklare Gliederung, was die Interpretation insgesamt erschwert, da biographische oder historische Zusammenhänge oftmals über den Kontext nicht erschlossen werden können.

Gang der Untersuchung:

Zur Einbettung des Werks in seinen historischen Kontext sind der kommentierten Übersetzung drei einleitende Kapitel vorangestellt. Das erste beschreibt Hong Liangjis Leben und Werk; das zweite Kapitel stellt kurz die Verbannungsregion Ili geographisch und historisch vor. Zur Vermeidung eines längeren Exkurses in der Übersetzung erläutert das dritte Kapitel bereits vorab den Aufbau der damaligen Militärverwaltung in der Grenzregion und die dort initiierte Ansiedlungspolitik.

In den Schlussbemerkungen werde ich versuchen, Hongs Motive für das erst nach seiner Rückkehr aus dem Exil erfolgte Verfassen der „Plaudereien“ zu ergründen, wobei auch der unklare Aufbau des Textes zur Sprache kommen wird. Weiterhin können dann die Schwierigkeiten und Unklarheiten im heutigen Umgang mit dem Werk diskutiert werden, um schließlich eine generelle Einschätzung der Schrift vornehmen zu können.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungen
Vorwort 1
1. Leben und Werk Hong Liangjis 4
a) Biographie 4
b) Werkübersicht 10
2. Erläuterungen zur Region Ili 13
a) Geographisches 13
b) Historisches 15
3. Militärverwaltung und Ansiedlungspolitik in Ili 18
4. Übersetzung des Textes“Tianshan kehua“: „Plaudereien eines Gastes am Tianshan“, verfasst von Hong Liangji, einem Verbannten am Tianshan. 26
Schlussbemerkungen 74
Anhang A 79
Anhang B 90
Glossar der geographischen Namen 105
Bibliographie 107
1. Werkausgaben 107
2. Monographien und Aufsätze 107

Arbeit zitieren:
Merholz, Ulrich Mai 1996: Mohn, Schnee und Fische, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Lokalhistorie, Verbannung, Qing-Zeit, Xinjiang, Chinesisches Beamtentum

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