Möglichkeiten und strategische Wettbewerbsvorteile durch Direktmarketing im Internet
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Barbara Leitner
- Abgabedatum: Mai 2002
- Umfang: 66 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: DDA Direct Marketing Akademie Austria Österreich
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5820-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5820-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5820-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Leitner, Barbara Mai 2002: Möglichkeiten und strategische Wettbewerbsvorteile durch Direktmarketing im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: E-Mail Marketing, CRM, Costumizing, Online Beratung, Zielgruppenselektion
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Diplomarbeit von Barbara Leitner
Einleitung:
Dem One-to-One-Marketing liegt in erster Linie das Ziel zu Grunde, den Umsatzanteil bei einem Kunden (share of customer) zu steigern. Die Steigerung des Marktanteils (share of market) steht dagegen erst an zweiter Stelle. Die Organisation des Unternehmens wird auf die Kunden ausgerichtet, mit dem Ziel, die individuellen Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und gewinnmaximierend zu befriedigen.
Beim klassischen Marketing wird das Ziel fokussiert, in einer definierten Periode (=Produktlebenszyklus) für ein Produkt möglichst viele Käufer zu finden. Anders beim One-to-One-Marketing. Einerseits wird hier versucht, zu einem gegebenen Zeitpunkt (=Kaufakt) einem Kunden möglichst viele Produkte und Dienstleistungen zu verkaufen. Gleichzeitig gilt es, den Kunden als Stammkunden zu gewinnen und über die gesamte Kundenbeziehung hinweg möglichst viele Käufe zu initiieren und so den Gesamtumsatz beziehungsweise den Wert des Kunden für das Unternehmen in einer langfristigen Kundenbeziehung zu optimieren (Customer-Lifetime-Value-Konzept).
Me-Too-Konzepte reichen längst nicht mehr aus - im Gegenteil: Sie sind Gift für den wirtschaftlichen Erfolg und der Todesstoß für jeden Versuch, Kundenbindung aufzubauen! Gefragt ist Differenzierung, nicht Gleichbehandlung, und Mehrwert statt Einheitsbrei. Überraschen Sie Ihre Kunden, übertreffen Sie die Erwartungshaltung. Think different!
Die Kundendatenbank wird zu einer der wichtigsten Ressourcen des Unternehmens.
Heute schon hat das One-to-One-Marketing eine große Bedeutung für einige Branchen erlangt. In einigen Jahren werden nur wenige übrig bleiben, für die das Thema kaum eine Rolle spielt. Darüber hinaus wird der künftige Rückgang traditioneller Formen der Werbung in der Medienbranche zu deutlichen strukturellen Veränderungen führen.
Gang der Untersuchung:
In dieser Arbeit wird zunächst ein Überblick über die Instrumente im klassischen Direktmarketing aufgezeigt. Es folgt ein allgemeiner Überblick über das Medium Internet und die angebotenen Dienste. In diesem Kapitel werden auch schon die Vorteile des Internet im Gegensatz zum klassischen Direktmarketing deutlich.
Der dritte Teil, der Kern dieser Arbeit, führt die vorher erklärten Begriffe Direktmarketing, Internet und E-Commerce/E-Business zusammen und zeigt einzelnen Faktoren, die auf den Erfolg oder Misserfolg einer Direktmarketing Strategie im Internet Einfluss nehmen.
Der Einsatz und die Eignung des Internet als Direktmarketing-Instrument ist zentraler Untersuchungsaspekt in dieser Arbeit. Es gilt Motivations- und Hinderungsfaktoren zu ermitteln, die den Einsatz von One-to-One-Systemen verzögern, beschleunigen oder verhindern.
Ein weiterer Aspekt dieser Arbeit ist das Internet nicht als eine eigenständige Maßnahmen zu betrachten. Die Verknüpfung Call Center und bestehende Filial- oder Vertriebsstrukturen mit dem Internet-Vertriebsweg werden sich nur dann sinnvoll kombinieren lassen, wenn sie für den jeweils gleichen Kunden auch die gleichen Informationen bereithalten. Customer (Relationship) Management wird demzufolge in den Unternehmen stark an Bedeutung gewinnen.
Am Abschluss der Arbeit wird ein Resümee gezogen und in einer Zusammenfassung noch einmal die Vor- und Nachteile erläutert und in einem Ausblick die künftige Entwicklung dargestellt.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Abkürzungsverzeichnis | 4 |
| 2. | Abbildungsverzeichnis | 5 |
| 3. | Vorwort | 6 |
| 4. | Das Direktmarketing | 7 |
| 4.1 | Allgemeines zum Direktmarketing | 7 |
| 4.2 | Überblick über die Instrumente des klassischen Direktmarketings | 8 |
| 4.2.1 | Instrumente mit direktem persönlichen Kundenkontakt | 9 |
| 4.2.2 | Instrumente mit direktem, nicht persönlichen Kundenkontakt | 10 |
| 4.2.3 | Instrumente mit medialem Kundenkontakt | 11 |
| 4.2.4 | Begleitinstrumente des klassischen Direktmarketings | 13 |
| 5. | Das Internet | 13 |
| 5.1 | Allgemeines zum Internet | 13 |
| 5.2 | Entstehung und Entwicklung des Internet | 14 |
| 5.3 | Internet Dienste | 15 |
| 5.3.1 | World Wide Web (WWW) | 15 |
| 5.3.2 | 16 | |
| 5.3.3 | Sonstige Dienste | 17 |
| 5.3.4 | Electronic Commerce | 18 |
| 5.3.5 | Entwicklung des E-Commerce in Österreich | 18 |
| 6. | Direktmarketing im Internet | 20 |
| 6.1 | Möglichkeiten der kommerziellen Nutzung des Internet | 20 |
| 6.2 | Direktmarketing Erfolgsfaktoren im E-Business/E-Commerce | 21 |
| 6.3 | Persönliche Online-Beratung - Kundenservice in Echtzeit | 29 |
| 6.4 | Kundenbindung im Internet - Massnahmen und Erfolgskontrolle | 34 |
| 6.4.1 | Planungsaspekte | 35 |
| 6.4.2 | Zielgruppenselektion | 37 |
| 6.4.3 | Bedarfsermittlung und Mehrwert | 38 |
| 6.4.4 | Kriterien für die Maßnahmenselektion | 39 |
| 6.5 | Zentrale inhaltliche Grundsätze für erfolgreiches Beziehungsmanagement | 39 |
| 6.5.1 | Verschiedene Ebenen der Ansprache | 40 |
| 6.5.2 | Beziehungsmanagement | 42 |
| 6.5.3 | Customizing/Personalisierung | 45 |
| 6.5.4 | Virtual-Communities | 46 |
| 6.5.5 | Bonussysteme | 46 |
| 6.6 | Electronic Mail | 48 |
| 6.6.1 | E-Mail Marketing oder der direkte Dialog mit dem Kunden | 48 |
| 6.6.2 | Permission E-Mail Marketing als Schlüssel zum Erfolg | 49 |
| 6.6.3 | E-Mail Marketing und die Vorteile | 50 |
| 6.6.4 | Advertising Spots in E-Mail Newslettern | 55 |
| 6.6.5 | Adressen generieren durch Advertising Spots am Praxisbeispiel „Cambridge Institute“ | 55 |
| 7. | Database Marketing | 59 |
| 8. | Zusammenfassung | 60 |
| 9. | Literaturverzeichnis | 64 |
Bevor Sie mit der Umsetzung von Maßnahmen beginnen, sollten Sie darüber nachdenken, welche konkreten Ziele Sie eigentlich verfolgen. Klar, Sie wollen loyale Kunden und natürlich nachhaltigen Erfolg. Aber woran messen Sie den Erfolg Ihrer Maßnahmen? Erst wenn Sie konkrete, messbare Ziele definiert haben, ist es sinnvoll, konkrete Maßnahmen auszuwählen und umzusetzen. Ein kleines Beispiel soll dies veranschaulichen. Nehmen Sie an, Sie möchten für Ihren Online-Shop den Absatz von Zubehör und Verbrauchsmaterial an die Kunden steigern, die bei Ihnen einen Drucker gekauft haben. Offenbar kaufen diese Kunden den Drucker bei Ihnen, Toner und Tinte aber bei der Konkurrenz. Eine typische Aufgabenstellung, wenn es um Kundenbindung geht, denn einen neuen Drucker werden Sie an diese Kunden wahrscheinlich erst als Ersatzbeschaffung in einigen Jahren verkaufen. Macht es in diesem Fall Sinn, eine Community aufzubauen, Preisausschreiben zu veranstalten und jedem Kunden eine kostenlose EMail-Adresse anzubieten? Nicht besonders, oder? Auch ein Gütesiegel bringt wenig, denn die Kunden kaufen ja durchaus bei Ihnen ein - nur eben nicht regelmäßig. Dafür könnten Sie mit Soderangeboten, einem informativen Newsletter zu Ihren RecyclingTonerkartuschen, Gutscheinen und einem interaktiven Assistenten punkten, der Ihre Kunden bei der Wahl der richtigen Verbrauchsprodukte unterstützt. Bieten Sie dann auch noch gute Mengenrabatte und eventuell die Möglichkeit einer 48 StundenLieferung auf Rechnung für Online-Bestellungen registrierter Kunden, dann sieht es gar nicht so schlecht aus. Oder Sie vertreiben Industrieklebstoffe - Spezialkleber für ein eng umrissenes Einsatzgebiet. Wieder bringt ein Gütesiegel wenig, denn im Business-to-Business-Sektor muss Vertrauen anderweitig aufgebaut werden. Hier könnte es sich anbieten, ein Portal auf- 35 - [...]
Virtuelle Pressekonferenzen werden bisher nur zaghaft angefragt, sind aber als Ergänzung ein durchaus denkbares Mittel den ein oder anderen Redakteur bequem „mal reinschauen“ zu lassen. Keine langen Anfahrtszeiten, keine Reisekosten, dennoch bekommt Redakteurin und Journalist die vollständigen Informationen in Echtzeit übermittelt. Und mehr noch: das Konferenz-Protokoll ist auch schon drin! Pressekonferenzen via Internet werden gerne eingesetzt wenn es sich um Aktiengesellschaften handelt wie z.B. die Österreichische Brau AG. So können die Amerikanischen Investoren direkt bei den Pressekonferenzen über das Internet teilhaben. Tenovis setzt das Produkt WebContact bereits bei der persönlichen Online Karriereberatung ein. Die Deutsche Postbank AG hat eine personalisierte Beratung rund um das Thema Ausbildung ins Leben gerufen. Mit dem ersten Auszubildenden-Chat „präsentiert sich die Postbank AG als attraktiver Arbeitgeber, der auch im Bereich der neuen Medien mit innovativen Lösungen besonderen Service bietet und als Taktgeber für die ganze Branche steht. Webbasierte Kommunikation ermöglicht Bewerbern den direkten Kontakt zu kompetenten Ansprechpartnern über das Internet. Sie erhalten die benötigten Informationen zum Zeitpunkt des höchsten Interesses und werden individuell und persönlich beraten. [...]
Mehrere Kunden gleichzeitig beraten In der Regel sind jedem Online-Berater bis zu 4 parallele Sessions eingerichtet. Einige wenige Anbieter lassen sich hier jede einzelne parallele Session als Zusatzlizenz vergüten. Der Kern jeder Online Beratungssoftware besteht im Kontaktaufbau und in der Kommunikation zwischen Websitebesuchern (Usern) und Beratern. Entweder der User nimmt mit dem Berater Kontakt auf, indem er auf einen Button klickt auf dem sinngemäß zu lesen ist: „hier geht’s zur live–Beratung“. Dann öffnet sich ein Pop up mit der Kommunikationsschnittstelle. Oder der Berater sendet dem User die Beratungsschnittstelle auf dessen Bildschirm. Eine dritte Möglichkeit ist, dass das Beratungsfenster (Pop up oder Frame) parallel mit dem Betreten der Website auf dem Bildschirm des Users erscheint. In der Regel werden 1:1 Verbindungen zwischen User und Berater initialisiert. Auf dieser Oberfläche können die User und Berater per Text/Tastatur miteinander in Echtzeit kommunizieren. Neben dieser Basisfunktionalität bieten die untersuchten Produkte noch einige Funktionen, um die Kundenkommunikation persönlicher, bequemer, auswertbarer damit nützlicher zu gestalten Funktionen, die fast alle Produkte integriert haben ist das Gesprächsprotokoll, und vorgefertigte Antworten zur Optimierung der Antwortzeiten durch die Berater. Auch die Integration der Kommunikationsoberfläche in das optische Erscheinungsbild der Unternehmenswebsite wird von den Herstellern in unterschiedlicher Weise angeboten. Einige Anbieter stellen diese Anpassung gesondert in Rechnung. Eine wichtige Prämisse in der Kundenbindung ist die Personalisierung. Es gilt die Kontakte zwischen Usern und Beratern persönlicher zu gestalten. Diese Möglichkeit bieten jedoch bisher nur wenige Hersteller beispielsweise durch ein Foto oder durch integriertes WebVideo der Berater an. Zusätzliche Einsatzmöglichkeiten von E-Beratungstools Neben der klassischen Kundenberatung im Online Shop sind für diese Software Tools noch weitere nützliche Anwendungen denkbar. So wird bei www.computerchannel.de bereits aktiv persönliche Nutzerbindung an das Community-Portal betrieben. Fachredakteure geben Auskunft und Hilfestellungen, kommunizieren kundennah und lebendig. Die Kunden danken es mit höchsten Noten in Punkto Service und Nutzen. - 33 - [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832458201
Arbeit zitieren:
Leitner, Barbara Mai 2002: Möglichkeiten und strategische Wettbewerbsvorteile durch Direktmarketing im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
E-Mail Marketing, CRM, Costumizing, Online Beratung, Zielgruppenselektion



