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Möglichkeiten der freiberuflichen Betreuung von Bauwerken nach Fertigstellung im Rahmen eines Facility-Management-Konzeptes

Möglichkeiten der freiberuflichen Betreuung von Bauwerken nach Fertigstellung im Rahmen eines Facility-Management-Konzeptes
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Tobias Schäfer
  • Abgabedatum: Dezember 2002
  • Umfang: 122 Seiten
  • Dateigröße: 22,6 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Mainz Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7104-0
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7104-0 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7104-0 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schäfer, Tobias Dezember 2002: Möglichkeiten der freiberuflichen Betreuung von Bauwerken nach Fertigstellung im Rahmen eines Facility-Management-Konzeptes, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: CAFM, Outsourcing, Human Resources, Gebäudemanagement, Facility Manager

Diplomarbeit von Tobias Schäfer

Einleitung:

Der Begriff „Facility Management“ ist dabei, Eingang in die deutsche Sprache zu finden, denn die Bedeutung von Facility Management in der Bau- und Immobilienwirtschaft ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Die Erkenntnis setzte sich durch, dass während der Nutzung von Gebäuden Kosten anfallen, wie z.B. Versicherungen, Steuern, Gebäudereinigung, Gebäudeunterhalt, Wartung und Instandhaltung technischer Anlagen, Sicherheitsdienste usw., die über die Jahre kumuliert, die Baukosten bei weitem übersteigen. In Amerika wurde die Notwendigkeit einer optimalen Nutzung der Immobilien und Liegenschaften eines Unternehmens bereits in den 70er Jahren erkannt und auch umgesetzt. Die Entwicklung des Facility Managements begann in Deutschland erst Mitte der 80er Jahre. Die deutsche Wirtschaft übersah zunächst die zunehmende Bedeutung von Facility-Management-Konzepten und hat deshalb aus heutiger Sicht auf dem Facility-Management-Markt im weltweiten Vergleich immer noch einen großen Nachholbedarf.

Aufgrund dieser Überlegungen habe ich mich für dieses praxisrelevante Thema für meine Diplomarbeit entschieden: „Die Möglichkeiten der freiberuflichen Betreuung von Bauwerken nach Fertigstellung im Rahmen eines Facility-Management-Konzeptes“. Denn auf ein qualitativ hochwertiges Facility Management wird zukünftig kein „modernes“ Unternehmen mehr verzichten können.

Facility Management dient der effizienten und bestmöglichen Nutzung einer Immobilie über ihre gesamte Lebensdauer: von der Planung, Erstellung und der tatsächlichen Nutzung bis zum Abriss. Diese Arbeit beschäftigt sich insbesondere mit dem Teilgebiet der Nutzung innerhalb des Facility-Management-Konzeptes, das unter dem Begriff des Gebäudemanagements zusammenzufassen ist.

Das Ziel meiner Diplomarbeit ist es, die Entwicklung des Facility Managements und die verschiedenen Möglichkeiten und Formen von Facility-Management-Konzepten auf dem deutschen Wirtschaftsmarkt darzustellen. Aufgrund der vielfältigen, schwierig einzugrenzenden Leistungsgebiete des Facility Managements ist es nicht möglich, alle Bereiche vollständig zu präsentieren. So werden im Rahmen dieser Diplomarbeit die wichtigsten und relevantesten Gebiete vorgestellt.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort I
Inhaltsverzeichnis II-V
A. Einführung in das Facility Management 1
I. Begriffsbestimmung 1
II. Geschichtlicher Hintergrund des Facility Managements 1
1. Entwicklung des Facility Managements in den USA und in Kanada 1
2. Entwicklung des Facility Managements in Deutschland 3
3. Entwicklung des Facility Managements in den Niederlanden 4
III. Definitionen des Facility Managements 4
1. Amerikanische Definition 4
2. Deutsche Definition 4
3. Niederländische Definition 5
IV. Idee des Facility Managements 6
V. Ziele des Facility Managements 6
VI. Wer braucht Facility Management? 8
VII. Vorteile des Facility Managements 9
VIII. Gesamtlebenszyklus einer Immobilie 11
1. Technische Lebensdauer 11
2. Wirtschaftliche Nutzungsdauer 11
IX. Kosten eines Gebäudes 12
X. Ganzheitlicher Ansatz im Facility Management 14
1. Phasen des Facility Managements 14
2. Datenmodell im Facility Management 15
B. Organisatorische Aspekte des Facility Managements 17
I. Informationsmanagement als Basis des Facility Managements 17
1. Computer Aided Facility Management (CAFM) 17
a) Verwaltungsorientierte Anwendungen 19
b) Planungsorientierte Anwendungen 19
c) Ablauforientierte Anwendungen 20
2. Auswertungs- und Analysetools 21
3. Anpassung des CAFM-Systems an das firmeninterne IT-Umfeld 22
4. Anforderungen an die CAFM-Systeme 23
5. Beispiel eines CAFM-Systems 24
6. Nutzen und Einsparpotentiale durch CAFM 24
7. Datenbanken 25
8. Computer Aided Design (CAD) 26
II. Probleme und Gestaltungsmöglichkeiten durch Outsourcing 26
1. Allgemeines 26
2. Vorteile des Outsourcings 27
a) Outsourcing: Sicht des Management 27
b) Outsourcing: Technologie / Risiken 27
c) Outsourcing: Kosten 27
d) Outsourcing: Personal 27
3. Gefahren des Outsourcings 28
4. Alternativen der Leistungsvergabe im Rahmen des Outsourcings 28
a) Inhouse-Outsourcing 29
b) Contract Management 29
c) Total Outsourcing 31
III. Human Resources 32
C. Planungs- und Erstellungsphase 34
I. Nutzerbedarfsanalyse 34
II. Nutzungsflexibilität 34
III. Überwachung der Bauausführungsqualität 35
IV. Übergreifende Kooperation, Koordination und Kommunikation 35
D. Möglichkeiten der Betreuung in der Nutzungsphase 36
I. Strategisches Facility Management 36
1. Beratung 36
2. Planung 36
3. Beschaffung 36
4. Disposition 37
5. Controlling 37
6. Sicherheitsmanagement 38
II. Operatives Facility Management 39
1. Kaufmännisches Gebäudemanagement 41
a) Vertragsmanagement 42
b) Objektbuchhaltung 42
c) Kostenmanagement 42
i) Kostenverrechnungsmethoden 44
ii) Controlling durch Kennwerte und Kennzahlen 45
d) Benchmarking im Facility Management 45
i) Allgemeines 45
ii) Arten des Benchmarkings 46
iii) Umsetzung des Benchmarking-Prozesses 47
e) Portfoliomanagement 48
i) Merkmale des Immobilienportfoliomanagements 49
ii) 5 Stufen des Immobilienportfolios 49
iii) Graphische Darstellung des Liegenschaftsbestandes 50
iv) Nutzen des Immobilienportfoliomanagements 50
f) Umweltmanagement 51
2. Technisches Gebäudemanagement 52
a) Allgemeines 52
i) Technische Betriebsführung 53
ii) Umbau, Sanierung und Modernisierung 54
b) Energiemanagement 55
i) Energiebeschaffung und Energieentsorgung 55
ii) Verbrauchskontrolle und Maßnahmenplanung 56
iii) Anlagenbetriebsführung 57
iv) Nutzungsoptimierung 57
c) Netzwerkmanagement 58
d) Abfallmanagement 59
e) Technische Schulungen (Nutzerinformation) 59
3. Infrastrukturelles Gebäudemanagement 59
a) Allgemeine Dienste 59
b) Gebäudedienste 62
c) Umzugsmanagement 62
4. Flächenmanagement 63
a) Nutzeranforderungen 64
b) Vermieteranforderungen 64
c) Kennzahlen im Flächenmanagement 65
d) Organisation des Flächenmanagement 66
e) Einsatz der CAD-Software 66
III. Faciliy Management bei älteren Gebäuden 67
IV. Stillstandsmanagement 67
E. Abrissphase 70
F. Rechtliche Aspekte des Facility Managements 72
I. Allgemeines 72
II. Wesen und rechtliche Einordnung von Facility-Management-Verträgen 73
1. Dienstvertragsrecht 73
2. Werkvertragsrecht 73
3. Abgrenzung zwischen Dienst- und Werkvertrag 76
4. Gemischte Verträge 76
5. Wichtige Regelungsgehalte der Facility-Management-Verträge 77
a) Leistungsbeschreibung 77
b) Leistungsänderungen 77
c) Vergütung 78
d) Gewährleistung und Haftung 78
e) Mitwirkungspflichten des Auftraggebers 78
f) Vertragsdauer und Kündigung, 78
g) Endschaftsklauseln 79
h) Kosten- und Erfolgskontrolle 79
III. Instandhaltungsverträge: Wartung, Inspektion und Instandsetzung 80
1. Allgemeines 80
2. Anzuwendende Rechtsvorschriften 80
IV. Betreiberverträge/Serviceverträge 81
V. Optimierungsverträge/Performance Contracting 81
1. Allgemeines 81
a) Energielieferungs-Contracting (Anlagen-Contracting) 81
b) Energieeinspar-Contracting 82
G. Markt für Faciliy Management in Deutschland 83
H. Berufsbild des Facility Managers 87
I. Allgemeines 87
II. Aufgaben des Facility Managers 88
1. Planungsphase 88
2. Erstellungsphase 88
3. Nutzungsphase 88
4. Abrissphase 88
III. Ausbildung zum Facility Manager 89
1. Hochschulstudium 89
2. Weiterbildungsmöglichkeiten 91
3. Einkommen 92
I. Chancen für Freiberufler im Bereich des Facility Managements 93
J. Nachwort 95
K. Literaturverzeichnis 96
L. Abbildungsverzeichnis 100

Automatisiert erstellter Textauszug:

Ursachen dieser Leistungsunterschiede werden ermittelt und in einem Bericht, der auch Verbesserungsvorschläge enthält, festgehalten. Genaue und aussagekräftige Kennzahlen sind oberste Priorität, um die Leistung einer Gebäudebewirtschaftung einschätzen zu können. Die Definition der Kennzahlen erfolgt in einem systematisierten Prozess. Beim Benchmarking-Partner werden die Kennzahlen ebenso definiert, um eine Vergleichbarkeit zu ermöglichen.78 Umsetzungsphase In der letzen und wichtigsten Phase erfolgt die Umsetzung der erlangten Erkenntnisse in die Praxis. Diese Phase entscheidet den gesamten Erfolg des BenchmarkingProzesses, da nur eine konsequente Realisierung der Ergebnisse auch zu den gewünschten Verbesserungen in der Gebäudebewirtschaftung führt. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche und effektive Umsetzung ist das Vorherrschen einer Veränderungsbereitschaft unter allen Unternehmensangehörigen. Sowohl das Führungsmanagement als auch das Personal müssen in das Benchmarking-Projekt einbezogen werden, um eine größere Akzeptanz der Umsetzung zu gewährleisten. Die gewonnenen Erkenntnisse dürfen nicht einfach übernommen, sondern müssen an die eigenen betrieblichen Bedürfnisse angepasst werden. Die Überprüfung der erzielten Ergebnisse und der Vergleich der angestrebten Zielen sind die letzten Schritte im Benchmarking-Prozess.79 Benchmarking wird in den nächsten Jahren in der deutschen Wirtschaft mehr an Bedeutung gewinnen. Dabei ist die Entwicklung des direkten und indirekten Benchmarking isoliert voneinander zu betrachten. Direktes Benchmarking bedingt erhebliche Investitionen, setzt in der Regel ein beachtliches Unternehmensvolumen voraus und wird somit wohl eher ein Instrument größerer Konzerne bleiben. Benchmarking ist mittlerweile bei größeren Facility-Management-Anbietern ein fester Bestandteil im Leistungsangebot geworden, was indirektes Benchmarking auch für kleinere und mittlere Unternehmen ermöglicht. Große Datenbanken zeigen einen Vergleich mit anderen Unternehmen auf, ohne unmittelbar mit ihnen in Kontakt zu treten. [...]

Funktionales Benchmarking Funktionales Benchmarking vergleicht das eigene Unternehmen mit einem branchenfremden Partner, indem es ähnliche funktionale Bereiche gegenüberstellt. Dem Vertraulichkeitsproblem kommt hier nur eine geringere Bedeutung zu. Der unmittelbare Vergleich wird allerdings aufgrund unterschiedlicher branchenspezifischer Anforderungen an die Produktionsabläufe und an das Gebäude selbst erheblich erschwert. Ähnlich dem Wettbewerbsbenchmarking wird ein hohes Vertraulichkeitsproblem und enormer Durchführungsaufwand verursacht. Generisches Benchmarking Generisches Benchmarking verspricht den höchsten Lerneffekt und verursacht den größten Aufwand. Die Anwendung im Immobilienbenchmarking fällt allerdings schwer und ist in der Realität kaum umzusetzen. Deshalb wird auf diese aufwendige Benchmarkingart hier nicht weiter eingegangen. iii) Umsetzung des Benchmarking-Prozesses Die Umsetzung des Benchmarking-Prozesses gliedert sich in die drei Phasen:76 Planungsphase Analysephase Umsetzungsphase Planungsphase Hier werden zukünftige Unternehmensziele und Kernprobleme bestimmt. Es gilt festzulegen, welche Gebäudebereiche oder Gebäudekennzahlen später miteinander verglichen werden sollen. Dabei ist es wichtig, Prozesse und Abläufe miteinander zu vergleichen, die auch ein erhebliches Verbesserungspotential beinhalten, um eine uferlose Datensammlung zu verhindern. Ein wichtiger Punkt der Planungsphase ist die Suche nach einem geeigneten Vergleichspartner und die personelle Bestimmung des Projektteams. Dieses stellt dann die als relevant eingestuften Gebäudedaten der beiden Vergleichsunternehmen zusammen. Bei der Wahl des Benchmarking-Partners muss darauf geachtet werden, dass eine unmittelbare Vergleichbarkeit möglich und durchführbar ist. Es ist somit erforderlich, dass die Organisationsstrukturen und Ablauforganisationen eine gewisse Ähnlichkeit aufweisen. Um den Erfolg des Benchmarkings grundsätzlich zu ermöglichen, darf die Wahl selbstverständlich nur auf Unternehmen fallen, die der eigenen Firmenstruktur gleichberechtigt oder überlegen sind. Unternehmen, die in allen Vergleichsbereichen deutlich unterlegen sind, eignen sich nicht als Vergleichspartner. Die Planungsphase ist von zentraler Bedeutung für den Gesamterfolg. Sollte bereits in der Planungsphase mit zu wenig Sorgfalt vorgegangen werden, sind ungenaue und somit unbrauchbare Ergebnisse vorprogrammiert.77 Analysephase Ziel dieser Phase ist die Auswertung der zuvor gesammelten Gebäudedaten, indem die Kennzahlen der beiden Vergleichsunternehmen miteinander verglichen werden. Im Ergebnis zeigen sich Leistungsunterschiede und Verbesserungspotentiale. Die [...]

Jahren angewendet wird – zu internationalisieren. Die Weiterentwicklung leidet allerdings unter „chronischem Mangel“ an den erforderlichen Ressourcen.74 Zur Durchführung eines erfolgreichen Benchmarkings muss ein Unternehmen folgende Voraussetzungen erfüllen: Die Dauer des Benchmarking-Projektes sollte drei Monate nicht überschreiten, da so ein schnellerer Erfolg erzielt werden kann. Alle relevanten Gebäudekennzahlen, Kapazitätsdaten und ein übersichtlicher Kostenrahmen müssen bereits vorhanden sein. Die Ausrichtung des Benchmarking-Projektes sollte sich auf wesentliche Punkte konzentrieren, um eine Unüberschaubarkeit zu meiden. Offene Einstellung des Führungsmanagements und Personals zu Benchmarking ist erforderlich. ii) Arten des Benchmarkings Die Einordnung der Benchmarking-Projekte erfolgt anhand unterschiedlicher Kriterien, z.B. wer mit wem verglichen wird oder was verglichen werden soll. Benchmarking kann in die vier Arten unterteilt werden:75 Internes Benchmarking Wettbewerbsbenchmarking Funktionales Benchmarking Generisches Benchmarking Internes Benchmarking Internes Benchmarking vergleicht innerhalb der eigenen Firma verschiedene autonome Bereiche miteinander. Hauptvorteil dieser Art des Benchmarkings ist der geringe Aufwand, da die Suche nach einem Vergleichspartner beim internen Benchmarking komplett entfällt und dabei auch kein Vertraulichkeitsproblem besteht. Jedoch fällt der Lerneffekt sehr gering aus, da durch internes Benchmarking erkennbare Effizienzdefiziete im eigenen Unternehmen eigentlich schon zu Beginn offensichtlich sind. Wettbewerbsbenchmarking Wettbewerbsbenchmarking vergleicht das eigene Unternehmen mit einem direkten Konkurrenten. Das Lernpotential und die damit verbundenen Verbesserungsmöglichkeiten im Unternehmen liegen auf einem hohen Niveau. Jedoch verursacht Wettbewerbsbenchmarking ein hohes Vertraulichkeitsproblem und einen enormen Durchführungsaufwand. [...]

Arbeit zitieren:
Schäfer, Tobias Dezember 2002: Möglichkeiten der freiberuflichen Betreuung von Bauwerken nach Fertigstellung im Rahmen eines Facility-Management-Konzeptes, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
CAFM, Outsourcing, Human Resources, Gebäudemanagement, Facility Manager

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