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Möglichkeiten der nicht-fluorbasierten wasser- und ölabweisenden Ausrüstung von Textilien in der professionellen Wäscherei

Möglichkeiten der nicht-fluorbasierten wasser- und ölabweisenden Ausrüstung von Textilien in der professionellen Wäscherei
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Wolfgang Weißmann
  • Abgabedatum: März 2004
  • Umfang: 73 Seiten
  • Dateigröße: 2,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Niederrhein Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-9240-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-9240-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-9240-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Weißmann, Wolfgang März 2004: Möglichkeiten der nicht-fluorbasierten wasser- und ölabweisenden Ausrüstung von Textilien in der professionellen Wäscherei, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Reinigung, Silicone, Umwelt, ökologisch, Kleidung

Diplomarbeit von Wolfgang Weißmann

Problemstellung:

Verbindungen, die während des Gebrauchs oder während der Pflege von Textilien wegen des entsprechenden Textilen Anforderungsprofils unerwünscht sind, stellen in diesem Sinne Fremdkörper dar. Ausrüstungen, welche Fremdkörper von der Warenoberfläche abstoßen werden im Rahmen dieser Arbeit dargestellt:

- Hydrophobierung (wasserabweisende Ausrüstung).

- Oleophobierung (ölabweisende Ausrüstung).

Im besonderen werden Phobierungsmittel dargestellt, welche insbesondere in der professionellen Wäscherei ihre Anwendung finden. In der Wäscherei geht es um die Erneuerung der spezifischen Eigenschaften von Berufsbekleidung wie Wetterschutz für Außenberufe oder Chemikalienschutz. Das andere Einsatzgebiet der Phobierungen sind OP-Textilien, die flüssigkeitsdicht und beständig gegen mechanische und chemische Einflüsse sein müssen, aber dennoch atmungsaktiv sind.

Durch die weltweite Einstellung der Produktion des Fluorcarbon-Phobierungsmittels Scotchgard von 3M™ (Minnesota Miners Manufacturing, USA) im Juni 2000 angeregt, diskutiert man über einen möglichen Ersatz. Zu der bekannten ökologischen Bedenklichkeit der Fluorcarbone erkannte man nun auch eine toxikologische Gefährdung.

Im Rahmen dieser Arbeit werden gegenwärtige und zukünftige Möglichkeiten aufgezeigt, die Fluorcarbonausrüstungen ersetzen können. Dabei werden nicht nur ökologisch und toxikologisch unbedenkliche Varianten erwähnt, sondern auch Möglichkeiten, welche zu einer aktiven Kostensenkung beitragen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Aufgabenstellung 1
3. Allgemeine Grundlagen zur Oberflächenspannung 2
3.1 Wie entsteht die Oberflächenspannung 2
3.2 Oberflächenspannung in den Alveolen der Lunge 2
3.3 Oberflächenaktive Substanzen 3
3.4 Messung der Oberflächenspannung 3
3.5 Tropfenformen benetzender und nichtbenetzender Flüssigkeiten 4
4. Physikalische Grundlagen zum Benetzungsverhalten 4
5. Allgemeines zu grenzflächenaktiven Verbindungen 7
6. Phobierungsarten 8
6.1 Hydrophobierung 8
6.2 Oleophobierung 9
7. Prüfverfahren 10
7.1 Wasserabstoßende Eigenschaften 10
7.1.1 AATCC Prüfverfahren (AATCC-Testverfahren 22-1985) 10
7.1.2 Bundesmann-Prüfverfahren 12
7.1.3 Wassersäule nach DIN 20811 13
7.2. Ölabweisende Eigenschaften 13
7.2.1 Oil-Repellency AATCC-Prüfverfahren 13
7.2.2 Oil-Stain-Release AATCC-Prüfverfahren 15
7.2.3 Du Pont Wassertropfen-Test (tm) 15
8. Allgemeines zu textilen Phobierungsmitteln 16
8.1. Einleitung 16
8.2 Phobierungsklassen 16
8.3 Vergleich der Phobierungsmittelklassen 17
9. Konstitution der Phobierungsmittel 18
9.1 Chemische Konstitution der Hydrophobiermittel 18
9.2 Chemische Konstitution der Oleophobierungsmittel 20
10. Historische Entwicklung der Fluorderivate 21
10.1 Fluorderivate auf dem Textilmarkt 22
10.2 Toxikologische Aspekte der Fluorsurfacanten am Beispiel von 3 M(tm) 22
10.3 Toxikologischer Befund von PFOS-Verbindungen 23
10.4 Herstellungsverfahren von Fluorsurfacanten 23
10.5 Umweltrelevante Betrachtungen von Fluorsurfacanten im Allgemeinen 25
10.6 Polytetrafluorethylene 26
10.7 Herstellung der Polytetrafluorethylene 27
10.8 Eigenschaften der Polytetrafluorethylene 28
10.9 Handelsbezeichnung der Tetrafluorethylenprodukte 28
11. Beispiele fluorfreier hydro- und oleophober Applikationsmittel 28
11.1 Paraffine und Wachse 28
11.1.1 Weitere Verwendung von Paraffinen und Wachsen 29
11.2. Pyridiumsalze 30
11.2.1 Allgemeines zu Pyridinium-Verbindungen 30
11.3 Amide 31
11.4 Silicone 32
11.4.1 Allgemeines zu Siliconen 32
11.4.2 Herstellung von Siliconen 34
11.4.3 Einteilung der Silicone 34
11.4.3.1 Siliconöle und deren Verwendung 35
11.4.3.2 Siliconharze und deren Verwendung 35
11.4.3.3 Siliconkautschuke und deren Verwendung 36
12. Imprägnierung in der professionellen Wäscherei 40
12.1 Allgemeines 40
12.2 Spezielle Anforderungen in der Wäscherei am Beispiel von OP-Textilien 41
12.3 Vergleich der speziellen Anforderungen in der Wäscherei 45
12.4 Vorraussetzungen in der Wäscherei 47
12.5 Vorraussetzungen für eine Imprägnierung 49
13. Beispiele industrieller Waschverfahren (nach Henkel-Ecolab(tm)) 50
13.1 Waschverfahren für OP-Microfasertextilien 50
13.2 Waschverfahren für OP-Laminate 51
13.3 Waschverfahren für Arbeitschutzbekleidung am Beispiel von Feuerwehrschutzbekleidung 52
14. Störung der Applikationen 53
14.1 Störung der Applikation durch chemische Einflüsse 53
14.2 Störung der Applikation durch mechanische Einflüsse 53
15. Abwasserverordnung Wäschereien 29.12.98 54
16. Abwasserabgabengesetz 55
17. Die ökologische Verhaltensweise von Fluorchemikalien 57
17.1. Allgemeines 57
17.2. Produktion 57
17.3. Abwasser 58
17.4. Abluft 58
17.5. Arbeitsschutz 58
17.6. Müllverbrennung 59
18. Zukünftige Möglichkeiten einer fluorfreien Ausrüstung am Beispiel Lotus-Effekt(r) 60
18.1. Allgemeines 60
18.2. Erklärung des phobierenden Effektes 61
18.3. Allgemeine Fragen zum Lotus-Effekt(r) 63
19.0 Bewertung der Recherchenergebnisse 64
Quellenangaben 66
Anhang 68

Automatisiert erstellter Textauszug:

Dementsprechend ist eine Unterteilung der Polymeren-Gruppen in nichtfunktionelle undnd in Silicium- oder organofunktionelle Polysiloxane zweckmäßig. Die Silicone können je nach Kettenlänge, Verzweigungsgrad und Substituenten niedrig- bis hochviskos oder fest sein. Sie sind wärmebeständig, hydrophob und gelten in der Regel als physiologisch verträglich (nicht gesundheitsschädlich, vergleiche die Untersuchung an Fischen, im Anhang. ), weshalb sie in den gewerblichen Hautschutz, in die kosmetischen Hautpflege und plastischen Chirurgie Eingang gefunden haben. Niedrigviskose lineare Silicone wie das Dimeticon (siehe oben) werden gegen Meteorismus und Flatulenz sowie bei der Endoskopie eingesetzt. Zum Nachweis von Siliconen sind physikalische Analysenverfahren einsetzbar , z.B. die IRSpektroskopie und die Pyrolyse-Gaschromatographie. Die Massengewichts-Verteilung ist mittels Gel-Permeations-Chromatographie untersuchbar.[10] [...]

Von dem amerikanischen Chemiker F. S. Kipping eingeführte Bezeichnung für eine umfangreiche Gruppe synthetischer polymeren Verbindungen, in denen Silicium-Atome über Sauerstoff-Atome ketten- und/oder netzartig verknüpft und die restlichen Valenzen des Siliciums durch Kohlenwasserstoff-Reste (meist Methyl-, seltener Ethyl-, Propyl-, PhenylGruppen u.a.) abgesättigt sind. Einfache linear-polymere Silicone sind nach dem Schema (R2SiO)x aufgebaut. Die Bez. „Silicon“ wurde von engl.: silicon ketone abgeleitet, da R2SiO als Baueinheit einem Keton der allg. Formel R2C=O entspricht. Diese Analogie ist jedoch rein formal, da eine Si–O-Doppelbindung im Gegensatz zur C–O-Doppelbindung nicht stabil ist. Systemat. werden die S. als Polyorganosiloxane bezeichnet; diese Namensbildung. basiert auf der Benennung der Si–O–Si-Bindung als Siloxan-Bindung und hat sich in der wissenschaftlichen Literatur eingebürgert. Ein Polymer der allgemeinen Formel CH3 H3C Si CH3 O CH3 Si CH3 CH3 O Si CH3 [...]

Verwendung: In der Pflegemittelindustrie zur Herstellung von Selbstglanz-, Schuh- und Fußbodenpflegemitteln, Polituren für Möbel- und Autopflegemittel, in der kosmetischen und pharmazeutischen Industrie zur Herstellung von Salbengrundlagen, Dentalwachsen, Suppositorien, Brillantinen, Epilierwachsen, Lippenstiften, Hautpflegemitteln, in Landwirtschaft- und Nahrungsmittel-Industrie als Trennmittel, Käsewachse, Melkfette, Baumwachse, Wachsberzüge auf Früchten, ferner zur Herstellung von Wachskreiden (Buntstifte), als Schmierstoffe, Korrosionsschutzwachse, in der Druckfarben-Industrie als Scheuerschutzmittel zur Verminderung des Druckabriebs, in der Kunststoff-Ind. als Gleitmittel, ferner in der Lederund Textil-Industrie (z.B. für Batikarbeiten), in der Bleistift- und Elektro-Ind. sowie bei der Herst. von Kerzen, Abguß- und Knetmassen sowie Wachswaren aller Art, für Zündholzimprägnierungen, Verpackungsmaterial, Kohlepapier sowie beim Imprägnieren von Holzfaserplatten. Wachshaltige Präparate kommen in den Handel in Form von Pasten auf, Lösungsmittel.-Basis, rieselfähigen Pulver, Dispersionen in organischen Lösungsmittel, flüssigen oder pastösen Emulsionen mit oder ohne Lösungsmittel, Wachsüberzügen (Papier, Folien), Mischungen mit Kunststoffen oder als Wachsaerosole. [...]

Arbeit zitieren:
Weißmann, Wolfgang März 2004: Möglichkeiten der nicht-fluorbasierten wasser- und ölabweisenden Ausrüstung von Textilien in der professionellen Wäscherei, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Reinigung, Silicone, Umwelt, ökologisch, Kleidung

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