Möglichkeiten der Optimierung des Erlebniswertes im öffentlichen Personennahverkehr
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Bernd Emhart
- Abgabedatum: Dezember 1994
- Umfang: 171 Seiten
- Dateigröße: 9,7 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3375-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3375-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3375-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Emhart, Bernd Dezember 1994: Möglichkeiten der Optimierung des Erlebniswertes im öffentlichen Personennahverkehr, Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Bernd Emhart
Einleitung:
In der heutigen Zeit ist das Thema Stadtverkehr in aller Munde. Durch den steigenden Pkw-Bestand, die zunehmende Freizeit aufgrund verkürzter Arbeitszeiten und den Drang zu mehr Mobilität bewegen sich in den Städten so viele Pkws wie noch nie zuvor. Die Konsequenzen sind eine zunehmend stärker belastete Umwelt und für die Menschen, die in der Stadt leben, ein zunehmender Verlust der Lebensqualität. Ebenso leiden die Zeugen vergangener Zeiten, die Denkmäler, unter der steigenden Luftbelastung. Umdenken ist angesagt, jedoch nicht durch den Verzicht auf die Mobilität, sondern lediglich auf den Pkw. Die Alternative heißt öffentlicher Personennahverkehr (OPNV).
Jedoch wird diese Alternative von den Bürgern häufig nicht beachtet, da sie über das Leistungsangebot des OPNV nicht genügend informiert sind oder ihn im Gegensatz zum Pkw als nicht attraktiv genug betrachten.
Hier setzt auch das Thema dieser Arbeit an: "Möglichkeiten der Optimierung des Erlebniswertes im öffentlichen Personennahverkehr".
Die Erlebniswertvermittlung ist eine strategische Stoßrichtung des Marketing und zielt auf die Gefühle der Konsumenten. Sie findet ihren Ursprung in den gesellschaftlichen und medienspezifischen Veränderungen. Im kommerziellen Marketing wird diese strategische Ausrichtung schon seit ein paar Jahren erfolgreich angewendet und wird insbesondere auf gesättigten Märkten als neue Zauberformel beschworen. Es sollen Produkte, Einkaufsstätten und Dienstleistungen mit speziellen Erlebniswerten gekoppelt werden, die einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität der Konsumenten leisten.
Das Ziel dieser Arbeit soll es sein, diese Strategie auf Nahverkehrsunternehmen zu übertragen, um sie dadurch konkurrenzfähig zum Pkw zu machen bzw. ihren Marktanteil auszubauen. Dazu müssen die Marketinginstrumente der Nahverkehrsunternehmen nach diesem Konzept ausgerichtet werden, damit sie ein eigenständiges und unverwechselbares Image beim Kunden aufbauen können. Um dieser Geschlossenheit Rechnung zu tragen wird die Erlebniswertstrategie in einem Nahverkehrsunternehmen als eine erlebnisorientierte Corporate Identity-Strategie verstanden, mittels der eine einheitliche und geschlossene Positionierung des Unternehmens bei den Kunden erzielt werden soll.
Gang der Untersuchung:
Da die Erlebniswertstrategie noch eine relativ junge Strategie ist und deshalb der näheren Erklärung bedarf, soll sie im ersten allgemeinen Teil der Arbeit, in dem die Erlebniswertstrategie im kommerziellen Marketing dargestellt wird, sehr ausführlich behandelt werden.
In Kapitel II werden die Grundlagen der Erlebniswertvermittlung beschrieben, die diese strategische Ausrichtung unterstützen und auch notwendig machen. Dazu zählen vor allem der Wandel der gesellschaftlichen und individuellen Werte sowie eine immer stärker zunehmende Marktsättigung und eine vermehrte Bildkommunikation und Informationsüberlastung.
Im Abschnitt III wird zunächst eine Definition der Begriffe Emotionen, Erlebniswert und Lebensqualität vorgenommen sowie die Generierung von Erlebnissen vorgestellt, bevor die Instrumente der Erlebniswertstrategie, die Kommunikation, Produktgestaltung und Ladengestaltung eingehend behandelt werden. Der Schluß dieser Einführung bildet ein kurzes Resümee über die Erlebniswertstrategie im kommerziellen Marketing.
Das sich daran anschließende Kapitel IV. beschäftigt sich mit der Situation des ÖPNV. Mittels einer Situationsanalyse werden die umweltspezifischen Rahmenbedingungen, seine Stärken und Schwächen gegenüber dem Pkw festgestellt sowie die Wünsche und Vorstellungen der Bevölkerung an den ÖPNV beschrieben. Aus den eruierten Daten werden mit der Hilfe einer Chancen-/ Risikenanalyse potentielle Gefahren und Gelegenheiten der Nahverkehrsunternehmen für die Zukunft abgeleitet.
Zu Beginn des Kapitels V. wird eine kurze Einführung in die erlebnisorientierte Corporate Identity-Strategie gegeben, um das Verständnis der Corporate Identity zu verbessern. Daran anschließend wird der Einsatz der erlebnisbetonten Corporate Identity-Instrumente in Nahverkehrsunternehmen (ergänzt durch bereits bestehende und eigene Beispiele) beschrieben.
Im Abschlußkapitel VI wird die Anwendung der Erlebnisorientierung im Nahverkehr kurz gewürdigt und ein Ausblick für die Zukunft des ÖPNV gewagt.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Tabellenverzeichnis | VIl | |
| Abkürzungsverzeichnis | VIII | |
| I. | Einleitung | 1 |
| II. | Grundlagen der Erlebniswertstrategie | 4 |
| 1. | Allgemeine Entwicklungstendenzen | 5 |
| 2. | Wertewandel | .5 |
| 2.1 | Definition und Abgrenzung des Begriffs "Wert" | 5 |
| 2.2 | Tendenzen des Wertewandels | |
| 3. | Marktsättigung | .10 |
| 4. | Zunehmende Informationsüberlastung | 11 |
| 5. | Zunehmende Bildkommunikation | 11 |
| III. | Erlebniswertstrategien als Möglichkeit zur Erzielung von Wettbewerbsvorteilen im kommerziellen Marketing | 13 |
| 1. | Einführung | 14 |
| 2. | Vermittlung emotionaler Erlebniswerte | 15 |
| 2.1 | Definition und Merkmale von Emotionen | 15 |
| 2.2 | Definition der Begriffe "Erlebniswert" und „Lebensqualität“ | 15 |
| 2.3 | Ziele der Erlebniswertvermittlung | 16 |
| 2.4 | Generierung geeigneter Erlebnisse zum Aufbau eines unverwechselbaren Erlebnisprofils | 17 |
| 3. | Instrumente der emotionalen Erlebniswertvermittlung | 19 |
| 3.1 | Erlebniswertvermittlung mittels Kommunikation | 20 |
| 3.1.1 | Erlebnisbetonte Werbung | 22 |
| 3.1.1.1 | Emotionale Konditionierung als Sozialtechnik der Erlebniswertvermittlung | 22 |
| 3.1.1.2 | Anmerkungen zur emotionalen Konditionierung | 23 |
| 3.1.1.3 | Wirkungsmodalitäten (Reize) der Erlebniswertvermittlung in der Werbung | 24 |
| 3.1.1.3.1 | Einsatz von Bildern | 24 |
| 3.1.1.3.2 | Verbale Erlebniswertvermittlung | 26 |
| 3.1.1.3.3 | Nonverbale Erlebniswertvermittlung | 27 |
| 3.1.2 | Erlebnisorientierte Verkaufsgespräche | 28 |
| 3.1.2.1 | Der Verkaufsvorgang als sozialer Prozeß | 28 |
| 3.1.2.2 | Einsatz verbaler und nonverbaler Reize zur Erlebniswertvermittlung | 30 |
| 3.1.2.2.1 | Verbale Erlebniswertvermittlung | 30 |
| 3.1.2.2.2 | Nonverbale Erlebniswertvermittlung | 31 |
| 3.1.3 | Event-Marketing | 32 |
| 3.2 | Erlebniswertvermittlung mittels Produktgestaltung | 33 |
| 3.2.1 | Instrumente der erlebnisbetonten Produktgestaltung | 33 |
| 3.2.2 | Erlebnisbetonte Produktqualität | 34 |
| 3.2.3 | Erlebnisbetonte Markenbildung | 35 |
| 3.2.4 | Erlebnisbetontes Produktdesign | 36 |
| 3.2.5 | Erlebnisbetonte Verpackung | 39 |
| 3.2.6 | Kombinierter Einsatz von objektiven Produktvorteilen mit emotionalen Erlebniswerten | 40 |
| 3.3 | Erlebnisorientierte Ladengestaltung | 41 |
| 3.3.1 | Ausgangssituation für den Handel | 41 |
| 3.3.2 | Ergebnisse der Konsumentenforschung | 42 |
| 3.3.3 | Ergebnisse der Umweltpsychologie | 43 |
| 3.3.4 | Gestaltungsbereiche der erlebnisorientierten Ladengestaltung | 44 |
| 3.3.4.1 | Das Ladenlayout | 45 |
| 3.3.4.2 | Space Utilisation | 45 |
| 3.3.4.3 | Interior Design | 47 |
| 3.3.4.4 | Exterior Design | 48 |
| 3.3.5 | Probleme der erlebnisorientierten Ladengestaltung | 49 |
| 4. | Zusammenfassung und kritische Würdigung der Erlebniswertstrategie | 50 |
| IV. | Situationsanalyse des öffentlichen Personennahverkehrs | 52 |
| 1. | Definition und Merkmale des ÖPNV | 53 |
| 2. | Die Situation des ÖPNV | 54 |
| 2.1 | Umweltanalyse | 54 |
| 2.2 | Stärken und Schwächen des ÖPNV gegenüber dem MIV | .57 |
| 2.3 | Wünsche und Vorstellungen der Bevölkerung an den ÖPNV . | 59 |
| 3. | Chancen und Risiken des ÖPNV für die Zukunft | 60 |
| V. | Erlebnisorientierte Corporate Identity-Strategie als möglicher Ansatz zur Steigerung der Attraktivität des OPNV | 63 |
| 1. | Corporate Identity | 64 |
| 1.1 | Definition des Begriffs "Corporate Identity" | 64 |
| 1.2 | Ziele der Corporate Identity | 64 |
| 1.3 | Instrumente der Corporate Identity | 66 |
| 1.4 | Sinn einer erlebnisorientierten Corporate Identity im ÖPNV | 67 |
| 2. | Unternehmenszweck und Unternehmensgrundsätze bzw. Leitsätze der öffentlichen Nahverkehrsunternehmen | 68 |
| 3. | Positionierung von Nahverkehrsunternehmen durch die Instrumente der erlebnisorientierten Corporate Identity | 69 |
| 4. | Erlebniswertvermittlung mittels Corporate Communications (CC) | 70 |
| 4.1 | Erlebnisbetonte Werbung | 70 |
| 4.1.1 | Werbung zwischen Emotion und Information | 70 |
| 4.1.2 | Beachtung verschiedener Zielgruppen und Wegezwecke | 73 |
| 4.1.3 | Beispiele für erlebnisbetonte Werbemaßnahmen | 75 |
| 4.2 | Erlebnisorientierte Public Relations (PR) | 77 |
| 4.3 | Kombinierte Maßnahmen zur Multiplikation der Kommunikationswirkungen | .81 |
| 5. | Erlebniswertvermittlung mittels Corporate Design (CD) | 85 |
| 5.1 | Erlebnisbetontes Grafik-Design | 86 |
| 5.2 | Erlebnisbetontes Objekt-Design | 88 |
| 5.2.1 | Fahrzeuggestaltung | 88 |
| 5.2.2 | Bauliche Gestaltung | 96 |
| 5.2.2.1 | Gestaltung von Haltestellen im Oberflächenverkehr | 96 |
| 5.2.2.2 | Gestaltung von U-Bahnhaltestellen und Verknüpfungspunkten | 103 |
| 5.2.2.2.1 | Gestaltung von U-Bahnhaltestellen | 103 |
| 5.2.2.2.2 | Gestaltung von großen Verknüpfungspunkten | 106 |
| 5.3 | Kooperationsmaßnahmen und Serviceangebote | 109 |
| 6. | Erlebniswertvermittlung mittels Corporate Behavior (CB) | 112 |
| 6.1 | Erlebnisorientierte Ausrichtung des Mitarbeiterverhaltens im Kundenverkehr | 112 |
| 6.2 | Einsatz von erlebnisbetonten Verkaufstechniken im Kunden-Center | 113 |
| VI. | Schlußbetrachtung | 116 |
| Anhang | 119 | |
| Literaturverzeichnis | IX | |
| Versicherung | XXVII |
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http://www.diplom.de/ean/9783832433758
Arbeit zitieren:
Emhart, Bernd Dezember 1994: Möglichkeiten der Optimierung des Erlebniswertes im öffentlichen Personennahverkehr, Hamburg: Diplomica Verlag
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