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Möglichkeiten des Interneteinsatzes zur Anbahnung und Pflege von Kundenbeziehungen

Zwischen Erstversicherern und Privatkunden

Möglichkeiten des Interneteinsatzes zur Anbahnung und Pflege von Kundenbeziehungen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Felix Georgi
  • Abgabedatum: September 2001
  • Umfang: 98 Seiten
  • Dateigröße: 706,5 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Köln Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4588-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4588-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4588-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Georgi, Felix September 2001: Möglichkeiten des Interneteinsatzes zur Anbahnung und Pflege von Kundenbeziehungen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: E-Commerce, E-CRM, E-Business, B-2-C, Versicherung

Diplomarbeit von Felix Georgi

Einleitung:

Die durch das Internet ermöglichte Digitalisierung und die somit realisierbare Optimierung von (Teil-)Geschäftsprozessen wird zunehmend an Bedeutung gewinnen, darin ist sich die Wirtschaftspresse einig. Dabei beeinflußt die zunehmende Durchdringung des Internets als neue Infrastruktur nicht nur Privathaushalte, sondern in gleichem Maße bestehende Unternehmens-, Markt- und Wirtschaftsstrukturen. Mittlerweile sind davon sämtliche Unternehmensprozesse und Funktionsbereiche betroffen. Dadurch bedarf es einer Modifizierung der bestehenden Regeln und Strukturen, woraus eine neue Wirtschaftsordnung hervorgeht: das Internet-Business. Es gilt nun, die konkreten Auswirkungen der neuen Infrastruktur und vor allem die damit verbundenen Möglichkeiten, insbesondere im Hinblick auf die Versicherungsbranche, zu untersuchen.

Es gibt viele Bereiche, in denen das Internet in der Beziehung zu den Partnern des Versicherungsunternehmens (VU) wie z.B. Privat- und Industriekunden, Anspruchsteller, Vermittler, Rückversicherer, externe Dienstleister z.B. Schadennetze, Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer, E-Procurement-Lieferanten, oder beteiligte Versicherer bzw. Rückversicherer eingesetzt werden kann. Auch innerhalb des Unternehmens oder Konzerns eröffnet die Internettechnologie viele Einsatzmöglichkeiten, nicht nur im Bereich der innerbetrieblichen Kommunikation.

Diese Arbeit soll die vielfältigen Möglichkeiten des Interneteinsatzes aufzeigen, die insbesondere zur Anbahnung und Pflege von Kundenbeziehungen anwendbar sind. Dabei widmet sie sich ausschließlich der Betrachtung des Interneteinsatzes zwischen Erstversichererungsunternehmen und deren Privatkunden oder Interessenten.

Nach einer grundsätzlichen Einführung in das Thema Internet-Business und dessen Verknüpfung zur Versicherungsbranche, werden im zweiten Abschnitt die konkreten Einsatzmöglichkeiten des Internets, in Bezug auf den ermittelten Ist-Stand aufgezeigt. Die Potentiale, die sich aus deren Umsetzung ergeben können, werden im folgenden dritten Abschnitt erläutert. Nach der Betrachtung der rechtlichen Rahmenbedingungen im vierten Abschnitt endet die Arbeit mit einer Schlußbetrachtung.

Inhaltsverzeichnis:

1. VORWORT 5
2. GRUNDLAGEN 7
2.1 BEGRIFFE DES INTERNET-BUSINESS 7
2.1.1 Das Internet 7
2.1.1.1 Entstehung 8
2.1.1.2 Technik / Dienste 9
2.1.1.3 Zahlen 13
2.1.2 E-Business / E-Commerce 16
2.2 ENTWICKLUNG DER INTERNETNUTZUNG DURCH VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN 19
2.2.1 E-Marketing 22
2.2.2 E-Business 23
2.2.3 E-Commerce 24
2.2.4 Neue Geschäftsmodelle 26
2.2.5 Virtuelle Unternehmen 26
3. MÖGLICHKEITEN DER INTERNETNUTZUNG 28
3.1 IST-ZUSTAND 28
3.1.1 Geschäftsprozesse 30
3.1.2 Zugangswege 32
3.2 MÖGLICHKEITEN 35
3.2.1 Beratung 37
3.2.1.1 Informationen 38
3.2.1.2 Tarifrechner / Bedarfsberechnung 39
3.2.1.3 Agenturverzeichnis 40
3.2.1.4 Call-Back / Online-Chat 41
3.2.1.5 Softwareagenten / Avatare 44
3.2.1.6 Mobile Business 47
3.2.1.7 Portale / Unternehmensportale 49
3.2.2 Abschluss 51
3.2.2.1 Direktabschluß online 53
3.2.2.2 Internetmotivierter Abschluss beim Außendienst 56
3.2.2.3 Rückwärts-Auktionen 57
3.2.2.4 Annex-Vertrieb 58
3.2.2.5 Aggregatoren / Intermediäre / Cybermediaries 58
3.2.3 Vertragsbearbeitung 60
3.2.3.1 Formulare 60
3.2.3.2 Homeinsuring 61
3.2.4 Schaden 62
3.2.4.1 Online-Schadenmeldung 63
3.2.4.2 Online-Schadenservice 65
3.2.4.3 Schadennetzwerke 66
4. NUTZENPOTENTIALE 68
4.1 MARKETING 68
4.1.1 Kundenbindung durch Kundenzufriedenheit 69
4.1.2 Customer Relationship Management 71
4.1.3 One-to-One Marketing 72
4.2 EINSPARUNGSPOTENTIALE 73
4.2.1 Beratung 74
4.2.2 Abschluss 75
4.2.3 Vertragsbearbeitung 75
4.2.4 Schaden 76
4.3 PUBLIC RELATIONS 77
5. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN 79
5.1 ÜBERBLICK 79
5.2 SIGNATURGESETZ 80
5.3 DATENSCHUTZ 81
5.3.1 Bundesdatenschutzgesetz 81
5.3.2 Teledienstedatenschutzgesetz 82
5.2.3 Verschlüsselung 83
6. SCHLUSSBETRACHTUNG 86
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 88
ABBILDUNGSVERZEICHNIS 90
LITERATURVERZEICHNIS 91
ERKLÄRUNG 97

Automatisiert erstellter Textauszug:

- 51 deutschen Assekuranz, erkennen kann. Aufgrund dieser Tatsachen bietet ein neuer Vertriebskanal auf der einen Seite die Chance, einer erhöhten Produktion und trotz eventueller Umsatzeinbußen in den klassischen Vertriebskanälen einen im Endeffekt positiven Saldo. Auf der anderen Seite befürchten die Vermittler, durch den Verkauf „ihrer“ Produkte per Internet - womöglich sogar zu einem günstigeren Preis - Kunden zu verlieren und damit weniger zu produzieren und damit weniger zu verdienen. Die bisher wider Erwarten niedrigen Zahlen im Bereich des Online-Vertriebes liegen sicher an einer Vielzahl von Faktoren, die die Versicherungsunternehmen und auch deren Kunden verunsichern. Diese einschränkenden Aspekte werden allerdings in letzter Zeit seitens der Europäischen Union zumindest in den Bereichen der rechtlichen Einschränkungen des Versicherungsvertragsabschlusses per Internet sukzessive abgebaut (siehe Kapitel 5.1. Überblick). Trotzdem sind noch einige Widerstände zu bewältigen. Vor allem die deutschen Serviceversicherer mit ihren großen unternehmensgebundenen AO sehen sich unüberwindbaren Vertriebskanalkonflikten gegenüber. Weitere Beschränkungen bestehen durch die Notwendigkeit schwerwiegender organisatorischer und strategischer Veränderungen. Möchte sich ein Versicherer des Direktvertriebes per Internet bedienen, gelingt das nicht einfach durch die bloße Übertragung des bisherigen Vertriebssystems auf das neue Medium. Vielmehr muß ein völlig neues Vertriebsmodell entwickelt werden.126 „Der Vertrieb über das Internet verlangt nach einer grundlegenden Neuausrichtung der Prozesse und Strukturen sowie einer Neubewertung und gegebenenfalls einer Weiterentwicklung vorhandener Produkte und Marken.“ Zu diesem Ergebnis kommt auch die Unternehmensberatung Roland Berger & Partner in einer Ende 1998 durchgeführten Analyse.127 Die per Internet vertriebenen Produkte müssen darüber hinaus an die avisierten Zielgruppen (siehe z. B. Kapitel: 2.1.1.3. Zahlen) angepaßt bzw. modifiziert oder sogar neu entwickelt werden. Gerade in den elektronischen Märkten dürften sich innovative Produkte als notwendig erweisen.128 Damit eine Produktidee im E-Commerce langfristig Erfolg hat und die Marktanteile nicht gefährdet werden, obliegt es dem Versiche- [...]

3.2.1.7. Portale / Unternehmensportale Ein Portal112 ist eine Webseite, die für den Nutzer als Einstiegsseite ins Internet dienen soll. Dabei muß es sich nicht um das Portal des Zugangs-Providers113 handeln. Der Portalanbieter versucht dabei, einen möglichst hohen Traffic zu generieren, also eine möglichst hohe Anzahl der Besucher auf der Webseite zu erreichen, um dementsprechend hohe Werbegelder zu erhalten. Dies kann er durch die Bereitstellung von Informationen und Nachrichten, Suchmöglichkeiten nach Inhalten im Internet, Verknüpfungen (Links), Gewinnspiele, Dienste wie z. B. kostenlose E-Mail-Adressen, Staumeldungen, Routenplaner etc. erreichen114. Diese Mehrwerte sind für den Surfer kostenlos. Ursprünglich waren vor allem Suchmaschinen115 als Webportale ausgelegt. Seit einiger Zeit entstehen jedoch immer häufiger Themen-Portale, auch Produktportale oder Point-of-Sales-Portale116 bzw. High Interest Websites“117 genannt, die Informationen und Angebote zu einem bestimmten Themenschwerpunkt gebündelt anbieten. [...]

- 47 Mobile-Internet ist eigentlich nicht speziell dem Bereich Beratung zuzuordnen. Vielmehr kann sich das sogenannte M-Business auch über alle anderen Bereiche hinweg etablieren, sei es z. B. zur selbständigen Datenänderung oder zur Schadenmeldung. Betrachtet man allerdings das momentane Angebot im Bereich der mobilen Internetnutzung, so stellt man fest, daß die Interaktionsmöglichkeiten zumindest in der Versicherungsbranche noch sehr begrenzt sind. Daher erscheint die systematische Einordnung des Themas in den Bereich der Beratung am sinnvollsten. Die Versteigerung der UMTS105-Lizenzen (Universal Mobile Telecomunications System) durch einige europäische Staaten hat das Mobile Business ins Rampenlicht der Wirtschaft gerückt. Was mit SMS (Short Messaging Service)106 und WAP (Wireless Application Protocol )107 begann, wird sich, unterstützt durch erheblich schnellere, breitbandige Übertragungstechnologien wie eben die UMTS-Technologie, auch auf mobile Transaktionen bzw. Interaktionen ausweiten. Der Nutzer hat per WAP, später auch per UMTS, die Möglichkeit, über ortsunabhängige Endgeräte wie z. B. Smartphones, Pager oder Personal Digital Assistants (PDAs), auf das Internet zuzugreifen. Dies funktioniert, wenn auch momentan mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 9,6 Kbits pro Sekunde noch sehr langsam und durch kleine Bildschirme eher unübersichtlich, ähnlich wie beim WWW. Auch hier besteht die Möglichkeit individualisierbare Portale einzurichten (siehe unten, Kapitel 4.2.1.8. Portale).108 Das WAP konnte allerdings die optimistischen Erwartungen nicht erfüllen. Die meisten Kunden und Produzenten von Telekommunikationstechnologien, aber auch mögliche Anbieter von M-Business warten momentan auf die Einführung des UMTSStandards. Dieser könnte schon eher geeignet sein, solch optimistische Prognosen wie die des Investment Brokers Merill Lynch zu erfüllen, daß „bereits im Jahr 2003 ungefähr die Hälfte der Web-Kontakte mobil (...) erfolgen.“109 [...]

Arbeit zitieren:
Georgi, Felix September 2001: Möglichkeiten des Interneteinsatzes zur Anbahnung und Pflege von Kundenbeziehungen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
E-Commerce, E-CRM, E-Business, B-2-C, Versicherung

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