Möglichkeiten der Integration von E-Learning beim Wissensmanagement im Bereich der Qualifizierung des Verkaufsaußendienstes
Dargestellt am Beispiel des Versicherungsunternehmens Signal Iduna Gruppe
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Norbert Wigand
- Abgabedatum: September 2001
- Umfang: 78 Seiten
- Dateigröße: 2,0 MB
- Note: 3,0
- Institution / Hochschule: AKAD Rendsburg, Hochschule für Berufstätige Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5007-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5007-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5007-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Wigand, Norbert September 2001: Möglichkeiten der Integration von E-Learning beim Wissensmanagement im Bereich der Qualifizierung des Verkaufsaußendienstes, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Knowledge, Personalentwicklung
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Diplomarbeit von Norbert Wigand
Einleitung:
Ein junger Ansatz der unternehmerischen Ressourcensteuerung in der Wirtschaftslehre ist das Wissensmanagement. Jedoch ist Wissen ein Begriff, der verschiedene Vorstellungen, Ansätze und Methoden umfaßt.
Von zahlreichen Autoren wird seit den 80er Jahren nach Lösungen gesucht, mit denen man Wissen in Unternehmen wirksam und nachhaltig steuern kann. Kein Zweifel besteht daran, daß die Ressource Wissen, welche sich als Einzige im Gebrauch vermehren kann, die Einzigartigkeit eines Unternehmens begründet. Damit erlangt sie für die Unternehmen und deren zukünftige Marktchancen eine besondere Bedeutung. In unserer heutigen Wissensgesellschaft werden Produkte und Dienstleistungen immer wissensintensiver, so wird Wissen zu einem wichtigen Wirtschafts- und Wettbewerbsfaktor.
Die drei klassischen Produktionsfaktoren Boden, Arbeit und Kapital werden durch Wissen als vierten Produktionsfaktor ergänzt. Daher stellt sich als zukünftige Hauptaufgabe an die Unternehmen, diesen Wert in Bezug auf die Mitarbeiter zu entwickeln, effektiv zu nutzen und zu bewahren. Eine große Herausforderung an die Mitarbeiter ist ihre Wandlung zu Wissensmitarbeitern. Somit besteht die Notwendigkeit, einen systematischen Umgang mit der Ressource Wissen zu erzeugen. Standardkonzepte existieren jedoch keine, vielmehr muß Wissensmanagement auf jedes Unternehmen individuell zugeschnitten werden.
In der allgemeinen unternehmerischen Praxis wird Wissen als Managementgröße seit Mitte der 90er Jahre zunehmend akzeptiert. Eine eindeutige Definition und Zielsetzung ist aber nicht gegeben. Nach der Brancheneinschätzung des Verfassers sieht es auch in der deutschen Versicherungswirtschaft vergleichbar aus.
Als vorrangige Ziele in der Versicherungswirtschaft werden nach einer Umfrage von KPMG Consulting „die Bereitstellung von Vertriebsinformationen“ und die „Erhöhung der Qualifikation der Mitarbeiter“ bezeichnet. Bezugnehmend auf die Thematik der vorliegenden Arbeit wird der Qualifizierung des Vertriebsaußendienstes somit eine Schlüsselfunktion beim Wissensmanagement zugeteilt.
In den Großunternehmen der Versicherungsbranche sind über die Hälfte der Projekte, auf Grund der strategischen Bedeutung und der Investitionssumme, Vorstandsprojekte. In vielen Unternehmen wird als neues strategisches Unternehmensziel ein effektives Wissensmanagement festgeschrieben. Sollte das Thema aktiviert werden, würde sich zur Realisierung eine Vorgehensweise anbieten, die ihre Keimzelle im traditionellen Fachbereich der Aus- und Weiterbildung hat. Das hier vorhandene Know-how könnte so genutzt und weiterentwickelt werden.
Da der Verfasser als Ausbilder (Trainer) in eben diesem Fachbereich für die Mitarbeiterzielgruppe Verkaufsaußendienst tätig ist, liegt es nahe, die Ausarbeitung auf diesen Bereich zu konzentrieren.
Ziel dieser Arbeit ist es, ein Rahmenkonzept für das Wissensmanagement mit dem Instrument des E-Learnings im Bereich der Qualifizierung des dezentralen Verkaufsaußendienstes zu entwickeln.
Gang der Untersuchung:
Ausgangspunkt sind die Beschreibungen der beiden grundlegenden Themen Wissensmanagement und E-Learning. Darauf aufbauend sollen diese beiden Themenfelder aus primär betriebswirtschaftlicher und organisatorischer Sicht miteinander verknüpft werden. Das Konzept prüft die Möglichkeit, ob die selbständigen Außendienstpartner unabhängig von ihrem Standort in Deutschland in die Lage versetzt werden können, vom jeweiligen Agenturbüro aus und über die zentralen Präsenzseminare hinaus, interaktiv zu lernen und zu kommunizieren. Am Ende des Konzeptes steht die Beurteilung, inwieweit das E-Learning ein wirksames Instrument zur Qualifizierung des Verkaufsaußendienstes darstellt. Der zu erarbeitende theoretische Hintergrund und die Bewertung des Konzeptes im Rahmen einer Nutzwertanalyse könnten den Ausgangspunkt für eine Vorstandsvorlage bilden, um damit operativ an der Unternehmensstrategie, wie in Kapitel 3.1.3 beschrieben, anzuknüpfen. Um die Zielsetzung zu erreichen, gliedert sich diese Arbeit hauptsächlich in die Beschreibung der Ausgangssituation des Unternehmens (Kapitel 3), sowie in die beiden Hauptkapitel Grundlagen (Kapitel 2) und Konzeption (Kapitel 4).
Kapitel 2 beschreibt die theoretische Basis. Der Begriff des Wissens wird definiert und im Sinne der Arbeit abgegrenzt. Anschließend wird kurz der in der Wirtschaftslehre etablierte „klassische Kreislauf des Managements“ vorgestellt. Von diesem Kreislauf ausgehend wird die theoretische Grundlage zur Entwicklung eines „Kreislauf des Wissensmanagements“ gelegt. Es folgt die Aufstellung eines Anforderungsprofiles für das Wissensmanagement zur Bewertung in der Konzeptionsphase. Das Kapitel schließt mit der Beschreibung der Grundlagen des E-Learnings. Um das Verständnis für eine E-Learning-Plattform zu erleichtern, werden die technischen Aspekte kurz herausgearbeitet, aber bei der Konzeptionierung nicht weiter vertieft.
In Kapitel 3 erfolgt nach der theoretischen Auseinandersetzung die Darstellung der Ausgangssituation im Unternehmen. Um dem Leser die Orientierung zu erleichtern, werden die Unternehmensziele kurz beschrieben und für die Aus- und Weiterbildung definiert. Abschließend erfolgt eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes.
Kapitel 4 ist ganz der Konzeption gewidmet. Auf der Grundlage der theoretischen Überlegungen im 2. Kapitel und der unternehmerischen Ausgangslage im 3. Kapitel werden die Soll-Szenarien (Handlungsalternativen) entwickelt. Anschließend findet eine Bewertung der Handlungsalternativen statt, sowie eine Betrachtung der Integrationsmöglichkeiten einer E-Learning-Plattform bei den einzelnen Wissensbausteinen des Kreislaufs des Wissensmanagements.
In Kapitel 5 zeigt der Verfasser Realisationsmöglichkeiten und offen bleibende Probleme auf. Daraus resultiert ein Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungen | III | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Ausgangssituation für die Arbeit | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung | 3 |
| 1.3 | Aufbau | 3 |
| 2. | Theoretische und begriffliche Grundlagen | 5 |
| 2.1 | Die Definitionen von Wissen | 5 |
| 2.1.1 | Grundelemente des Wissensbegriffes | 6 |
| 2.1.2 | Wissen in Organisationen | 8 |
| 2.1.3 | Managen von Wissen | 11 |
| 2.2 | Der „klassische“ Kreislauf des Managements | 15 |
| 2.3 | Der Kreislauf des Wissensmanagements und die Wissensbausteine in Unternehmen | 16 |
| 2.3.1 | Wissensziele | 18 |
| 2.3.2 | Wissensidentifikation | 20 |
| 2.3.3 | Wissenserwerb | 20 |
| 2.3.4 | Wissensentwicklung | 22 |
| 2.3.5 | Wissens(ver)teilung | 23 |
| 2.3.6 | Wissensnutzung | 24 |
| 2.3.7 | Wissensbewahrung | 24 |
| 2.3.8 | Wissensbewertung | 26 |
| 2.4 | Die Anforderungen an ein effizientes Wissensmanagement | 27 |
| 2.5 | Die Grundlagen des E-Learnings | 29 |
| 2.5.1 | Begriffliche Überlegungen | 29 |
| 2.5.2 | Technologische Grundlagen | 31 |
| 2.5.3 | Stärken und Schwächen | 35 |
| 2.5.4 | Anwendungsfelder | 37 |
| 3. | Ausgangssituation | 40 |
| 3.1 | Das Versicherungsunternehmen SIGNAL IDUNA Gruppe | 40 |
| 3.1.1 | Konzernstruktur | 41 |
| 3.1.2 | Vertriebsstruktur | 42 |
| 3.1.3 | Unternehmensziele | 44 |
| 3.1.4 | Bereich Personalentwicklung Aus- und Weiterbildung | 44 |
| 3.1.5 | Abteilung Ausbildung Versicherungsfachmann / -frau Verkaufsaußendienst | 48 |
| 3.2 | Die Ansätze von Wissensmanagement in der Ausbildung Versicherungsfachmann /-frau | 49 |
| 3.2.1 | Analysemethode | 49 |
| 3.2.2 | Bestandsaufnahme der Ausgangssituation | 50 |
| 4. | Konzeption | 54 |
| 4.1 | Die Ziele des Wissensmanagements in der Ausbildung des Verkaufsaußendienstes | 54 |
| 4.2 | Die Handlungsalternativen in der Ausbildung des Verkaufs Außendienstes | 55 |
| 4.2.1 | Präsenzseminare | 55 |
| 4.2.2 | E-Learning-Plattform | 56 |
| 4.2.3 | Hybride Lernumgebung | 56 |
| 4.3 | Die Bewertung der Handlungsalternativen | 56 |
| 4.4 | Die Empfehlung zur Konzeption | 59 |
| 5. | Schlußbetrachtungen und Ausblick | 59 |
| 5.1 | Realisationsmöglichkeiten | 59 |
| 5.2 | Offene Probleme | 60 |
| 5.3 | Ausblick auf zukünftige Entwicklungen | 61 |
| 6. | Zusammenfassung der Erkenntnisse | 61 |
| Literaturverzeichnis | 63 |
Open Distance Learning Dieses Lernangebot richtet sich in erster Line an einzelne Mitarbeiter. Vom Lernenden können Lerninhalte und Lernziele selbst bestimmt werden. Daher ist über eine Datenbank (siehe asynchrone Medien, online Datenbanksysteme) ein modularer Aufbau in Form von Computer-based-Training (CBT) oder Web-based-Training (WBT) gegeben. Eine Kommunikation auf sozialer Ebene ist nicht vorgesehen91. Teletutoring Die besonderen Merkmale des Teletutoring sind das getaktete Versorgen der Lernenden mit Lernmaterial und Lernaufgaben, die Rolle des Teletutors als Moderator und die Möglichkeit zum Lernen in Lerngruppen. Es wird dabei die Form der asynchronen Kommunikation (siehe asynchrone Medien) genutzt92. Teleteaching Die besonderen Merkmale des Teleteaching sind die synchrone Kommunikation (siehe synchrone Medien) und die Wissensvermittlung mit hoher Anlehnung an die [...]
Eine E-Learning-Plattform stellt dem Lernenden eine professionelle Unterstützung in Form eines Teletutors (Online-Tutors) zur Verfügung. Ein Teletutor ist ein speziell ausgebildeter Trainer für das E-Learning und kann jeder Zeit über die verschiedenen Kommunikationsmedien (siehe Kapitel 2.5.2) online, d. h. mit Netzverbindung, in Anspruch genommen werden.. Trosch und Bickmann beschreiben die Aufgabenstellung des Teletutors folgendermaßen: Da der Lernende sich nur bis zu einem gewissen Punkt eigenständig Wissen aneignen kann, unterstützt ihn jederzeit ein Teletutor indem er Aufgaben stellt und den Lernenden begleitet. Der Tutor macht sich gleichzeitig ein Bild vom Lernfortschritt und kann in schwierigen Phasen den Lernenden motivieren87. Im Verlauf der Arbeit werden zur besseren Lesbarkeit die Begriffe E-Learning, Präsenzseminar und Teletutor durchgehend gebraucht, auch wenn in den Quellen die beschriebenen synonymen Ausdrücke Verwendung finden. 2.5.2 Technologische Grundlagen Die technologischen Möglichkeiten der Bereitstellung einer E-Learning-Plattform erfolgt auf Basis des Internets oder eines firmeninternen Intranets. Das Internet ist ein autonomes, weltweit dezentrales Netzwerk von Computer- und Datennetzen. Zur Übertragung von Daten kann es ortsunabhängig über Telefonleitungen aus Unternehmen heraus und vom heimischen Arbeitsplatz aus angewählt werden88. [...]
Nach der Definition von Back kann E-Learning begriffen werden „ ... als Lernen, das mit Informations- und Kommunikationstechnologien unterstützt bzw. ermöglicht wird. Wichtig ist, daß die Technologien mit dem Lernprozeß selbst unmittelbar verbunden sind und nicht nur rudimentäre Hilfsmittel darstellen.“82 E-Learning hat sich nach ihrer Meinung inzwischen im Sprachgebrauch etabliert. Da auch die Publikationen in aktuellen Fachzeitschriften und die Produkthersteller83 der SoftwarePlattformen vermehrt diesen Begriff verwenden, hat der Verfasser diesen Ausdruck für die vorliegende Arbeit übernommen. List und Godehardt benutzen in ihren Studien den Begriff Teleteaching im Sinne von E-Learning. Nach ihrer Begriffsbestimmung bezeichnet Teleteaching „ (...) alle Unterrichtsformen, die eine räumliche Trennung von Unterrichtenden (Lehrer, Dozenten) und Unterrichteten (Schülern) vorsieht. Als wesentliches Merkmal des Teleteaching ist dessen interaktive Komponente anzusehen, d. h. die synchron („online“) stattfindende Kommunikation zwischen (...) Lerngruppe und Tutor(en).“84 Es finden sich in der Literatur noch eine Anzahl anderer Begriffe, die sinngemäß einen vergleichbaren Inhalt wie E-Learning und Teleteaching belegen, aber durchaus unterschiedliche Facetten beleuchten85. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832450076
Arbeit zitieren:
Wigand, Norbert September 2001: Möglichkeiten der Integration von E-Learning beim Wissensmanagement im Bereich der Qualifizierung des Verkaufsaußendienstes, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Knowledge, Personalentwicklung



