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Möglichkeiten und Grenzen von Unternehmensportalen und deren Bedeutung für die interne und externe Kommunikation

Möglichkeiten und Grenzen von Unternehmensportalen und deren Bedeutung für die interne und externe Kommunikation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Mona Deußen
  • Abgabedatum: Juli 2003
  • Umfang: 82 Seiten
  • Dateigröße: 1,9 MB
  • Note: 2,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Düsseldorf Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7214-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7214-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7214-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Deußen, Mona Juli 2003: Möglichkeiten und Grenzen von Unternehmensportalen und deren Bedeutung für die interne und externe Kommunikation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Intranet, Extranet, Internetauftritt, Portale, Stakeholder-Ansatz

Diplomarbeit von Mona Deußen

Einleitung:

Portale schaffen einen Zugang, einen Eingang zu Elementen die dahinter liegen. Im Sinne eines Internet-Basierten Portals, wie z. B. das Unternehmensportal, sind diese Elemente Informationen. Im privaten und im geschäftlichen Leben bilden sie die Grundlage jeder Aktivität. Informationen werden empfangen, verarbeitet, verändert, analysiert, bereitgestellt und kommuniziert. Sie tragen so zur Entscheidungsfindung in allen Bereichen bei. In alltäglichen Situationen ist der Mensch sich häufig gar nicht darüber bewusst, dass er ständig Entscheidungen auf Grundlage von Informationen fällt. Zum Beispiel im Supermarkt ist mit jedem zusätzlichen Produkt im Einkaufswagen eine Entscheidung für genau dieses Produkt getroffen worden. Unbewusst wurden Informationen über diese Art des Produkts abgewogen und letztendlich wurde das Eine ausgewählt.

Aber häufig müssen Entscheidungen getroffen werden, bei denen die benötigten Informationen an anderen, verschiedenen Orten gespeichert sind und erst verfügbar gemacht werden müssen. Auf die verschiedenen Unternehmensbereiche übertragen bedeutet dies, dass außer bei Produkten des alltäglichen Bedarfs viele Kunden vor und nach einer Kaufentscheidung umfassende Informationen und eine intensive Beratung zu dem Produkt wollen. Auch der Informationsfluss zwischen einem Unternehmen und seinen anderen Bezugsgruppen muss bestehen, damit sichere Entscheidungen getroffen werden können. Neben der Sicherstellung des Informationsflusses, wird auch hier eine Bereitstellung von adäquaten Informationen erwartet.

Mitarbeiter müssen in Unternehmen tagtäglich viele wichtige Entscheidungen treffen. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, sollten alle verfügbaren und relevanten Informationen dem Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Doch genau dies ist häufig nicht der Fall. Oft muss lange und mühsam an verschiedenen Orten und mit Hilfe verschiedenster Medien danach gesucht werden, ohne dass am Ende Sicherheit besteht, dass alle im Unternehmen verfügbaren und externen Informationen zu diesem Thema gefunden worden sind.

Auf den Punkt gebracht, besteht in allen Bereichen eines Unternehmens folgende Herausforderung, nämlich der richtigen Person am richtigen Ort zur richtigen Zeit, in der richtigen Art und Weise die gewünschte Information verfügbar zu machen. Geschieht dies, können verschiedene Wettbewerbsvorteile wie z. B. effizientere Prozessabläufe, Kostenreduzierung und Umsatzsteigerung daraus gewonnen werden. Dies zu realisieren ist die Hauptaufgabe des Wissensmanagement.

Das Intranet, das Extranet und das Internet sind die technischen Möglichkeiten, mit denen bisher versucht wurde dieser Forderung nachzukommen. Doch treten bei diesen Lösungen verschiedene Probleme auf, die einer optimalen Informationsversorgung im Wege stehen. Eine Weiterentwicklung dieser drei Komponenten stellt das Unternehmensportal dar. Es verbindet die Stärken dieser drei Bereiche und versucht die Schwächen zu minimieren. Das Unternehmensportal macht alle verfügbaren Informationen an einer Schnittestelle für alle Stakeholder in einer individualisierten Art und Weise verfügbar. Darüber hinaus unterstützt es die interne und externe Unternehmenskommunikation, so dass auch der Informationsfluss und die Generierung neuer Ideen gefördert werden. Das hört sich zunächst an wie eine ideale Lösung, doch bietet das Unternehmensportal auch nur begrenzte Möglichkeiten.

Im Rahmen dieser Arbeit wird die oben beschriebene Problematik aufgegriffen und erläutert. Dabei wird zunächst ein notwendiger Einblick in die allgemeine Portalthematik bezüglich ihrer Charakteristika gewährt, um eine Vorstellung zu bekommen, wie der Name „Portal“ in diesem Zusammenhang entstanden ist, und wie Unternehmensportale in die verschiedenen Klassifizierungsmöglichkeiten einzuordnen sind.

Anschließend wird die Entwicklung der Unternehmensportale aufgezeigt. Dabei werden die Grundproblematik und die Möglichkeiten und Grenzen von Intranet, Extranet und Internet in diesem Zusammenhang näher erläutert, um ein komplexes Bild der Notwendigkeit von Unternehmensportalen generieren zu können.

Auf dieser Grundlage wird der Kern der Arbeit, d.h. die Möglichkeiten und Grenzen von Unternehmensportalen, herausgearbeitet und dadurch aufgezeigt, wie die angesprochene Problematik mit ihrer Hilfe gelöst werden könnte. Nachdem auf diese Art und Weise eine komplexe Vorstellung von Unternehmensportalen geschaffen wurde, wird im darauf folgenden Kapitel die Bedeutung für die interne und externe Kommunikation von den Möglichkeiten und Grenzen der Unternehmensportale abgeleitet.

Im Anschluss wird ein Ausblick bezüglich der zukünftigen Entwicklung der Unternehmensportale gewährt. Schließlich werden die gesammelten Erkenntnisse in einem Fazit zusammenfassend dargestellt.

Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass in dieser Arbeit die sehr umfangreiche technische Seite der Unternehmensportale nur ansatzweise besprochen werden kann. Eine ausführliche Behandlung dieses Bereichs würde den vorgegebenen Umfang der Arbeit übersteigen. Vielmehr soll hier die theoretische Idee des Unternehmensportals vorgestellt werden. Die technische Realisierung wird dabei weitestgehend unterstellt. Im selben Maße stellt die rechtliche Seite z. B. bezüglich des Publizierens von Informationen und des elektronischen Handels einen gesonderten Teil dar, auf den ebenfalls aus Platzgründen nicht näher eingegangen wird. Ziel dieser Arbeit ist es, die theoretischen Möglichkeiten und Grenzen von Unternehmensportalen für Unternehmen herauszuarbeiten und die Konsequenzen für die externe und interne Unternehmenskommunikation abzuleiten.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
I. EINLEITUNG 1
II. CHARAKTERISTIKA VON PORTALEN ALLGEMEIN 4
1. Grundlagen 4
2. Klassifizierung von Portalarten 4
2.1 Horizontales Portal 5
2.2 Vertikales Portal 6
2.3 Weitere Klassifizierungsmöglichkeiten 7
2.4 Zusammenfassung 8
III. ENTWICKLUNG VON UNTERNEHMENSPORTALEN 9
3. Das „Business Problem“ und der Stakeholder-Ansatz 9
3.1 Die erste Teil-Lösung - Das Intranet 11
3.1.1 Möglichkeiten des Intranet 11
3.1.2 Grenzen des Intranet 12
4. Die zweite Teil-Lösung - das Extranet 14
4.1 Möglichkeiten des Extranet 14
4.2 Grenzen des Extranet 15
5. Die dritte Teil-Lösung - das Internet 15
5.1 Möglichkeiten des Internet 15
5.2 Grenzen des Internet 16
6. Zusammenfassung 16
IV. MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN VON UNTERNEHMENSPORTALEN 17
7. Definition von Unternehmensportal 17
8. Möglichkeitenvon Unternehmensportalen 18
8.1 Die Leistungsmerkmale 18
8.2 Beispiele 25
8.3 Gründe für die Einführung eines Unternehmensportals 27
9. Grenzen von Unternehmensportalen 35
9.1 Wann lohnt sich der Einsatz eines Unternehmensportals? 35
9.2 Kosten 36
9.3 Personalressourcen 37
9.4 Sicherheit 39
9.5 Zeit 40
10. Zusammenfassung 41
V. DIE BEDEUTUNG VON UNTERNEHMENSPORTALEN FÜR DIE INTERNE UND EXTERNE KOMMUNIKATION 42
11. Abgrenzung - interne vs. externe Kommunikation 43
11.1 Ziele und Zielgruppen 43
11.2 Interne Kommunikation 43
11.3 Externe Kommunikation 44
11.4 Traditionelle Instrumente 45
12. Bedeutung von Unternehmensportalen für die interne Kommunikation 46
12.1 Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation 46
12.2 Kommunikation der Mitarbeiter untereinander 47
12.3 Kommunikation des Unternehmens mit den Mitarbeitern 49
12.4 Identifikation und Loyalität der Mitarbeiter mit dem Unternehmen 51
12.5 Der gesicherte geschäftsrelevante Informationsfluss 52
12.6 Zusammenfassung 53
13. Bedeutung von Unternehmensportalen für die externe Kommunikation 54
13.1 Kundenzufriedenheit 54
13.2 Bekanntheit und Image des Unternehmens 57
13.3 Abgrenzung von der Konkurrenz 58
13.4 Unterstützung des Verkaufs 59
13.5 Beziehungen zu Geschäftspartnern 60
13.6 Zusammenfassung 60
VI. Ausblick 61
VII. Fazit 63
Quellenverzeichnis 65

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Kosten sind zugleich die größte Hürde und die größte Möglichkeit die ein Unternehmensportal bietet. Die Kostenersparnis ist der am häufigsten genannte Grund für die Einrichtung eines Unternehmensportals, doch zugleich ist das Budget für den Auf- und Ausbau eine der größten Grenzen.85 Die Anschaffung der benötigten Hard- und Software und Schulungsmaßnahmen bedarf finanzieller Ressourcen, die aufgebracht werden müssen, bevor das Portal zur Kostenreduktion und einer Erhöhung des ROI (Return on Investment) beiträgt. Laut einer Studie von Cap Gemini Ernst & Young86 wird die Mehrzahl (60%) der Projekte mit einem Budget von weniger als einer halben Million Euro realisiert. Die Kosten für Hardware und Software umfassen dabei die Server Hardware, die Entwicklungs-Software, Networking-Kosten, Software-Lizenzen, zusätzliche Software-Kosten (z. B. für Suchwerkzeuge, Single Sign On, Kollaborationstechniken, Anwendungs-Server, Content-Management u. a.). Die personellen Kosten enthalten die Programmierung, die Portal-Administration, die internen Schulungen, generelle Administration, Unternehmensberatung, u. a.87 Die neuesten Technologien erlauben aber auch ein schrittweises Vorgehen bei der Einrichtung eines Portals. Eine Einführung der Gesamtlösung ist also eventuell gar nicht notwendig, so dass eine Reduzierung der Anfangsinvestitionen möglich ist.88 So könnte z. B. zunächst nur eine Version des Unternehmensportals für die Mitarbeiter konzipiert werden, darauf folgend eine erweiterte Version mit Einbindung der Geschäftspartner, Lieferanten und Investoren und letztendlich eine umfassende Version unter Einbeziehung aller Stakeholder. Ob das jedoch Sinn macht, kann nicht generalisiert werden und muss im Einzelfall untersucht werden. Ein weiterer Kostenaspekt ist die Einbindung so genannter Legacy Systeme (die bisher angewandten IT-Systeme im Unternehmen).89 Für die Einrichtung dieser Systeme wurde bereits viel Geld, Wissen und Zeit investiert. Viele Unternehmen sind skeptisch, ob diese Investitionen durch den Einsatz von Portalen hinfällig und [...]

Nicht für jedes Unternehmen ist es sinnvoll ein Unternehmensportal einzuführen. Die Infrastruktur des Unternehmens spielt dabei eine große Rolle. So macht der Einsatz von Unternehmensportalen erst ab einer bestimmten Unternehmensgröße Sinn. Ein Richtwert sind 50 Mitarbeiter plus x.82 Auch die angestrebte Produktivität innerhalb eines Unternehmens spielt eine Rolle. Lässt sich durch „Struktur und Aufbau eines Portals die Produktivität der Mitarbeiter verbessern, wie etwa durch aktuellere Informationen oder geringeren Recherche Aufwand, lohnt sich die Investition.“83 Wichtig ist es, dass sich nicht alle Unternehmen von dem „Portal-Hype“ anstecken lassen. Nicht für jedes Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern und der Möglichkeit zur Produktivitätssteigerung macht es Sinn, ein Unternehmensportal einzuführen. Eine detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse kann hier Klarheit verschaffen.84 Die soziodemografische Struktur der Stakeholder eines Unternehmens muss ebenfalls analysiert werden. Liegt z. B. das Alter der Belegschaft oder der Kunden deutlich über dem Durchschnitts-Alter von Internet-Benutzern, ist nicht davon auszugehen, dass die Akzeptanz des Portals besonders groß sein wird. Es sollte auch überlegt werden, wie viel Prozent der Mitarbeiter im Endeffekt mit dem Portal arbeiten würden und wie viele keinen Zugang dazu hätten. Ist der zweite Teil sehr groß, kann dies zu innerbetrieblichen Konflikten führen, da dann eine Gruppe der Mitarbeiter besser informiert wäre als die andere. Allgemein gesagt, macht der Einsatz eines Portals vor allem in großen Unternehmen Sinn, da diese am meisten davon profitieren können. [...]

Gemäß der Studie von Cap Gemini Ernst & Young erwarten 42,9% der Unternehmen von Unternehmensportalen eine bessere Einbindung der Zulieferer in die Unternehmenstätigkeit.77 Diese Aufgabe hat bisher das Extranet übernommen. Durch die Einbindung des Extranets in das Unternehmensportal können Bestellungen von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen noch problemloser online erfolgen. Wird der Lieferant in die Prozesskette durch das Portal integriert, kommt die Bestellung beim Lieferanten auf elektronischem Wege an und kann sofort ausgeführt werden. Die Auftragsbestätigung und Rechnungsstellung kann ebenfalls per Email erfolgen. Auch hier ist der Vorteil der Vermeidung von Medienbrüchen gegeben. Fehler werden minimiert und Bestellungen können noch besser „just in time“ erfolgen, da die Zeit für den Postweg und die Bearbeitung wegfällt. In einer erweiterten Variante wird der Bestand der benötigten Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Unternehmen elektronisch erfasst. Der Lieferant bekommt nach dem Einloggen in das Portal die Möglichkeit diese Daten einzusehen, und kann so bei Bedarf neue Ware liefern. Bei dieser Lösung würde also sogar die Bestellung durch das Unternehmen wegfallen und vom Zulieferer selbst durchgeführt werden. Durch dieses Lean-Management (Verschlankung der Prozesse) wird im eigenen Unternehmen Zeit und Geld gespart, auf Seite der Lieferanten wird durch die Kooperationsbereitschaft eine langfristige Geschäftsbeziehung in Aussicht gestellt und so die Einbindung von Zulieferern in das Unternehmen verbessert. 78 [...]

Arbeit zitieren:
Deußen, Mona Juli 2003: Möglichkeiten und Grenzen von Unternehmensportalen und deren Bedeutung für die interne und externe Kommunikation, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Intranet, Extranet, Internetauftritt, Portale, Stakeholder-Ansatz

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