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Möglichkeiten und Grenzen einer Milieuschutzsatzung am Hans-Albers-Platz im Hamburger Stadtteil St. Pauli

Eine qualitative Bedarfsanalyse

Möglichkeiten und Grenzen einer Milieuschutzsatzung am Hans-Albers-Platz im Hamburger Stadtteil St. Pauli
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Rainer Carstengerdes
  • Abgabedatum: Dezember 1996
  • Umfang: 162 Seiten
  • Dateigröße: 13,5 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0827-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0827-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0827-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Carstengerdes, Rainer Dezember 1996: Möglichkeiten und Grenzen einer Milieuschutzsatzung am Hans-Albers-Platz im Hamburger Stadtteil St. Pauli, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Milieuschutz / Soziale Erhaltungssatzung, St. Pauli / Hans-Albers-Platz, Stadt- und Regionalsoziologie, Qualitative Sozialforschung

Diplomarbeit von Rainer Carstengerdes

Gang der Untersuchung:

Bundesdeutsche Kommunen machen seit geraumer Zeit von einer Möglichkeit Gebrauch, die ihnen das Bundesbaugesetz bietet. Der §172 stellt sich als eines der wenigen, wenn nicht das einzige rechtliche Mittel dar, um gegen die Verdrängung alteingesessener Bevölkerungsteile durch einkommens- und/oder statushöhere Bevölkerungsteile aus ihren angestammten (groß-)städtischen Quartieren vorzugehen. Luxusmodernisierungen und die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen sind Teile einer Aufwertungsspirale, die die sowieso schon benachteiligten physisch und symbolisch an die Ränder der Stadt drängen. Die Stadt- und Regionalsoziologie belegt dieses Phänomen in der Bundesrepublik mit dem Begriff der Gentrification. Ich stelle in meiner Diplomarbeit diesen theoretischen Hintergrund im ersten Teil kurz dar.

Der zweite Teil beschäftigt sich mit den Möglichkeiten, die der Paragraph 172 BauGB sowie tangierte weitere Rechtsnormen den Kommunen an die Hand gibt. Allgemeine und spezielle Ziele sowie unterschiedliche Rechtsauffassungen werden dargestellt und diskutiert. Die anschließenden Erfahrungen aus vier Anwenderstädten (Nürnberg, München, Wiesbaden und Hamburg) zeigen die unterschiedlichen Einsatz- und Verwendungsmöglichkeiten, aber auch die praktischen Schwierigkeiten, Erfolge, Möglichkeiten und Grenzen auf.

Im dritten Teil meiner Arbeit beziehe ich diese Ergebnisse auf ein Teilgebiet des hamburger Stadtteils St.Pauli. Die Auswertung von 16 qualitativen Interviews stellt die allgemeine Bedürfnislage der im Erhebungszeitraum dort lebenden Bevölkerung dar und läßt mich im weiteren Verlauf die Möglichkeiten und Grenzen der Aufstellung einer Milieuschutzsatzung in diesem städtischen Teilraum plausibel begründet abschätzen.

Im Anhang der Arbeit befindet sich eine ausführliche Darstellung der Bearbeitung und Auswertung des empirischen Materials. Mit der Verwendung von qualitativen Verfahren der Sozialwissenschaft läßt meine Arbeit die Einstellungen und Bedürfnisse, Wünsche und Bewertungen der BewohnerInnen des Untersuchungsgebietes angemessen zu Wort kommen.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 1
Einleitung 3
TEIL I
1. (Residentielle) Segregation und ihre Ursachen 5
Ursprung und Geschichte der Segregation 5
Hintergründe und Ursachen der Segregation 6
Weltwirtschaftliche Umstrukturierungsprozesse 7
Lokale Politik und Ökonomie 8
Sozialer Wandel 10
Soziale Ungleichheit 10
Gentrification 11
Segmentierung 12
Räumliche Abbildungen - die Zerteilung der Stadt 12
Bewertungen der Segregation 13
TEIL II
2. Die Milieuschutzsatzung nach §172 BauGB 16
Besondere städtebauliche Gründe 17
Die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung 18
a) §1 Absatz 5 BauGB 19
b) Bewährte Bevölkerungszusammensetzung 19
Vorkaufsrecht und Abwendungsvereinbarungen 20
Die wirtschaftliche Unzumutbarkeit und die Enteignung 20
Das Genehmigungsverfahren 22
Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen 22
Einschätzungen 23
3. Erfahrungen aus bundesdeutschen Städten 26
1. Nürnberg 27
Der nürnberger Kriterienkatalog zur Erhaltungssatzung 27
Die Genehmigungspraxis 29
Ausübung des Vorkaufsrechtes 30
Öffentlichkeitsarbeit 31
2. München 31
Indikatoren eines Aufwertungspotentials 32
Indikatoren eines Verdrängungspotentials 33
Die Genehmigungspraxis 34
3. Wiesbaden 35
4. Hamburg 36
Zur Beurteilung des Aufwertungspotentials 37
Zur Beurteilung des Verdrängungspotentials 38
Städtebauliche Folgen 39
Charakteristika/Ergebnisse 39
Der Vollzug 39
5. Möglichkeiten und Grenzen der Milieuschutzsatzung 42
TEIL III
4. Der Stadtteil St.Pauli und das Untersuchungsgebiet 44
1. Soziodemographische Merkmale 47
Bevölkerungszahlen 47
Bevölkerung nach Alter 48
Nicht-Deutsche Bevölkerung nach Alter 50
Haushalte 51
Bevölkerung anteilig nach jeweils höchstem Schulabschluß 52
Erwerbstätigkeit 52
Erwerbslose 53
SozialhilfeempfängerInnen im städtischen Vergleich 54
Einkommen 54
Wohnungsaustattung 55
Zusammenfassung 55
2. Die MultiplikatorInnen 57
Übereinstimmungen 58
Unterschiede 58
3. Zur Geschichte des Stadtteils 59
5. Zur Entstehung der ausgewerteten Interviews 65
Die Vorbereitungsphase 65
Die Interviews 65
Zur Analyse 66
Exkurs - Qualitative Sozialforschung 67
Die Auswertungsmethode 68
Zur Vorgehensweise 69
6. Ergebnisse der Befragung 71
Aufwertung/Öffnung/Tourismus 71
Erste Folgerungen 80
Der Hans-Albers-Platz 82
Nachbarschaft 85
Toleranz 89
Obdachlosigkeit 92
Prostitution 93
Freizeitverhalten 95
Weitere Aspekte 96
Spezielle Einrichtungen 98
Übersicht über die Ergebnisse 98
die Wohnung betreffend 98
das Wohnumfeld betreffend 99
die Bevölkerung betreffend 99
TEIL IV
7. Zusammenführung 100
die Wohnung betreffend 100
das Wohnumfeld betreffend 101
die Bevölkerung betreffend 102
8. Schlußbetrachtung 104
Literaturverzeichnis 106
Anhang
Erklärung

Arbeit zitieren:
Carstengerdes, Rainer Dezember 1996: Möglichkeiten und Grenzen einer Milieuschutzsatzung am Hans-Albers-Platz im Hamburger Stadtteil St. Pauli, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Milieuschutz / Soziale Erhaltungssatzung, St. Pauli / Hans-Albers-Platz, Stadt- und Regionalsoziologie, Qualitative Sozialforschung

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