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Möglichkeiten und Grenzen der Leistungsmotivation durch Anreizsysteme

Möglichkeiten und Grenzen der Leistungsmotivation durch Anreizsysteme
Über dieses Buch

Diplomarbeit von Alexander Kubu

Einleitung:

Der betriebliche Leistungsprozeß erfordert den Einsatz von Betriebsmitteln, Werkstoffen und menschlicher Arbeitskraft. Der Einsatz von Betriebsmitteln und Werkstoffen ist zum größten Teil effizient plan- und steuerbar. Der Mensch dagegen besitzt eigene „Ecken“ und „Kanten“, die die Leistungsabgabe beeinflussen können. So ist die menschliche Arbeitsleistung von seinem Verhalten abhängig, das nicht immer vorhersehbar oder gar steuerbar ist. Die Menschen besitzen unterschiedliche Persönlichkeitsstrukturen, Neigungen und Vorstellungen, die das nach außen hin sichtbare Verhalten bestimmen und Auswirkungen auf das Arbeitsergebnis haben können.

Um Einfluß auf das menschliche Verhalten nehmen zu können, müssen die Auslöser des Verhaltens erkannt und berücksichtigt werden. Die Gründe für unterschiedliches Verhalten sind in den individuellen Bedürfnissen, Interessen und Erwartungen des Menschen zu sehen.

Sind die Verhaltensauslöser identifiziert, können Maßnahmen ergriffen werden, die die menschliche Leistungsabgabe sichern oder erhöhen.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort 1
Einführung 2
1. Kapitel: Arbeitsmotivation 3
I. Elementare Voraussetzungen für Motivation 3
A. Motive 3
B. Erfahrungen, Wahrnehmungen, Persönlichkeitsstruktur 5
C. Einstellungen 5
D. Valenz 6
II. Motivationstheorien 6
A. Inhaltstheorien 7
1. Bedürfnishierarchie nach Abraham H Maslow 7
2. Zwei-Faktoren-Theorie von Frederick Herzberg 8
B. Prozeßtheorien 9
1. VIE-Theorie von Viktor H Vroom 9
2. Erwartungs-Valenz-Theorie von Porter & Lawler 10
2. Kapitel: Die menschliche Arbeitsleistung 11
I. Determinanten menschlicher Arbeitsleistung 11
A. Einflüsse auf die Leistungsfähigkeit 11
B. Einflüsse auf den Leistungswillen 11
1. Lohngerechtigkeit 12
2. Personalauswahl 13
3. Arbeitsbedingungen 14
C. Grundlegende Beziehung der Leistungsbereitschaft zur Arbeitsleistung 15
II. Arbeitszufriedenheit als Folge menschlicher Arbeitsleistung 16
A. Auswirkungen auf das Arbeitsverhalten 16
B. Beziehung zwischen Arbeitszufriedenheit und Arbeitsleistung 18
3. Kapitel: Instrumente der Mitarbeiterbeeinflussung zur Erhaltung und Steigerung der Leistungsabgabe 21
I. Grundlagen 21
II. Anreize materiellen Charakters 22
A. System der Entlohnung 22
1. Zeitlohn 23
2. Stücklohn 24
3. Prämienlohn 26
4. Qualifikationslohn 27
5. Soziallohn 30
6. Lohn a la carte 34
7. Führungskräfteentlohnung 36
B. Mitarbeiterbeteiligung und Mitbestimmung 37
1. Erfolgsbeteiligung 39
2. Kapitalbeteiligung 40
III. Anreize immateriellen Charakters 44
A. Verhaltensbeeinflussung durch Mitarbeiterführung 44
1. Führungsstile 45
2. Situationsbezogene Führung 46
3. Ausgewählte Management by Ansätze 46
a) Management by Exception 46
b) Management by Delegation 47
c) Management by Objectives 47
B. Aufgaben- und Kompetenzerweiterung durch Job Design 48
1. Job Rotation 49
2. Job Enlargement 49
3. Job Enrichment 50
4. (Teil-)Autonome Arbeitsgruppen 51
C. Flexibilisierung der Arbeitszeit 54
1. Teilzeit 55
2. Gleitende Arbeitszeit 56
3. Anpassung der Lebensarbeitszeit 58
4. Schichtarbeit 59
D. Maßnahmen einer mitarbeiterorientierten Personalentwicklung 60
1. Entwicklungsarten 62
a) Betriebliche Bildung 62
b) Karriereplanung 63
2. Entwicklungsmethoden 64
a) Training on the job 64
a1) Anleitung und Beratung durch den Vorgesetzten 65
a2) Understudy-Arbeit 65
a3) Übertragung von Sonderaufgaben 66
a4) Projektarbeit 66
a5) Multiple Führung/Nachwuchsvorstand 67
a6) Qualitäts- und Lernstattzirkel 67
b) Training off the job 68
b1) Vortrag 68
b2) Aktive programmierte Unterweisung 68
b3) Konferenzmethoden 69
b4) Fallstudien 69
b5) Planspiel 70
b6) Rollenspiel 70
b7) Sensitivity Training 71
b8) Erlebnistherapie 71
E. Partizipation durch Ideenentwicklung und Ideenrealisation 72
1. Betriebliches Vorschlagswesen (BVW) 73
a) Wesen des BVW 73
b) Stellung des BVW 77
c) Fortschritt zum Ideenmanagement 79
2. BVW-Erweiterung durch den Prozess einer kontinuierlichen Verbesserung 84
Schlußbetrachtung 91
Literaturverzeichnis

Automatisiert erstellter Textauszug:

übertragen. MbD kann als Kernstück eines kooperativen Führungsstils angesehen werden. Jeder Mitarbeiter erhält insofern einen bestimmten Kompetenzbereich und hat die ihm gestellten Aufgaben selbständig und eigenverantwortlich zu erledigen. c) Management by Objectives (MbO) MbO bedeutet Führung durch Zielvereinbarung. Durch eine gemeinsame Vereinbarung von zu erreichenden Zielen zwischen Mitarbeiter und Vorgesetzten wird dem Mitarbeiter die Möglichkeit zur Partizipation an den zu erreichenden Ergebnissen eingeräumt. Die Instrumente der Zielerreichung werden bewußt in den Ermessensspielraum des Mitarbeiters gelegt. Von entscheidender Bedeutung ist die vollständige Formulierung der Ziele nach Inhalt, Art und Ausmaß sowie zeitlichem Geltungsbereich. Weitere Merkmale des MbO sind regelmäßige Zielüberprüfungen und –anpassungen. Zusätzlich erfolgt durch ein Ziel-Ergebnis-Vergleich eine Leistungskontrolle bzw. –beurteilung des Mitarbeiters. Problematisch ist die Festlegung von realisierbaren, klaren und doch möglichst flexiblen Zielvorgaben. Neben den examplarisch aufgeführten Management by-Ansätzen existieren noch einige andere, die hier nicht angesprochen werden. Allerdings möchte ich noch das Management by Motivation (MbM) nennen, das als „Synonym“ für immaterielle Führungsinstrumente verwendet werden kann, die höherwertige Bedürfnisse meist intrinsischer Art erkennen und befriedigen. Die folgenden Anreize sind also Elemente des MbM. B. Aufgaben- und Kompetenzerweiterung durch Job Design Der hohe Grad der Arbeitsteilung stellt ein Problem bei der Leistungsmotivation dar. Arbeitsteilung bedeutet eine Zerstückelung der Arbeitsaufgaben in einfache, miteinander verknüpfte Teilarbeiten, die auf mehrere Mitarbeiter aufgeteilt werden. Ausgehend vom tayloristischen Ansatz ergeben umfangreiche Arbeitsteilungen eine Arbeitsvereinfachung, da lediglich routinemäßige Arbeiten ausgeführt werden. Ständig wiederholende Abläufe und einseitige körperliche Belastungen führen zu einem Lerneffekt (Automation der Handgriffe). Die Mitarbeiter konzentrieren sich schließlich nur noch auf [...]

bend für die Bestimmung der Situation ist das Verhältnis der einzelnen Variablen zueinander. An dieser Stelle kann der Ansatz von Fiedler genannt werden. In seiner Theorie des effektiven Führungsverhaltens geht er von der Annahme aus, daß die Gruppenleistung von der Persönlichkeit des Führers und dem spezifischen situativen Kontext abhängt. Insgesamt geht es darum, die jeweilige Situation zu erkennen, in der entweder ein mitarbeiter- oder aufgabenorientierter Stil angewendet werden soll. Im Hinblick auf notwendige Änderungen, sei es leichter die Aufgabenstruktur und organisatorische Positionsmacht von der Unternehmensleitung zu ändern, als die Persönlichkeit des Vorgesetzten.47 3. Ausgewählte Management by Ansätze a) Management by Exception (MbE)48 MbE bedeutet Führung durch Abweichungskontrolle und Eingriffe in Ausnahmefällen. Dabei werden alle Nichtführungsaufgaben auf den Mitarbeiter übertragen, der diese selbständig bis zu einer bestimmten Toleranzgrenze erledigen kann. Lediglich in Ausnahmefällen, die er selbst bestimmt, tritt er an den Vorgesetzten zur Entscheidungshilfe heran. Bei Überschreiten der Toleranzgrenzen kann jedoch in den Entscheidungen vom Vorgesetzten eingegriffen werden. Unklar ist allerdings, ob ein Mitarbeiter Ausnahmefälle richtig einschätzen kann und ob er dadurch motiviert wird, daß ihm die Bewältigung der Ausnahmesituation nicht zugetraut wird, indem ein Eingriffsrecht besteht. In der BRD ist das MbE im Rahmen des Harzburger Modells enthalten. b) Management by Delegation (MbD) Inhalt des MbD ist die Delegation von Verantwortung und Entscheidungsbefugnis auf Mitarbeiter unterer Ebenen. Hierbei werden möglichst viele und umfangreiche Aufgaben mit einem hohen Maß an Verantwortung soweit wie möglich auf untere Instanzen [...]

autoritären Führung die Entscheidungsbefugnis allein bei der Führungskraft liegt und keine Delegation erfolgt, ist die kooperative Führung durch eine Beteiligung des Mitarbeiters am Führungsprozeß gekennzeichnet. So wirkt der Mitarbeiter am Zielbildungsprozeß mit. Eine Partizipationsmöglichkeit verringert die Abhängigkeit des Mitarbeiters vom Vorgesetzten, so daß sie seinen Ansprüchen entsprechend wesentlich zu einer Befriedigung der Wertschätzungs- und Selbstverwirklichungsbedürfnisse führen kann. Kooperative oder partizipative Führung hat eine starke motivationale Kraft und wirkt leistungssteigernd.46 In der Praxis wird keiner der vorgenannten Stile „allein“ eingesetzt, da von vornherein nicht gesagt werden kann, welcher Stil der beste bzw. effizienteste ist. Tendenziell ist ein autoritärer Führungsstil bei Routinearbeiten, programmierbaren Leistungsvorgängen, in Notsituationen, die eine schnelle Entscheidung erfordern erfolgreich. Ferner gibt es Persönlichkeitsstrukturen, die einen autoritären Stil präferieren (Mitarbeiter mit autoritären Wertvorstellungen). Konkrete Problemlösungen, Forschung, Entwicklung, planende Arbeit und Mitarbeiter mit Ansprüchen auf Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung, lassen den kooperativen Stil vorteilhaft erscheinen. Insgesamt sind die vorgenannten Stile idealtypischer Natur, während in der Praxis die tatsächliche Situation (Aufgabenstellung, Gruppengröße und –struktur, Arbeitsbedingungen, Mitarbeiter-Vorgesetzten-Verhältnis, Unternehmenskultur usw.) mitberücksichtigt werden muß. Es wird also eher ein situationsabhängiger Führungsstil angewandt, der zwischen beiden Stilen einzuordnen ist. 2. Situationsbezogene Führung Beim situationsbezogenen Ansatz erfolgt die Führung nicht nur mitarbeiter- bzw. aufgabenorientiert, sondern die spezifische Situation fließt in das Führungsverhalten mit ein. Dies bedeutet, daß unterschiedliche Führungsstile erforderlich sind. Ausschlagge- [...]

Arbeit zitieren:
Kubu, Alexander November 1997: Möglichkeiten und Grenzen der Leistungsmotivation durch Anreizsysteme, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Management-By-Konzepte, Mitarbeiterführung, Betriebliches Vorschlagswesen, Mitarbeiterorientierte Personalentwicklung, Mitarbeitermotivation

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