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Möglichkeiten und Grenzen einer Heranziehung der Arbitrage Pricing Theory für die Bestimmung risikoadjustierter Kapitalkosten

Möglichkeiten und Grenzen einer Heranziehung der Arbitrage Pricing Theory für die Bestimmung risikoadjustierter Kapitalkosten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christian Zaremba
  • Abgabedatum: Oktober 1995
  • Umfang: 94 Seiten
  • Dateigröße: 4,2 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Ruhr-Universität Bochum Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4289-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4289-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4289-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Zaremba, Christian Oktober 1995: Möglichkeiten und Grenzen einer Heranziehung der Arbitrage Pricing Theory für die Bestimmung risikoadjustierter Kapitalkosten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Arbitrage Pricing Theory, Discounted Cashflow-Methode, Kapitalmarkttheorie, Rendite/Risiko-Betrachtung, Shareholder Value

Diplomarbeit von Christian Zaremba

Einleitung:

Die Unternehmensumwelt ist aufgrund der wirtschaftlichen, technologischen und sozialen Veränderungen einer stetig wachsenden Dynamik unterworfen. Moderne Kommunikations- und Informationssysteme sorgen für eine Erreichbarkeit auch von geographisch fernen Märkten. Die dadurch bedingte Internationalisierung der Unternehmen erfordert den Einsatz eines professionellen Managements. Diese notwendige Entwicklung führte zu einer Trennung von Eigentum und Entscheidungsgewalt. Hieraus ergibt sich eine 'Principal Agent' -Konfliktsituation.

Durch den zunehmenden Einfluss von institutionellen Anlegern, die im Aufrage anonymer Geldgeber tätig werden, schwindet immer mehr die Identifikation der Eigentümer mit einem bestimmten Unternehmen und das Management ist gezwungen, die Unternehmung im Sinne der finanzwirtschaftlichen Zielsetzung der Kapitalgeber zu führen. Diese, im folgenden als wertorientierte Unternehmensführung bezeichnete Unternehmenspolitik, benötigt jedoch Entscheidungsinstrumente.

Eines dieser Entscheidungsinstrumente, die Kapitalkosten, dienen als Vergleichsmaßstab für die zu verteilenden finanziellen Mittel. Kapitalkosten ergeben sich als gewichtetes Mittel der verschiedenen Finanzierungsformen. Während die Ermittlung des Wertes der Fremdkapitaltitel noch relativ einfach ist, ist die marktwertmäßige Bestimmung des Eigenkapitals sowohl börsennotierter Unternehmen, als auch einzelner Geschäftseinheiten eines Konzerns eines der Hauptprobleme in der wertorientierten Unternehmensführung. Mit Hilfe der 'Arbitrage-Pricing-Theory', ein kapitalmarkttheoretisches Modell, sollen im folgenden die Möglichkeiten und Grenzen einer Heranziehung für die Bestimmung risikoadjustierter Kapitalkosten untersucht werden.

Die Spezifität des zu untersuchenden Modells erfordert die Einbettung in einen theoretisch fundierten Rahmen, damit der Überblick durch die Komplexität der Details gewahrt bleibt. Den Ausgangspunkt bildet hierbei die wertorientierte Unternehmensführung auf der Basis der 'Shareholder Value' -Analyse, die in diesem Zusammenhang als ein in sich geschlossenes Konzept verstanden wird. Als Berechnungsinstrumentarium wird die 'Disecounted Cash Flow' - Methode vorgestellt, die durch die Verwendung des Kapitalkostensatzes, der explizit eine 'Rendite-Risiko' - Betrachtung zulässt, als geeignet erscheint (Kap. A).

An die Grundlagen anschließend wird die traditionelle 'Arbitrage-Pricing -Theory', nachfolgend als APT bezeichnet, in den ihr zugrundeliegenden Annahmen dargestellt, die Bewertungsgleichung hergeleitet und auf ihren mathematischen Aussagewert hin überprüft. Die sich hieraus ergebende Problematik führt in der Literatur zu einem Entstehen von Modellvarianten, die übersichtsmäßig aufgezeigt, diesen Teil der Arbeit beenden (Kap. B).

Die Grenzen der APT bestehen nicht nur in der empirischen Testbarkeit, sondern vielmehr in der Identifikation ihrer Faktoren. Da die Faktorenanalyse nur Ergebnisse bezüglich der Anzahl der Faktoren geliefert hat, diese jedoch stark von den ihr zugrundegelegten statistischen Verfahren abhängen, wird konsequenterweise das Verfahren der Vorabspezifikation ausführlich untersucht. Die eingeschränkten Untersuchungsergebnisse mit makroökonomischen Variablen rechtfertigen die Einflussanalyse von mikroökonomischen Variablen (Kap. C).

In einem zweiten Schwerpunkt dieser Arbeit sollen die Einsatzmöglichkeiten der APT dargestellt werden. Als kapitalmarkttheoretisches Modell liegt so der Einsatz in der Performance-Messung von Portfolios nahe. Aufgrund der theoretisch möglichen Bestimmung der Kapitalkosten mit Hilfe der APT sind die Anwendungsbereiche der Kapitalkostenberechnung näher zu untersuchen. So bietet sich eine Bewertung von Investitionsprojekten genauso an, wie im Rahmen der aktuellen Diskussion um einen objektiven Unternehmenswert, die Bewertung von Unternehmen (Kap. D).

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis 11
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
Symbolverzeichnis VIII
Einleitung 1
A. Grundlagen 3
I. Unternehmensziel, Shareholder Value und Kapitalwertmethode 3
II. Discounted-Cash-Flow-Bewertung 5
1. Cash-Flow 5
2. Diskontierungsfaktor 6
3. Die Ermittlung des Discounted-Cash-Flow 7
III. Kapitalkosten 8
1. Kapitalkostenkonzept 8
a. Begriff 8
b. Funktion 9
c. Definitorische Abgrenzung 9
2. Ermittlung der Kapitalkosten 10
a. Einführung 10
b. Ermittlung der Fremdkapitalkosten 10
c. Ermittlung der Eigenkapitalkosten 10
d. Kapitalstruktur 11
IV. Risiko 12
1. Risikomanagement 12
2. Risikoarten 13
3. Kapitalmarkttheoretische Kennzahlen für das moderne Portfoliomanagement (Risikomaße) 13
a. Volatilität 14
b. Ausfallwahrscheinlichkeit 14
c. Residualvolatilität 14
d. Betafaktor 14
e. Korrelationskoeffizient 15
B. Die Arbitrage-Pricing-Theory: Ein kapitalmarkttheoretisches Bewertungsmodell 16
I. Einführung 16
II. Das Arbitrage-Pricing-Modell von Ross 17
1. Modellannahmen 17
a. Faktormodellannahme 17
a1 Anmerkungen 19
b. Arbitragefreiheitsannahme 19
c. Herleitung der APT-Bewertungsgleichung 21
d. Mathematischer Aussagewert 22
2. APT-Modellvarianten 23
a. Übersicht 23
b. Neuere Forschungsansätze zur APT 23
C. Grenzen der APT- Zur empirischen Anwendung 25
I. Testmethoden 25
1. Übersicht 25
2. Faktoranalyse 25
3. Vorabspezifikation 27
II. Vorabspezifikation 28
1. Einführung 28
2. Prognosemethoden zur Messung unerwarteter Faktoränderungen 29
3. Vorgabe makroökonomischer Daten 30
a. Theoretische Rechtfertigung der Verwendung makroökonomischer Daten 30
a1 Das Dividend Discount – Modell 31
a2 Das IS ! LM – Modell 32
b Konkretisierung der Variablenauswahl 34
c. Fazit aus der Untersuchung der APT mittels der Vorabspezifikation für den deutschen Aktienmarkt 36
d. Testergebnisse für die Schätzung der Risikoprämien 36
d1 Beurteilung des Zusammenhangs der Höhe der Faktorbetas und der Aktienrenditen 36
d2 Anmerkungen 37
4. Einfluß mikroökonomischer Daten auf die Aktienkurse 38
a. Theoretische Rechtfertigung 38
b. Überblick über die wichtigsten Untersuchungen 38
c. Zusammenfassung der Ergebnisse 40
d. Der Einfluß unternehmensspezifischer Charakteristika 41
5. Zusammenfassung und Ausblick 43
D. Möglichkeiten einer Heranziehung der APT 44
I. Performance – Messung 44
1. Begriff und Aufgaben 44
2. Anforderungen 44
a. Notwendigkeit der Einbeziehung des Risikos 44
b. Weitere Einflußgrößen des Anlageerfolges 45
c. Die Berechnung der Rendite 45
3. Verfahren der Risikointegration in die Performance – Messung 47
a. Performance - Maße auf Basis des systematischen Risikos unter alleiniger Berücksichtigung der Selektivität 47
a1 Das Treynor – Maß 47
a2 Das Jensen – Maß 47
a3 Das Treynor / Black – Maß 49
b. Statistische Ansätze zur Identifikation von Markt-Timing Aktivitäten 50
c. Ergebnisse 51
4. Anmerkungen: Zwischen Theorie und Praxis 51
Il. Unternehmensbezogene Kapitalkosten 53
1. Mögliche Anwendungsbereiche 53
2. Investitionsbewertung 54
a. Homogenität von Projekt- und Unternehmensrisiko 54
b. Heterogenität von Projekt- und Unternehmensrisiko 55
b1 Branchenbetas und Referenzbetas 55
b2 Rechnungswesenbeta 56
c. Schlussfolgerungen 57
3. Unternehmensbewertung 58
a. Die Integration der Bewertungsformeln 58
b. Darstellung der Problembereiche 61
E. Kritische Würdigung 63
Anhang 65
Literaturverzeichnis 70

Arbeit zitieren:
Zaremba, Christian Oktober 1995: Möglichkeiten und Grenzen einer Heranziehung der Arbitrage Pricing Theory für die Bestimmung risikoadjustierter Kapitalkosten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Arbitrage Pricing Theory, Discounted Cashflow-Methode, Kapitalmarkttheorie, Rendite/Risiko-Betrachtung, Shareholder Value

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