Möglichkeiten und Grenzen der Einführung von Telearbeit bei der Stadtverwaltung Aachen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Frank Dollendorf
- Abgabedatum: März 1998
- Umfang: 112 Seiten
- Dateigröße: 605,0 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0863-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0863-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0863-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Dollendorf, Frank März 1998: Möglichkeiten und Grenzen der Einführung von Telearbeit bei der Stadtverwaltung Aachen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Telearbeit, Umsetzungsstrategie, Verwaltungsreform, Öffentliche Kommune
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Diplomarbeit von Frank Dollendorf
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Potential an vor- bzw. nachteiligen Auswirkungen von Telearbeit aus theoretischer Sicht, die am Beispiel der Stadtverwaltung Aachen (Dezernat V) konkretisiert werden.
Zunächst wird das theoretische Fundament von Telearbeit anhand fünf Dimensionen vorgestellt. Die "organisatorische Dimension" erläutert die möglichen Formen von Telarbeit und deckt die Notwendigkeit eines Telemanagements auf, das die Bereiche Koordination, Kommunikation, Führung und Kontrolle zusammenfaßt. Die "Home-Based Telework/Alternierende Telearbeit" wird aufgrund ihrer Vorteilhaftigkeit in den Mittelpunkt dieser Arbeit gestellt. Die "arbeitspsychologische Dimension" erläutert im wesentlichen das notwendige telearbeitsrelevante Persönlichkeitsprofil des Telearbeiters bzw. des Vorgesetzten. Die "wirtschaftliche Dimension" systematisiert die telearbeitsrelevanten Kosten- und Nutzenelemente und zeigt das Rüstzeug zur Durchführung einer Wirtschaftlichkeitsüberprüfung von Telearbeit auf. Desweiteren werden im Rahmen der "rechtlichen Dimension" individualrechtliche Fragen, Zutrittsrechte zum Telearbeitsplatz usw. erläutert. Schließlich behandelt die "technische Dimension" die technische Ausgestaltung des Telearbeitsplatzes, Wahl des Verbindungsmediums, Kommunikation mit dem Unternehmen und die Datensicherheit.
Nach einem Überblick über die Aufbauorganisation bzw. Ablauforganisation der Ämter des Dezernates V und dem Stand der Reformbemühungen im Rahmen der Verwaltungsstrukturreform der Stadtverwaltung Aachen (Kapitel 3), befaßt sich Kapitel 4 mit den Ergebnissen der Mitarbeiterbefragung des Dezernates V. Die Befragung bescheinigt eine freiwillige Bereitschaft der Mitarbeit zur alternierenden Telearbeit von 65% bzw. seitens deren Vorgesetzten von 77%. Ferner werden andere telearbeitsrelevante Determinanten abgefragt: Demographische Merkmale, Telearbeitstauglichkeit der Aufgaben, der Personen und der häuslichen Rahmenbedingungen und die Auswirkungen von Telearbeit auf Umwelt und Verkehr.
Die Ergebnisse der Befragung fließen mit praktischen Erfahrungen anderer öffentlicher Verwaltungen mitsamt des theoretischen Fundaments aus Kapitel 2 in eine Handlungsempfehlung zur Durchführung eines Telearbeit-Pilotprojektes ein (Kapitel 5). Hierzu wird ein 6-Stufen-Plan aufgestellt, der die Stufen "Zieldefinition und Informationsworkshop", "Vorstudie", "Pilotprojektgestaltung", "Umsetzung des Pilotprojektes", "Erfolgskontrolle und kontinuierlicher Verbesserungsprozeß" und "Ausweitung" umfaßt. Anhand der Anwendung dieses Plans wird die Implementierung von Telearbeit in einer Organisation vollzogen. Die Umsetzung der letzten drei Stufen fällt nicht mehr in den Zeithorizont dieser Arbeit.
Insgesamt sprechen die Ergebnisse der Befragung bzw. die Anwendung des Stufen-Plans für die Befürwortung der Einführung von Telearbeit im Dezernat V. Wie die tatsächlichen Auswirkungen ausgestaltet sind, kann erst nach Realisierung und Auswertung der Telearbeit-Einführung festgestellt werden.
Durch den Einzug in das Informationszeitalter kommen Begrifflichkeiten wie "Virtuelle Verwaltung" oder "Digitale Kommune" auf, die den öffentlichen Sektor vor neue Aufgaben stellt. Innovative Anwenderlösungen für die zeitgleiche und zeitversetzte Kooperation bringen eine Neustrukturierung der Arbeitsteilung mit sich. Hierzu zählt auch die Telearbeit, die im Falle der Stadtverwaltung Aachen mehr Chancen als Risiken eröffnet.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Symbolverzeichnis | VII | |
| Abbildungsverzeichnis | VIII | |
| Tabellenverzeichnis | X | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Fünf Dimensionen der Telearbeit | 3 |
| 2.1 | Organisatorische Dimension der Telearbeit | 3 |
| 2.2 | Arbeitspsychologische Dimension der Telearbeit | 7 |
| 2.3 | Wirtschaftliche Dimension der Telearbeit | 10 |
| 2.4 | Rechtliche Dimension der Telearbeit | 13 |
| 2.5 | Technische Dimension der Telearbeit | 15 |
| 3. | Aufbau- und Ablauforganisation der Stadtverwaltung Aachen, Dezernat V | 19 |
| 3.1 | Tätigkeitsbereiche und Leistungsangebot des Dezernates V | 19 |
| 3.1.1 | Gemeinsame Kommunale Datenverarbeitungszentrale (GKDVZ) | 20 |
| 3.1.2 | Amt für Personalwirtschaft und Zentrale Dienste | 23 |
| 3.1.3 | NSM Steuerungsdienst und Organisationsentwicklung | 25 |
| 3.2 | Rahmenkonzeption für den künftigen Aufbau der Stadtverwaltung Aachen | 27 |
| 4. | Mitarbeiterbefragung der Stadtverwaltung Aachen, Dezernat V | 30 |
| 4.1 | Das Befragungsdesign und Zielsetzung der Befragung | 31 |
| 4.2 | Auswertung und Interpretation der Befragungsergebnisse | 33 |
| 4.2.1 | Freiwillige Bereitschaft der Mitarbeiter und deren Vorgesetzten zur Telearbeit | 34 |
| 4.2.2 | Demographische Merkmale | 36 |
| 4.2.3 | Telearbeitstauglichkeit der Aufgaben, der Personen und der häuslichen Rahmenbedingungen | 38 |
| 4.2.4 | Auswirkungen von Telearbeit auf Umwelt und Verkehr | 44 |
| 5. | Eine Realisierungsempfehlung zur Einführung von Telearbeit bei der Stadtverwaltung Aachen, Dezernat V | 48 |
| 5.1 | Praktische Erfahrungen mit Heim- bzw. Telearbeit in anderen öffentlichen Verwaltungen | 48 |
| 5.1.1 | Landesverwaltung Niedersachsen, Projekt P 17 | 49 |
| 5.1.2 | Kreisverwaltung Aachen | 51 |
| 5.2 | Eine Handlungsempfehlung zur Durchführung eines Telearbeit-Pilotprojektes | 53 |
| 5.2.1 | Stufe 1: Zieldefinition und Informationsworkshop (Vorbereitung) | 55 |
| 5.2.2 | Stufe 2: Vorstudie (Erstellung eines Grobkonzeptes) | 56 |
| 5.2.3 | Stufe 3: Pilotprojektgestaltung (Erstellung eines Detailkonzeptes) | 57 |
| 5.2.4 | Stufe 4: Umsetzung des Pilotprojektes (Einführung) | 59 |
| 5.2.5 | Stufe 5: Erfolgskontrolle und kontinuierlicher Verbesserungsprozeß | 60 |
| 5.2.6 | Stufe 6: Ausweitung | 61 |
| 5.3 | Planung des Telearbeit-Pilotprojektes für ausgewählte Aufgabenbereiche des Dezernates V | 61 |
| 5.3.1 | Gemeinsame Kommunale Datenverarbeitungszentrale (GKDVZ) | 64 |
| 5.3.2 | Amt für Personalwirtschaft | 69 |
| 5.3.3 | NSM Steuerungsdienst und Organisationsentwicklung | 71 |
| 6. | Zusammenfassung und Ausblick | 74 |
Bei der Überprüfung der Notwendigkeit der Teamarbeit - als ein eher telearbeitshinderndes Element der Aufgaben – ergibt sich folgendes Bild: Nur 10% der Probanden geben an, daß Teamarbeit keine große Rolle in deren Arbeitsablauf einnimmt. Hieraus ist auf eine eher telearbeitstaugliche Tätigkeit zu schließen. Im Gegensatz dazu geben ein Drittel (33%) an, daß Teamarbeit sehr wohl wichtig sei, um die Aufgaben zu erledigen. Dies bescheinigt eine eher telearbeitsuntaugliche Tätigkeit.92 Die Arbeitsabläufe sind hinsichtlich „Arbeitsanweisungen“ und „Teamarbeit“ genau zu analysieren und ggf. telearbeitstauglich zu reorganisieren. Die Telearbeitstauglichkeit der Mitarbeiter bzw. deren Vorgesetzten äußert sich in der Erfüllung einer Reihe neuer Anforderungen. Mit der räumlichen Entfernung zur [...]
Modelle der Arbeitsstrukturierung grenzenloser Unternehmen entworfen haben. Zur Beschreibung der verschiedenen Typen von dezentralen Arbeitsformen – auf die hier im einzelnen nicht eingegangen wird - ziehen die Autoren folgende Aufgabenmerkmale heran: Zum einen die „Strukturiertheit“, „als das Ausmaß, in dem eine Problemstellung in exakte, einander eindeutig zuordbare Lösungsschritte zerlegbar ist“90 und zum anderen die „Veränderlichkeit“, „als das Maß für die Menge und Vorhersehbarkeit von Aufgabenänderungen.“91 Im Rahmen der Befragung werden diese Aufgabenmerkmale aufgegriffen und durch die telearbeitsrelevanten Statements – wie oben angeführt – abgefragt. Die gewählten Statements stellen eine Annäherung an eine umfassende Beurteilung von telearbeitstauglichen Tätigkeiten dar. Hier sollten im Rahmen einer weiteren, ausführlicheren Erhebung weitere Erkenntnisse gewonnen werden. Das Resultat wird in den nachstehenden Abbildungen 13 und 14 illustriert. [...]
Mit der Statement-Batterie „Für meine Stelle existieren klare und eindeutige Arbeitsanweisungen“, „Teamarbeit spielt bei meiner Tätigkeit eine große Rolle“ soll die Telearbeitstauglichkeit der Aufgaben beurteilt werden. Zu beachten gilt, daß diese Beurteilung aus Sicht des Probanden vorgenommen wird, so daß eine einwandfreie Objektivität nicht gewährleistetet sein kann. Zur Auswertung dieses Merkmals wird eine zweipolige ordinale Ratingskala herangezogen mit den Extremausprägungen „trifft voll zu“ bzw. „trifft überhaupt nicht zu“. Eine Sechs-Stufeneinteilung dient der Differenzierung der Einschätzungen. Für diejenigen Probanden, die keine Stellung beziehen wollten oder konnten, stand die Antwortmöglichkeit „weiß nicht“ zur Verfügung. Die Wahl der Statement-Batterie baut auf den Ausführungen von Picot/Reichwald/Wigand auf, die neue [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832408633
Arbeit zitieren:
Dollendorf, Frank März 1998: Möglichkeiten und Grenzen der Einführung von Telearbeit bei der Stadtverwaltung Aachen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Telearbeit, Umsetzungsstrategie, Verwaltungsreform, Öffentliche Kommune



