Möglichkeiten und Grenzen der Einführung eines Risikomanagements in kleinen und mittleren Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen von Basel II
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jörg Naumann
- Abgabedatum: März 2003
- Umfang: 110 Seiten
- Dateigröße: 672,1 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Worms Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7430-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7430-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7430-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Naumann, Jörg März 2003: Möglichkeiten und Grenzen der Einführung eines Risikomanagements in kleinen und mittleren Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen von Basel II, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Rating, Blanced Scorecard, KonTraG, Kreditfinanzierung, Mittelstand
In den Warenkorb
74,00 €
Diplomarbeit von Jörg Naumann
Einleitung:
Zur Aktualität des Themas Kleine und mittlere deutsche Unternehmen sehen sich bereits seit Mitte der 1990er Jahre exponentiell wachsenden Risiken ausgesetzt. Dazu beigetragen haben stetige oder teilweise plötzliche Veränderungen der Wettbewerbssituation durch die zunehmende Globalisierung der Märkte, ein immer komplexeres und dynamischeres Unternehmensumfeld durch die Einführung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien sowie der sich immer rasanter entwickelnde Wertewandel in Arbeitswelt und Gesellschaft. Hinzu kommt eine bisweilen als „mittelstandsfeindlich“ bezeichnete Wirtschaftspolitik und entsprechende Gesetzgebung auf nationaler und europäischer Ebene. In diesem Zusammenhang seien nur das Publizitätsgesetz, die Auswirkungen der Einführung des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich auf mittelständische GmbHs und die beabsichtigte Einführung international einheitlicher Rechnungslegungsvorschriften erwähnt. Die gesamtwirtschaftlich prekäre Lage der vergangenen 18 Monate tat ein Übriges, so dass die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Jahr 2002 neue Rekordhöhen erreichte, wobei die Größenklasse der kleinen und mittleren Unternehmen zu den Hauptbetroffenen zählte.
Der Mittelstand hat jedoch durch seine verspätete oder bisweilen sogar ausbleibende Reaktion auf die veränderten ökonomischen, technologischen und gesellschaftlichen Anforderungen sowie seine Verhaftung in antiquierten Denkweisen und Organisationsstrukturen in nicht unbeträchtlichem Umfang selbst zu seiner momentan schwierigen Situation beigetragen.
Erschwerend kommt für kleine und mittlere Unternehmen die Einführung der zweiten Baseler Eigenkapitalrichtlinie Ende 2006 mit den bereits heute deutlich spürbaren Veränderungen in der Kunde-Bank-Beziehung hinzu. Auch sie zwingt die stark von der Kreditfinanzierung abhängigen Klein- und Mittelbetriebe zum Umdenken.
Die Kreditvergabe unterliegt künftig strengeren Richtlinien und fordert dahingehend eine Anpassung des Mittelstands an die veränderten Vorgaben. Ansonsten droht vielen deutschen Unternehmen mit ihrer im internationalen Vergleich niedrigen Eigenkapitalbasis mangels zur Verfügung gestelltem Fremdkapital die Illiquidität bzw. das finanzielle Aus. Es gilt, sich für die Kreditgeber transparenter zu machen, sich zukunftsfähiger und –orientierter auszurichten.
Doch dazu bedarf es bei einem Großteil kleiner und mittlerer Unternehmen zuerst der Implementierung der dafür notwendigen und geeigneten betriebswirtschaftlichen Systeme und Instrumentarien.
Intention und Aufbau der Arbeit Absicht dieser Arbeit ist es, die für ein Risikomanagement in kleinen und mittleren Unternehmen notwendigen Handlungsschritte und Instrumente sowie eine Möglichkeit zu deren Umsetzung vorzustellen. Allerdings kann sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder allumfassende Gültigkeit erheben. Dafür weist die Gesamtheit der deutschen Klein- und Mittelbetriebe eine zu große branchenbezogene und strukturelle Heterogenität auf. Deshalb ist das einzuführende System mit seinem Instrumentarium stets den unternehmensspezifischen Gegebenheiten gemäß aufzubauen und zu adaptieren.
Ziel ist es, einen Weg aufzuzeigen, der es kleinen und mittleren Unternehmen ermöglicht, durch Überprüfung und Neuordnung strategischer und daraus abgeleiteter operativer Ziele, Risiken zu erkennen und diese als Chance zu nutzen, um die von Basel II ausgehenden Problemstellungen zu minimieren.
Deshalb soll der erste große Sinnabschnitt dieser Arbeit dem Leser ein Grundverständnis kleiner und mittlerer Unternehmen vermitteln und sowohl die massiven Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalrichtlinie auf deren Fremdkapitalversorgung verdeutlichen als auch das künftig seitens der Banken vom Mittelstand geforderte Mindestniveau betriebswirtschaftlicher Instrumentarien beleuchten.
Wie sie dieser Forderung der Kreditinstitute nachzukommen in der Lage sind, steht im Mittelpunkt des zweiten Sinnabschnitts, der nach eingehender Darstellung des durch Basel II für kleine und mittlere Unternehmen neue Bedeutung gewinnenden Risikobegriffes, die betriebswirtschaftliche Methodik zu dessen Bewältigung, das Risikomanagement, in seinem prozessualen Ablauf beschreibt sowie seine Notwendigkeit für kleine und mittlere Unternehmen herausarbeitet.
Der dritte große Sinnabschnitt der Arbeit vermittelt, wie in kleinen und mittleren Unternehmen Risikomanagement betrieben werden muss. Der Autor stellt sowohl dessen Bestandteile unter Berücksichtigung größenspezifischer Aspekte dar, als auch einen möglichen, der von Basel II geforderten Risikominimierung gerecht werdenden Ausgestaltungsansatz in Form der Risiko Scorecard vor.
Die Arbeit endet mit einem kurzen Resümee der dargestellten Sachverhalte sowie einem Blick in die Zukunft kleiner und mittlerer Unternehmen.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| Darstellungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Zur Aktualität des Themas | 1 |
| 1.2 | Intention und Aufbau der Arbeit | 2 |
| 2. | Kleine und mittlere Unternehmen | 3 |
| 2.1 | Zum Verständnis des Mittelstandsbegriffes | 3 |
| 2.2 | Quantitative Merkmale kleiner und mittlerer Unternehmen | 3 |
| 2.3 | Qualitative Merkmale kleiner und mittlerer Unternehmen | 5 |
| 2.4 | Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland | 6 |
| 2.5 | Finanzierungsverhalten kleiner und mittlerer Unternehmen | 7 |
| 3. | Basel II – Der neue Baseler Eigenkapitalakkord | 11 |
| 3.1 | Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht | 11 |
| 3.2 | Entwicklung von Basel I zu Basel II | 12 |
| 3.3 | Inhalte und Ziele der neuen Baseler Eigenkapitalübereinkunft | 13 |
| 3.4 | Rating | 15 |
| 3.4.1 | Definition des Ratingbegriffes | 15 |
| 3.4.2 | Ratingansätze im Rahmen der Basel II-Reform | 16 |
| 3.4.3 | Vor- und Nachteile des externen und internen Ratings für KMU | 18 |
| 3.4.4 | Inhalte des bankinternen Ratingverfahrens | 21 |
| 3.5 | Auswirkungen von Basel II auf das Finanzierungsverhalten von KMU | 24 |
| 3.6 | Vorbereitungsstand der KMU auf Basel II | 30 |
| 3.6.1 | Ergebnisse verschiedener Untersuchungen | 30 |
| 3.6.2 | PWC Deutsche Revision-Studie „Fit für Rating“ | 31 |
| 3.6.2.1 | Untersuchungsobjekte undDatenbasis | 31 |
| 3.6.2.2 | Inhalte und Ergebnisse der Studie | 31 |
| 4. | Risiko | 34 |
| 4.1 | Definition des Risikobegriffes | 34 |
| 4.2 | Unternehmensrisiken | 37 |
| 4.3 | Spezielle Risiken kleiner und mittlerer Unternehmen | 39 |
| 4.3.1 | Unternehmerrisiko | 39 |
| 4.3.2 | Personalrisiko | 40 |
| 4.3.3 | Marktrisiko | 41 |
| 4.3.4 | Finanzierungsrisiko | 42 |
| 5. | Risikomanagementprozess | 43 |
| 5.1 | Definition des Risikomanagementbegriffes | 43 |
| 5.2 | Modell des iterativen Regelkreises | 44 |
| 5.3 | Phasen des Risikomanagementprozesses | 46 |
| 5.3.1 | Risikostrategie | 46 |
| 5.3.2 | Risikoidentifikation | 48 |
| 5.3.3 | Risikoanalyse und –bewertung | 50 |
| 5.3.4 | Risikosteuerung | 53 |
| 5.3.5 | Risikoüberwachung | 56 |
| 5.3.6 | Überwachung des Risikomanagementprozesses | 57 |
| 6. | Systematisches Risikomanagement in KMU | 58 |
| 6.1 | Notwendigkeit eines Risikomanagements in KMU | 58 |
| 6.1.1 | Magisches Dreieck | 58 |
| 6.1.2 | Basel II | 60 |
| 6.1.3 | KonTraG | 62 |
| 6.2 | Bestandteile eines Risikomanagementsystems in KMU | 64 |
| 6.2.1 | Restriktive Faktoren und Basisanforderungen | 64 |
| 6.2.2 | Controlling | 65 |
| 6.2.2.1 | Mindestanforderungen | 65 |
| 6.2.2.2 | Risikocontrolling | 66 |
| 6.2.3 | Internes Überwachungssystem | 68 |
| 6.2.4 | Früherkennung | 71 |
| 6.3 | Ausgestaltungsansatz auf Basis des Balanced Scorecard-Prinzips | 73 |
| 6.3.1 | Balanced Scorecard | 73 |
| 6.3.2 | Risiko Scorecard für KMU | 76 |
| 7. | Schlussbetrachtung und Ausblick | 82 |
| Anhang | 85 | |
| Ergänzende Informationen zu Kapitel 2 | 85 | |
| Ergänzende Informationen zu Kapitel 3 | 91 | |
| Literatur- und Quellenverzeichnis | 94 |
In den Warenkorb
74,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832474300
Arbeit zitieren:
Naumann, Jörg März 2003: Möglichkeiten und Grenzen der Einführung eines Risikomanagements in kleinen und mittleren Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen von Basel II, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Rating, Blanced Scorecard, KonTraG, Kreditfinanzierung, Mittelstand



