Möglichkeiten und Grenzen des Credit Rating
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sabine Goldbach
- Abgabedatum: Januar 1997
- Umfang: 115 Seiten
- Dateigröße: 5,6 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Gerhard-Mercator-Universität Duisburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0415-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0415-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0415-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Goldbach, Sabine Januar 1997: Möglichkeiten und Grenzen des Credit Rating, Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Sabine Goldbach
Einleitung:
Während zu Beginn dieses Jahrhunderts Unternehmen ihren Fremdkapitalbedarf über die heimischen Finanzmärkte abdeckten, begann in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts deren Globalisierung, d. h. eine wachsende internationale Verflechtung der Geld- und Kapitalmärkte. Damit einhergehend stieg kontinuierlich nicht nur die Vielfalt der gehandelten Wertpapiere, sondern auch deren Komplexität. Als Beispiel ist in diesem Zusammenhang die Entwicklung von verschiedenen Investmentfonds zu nennen. Als Konsequenz stehen potentielle Kapitalgeber einem zunehmend unübersichtlichen und z. T. komplizierten Anlagespektrum gegenüber.
Aus Gläubigersicht kann die Bonität eines Schuldners als wesentliches Kriterium für Investitionsentscheidungen bezeichnet werden, denn sie determiniert das Risiko einer eventuellen Zahlungsstörung für den Anleger. Vor dem Hintergrund der geschilderten Finanzmarktbedingungen sind zahlreiche Investoren, insbesondere die privaten, mit einer eigenen Kreditwürdigkeitsprüfung der Emittenten überfordert. Credit Ratings bieten hier einen Ansatz zur Deckung des entstehenden Informationsbedarfs. Dabei handelt es sich um publizierte Bonitätseinschätzungen durch Unternehmen, die auf diese Dienstleistung spezialisiert sind. Sie führen weltweit gegen Entgelt die Auswertung von umfangreichen Geschäftsdaten der Schuldner durch. Damit ermöglichen sie den Kapitalgebern nicht nur eine Zeit- und Kostenerspamis, sondern auch einen internationalen Qualitätsvergleich der Emittenten.
Zur gegenwärtigen Bedeutung des Credit Rating auf den Wertpapiermärkten ist zu sagen, daß in den USA, seinem Ursprungsland, bereits über 98 Prozent aller Industrieanleihen bewertet werden In Europa hingegen sind die Qualitätsurteile der Ratinganbieter zwar ein fester Bestandteil einiger Finanzmärkte wie Frankreich und Großbritannien. Allerdings konnten sie sich bisher auf dem gesamten Kontinent nicht durchsetzen. So entsprach in Europa 1994 das geratete Emissionsvolumen für kurz- und langfristige Schuldtitel mit 2,4 Billionen US-D erst 40 Prozent desjenigen in Amerika. Damit ist eine global einheitliche Durchdringung von Credit Ratings noch nicht gegeben.
Die primäre Intention der Ratinganbieter betrifft die Informationsversorgung von Anlegem mit investitionsrelevanten Daten. Bedingt durch die Akzeptanz dieser Dienstleistung nutzen aber auch andere Finanzmarktteilnehmer Qualitätsurteile für eigene Zwecke. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist daher, generelle Einsatzmöglichkeiten sowie existierende Grenzen von Credit Ratings zu untersuchen.
Gang der Untersuchung:
Der erste Hauptteil stellt die wesentlichen Merkmale eines Credit Rating vor. Dazu gehört zunächst ein Überblick über seine historische Entwicklung und Präsenz auf nationalen Geld- und Kapitalmärkten. Außerdem sind die einzelnen Bewertungsobjekte, getrennt nach Emittenten und Emissionen, zu unterscheiden. Als drittes Charakteristikum wird der gesamte Verfahrensablauf einer Bonitätsermittlung erklärt.
Im Anschluß daran erfolgt im zweiten Hauptteil eine Analyse der wesentlichen Funktionen von Credit Ratings. Hier wird einerseits aus der Perspektive der unmittelbar am Beurteilungsergebnis Interessierten, den Investoren und Schuldneruntemehmen, argumentiert. Andererseits gilt es, den Verwendungsbereich von Ratings für weitere Finanzmarktakteure, Kreditinstitute sowie Kontrollorgane, aufzuzeigen.
Im dritten Hauptteil werden die einem Ratingsystern anhaftenden Problembereiche aufgedeckt. Dabei ist zu hinterfragen, inwieweit eine Kritik an der Vorgehensweise der Bonitätseruierung und dem Aussagegehalt der Qualtitätsresultate gerechtfertigt erscheint. Dementsprechend ist dann die Bedeutung des Credit Rating für Gläubiger, Schuldner und sonstige Dritte zu relativieren. Komplettiert wird die Arbeit mit einer Erläuterung der Konfliktpotentiale am Ratingmarkt. Sie ergeben sich sowohl aus der Marktmacht einiger weniger Ratinganbieter als auch aus deren finanzieller Abhängigkeit von ihren Auftraggebern, den Emittenten.
Dieses Volumen wurde von einem der zwei größten Ratinganbieter untersucht: Moody's Investors Service. Vgl. Moody's Investors Service, Research, S. 2.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| Anhangverzeichnis | VIII | |
| Einführung | 1 | |
| 1. | Elementare Charakteristika des Credit Rating | 3 |
| 1.1 | Integration des Credit Rating in nationale Finanzmärkte | 3 |
| 1.1.1 | Begriffsabgrenzung | 3 |
| 1.1.2 | Globale Entwicklung des Credit Rating | 5 |
| 1.1.3 | Besonderheiten am Finanzplatz Deutschland | 7 |
| 1.2 | Ratingobjekte | 13 |
| 1.2.1 | Unterscheidung nach Emissionen | 13 |
| 1.2.2 | Unterscheidung nach Emittenten | 15 |
| 1.3 | Ratingverfahren | 17 |
| 1.3.1 | Bewertungskriterien | 17 |
| 1.3.2 | Prozeßablauf | 23 |
| 1.3.3 | Prozeßergebnis | 26 |
| 2. | Funktionaler Einsatz des Credit Rating | 29 |
| 2.1 | Bedeutung aus Investorensicht | 29 |
| 2.1.1 | Informationsinstrument | 29 |
| 2.1.2 | Instrument zur Bestimmung der Risikoprämie | 31 |
| 2.2 | Bedeutung aus Emittentensicht | 35 |
| 2.2.1 | Instrument zur Erzielung von Publizitätseffekten | 35 |
| 2.2.2 | Kostensenkungsinstrument | 37 |
| 2.2.3 | Orientierungsinstrument zur Identifikation betriebsinterner Schwächen | 39 |
| 2.3 | Bedeutung aus der Sicht sonstiger Finanzmarktakteure | 41 |
| 2.3.1 | Verwendung des Credit Rating bei Kreditinstituten | 41 |
| 2.3.2 | Verwendung des Credit Rating bei Kontrollorganen | 44 |
| 3. | Kritische Würdigung zentraler Problembereiche des Credit Rating | 48 |
| 3.1 | Verfahrenstechnik beim Analyseprozeß | 48 |
| 3.1.1 | Heterogenität der Bewertungsobjekte | 48 |
| 3.1.2 | Transparenz der Gewichtung | 51 |
| 3.1.3 | Ordinalität der Ratingsymbole | 53 |
| 3.2 | Aussagegehalt der Analyseergebnisse | 55 |
| 3.2.1 | Objektivität der Urteilsfindung | 55 |
| 3.2.2 | Aktualität der Informationsbereitstellung | 58 |
| 3.2.3 | Prognosefähigkeit von Zahlungsstörungen | 62 |
| 3.3 | Konfliktpotentiale am Ratingmarkt | 65 |
| 3.3.1 | Marktmorphologie und ihre Konsequenzen für Emittenten | 65 |
| 3.3.2 | Abhängigkeit der Ratingagenturen | 68 |
| Schlußbetrachtung | 71 | |
| Anhang 1 | 74 | |
| Anhang 2 | 77 | |
| Anhang 3 | 85 | |
| Literaturverzeichnis | 87 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832404154
Arbeit zitieren:
Goldbach, Sabine Januar 1997: Möglichkeiten und Grenzen des Credit Rating, Hamburg: Diplomica Verlag
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