Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung elektronischer Medien im Direktmarketing unter besonderer Berücksichtigung von SMS
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Britta Sohr
- Abgabedatum: Februar 2002
- Umfang: 90 Seiten
- Dateigröße: 639,9 KB
- Note: 2,5
- Institution / Hochschule: FOM - Fachhochschule für Oekonomie und Management Essen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5368-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5368-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5368-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Sohr, Britta Februar 2002: Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung elektronischer Medien im Direktmarketing unter besonderer Berücksichtigung von SMS, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Mobilfunk, Direktmarketing, SMS, elektronische Medien, mobiles Marketing
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Diplomarbeit von Britta Sohr
Gang der Untersuchung:
Im Rahmen dieser Arbeit wird aufgezeigt, wie sich der Trend zur „Mobilität“ und der verstärkte Einsatz des Direktmarketing zu einem einheitlichen, zukunftsfähigen Marketingkonzept verbinden lassen und welche Faktoren berücksichtigt werden müssen. Hierbei stellt sich die Frage, wie die mobilen Marketing-Instrumente innerhalb des klassischen Direktmarketing einzuordnen sind, aber auch welche Möglichkeiten und Potentiale die neuen elektronischen und insbesondere mobilen Kommunikationsmedien bieten. Natürlich auch welche Akzeptanz von Seiten der Konsumenten hiermit verbunden ist.
Zunächst erfolgt eine Einordnung in den Marketing-Mix und die historische Entwicklung wird kurz aufgezeigt. Hieran schließt sich eine Betrachtung einiger Erscheinungsformen des Direktmarketing, wobei die betrachteten Formen eine potentielle Verbindung zur Entwicklung hin zu SMS darstellen und an dieser Stelle als notwendig angesehen werden. Zudem soll ein kurzer Einblick in die rechtlichen Grundlagen sowie die relevanten Aspekte der Konsumentenforschung erfolgen. Der zweite Teil wird anschließend durch eine Gegenüberstellung der betrachteten Direktmarketing-Instrumente abgerundet.
Der dritte Teil beschäftigt sich mit dem Einsatz elektronischer Medien im Direktmarketing. In diesem Zusammenhang wird u.a. auf die Notwendigkeit einer Database eingegangen. Schließlich werden notwendige Veränderungen durch den Einsatz elektronischer Medien aufgezeigt. An dieser Stelle seien die Stichwörter Permission-Marketing und One-to-One-Marketing genannt, um von hier aus im vierten Teil den Übergang auf mobile Kommunikationsmedien zu ermöglichen. Hier steht eine allgemeine Betrachtung im Vordergrund.
Der fünfte Teil stellt SMS als Direktmarketing-Medium in den Vordergrund und geht hierbei näher auf die Möglichkeiten ein, zum einen allgemeingültig, zum anderen an einem konkreten Anwendungsbeispiel.
Schließlich wird im sechsten Teil ein Fazit der vorhergegangenen Betrachtungen gezogen und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen gegeben.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | 4 | |
| Abbildungsverzeichnis | 6 | |
| 1. | Einleitung | 8 |
| 1.1 | Problemstellung | 8 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 9 |
| 2. | Direktmarketing - Grundlagen | 10 |
| 2.1 | Einordnung im Marketing | 10 |
| 2.2 | Historische Entwicklung | 12 |
| 2.3 | Erscheinungsformen des Direktmarketing | 14 |
| 2.3.1 | Mailing | 15 |
| 2.3.2 | Telemarketing | 16 |
| 2.3.2.1 | Telefon | 17 |
| 2.3.2.2 | Fax | 19 |
| 2.3.3 | 20 | |
| 2.4 | Rechtliche Grundlagen des Direktmarketing | 21 |
| 2.5 | Erkenntnisse der Konsumentenforschung zur Wirksamkeit klassischer Direktmarketingmaßnahmen | 24 |
| 2.6 | Bewertung von Direktmarketing-Instrumenten | 27 |
| 3. | Aktuelle Grundlagen beim Einsatz elektronischer Medien im Direktmarketing | 28 |
| 3.1 | Database-Marketing als Voraussetzung zum Einsatz elektronischer Medien im Direktmarketing | 29 |
| 3.1.1 | Notwendigkeit und Anforderungen einer Database als Grundlage für das Direktmarketing | 30 |
| 3.1.2 | Wege zum Aufbau einer Database | 32 |
| 3.2 | Zukunftspotential elektronischer Direktmarketing-Instrumente | 33 |
| 3.3 | Veränderungen des Direktmarketing durch den Einsatz elektronischer Medien | 36 |
| 3.3.1 | Permission Marketing | 36 |
| 3.3.1.1 | opt-out | 39 |
| 3.3.1.2 | opt-in | 40 |
| 3.3.2 | One-to-One-Marketing | 41 |
| 4. | Übertragung des elektronischen Direktmarketing auf mobile Kommunikationsmedien | 43 |
| 4.1 | Grundannahmen | 44 |
| 4.2 | Technische Möglichkeiten und deren Verbreitung | 45 |
| 4.2.1 | GSM | 45 |
| 4.2.1.1 | SMS | 46 |
| 4.2.1.2 | Cell Broadcast | 49 |
| 4.2.1.3 | WAP | 50 |
| 4.2.2 | UMTS | 52 |
| 4.3 | Besonderheiten bei mobilen Kommunikationsmedien | 53 |
| 4.4 | Rechtliche Einschränkungen | 55 |
| 4.5 | Übertragung von Erkenntnissen der Konsumentenforschung auf mobiles Direktmarketing | 55 |
| 5. | Realisierung der mobilen Werbung | 57 |
| 5.1 | Mögliche Werbeformen | 57 |
| 5.1.1 | WAP | 57 |
| 5.1.2 | SMS | 59 |
| 5.2 | Kosten-Nutzenbetrachtung | 61 |
| 5.3 | Werbung per SMS am Beispiel „Lenscare AG“ | 63 |
| 5.3.1 | Umsetzung | 63 |
| 5.3.2 | Erfolge | 64 |
| 6. | Fazit | 65 |
| Anhang | 68 | |
| Literaturverzeichnis | 74 |
3.3.1.2 opt-in Das opt-in-Verfahren ist im Gegensatz zum opt-out das Permission-Marketing auf Vertrauensbasis, der Kunde entscheidet sich freiwillig für Werbung und dementsprechend dafür, dem Unternehmen seine Daten anzuvertrauen130. Dementsprechend kann das Permission Marketing hier seine oben erwähnten Vorteile voll ausspielen und im Vergleich zu normalen Printmailings zehnmal so hohe Responseraten erzielen131. Weiterentwicklungen des einfachen opt-in sind das confirmed opt-in, bei dem der Empfänger sofort eine Bestätigungsmail mit Kündigungsmail erhält, falls er es sich doch anders überlegt haben sollte132 und das double-opt-in133. Mit letzterem soll vermieden werden, dass der potentielle Empfänger von einer anderen Person mit seiner E-Mail-Adresse eingetragen wurde. Er bekommt eine E-Mail und muss den Empfang folgender Mails erneut bestätigen134. Dies soll unfreiwillige Empfänger vor weiteren E-Mails (oder sonstigem Direktmarketing) schützen und den Versender stärker rechtlich absichern135. Dieses Verfahren stellt sicher, dass nur absolut überzeugte User die Werbung erhalten. Doch gleichzeitig stellt sich die Frage, ob dieses Verfahren nicht auch interessierte, potentielle Kunden, die sich beispielsweise nur über Neuerungen informieren möchten, mit einem zu großen Aufwand durch die erneute Beantwortung abschrecken könnte. Zweifelsfrei ist dieses Verfahren sinnvoll, sobald sich für den Empfänger irgendwelche Verpflichtungen ergeben. Bei reinen Basisinformationen könnte demgegenüber in Erwägung gezogen werden, nur das bestätigte opt-in-Verfahren anzuwenden. Dem Kunden muss jedoch immer eine einfache Kündigungsmöglichkeit als Vertrauensbeweis seitens des Unternehmens entgegengebracht werden. Solange die Stornierungsmöglichkeit funktioniert, muss genau geprüft werden, ob [...]
3.3.1.1 opt-out Das opt-out-Verfahren stellt die einfachste Form des Permission Marketing dar: es wird davon ausgegangen, dass der Kunde die Zustimmung zur Werbung übersieht (beispielsweise bei einer Bestellung im Internet) und sich somit nicht aktiv aus der Mailingliste austrägt126, daher auch der Name „optout“. Hinter diesem Ansatz steckt die Vorstellung, dass die Zustimmung des Kunden rein formell zu bewerten ist – also lediglich vor dem rechtlichen Hintergrund – aber weniger mit der jeweiligen Einstellung zum Produkt / zur Dienstleistung zu tun hat127. In der Grundtendenz widerspricht dies dem Gedanken des Permission Marketing, Fremde zu Freunde zu machen und diese Freunde zu Kunden. Gerade diese so „überrumpelten“ Kunden dürften zu den 85% gehören, die den Absender als „unangenehm“ empfinden128, zeigt sich hierin doch deutlich, wie wenig vertrauensvoll mit den Kundendaten umgegangen wird. Zum Teil wird diese Strategie des opt-out zur Zufriedenstellung der Kapitalgeber genutzt: viele registrierte Kunden werden häufig besser bewertet als wenige, hochwertige Kontakte129. [...]
- 40 alle Zeiten. Dementsprechend muss dem Umworbenen die Möglichkeit gegeben werden, sich jederzeit von der jeweiligen Werbung abzumelden118. Andererseits sollte es Ziel jedes Werbetreibenden sein, die Erlaubnis dauerhaft zu halten und auf weitere Dienste auszudehnen119. Hieraus folgt die Betrachtung des „Lifetime-Value“ eines (Neu-)Kunden als wichtigste Größe, gegenüber der Erfolgsmessung einer einzigen Kampagne120. Ganz im Sinne von Godin, der den Prozess des Permission Marketing in fünf Phasen untergliedert: von einer situationsbezogenen Zustimmung hin zu der von ihm als „intravenös“ bezeichneten Erlaubnis121, d.h. einer komplett vorbehaltslosen Zustimmung des Konsumenten. Jede Kontaktaufnahme ohne Erlaubnis bezeichnet er als „Spam“122. Wobei sich der „Spam“-Begriff zwischenzeitlich in der Umgangssprache durchgesetzt hat. Der durchs „spamming“ verursachte volkswirtschaftliche Schaden wird in Europa mit über 9 Mrd. Euro pro Jahr beziffert123. Wurde unter 3.1.2 angesprochen, welche generellen Möglichkeiten zur Kundendatenbeschaffung im Rahmen des Database-Marketing bestehen, so stellt sich im Rahmen des Permission Marketing die Frage, auf welchem Wege die Zustimmung des Kunden gewonnen werden kann. Es ist bekannt, dass Kunden häufig ihre Daten nur angeben, wenn Sie sich hiervon einen Nutzen versprechen124. Aber alleine die Angabe der persönlichen Daten berechtigt noch nicht zum Permission Marketing. Hier gilt es, beispielsweise einen Newsletter zu kreieren, der für den Kunden einen realen Mehrwert bietet um sich so, Schritt für Schritt, die Erlaubnis zum Permission Marketing zu erarbeiten. Eine andere Möglichkeit sind beispielsweise vom Konsumenten erlaubte Werbe-E-Mails gegen Gutschrift eines geringen Geldbetrages auf einem virtuellen Konto des jeweiligen Kunden beim Werbenden. Hierbei stellt [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832453688
Arbeit zitieren:
Sohr, Britta Februar 2002: Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung elektronischer Medien im Direktmarketing unter besonderer Berücksichtigung von SMS, Hamburg: Diplomica Verlag
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Mobilfunk, Direktmarketing, SMS, elektronische Medien, mobiles Marketing



