Möglichkeiten der Bearbeitung der südostasiatischen Märkte für kleine und mittlere deutsche Unternehmen durch eine Niederlassung in Singapur oder Malaysia
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Hug
- Abgabedatum: Januar 1998
- Umfang: 111 Seiten
- Dateigröße: 681,9 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Worms Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0693-6
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0693-6 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0693-6 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hug, Michael Januar 1998: Möglichkeiten der Bearbeitung der südostasiatischen Märkte für kleine und mittlere deutsche Unternehmen durch eine Niederlassung in Singapur oder Malaysia, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: AFTA, ASEAN, Asien, Kleine und mittlere Unternehmen
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Diplomarbeit von Michael Hug
Gang der Untersuchung:
Diese Diplomarbeit soll eine sehr praxisrelevante Arbeit sein. Zielsetzung war, eine Guideline für interessierte Unternehmen zu schaffen. Die Zielgruppe sind kleine und mittlere deutsche Unternehmen, die schon internationalisiert sind oder im Begriff dazu sind, sich zu internationalisieren.
Der Blick soll dabei auf die stark wachsenden Volkswirtschaften Südostasiens gelenkt werden - auf die Staaten, die sich zur ASEAN, der Association of Southeast Asian Nations, zusammengeschlossen haben. Dieser Zusammenschluß hat zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit, im Sommer 1997, sein 30-jähriges Bestehen gefeiert. Konzentriert dargestellt werden sollen die Standorte Singapur und Malaysia, welche geografisch ziemlich genau in der Mitte der Staatengemeinschaft und des sich bildenden einheitlichen Wirtschaftsraumes der ASEAN Free Trade Area (AFTA) befinden.
Zunächst soll darauf eingegangen werden, warum ein Engagement in der Region gerade auch für KMU sinnvoll ist und wie die momentane Situation aussieht - auch unter Berücksichtigung der aktuellen Finanz-, Währungs- und Wirtschaftskrise, welche die meisten der hier behandelten Länder betroffen hat. Im folgenden wird en detail auf die beiden Länder Singapur und Malaysia eingegangen und interessante Formen des Engagements für deutsche KMU in diesen beiden Ländern vorgestellt. Auf eigenen empirischen Untersuchungen basieren die dann dargestellten Vergleiche von Vorteilen und Nachteilen der Investitionsstandorte Singapur und Malaysia mit Hinweis auf Schwierigkeiten, Widerstände und Grenzen, auf die KMU dort stoßen können. Die Arbeit wird abgerundet durch einen vertieften Blick auf den Stand des Fortschrittes der wirtschaftlichen Integration der südostasiatischen Länder - wichtigstes Stichwort ist hier die AFTA.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | 2 | |
| ASEAN-Staaten im Überblick | 7 | |
| I. | Einleitung. | 8 |
| II. | Südostasien - Wachstumsregion Nr. 1. | 11 |
| 1. | Hintergründe und Entwicklungen | 11 |
| 2. | Die aktuelle Währungs- und Finanzkrise - der Anfang vom Ende? | 13 |
| III. | Deutsche KMU in Südostasien | 16 |
| 1. | Die Chancen für deutsche KMU in Südostasien | 16 |
| 2. | Wichtig: Vor-Ort-Präsenz | 17 |
| 3. | Die Position deutscher KMU in der Region | 18 |
| IV. | Standort Singapur | 21 |
| 1. | Länderbeschreibung Singapur: Geographie, Politik, Bevölkerung | 21 |
| 2. | Wirtschaftliche Rahmendaten | 22 |
| 3. | Wirtschaftsentwicklung | 25 |
| 4. | Möglichkeiten des Engagements für deutsche KMU in Singapur | 27 |
| 4.1 | Vertreter | 27 |
| 4.2 | Repräsentanz (representative office) | 27 |
| 4.3 | Zweigniederlassung (branch office) | 28 |
| 4.4 | Tochterfirma in Form einer Kapitalgesellschaft | 30 |
| 4.4.1 | Gründung und Registrierung | 30 |
| 4.4.2 | Kapital | 30 |
| 4.4.3 | Gesellschafter | 31 |
| 4.4.4 | Haftung | 31 |
| 4.4.5 | Geschäftsführung | 31 |
| 4.4.6 | Jahresabschluß | 32 |
| 4.4.7 | Steuern | 32 |
| 4.5 | Vertriebskooperation - anhand von zwei praktischen Beispielen | 33 |
| 4.5.1 | Roller/Bock Representative Office | 33 |
| 4.5.2 | German Precision Tools Pte Ltd | 34 |
| 4.6 | Produktionsstätte | 35 |
| 4.7 | German Centre | 37 |
| 4.7.1 | Entstehungsgeschichte des German Centre | 37 |
| 4.7.2 | Allgemeine Daten | 38 |
| 4.7.3 | Kosten und Konditionen | 39 |
| 4.7.4 | Serviceangebote, Lage und Erfolg des German Centre | 39 |
| 4.7.5 | Erfahrungen nach zwei Jahren German Centre Singapur | 41 |
| 4.8 | Aufenthaltsrecht und Arbeitserlaubnis für Entsendungspersonal | 42 |
| 4.9 | Kosten eines Engagements in Singapur | 44 |
| 5. | Facilitators in Singapur | 45 |
| 5.1 | DIHT-Delegiertenbüro | 45 |
| 5.1.1 | Allgemeine Unterstützung | 45 |
| 5.1.2 | Company Pool | 46 |
| 5.1.3 | German Technology Symposium (GTS) im Internet | 46 |
| 5.2 | Institutionen der Bundesländer | 47 |
| 5.2.1 | NRW S.E. Asia Pte Ltd | 47 |
| 5.2.2 | Baden-Württemberg Agency for International Economic Cooperation (GWZ) | 48 |
| 5.3 | Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) | 48 |
| 5.4 | Economic Development Board Singapur | 48 |
| 5.5 | Trade Development Board Singapur | 49 |
| 5.6 | German Singapore Institute (GSI) | 49 |
| 6. | Singapur als Investitionsstandort | 50 |
| 6.1 | Vorteile | 50 |
| 6.2 | Schwierigkeiten und Probleme deutscher Unternehmen in Singapur | 51 |
| 6.2.1 | Problembereich Kosten | 52 |
| 6.2.2 | Problembereich Markt / Produkt / Service | 53 |
| 6.2.3 | Problembereich Zusammenarbeit mit Agenten | 55 |
| 6.2.4 | Problembereich Mitarbeiter / Arbeitsmarkt | 56 |
| 6.2.5 | Problembereich Kultur und Mentalität | 58 |
| 6.2.6 | Problembereich sonstige Ländereigenheiten | 60 |
| V. | Standort Malaysia | 62 |
| 1. | Länderbeschreibung Malaysia: Geographie, Politik, Bevölkerung | 62 |
| 2. | Bumiputra-Politik | 63 |
| 3. | Wirtschaftliche Rahmendaten | 65 |
| 4. | Wirtschaftsentwicklung | 65 |
| 5. | Die "Vision 2020" | 66 |
| 6. | Möglichkeiten des Engagements für deutsche KMU in Malaysia | 67 |
| 6.1 | Vertreter | 67 |
| 6.2 | Repräsentanz (representative office) | 68 |
| 6.3 | Regionalbüro (regional office / operational headquarter) | 68 |
| 6.4 | Zweigniederlassung (branch office) | 69 |
| 6.5 | Tochterfirma in Form einer Kapitalgesellschaft | 70 |
| 6.5.1 | Gründung und Registrierung | 71 |
| 6.5.2 | Kapital | 72 |
| 6.5.3 | Gesellschafter / Verteilung des Eigenkapitals | 72 |
| 6.5.4 | Haftung | 75 |
| 6.5.5 | Geschäftsführung | 75 |
| 6.5.6 | Jahresabschluß | 76 |
| 6.5.7 | Steuern | 76 |
| 6.6 | Produktionsstätte | 77 |
| 6.7 | Aufenthaltsrecht und Arbeitserlaubnis für Entsendungspersonal | 77 |
| 6.8 | Kosten eines Engagements in Malaysia | 79 |
| 7. | Facilitators in Malaysia | 80 |
| 7.1 | AHK-Unterstützung (Malaysian-German Chamber of Commerce) | 80 |
| 7.2 | MIDA (Malaysian Industrial Development Authority) | 81 |
| 7.3 | German Malaysian Institute (GMI) | 83 |
| 8. | Malaysia als Investitionsstandort | 83 |
| 8.1 | Vorteile | 83 |
| 8.2 | Schwierigkeiten und Probleme deutscher Unternehmen in Malaysia | 84 |
| 8.2.1 | Problembereich Kosten | 85 |
| 8.2.2 | Problembereich Markt / Produkt / Service | 85 |
| 8.2.3 | Problembereich Zusammenarbeit mit Agenten | 85 |
| 8.2.4 | Problembereich Mitarbeiter / Arbeitsmarkt | 85 |
| 8.2.5 | Problembereich Kultur / Mentalität | 86 |
| 8.2.6 | Problembereich sonstige Ländereigenheiten | 87 |
| VI. | Die wirtschaftliche Integration in Südostasien | 88 |
| 1. | Bedeutung der Region für in Singapur und Malaysia niedergelassene KMU | 88 |
| 2. | Bestehende Handelshemmnisse | 88 |
| 3. | Stand der wirtschaftlichen Integration in Südostasien | 89 |
| 3.1 | Wachstumsdreiecke (Growth Triangles) | 90 |
| 3.1.1 | Südliches Dreieck Singapur-Malaysia-Indonesien | 90 |
| 3.1.2 | Nördliches Dreieck Indonesien-Malaysia-Thailand | 90 |
| 3.1.3 | Östliches Dreieck Brunei Darussalam-Indonesien-Malaysia-Philippinen | 91 |
| 3.2 | ASEAN und die Freihandelszone AFTA | 91 |
| 3.2.1 | ASEAN-Geschichte | 91 |
| 3.2.2 | Freihandelszone AFTA | 93 |
| 3.2.2.1 | Der Zollabbau via CEPT | 96 |
| 3.2.2.2 | Vorteile der AFTA für deutsche KMU | 99 |
| VII. | Schlußbetrachtung | 101 |
| Abkürzungsverzeichnis | 104 | |
| Literaturverzeichnis | 106 |
Die nach Singapur zu schickenden Manager sollten sehr adaptionsfähig sein bezüglich der örtlichen Kultur und auch der Kultur in den südostasiatischen Nachbarländern, da ja dies die Volumenmärkte sind und Singapur in den meisten Fällen nur ein regionales „Sprungbrett“ darstellt. Die Manager einer Singapur-Niederlassung werden daher oft in diesen Nachbarländern unterwegs sein und mit der dortigen Kultur konfrontiert werden. Auch wenn im allgemeinen darauf geachtet werden sollte, daß langfristig die Geschäfte deutscher Firmen in Asien in der Mehrheit durch asiatische Mitarbeiter getätigt werden sollten (denn so gibt es weniger mentalitätsbedingte Schwierigkeiten), so muß gesagt werden, daß bei bestimmten Aufgaben und in manchen Situationen die Präsenz deutscher Führungskräfte durchaus Vorteile hat. Deutsche Manager genießen hohe Akzeptanz zum Beispiel bei Preisverhandlungen oder repräsentativen Aufgaben. Das Know-how dieser Personen wird in der Regel hoch eingeschätzt. Hier haben KMU sogar einen Vorteil gegenüber Großunternehmen, weil bei kleinen Unternehmen oft der Eigentümer bzw. Geschäftsführer selbst sich engagiert und Verhandlungen führt. Dieses persönliche Engagement und Auftreten des „Chefs“ gilt in den Augen der asiatischen Geschäfts- und Gesprächspartner als besondere Wertschätzung und signalisiert die Ernsthaftigkeit des Interesses. [...]
Im Umgang mit singapurischen Geschäftspartnern sind einige grundlegende Verhaltensweisen zu beachten. Grundsätzlich ist arrogantes Auftreten fehl am Platz. Ein zurückhaltendes Wesen und ein gewisser Respekt vor den Leistungen der Asiaten ist anzuraten. Aufgrund der vielfältigen kulturellen Unterschiede will der Umgang mit Chinesen gelernt sein. Insbesondere müsse alles unterbleiben, was einen „Gesichtsverlust“ beim einheimischen Geschäftspartner verursachen könnte. Hierzu gehören zum Beispiel zu enge Terminvorgaben, die der singapurische Partner von vorne herein nicht einhalten kann, wobei das Nichteinhalten des Termines schon einen Gesichtsverlust beim Singapurer hervorrufen würde. Man sollte auch zurückhaltend sein mit Kritik an anderen Menschen, insbesondere im Beisein von anderen Personen. Kritik bedeutet ebenfalls Gesichtsverlust. Auch muß man wissen, daß man von chinesischen Geschäftspartnern niemals ein direktes „Nein“ hören wird, vielmehr deuten Antworten wie „maybe“ oder „I Try“ auf eine Verneinung hin. Chinesen verwenden in der Regel kein direktes Nein, weil sie beim Gesprächspartner eben keinen Gesichtsverlust verursachen wollen. Dieses Phänomen des Gesichtsverlustes ist wahrscheinlich das wichtigste, was man in Singapur und der chinesischen Welt im Allgemeinen beachten muß, insbesondere weil es ähnliches in unserer vertrauten weltlichen Kultur nicht in diesem Maß gibt. Wichtig für des Singapur-Geschäft ist deshalb vor allem auch die richtige Managerauswahl für die Niederlassung vor Ort. [...]
In den allermeisten Fällen hat man als Geschäftspartner mit der chinesischen Bevölkerungsgruppe zu tun. Generell gilt: Sehr wichtig im chinesischen Geschäftsleben sind gute, persönliche Kontakte. Die Chinesen unter sich bauen ebenfalls umfangreiche Beziehungsgeflechte auf - das geläufige Wort dafür ist guanxi. Deshalb ist ein networking auch für deutsche Geschäftsleute dringend anzuraten, denn - wie Asienexperte Gerd Krämer es ausdrückte - „es kommt nicht so darauf an, was Du weißt, sondern wen Du kennst...“74 Diese Beziehungsgeflechte aufzubauen dauert eine gewisse Zeit, es ist jedoch langfristig lohnenswert. Gerade auch im Nachbarland Indonesien, welches ja oft von Singapur aus bearbeitet wird, sind per72 73 [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832406936
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AFTA, ASEAN, Asien, Kleine und mittlere Unternehmen



