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Möglichkeiten, Chancen und Grenzen umweltfreundlicher Produktionsverfahren als Teil des integrierten Umweltschutzes

Möglichkeiten, Chancen und Grenzen umweltfreundlicher Produktionsverfahren als Teil des integrierten Umweltschutzes
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Meike Janssen
  • Abgabedatum: März 1997
  • Umfang: 115 Seiten
  • Dateigröße: 5,0 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2625-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2625-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2625-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Janssen, Meike März 1997: Möglichkeiten, Chancen und Grenzen umweltfreundlicher Produktionsverfahren als Teil des integrierten Umweltschutzes, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Emission, Produktion, Umwelt, Integriert, Stoffströme

Diplomarbeit von Meike Janssen

Einleitung:

Die industrielle Produktion steht auf allen Stufen in vielfältigen Austauschbeziehungen zur natürlichen Umwelt. Offene Stoffflüsse belasten die Umwelt vor allem durch die Entnahme natürlicher Ressourcen (Rohstoffe, Hilfsstoffe und Energie) und durch produktionsbedingte Emissionen u.a. in Form von Schadgasen, Abwässern, Abfällen und Reststoffen. Die konkrete Belastung der Umweltmedien Wasser, Luft und Boden hängt jedoch stark vom jeweiligen Produktionsverfahren und den verwendeten bzw. hergestellten Stoffen ab.

In der vorliegenden Arbeit soll aufgezeigt werden, welche Möglichkeiten umweltfreundlicher Produktionsverfahren im Sinne des integrierten Umweltschutzes theoretisch vorhanden sind, welche Chancen in der ökonomischen Realität bestehen und an welche Grenzen der integrierte Umweltschutz insgesamt stoßen kann.

Deutschland ging auf dem Umweltgipfel der Vereinten Nationen 1992 in Rio de Janeiro zusammen mit vielen anderen Ländern der Erde eine Verpflichtung zur nachhaltigen umweltverträglichen Entwicklung (Sustainable Development) ein. Ein Beitrag zur Einlösung dieser Verpflichtung ist das im Frühjahr 1994 verabschiedete Kreislaufwirtschaftsgesetz mit dem politischen Motiv der umweltfreundlichen Umgestaltung des Wirtschaftssystems. Konkret bedeutet dies, dass das Produktions- und Fertigungssystem mit seinen vielen Abfallströmen und ungewollten Nebenprodukten dahingehend umgestaltet werden soll, dass davon soviel wie möglich wiederverwendet werden kann. Die Durchflusswirtschaft soll also in eine Kreislaufwirtschaft umgestaltet werden. Zur Verwirklichung dieser Idealvorstellung sind jedoch eine kritische Überprüfung und ein Umdenken des hochvernetzten Produktionssystems erforderlich. Der Weg der nachhaltigen, zukunftsverträglichen Entwicklung kann nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammern Nordrhein-Westfalens der des produktionsintegrierten Umweltschutzes sein.

Die wesentliche Aufgabe des integrierten Umweltschutzes ist die vorsorgende Verhinderung von Umweltschäden. Die üblicherweise am Ende eines Produktionsprozesses auftretenden Schäden werden hierbei nicht durch Nachsorgetechnologien (z.B. Filter, Rauchgasentschwefelungsanlagen usw.) reduziert, sondern im Sinne eines präventiven Umweltschutzes bereits an der Quelle vermieden. Dazu müssen Produktionsverfahren und Produkte bereits bei der Konzeption so ausgelegt, optimiert und aufeinander abgestimmt werden, dass Abgase, Abwässer und Abfälle gar nicht erst entstehen können. Unvermeidbare Reststoffe können durch Kreislaufschließung und Vernetzung in den Produktionsprozess zurückgeführt oder in anderen Prozessen als Hilfs- oder Rohstoffe wieder eingesetzt werden. Dazu gehört ferner, dass auch die Produkte selbst aus umweltschonenden Stoffen hergestellt und durch umweltfreundliche Benutzbarkeit gekennzeichnet sind. Am Ende der Produktlebenszeit sollen sie in ihren Komponenten oder Ausgangsmaterialien so weit wie möglich wiederverwertbar sein.

Eine solche Vorgehensweise kann am besten im Rahmen eines offensiven Umweltmanagements durchgeführt werden. Bei diesem Konzept wird versucht, die traditionellen betriebswirtschaftlichen Ziele und Umweltanliegen soweit wie möglich gleichzeitig zu erreichen.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
2. Voraussetzungen für den Einsatz von umweltfreundlichen Produktionsverfahren 2
2.1 Prozessbilanzierung – Licht in das Dunkel der Black-Box 4
2.1.1 Erstellung einer Prozessbilanz 8
2.1.2 Bewertung und Maßnahmenplanung 12
2.2 Personelle und organisatorische Voraussetzungen 19
2.2.1 Voraussetzungen im Personalbereich 19
2.2.2 Organisatorische Voraussetzungen 23
3. Bestandteile und Grenzen des produktionsintegrierten Umweltschutzes 26
3.1 Variation des Inputs 29
3.2 Throughput – umweltfreundliche Prozesse 34
3.2.1 Optimierung bestehender Verfahren 39
3.2.1.1 Verkürzung der Prozessketten 39
3.2.1.2 Erneuerung bzw. Änderung der Verfahrenstechnik 48
3.2.1.3 Verbesserung der Rohstoff- und Materialausnutzung 55
3.2.1.4 Primäre Emissionsminderung 59
3.2.2 Entwicklung und Einsatz neuer Verfahren 63
3.2.3 Vernetzung und Schließung von Stoffströmen 73
3.2.3.1 Schaffung von Kreisläufen innerhalb des Produktionsprozesses 73
3.2.3.2 Recycling innerhalb des Produktionsprozesses 75
3.3 Output – umweltfreundliche Produkte 82
3.4 Grenzen des produktionsintegrierten Umweltschutzes 85
4. Wirtschaftlichkeit von umweltfreundlichen Produktionsverfahren 87
4.1 Investitionen 93
5. Umweltfreundliche Produktionsverfahren und Öko-Audit 96
6. Schlussfolgerungen 99
Literatur

Arbeit zitieren:
Janssen, Meike März 1997: Möglichkeiten, Chancen und Grenzen umweltfreundlicher Produktionsverfahren als Teil des integrierten Umweltschutzes, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Emission, Produktion, Umwelt, Integriert, Stoffströme

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