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Die Möglichkeit einer einheitlichen und kontinuierlichen Gästezufriedenheitsmessung im Land Salzburg

Die Möglichkeit einer einheitlichen und kontinuierlichen Gästezufriedenheitsmessung im Land Salzburg
Über dieses Buch
  • Art: Magisterarbeit
  • Autor: Brigitte Webersdorfer
  • Abgabedatum: November 2002
  • Umfang: 126 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6590-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6590-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6590-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Webersdorfer, Brigitte November 2002: Die Möglichkeit einer einheitlichen und kontinuierlichen Gästezufriedenheitsmessung im Land Salzburg, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kundenzufriedenheit, Qualitätsmanagement, Tourismus, Österreich, Zufriedenheitsmessung

Magisterarbeit von Brigitte Webersdorfer

Einleitung:

Qualitätsmanagement und in weiterer Folge Gästezufriedenheit sollte in der Tourismuswirtschaft ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung sein. Die zentrale Aussage alle Modelle betrifft die Frage wie sich Dienstleistungsqualität zusammensetzt und aus welchen Komponenten sich ein Kunde ein Qualitätsurteil bildet. Kundenzufriedenheit ist zwar mit der Dienstleistungsqualität verbunden, aber wird als eigenes theoretisches Konstrukt behandelt. Im Basismodell führt ein Vergleich der eigenen Erwartungen und der subjektiv wahrgenommenen Leistung zur Zufriedenheit.

In einer empirischen Erhebung im Land Salzburg wurden Verantwortliche der Tourismuswirtschaft mittels Fragebogen zu ihren bestehenden Gästezufriedenheits-messungen und ihrer Einstellungen dazu befragt. Die Analyse ergab, dass ein erfreulich hoher Anteil an Unternehmen zumindest eine Art der Zufriedenheitserhebung durchführt. Als Gründe gegen eine Erhebung wurde mit dem ausreichendem persönlichen Kontakt und einer aufwendigen Organisation argumentiert. Aus der Einstellungsbefragung konnten sechs Segmente identifiziert werden, die je nach ihrer Affinität zu Gästezufriedenheits-erhebungen einen bestimmten Typ darstellen. Der liberale Kontinuierliche und der enttäuschte Vergleichsinteressierte sind positiv gegenüber einer Einheitlichkeit und Kontinuität eingestellt. Demgegenüber stehen der fortschrittliche Allleingänger und der unsichere Interessierte, die Gästezufriedemheitsanalysen sehr gut finden. Komplett negativ eingestellt gegenüber einer einheitlichen und kontinuierlichen Gästebefragung sind der besserwissende Profi und der zugeknöpfte Skeptiker.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziel der Arbeit 2
1.3 Aufbau der Arbeit 3
2. Das touristische Produkt als Dienstleistung 5
2.1 Charakteristika einer Dienstleistung 5
2.2 Klassifizierung von Dienstleistungen 7
3. Qualitätsmanagement 9
3.1 Der Begriff der Dienstleistungsqualität 9
3.2 Dienstleistungsqualität als theoretisches Konstrukt 12
3.2.1 Allgemeines 12
3.2.2 Total Quality Management als Ansatzpunkt 12
3.2.3 Das GAP Modell der Dienstleistungsqualität 16
3.2.4 Dynamisches Prozessmodell der Servicequalität 20
3.2.5 Qualitätsmodell nach Zeithaml 21
3.2.6 Beziehungsqualitäts-Modell nach Liljander/Strandvik 23
3.2.7 4Q-Modell von Gummesson und Kundenzufriedenheitsmodell nach Grönroos 25
4. Kundenzufriedenheit 26
4.1 Die Entstehung von Kundenzufriedenheit 26
4.1.1 Kundenzufriedenheit als theoretisches Konstrukt 26
4.1.2 Basismodell zur Entstehung von Kundenzufriedenheit 27
4.1.3 Entstehung der Erwartungshaltung 29
4.1.4 Einflüsse auf die Wahrnehmung einer Leistung 30
4.1.5 Auswirkungen von Kundenzufriedenheit 31
4.2 Der Zusammenhang von Dienstleistungsqualität und Kundenzufriedenheit 34
4.3 Ebenen der Kundenzufriedenheitsforschung 36
4.4 Das Konzept der Kundenorientierung 39
4.4.1 Qualität durch Kundenorientierung 39
4.4.2 Kundenorientierung mittels Kennzahlen 40
4.5 Grenzen der Kundenzufriedenheit und der Kundenorientierung 42
4.6 Bedeutung von Gästezufriedenheit für den Tourismus 44
4.7 Argumente für eine kontinuierliche Gästezufriedenheits-analyse 46
4.8 Argumente für eine einheitliche Gästezufriedenheitsanalyse 49
5. Messung von Gästezufriedenheit 51
5.1 Möglichkeiten zur Messung von Gästezufriedenheit 51
5.1.1 Objektive Messansätze 53
5.1.2 Subjektive Messansätze 55
5.2 SERVQUAL als Möglichkeit zur Messung von Dienstleistungsqualität 63
5.3 Analyse und Interpretation der Forschungsergebnisse 64
6. Situation der Tourismuswirtschaft in Salzburg 65
6.1 Darstellung des touristischen Angebots 65
6.2 Darstellung der touristischen Nachfrage 68
6.3 Exkurs: Ergebnisse der Gästebefragung Österreich (GBÖ) 71
7. Gästezufriedenheitsanalyse in Salzburg 73
7.1 Aufbau und Ablauf der Studie 73
7.2 Modell „Entscheidungsprozess zur Verwendung von Gästezufriedenheitsanalysen“ 74
7.3 Entwicklung des Erhebungsinstruments 76
7.4 Erhebung in Hotellerie, Gastronomie, Freizeitbetrieben und Tourismusorganisationen 76
7.5 Experteninterviews mit Local Players 77
7.6 Statistische Methoden 78
8. Ergebnisse der empirischen Studie 79
8.1 Ergebnisse der Experteninterviews 79
8.2 Ergebnisse der Erhebung in Hotellerie, Gastronomie, Freizeitbetrieben und Tourismusorganisationen 82
8.2.1 Strukturinformationen 82
8.2.2 Non-Response Analyse 83
8.2.3 Zusammensetzung der Stichprobe 85
8.2.4 Gästezufriedenheitsanalysen im Land Salzburg 92
8.2.5 Verfügbare Marktforschungsbudgets der Salzburger Tourismus-wirtschaft 96
8.2.6 Analyse der Einstellung zur Gästezufriedenheitsmessung 99
9. Möglichkeiten für eine einheitliche und kontinuierliche Gästezufriedenheitsmessung 110
9.1 Wie ist die momentane Situation in der Salzburger Tourismuswirtschaft zu bewerten? 110
9.2 Ausblick 110
9.2.1 Wer sollte mit welchen Argumenten überzeugt werden? 110
9.2.2 Welche Vorteile sollten betont werden? 111
9.2.3 Wo bestehen Zweifel und Ängste? 111
Literaturverzeichnis 113
Anhang 120

Automatisiert erstellter Textauszug:

Die Ergebnisse von umfangreichen Studien belegen111: Zufriedene Gäste teilen ihre Erfahrungen im Durchschnitt drei weiteren Personen mit. Unzufriedene informieren durchschnittlich zehn Personen über ihre negative Erfahrung. Ein Unternehmen erhält im Durchschnitt von 96% seiner unzufriedenen Gästen keine Beschwerde oder sonstiges Feed-Back. Gäste, die sich bei einem Unternehmen beschweren, sind eher bereit dem Unternehmen und seinen Leistungen treu zu bleiben. Bis zu 70% der Gäste, die sich bei einem Unternehmen beschwert haben, behalten dennoch eine positive Einstellung zum Unternehmen. Wenn die Bearbeitung der Beschwerde als positiv und schnell erlebt wird, steigt diese Zahl auf 95%. Aus den Erkenntnissen der Kundenzufriedenheitsforschung lassen sich Möglichkeiten und Handlungsempfehlungen für den Tourismus ableiten, die das Ziel der Stärkung der Wettbewerbsposition unterstützen. Eine Analyse der Gästezufriedenheit kann eine Orientierungshilfe zur Planung und ein Frühwarnsignal für das Unternehmen darstellen, da mit Hilfe der Ergebnisse Kennzahlen entwickelt werden können, die wiederum im Zeitvergleich oder Vergleich mit Branchendurchschnitten weitere Aussagekraft erlangen. Aus den Ergebnissen einer Gästezufriedenheitserhebung kann eine Rückbestätigung ergriffener Maßnahmen der Kundenzufriedenheitsoptimierung geholt werden. Den Mitarbeitern wird durch die Einführung eines Fragebogens ein Motivationsinstrument bereitgestellt, das die Schärfung des Problembewusstseins fördern kann. Mit den aufbereiteten Ergebnissen kann der Unternehmer (Reiseveranstalter oder Incentives – Agenturen) bei Präsentationen oder bei Geschäftsabschlüssen punkten. Werden die Kundenbedürfnisse ermittelt, ist die Möglichkeit gegeben, das Produkt diesen Erwartungen anzupassen, um beispielsweise eine Stammkundensicherung zu erreichen. [...]

Obwohl die vorangehenden Kapitel die Bedeutung des Qualitätsmanagements und der Kundenzufriedenheit darstellen, wird an dieser Stelle ein eigenes Kapitel dem Nutzen und den Vorteilen von Gästezufriedenheitsmessungen gewidmet, nicht zuletzt wegen der Ergebnisse der nachfolgend dargestellten empirischen Studie.104 Häufig wird die Bedeutung der Qualität durch die PIMSStudien, die einen Zusammenhang zwischen der Qualität der Dienstleistung und dem Unternehmenserfolg abbilden, gerechtfertigt.105 Ein weiterer oft postulierter Zusammenhang besteht zwischen Preis und Qualität, wobei angenommen wird, dass die Qualität den erzielbaren Preis in Form einer positiven Korrelation beeinflusst106. Dieser Zusammenhang führt des weiteren zu Grundstrategien des strategischen Managements, die als Alternativen den Qualitätsführer und den Kostenführer darstellen.107 Bei der touristischen Dienstleistung bietet ein Kostenführer Preisvorteile; wird allerdings bei mangelnder Qualität zu einem Verursacher von Kosten. Kosten im Sinne der Produkthaftung, wie ein Ersatz der Kosten eines Hotelaufenthalts, oder Fluktuationskosten, Neuakquirierungskosten und Imagekosten entstehen durch mangelnde Qualität und unzufriedene Gäste.108 Deshalb ist tendenziell festzustellen, dass im Tourismus eine reine Kostenstrategie kontraproduktiv sein wird, da die erwähnten Kosten die Kalkulation in Frage stellen. Produkte und Dienstleistungen der Tourismuswirtschaft sind vergleichbar und ähnlich geworden, wodurch eine Differenzierung vor allem über Zusatzleistungen und Zusatznutzen erfolgen kann.109 Dabei gilt es nicht in eine Anspruchsinflation zu geraten, in der Gäste den Zusatznutzen bald als selbstverständlich ansehen und damit den Druck auf die Anbieter erhöhen.110 [...]

Objektive Daten Objektive Daten allein können nicht als Indikatoren gedeutet werden. Erst in Kombination mit anderen Merkmalen kann beispielsweise die Größe des Umsatzes als Aussage über die Kundenzufriedenheit herangezogen werden. Immaterielle Struktur Da Zusatzleistungen einen größeren Einfluss auf die Zufriedenheit haben als die Kernleistung an sich103 und diese Leistungen durch ihre vielfach immaterielle Struktur eine schlechte Messbarkeit besitzen, ist damit eine objektive Festlegung messbarer Indikatoren schwer möglich. Form der Zufriedenheit Es stellt sich die Frage, wie eine hohe Zufriedenheit bei den verschiedenen Gästen einzuordnen ist. Manche Gäste sind mit einem Zustand sehr zufrieden, den andere als weniger zufriedenstellend empfinden. Kommunikation von Zufriedenheit Ist ein Gast zufrieden, kommt er wieder oder erzählt weiter, wie zufrieden er war. Dem Unternehmen gegenüber kommuniziert er die Zufriedenheit selten. Unternehmenstreue kann jedoch auch mit den Präferenzen des Gastes zu tun haben („Ich will nicht wegfliegen, also fahr ich wieder nach Tirol) nicht unbedingt mit der Tatsache, dass er zufrieden war. Kommunikation von Unzufriedenheit Beschwerdegründe haben oft situative Einflüsse und Bedeutung, wodurch sich herrschende Unzufriedenheit nicht realitätsgetreu widerspiegelt. Eine weitere Problematik in diesem Bereich betrifft die „Nicht-Kommunikation“ von Unzufriedenheit. [...]

Arbeit zitieren:
Webersdorfer, Brigitte November 2002: Die Möglichkeit einer einheitlichen und kontinuierlichen Gästezufriedenheitsmessung im Land Salzburg, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kundenzufriedenheit, Qualitätsmanagement, Tourismus, Österreich, Zufriedenheitsmessung

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