Mögliche Einflüsse der Low Cost Airlines auf die Ferienfluggesellschaften der Reiseveranstalter
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Anke Hölzerkopf
- Abgabedatum: Mai 2006
- Umfang: 147 Seiten
- Dateigröße: 1,3 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Worms Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9832-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9832-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9832-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Hölzerkopf, Anke Mai 2006: Mögliche Einflüsse der Low Cost Airlines auf die Ferienfluggesellschaften der Reiseveranstalter, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Geschäftsmodell, Wettbewerbssituation, Konkurrenz, Strategie, Luftverkehr
In den Warenkorb
48,00 €
Diplomarbeit von Anke Hölzerkopf
Einleitung:
In den letzten Jahrzehnten wurde der europäische Luftverkehrsmarkt erheblichen Veränderungen unterzogen, die im Wesentlichen auf die Liberalisierung des Luftverkehrs zurückzuführen sind. Mit der dadurch geschaffenen Möglichkeit zur freien Preisbildung, freien Bestimmung der Kapazitäten und Frequenzen, dem Wegfall der Markteintrittsbarrieren sowie der nun existierenden Kabotagefreiheit wurde ein weitgehend freier Markt geschaffen.
Dies führte zu einer Nachfragesteigerung nach Flugreisen, wie es sie in dieser Form bisher noch nicht gegeben hat. Längst ist das Fliegen kein Luxusgut mehr und wird von breiten Schichten der Bevölkerung genutzt, so dass der Luftverkehr zu einem unverzichtbaren Teil des Gesamtsystems Verkehr geworden ist. Die Nachfragesteigerung wurde vor allem durch den verstärkten Markteintritt neuer Fluggesellschaften hervorgerufen, die mit innovativen und revolutionären Konzepten sowie niedrigen Preisen um Kunden werben.
Diesen neuen kostenbewussten Wettbewerbern, den so genannten Low Cost Airlines, wurden anfangs nur geringe Überlebenschancen am Markt eingeräumt. Mittlerweile setzen sich die Low Cost Airlines jedoch zunehmend auch auf dem europäischen Markt durch, indem sie den etablierten Fluggesellschaften preissensible Urlaubsreisende sowie preissensible Geschäftsreisende abwerben, vorwiegend neue Nachfrage generieren und dadurch gegen den allgemeinen Trend Umsätze und Gewinne steigern. Trotz einer Reihe von Marktaustritten bzw. Übernahmen in der Vergangenheit und Gegenwart und einer sich abzeichnenden Konsolidierung des Marktes werden die Low Cost Airlines auch weiterhin kontinuierlich Marktanteile gewinnen und mit ihrem komplexitätsreduzierten Preis- und Geschäftsmodell mittel- und langfristig eine feste Rolle im europäischen Luftverkehrsmarkt einnehmen.
Diese Entwicklung verdeutlicht den zunehmenden Konkurrenzkampf im Luftverkehrsmarkt in Zeiten eines immer geringeren wirtschaftlichen Wachstums und eines zunehmenden Kostendrucks auf die Unternehmen. Die etablierten Fluggesellschaften stehen nunmehr auf Grund der zunehmenden Angleichung der Geschäftsmodelle und dem Eintritt neuer Mitbewerber sowohl untereinander im Wettbewerb, als auch mit den Low Cost Airlines. Vor diesem Hintergrund stellt sich nun die Frage, inwieweit die etablierten Fluggesellschaften und insbesondere die Ferienfluggesellschaften mit den neuen Anbietern konkurrieren und welche möglichen Einflüsse und Herausforderungen sich daraus für den langfristigen Erfolg der Fluggesellschaften ergeben.
Die vorliegende Arbeit gibt zunächst einen ersten Einblick in die Thematik. An diese Einführung schließt sich ein Überblick über die Entwicklung des Luftverkehrs in den letzten Jahrzehnten an. Darauf aufbauend werden die beiden Geschäftsmodelle von Low Cost Airlines und Ferienfluggesellschaften verglichen. Anschließend befasst sich die Arbeit mit dem Marktumfeld und der aktuellen Wettbewerbssituation der Low Cost Airlines und Ferienfluggesellschaften im deutschen Luftverkehrsmarkt.
Darauf basierend wird dann das Ausmaß der Konkurrenz von Ferienfluggesellschaften und Low Cost Airlines eingehender analysiert und aufgezeigt, wie die Ferienfluggesellschaften der Konkurrenz durch die Low Cost Airlines bislang begegnet sind. Weiterhin wird am Beispiel einer Ferienfluggesellschaft untersucht, welche möglichen Reaktionen die anhaltende Konkurrenz durch die Low Cost Airlines gegenwärtig hervorrufen kann und welche dauerhaften Auswirkungen sich daraus für das Geschäftsmodell der Ferienfluggesellschaften ergeben können.
Vor diesem Hintergrund gibt die vorliegende Arbeit anschließend einen Ausblick auf die möglichen zukünftigen Entwicklungen im deutschen Ferienflugmarkt und schließt mit einer Schlussbetrachtung ab.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | VI | |
| Abbildungsverzeichnis | VII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Einführung in die Thematik | 1 |
| 1.2 | Aufgabenstellung und Zielsetzung | 2 |
| 1.3 | Begriffsabgrenzung | 3 |
| 1.3.1 | Linienfluggesellschaften | 3 |
| 1.3.2 | Ferienfluggesellschaften | 4 |
| 1.3.3 | Low Cost Airlines | 5 |
| 1.4 | Methodische Vorgehensweise | 6 |
| 2. | Entwicklung des Luftverkehrs in den letzten Jahrzehnten | 8 |
| 2.1 | Deregulierung und Liberalisierung des Luftverkehrs | 8 |
| 2.1.1 | Deregulierung des Luftverkehrsmarktes in den USA | 8 |
| 2.1.2 | Liberalisierung des Luftverkehrsmarktes in Europa | 10 |
| 2.2 | Auswirkungen der Liberalisierung für den europäischen Luftverkehr | 12 |
| 2.2.1 | Etablierung der Low Cost Airlines | 12 |
| 2.2.2 | Veränderung der Wettbewerbssituation | 14 |
| 2.2.3 | Wandel der Kundennachfrage und -bedürfnisse | 17 |
| 2.3 | Derzeitige Marktsituation | 19 |
| 3. | Vergleich der Geschäftsmodelle von Low Cost Airlines und Ferienfluggesellschaften | 22 |
| 3.1 | Aufbau und Ziel der beiden Geschäftsmodelle | 23 |
| 3.2 | Strategische Ausrichtung der beiden Geschäftsmodelle | 25 |
| 3.3 | Komponenten der beiden Geschäftsmodelle im Vergleich | 28 |
| 3.3.1 | Kosten-Management | 29 |
| 3.3.1.1 | Flugzeugflotte | 31 |
| 3.3.1.2 | Flughäfen | 33 |
| 3.3.1.3 | Flugplanung | 35 |
| 3.3.1.4 | Flugabfertigung | 37 |
| 3.3.1.5 | Personalwirtschaft | 39 |
| 3.3.1.6 | Sicherheit | 40 |
| 3.3.2 | Marketing-Management | 41 |
| 3.3.2.1 | Preispolitik | 42 |
| 3.3.2.2 | Produktpolitik | 46 |
| 3.3.2.3 | Vertriebspolitik | 49 |
| 3.3.2.4 | Kommunikationspolitik | 51 |
| 3.3.2.5 | Zielgruppen | 53 |
| 3.4 | Wesentliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Geschäftsmodelle | 55 |
| 4. | Wettbewerbssituation der Low Cost Airlines und Ferienfluggesellschaften | 59 |
| 4.1 | Marktumfeld der Low Cost Airlines | 59 |
| 4.1.1 | Marktteilnehmer | 59 |
| 4.1.2 | Marktstellung und Kennzahlen | 63 |
| 4.2 | Marktumfeld der Ferienfluggesellschaften | 69 |
| 4.2.1 | Marktteilnehmer | 69 |
| 4.2.2 | Marktstellung und Kennzahlen | 72 |
| 4.3 | Konkurrenzanalyse nach Porter | 75 |
| 4.3.1 | Wettbewerber in der Branche | 77 |
| 4.3.2 | Potenzielle neue Konkurrenten | 79 |
| 4.3.3 | Konkurrenz zu anderen Verkehrsmitteln | 80 |
| 4.3.4 | Verhandlungsstärke der Flughafenbetreiber | 84 |
| 4.3.5 | Verhandlungsstärke der Abnehmer | 85 |
| 4.4 | Ausmaß der Konkurrenz von Ferienfluggesellschaften und Low Cost Airlines | 87 |
| 5. | Reaktionen der Ferienfluggesellschaften auf die Konkurrenz durch die Low Cost Airlines am Beispiel der LTU | 92 |
| 5.1 | Hintergrund der Befragung | 92 |
| 5.1.1 | Die angewandte Forschungsmethode | 92 |
| 5.1.2 | Art der Befragung | 93 |
| 5.1.3 | Gestaltung des Fragebogens | 94 |
| 5.2 | Ergebnisse der Befragung | 95 |
| 5.2.1 | Ausgangslage | 96 |
| 5.2.2 | Veränderte Eigentümerstruktur | 96 |
| 5.2.3 | Neue Strategieausrichtung | 98 |
| 5.2.3.1 | Zusammenführung von LTU und dba | 99 |
| 5.2.3.2 | Auswirkungen auf den Marketing-Mix | 100 |
| 5.2.4 | Zusammenfassung | 106 |
| 5.3 | Handlungsempfehlungen für Condor und Hapagfly | 107 |
| 6. | Ausblick auf die potenziellen zukünftigen Entwicklungen im deutschen Ferienflugmarkt | 113 |
| 7. | Schlussbetrachtung | 116 |
| Anhangsverzeichnis | 118 | |
| Quellenverzeichnis | 129 | |
| Literaturverzeichnis | 129 | |
| Webseiten-Verzeichnis | 136 | |
| Sonstiges Verzeichnis | 141 |
einfache Verlinkungen zwischen den Webseiten von Germanwings und Centralwings bzw. Germanwings und Condor. Per Mausklick gelangt der Nutzer über einen Link zur Partner-Site im Internet und kann dort seinen Flug buchen. Auch zwischen HLX und Hapagfly bzw. dba und Air Berlin sowie zwischen dba und LTU bestehen derzeit Vertriebskooperationen, d. h. inhaltliche Verknüpfungen der Internetseiten. Der Nutzer kann hier sowohl nach Flugverbindungen der anbietenden Fluggesellschaft als auch nach Flugverbindungen des Partners suchen. Die Buchung findet jedoch immer auf der Website der anbietenden Fluggesellschaft statt. Darüber hinaus können Kunden beispielsweise auf der Internetseite von Air Berlin auch einen Flug der Fluggesellschaft Niki buchen. Hier haben die beiden Fluggesellschaften alle Verbindungen und Buchungsprozesse genau aufeinander abgestimmt und organisieren sowohl den Vertrieb als auch den Internetauftritt aus einer Hand. Ein Code-Share-Abkommen besteht auch zwischen Air Berlin und Hapagfly sowie zwischen Condor und Sun Express. Auch dba und LTU streben dies bis Ende des Jahres an.193 Noch haben die einzelnen marktführenden Low Cost Airlines jedoch sehr positive Zahlen vorzuweisen, wie die nachfolgende Abbildung verdeutlicht: [...]
Auch der Preis allein bringt nicht mehr die nötigen Passagierzahlen, um die Flugzeuge zu füllen, da die Nachfrage langsamer wächst als die Flotten der Fluggesellschaften.188 Neben europäischen Städten werden daher die Routen zu Warmwasserzielen der Ferienfluggesellschaften mit Flugzeiten bis zu drei Stunden auch weiterhin ins Visier der Low Cost Airlines geraten. Laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company ist das Ende des enormen Wachstums spätestens 2010 erreicht. Auf Grund des außerordentlichen Wettbewerbsdrucks werden wahrscheinlich nur wenige Low Cost Airlines den Verdrängungswettbewerb überstehen und nachhaltig profitabel operieren können. Der Marktanteil der Low Cost Airlines wird dann bei rund 25 % liegen.189 Auch die Unternehmensberatung Mercer Management Consulting kommt zu dem Schluss, dass bis zum Jahr 2010 nur drei oder vier Low Cost Airlines den Markt mit [...]
Nach ersten Marktaustritten und Fusionen bzw. Übernahmen fängt der Markt jedoch zunehmend an, sich zu konsolidieren. Ein abflachendes Wachstum ist unlängst zu beobachten, wie nachfolgende Abbildung verdeutlicht. Demnach ist eine auffallende Abnahme der durchschnittlichen jährlichen Wachstumszahlen im innereuropäischen Verkehr zu erkennen.185 Die Gründe dafür sind u. a. in dem zunehmenden Wettbewerb der Low Cost Airlines auf europäischen Strecken, der nach wie vor starken Position der Linien- und Ferienfluggesellschaften, den zunehmenden Überkapazitäten am Markt durch neue Marktteilnehmer sowie enormen Flugzeugbestellungen und dem daraus resultierenden Preiswettbewerb zu sehen. So wurden alleine für die nächsten Jahre rund 330 neue Flugzeuge für 19,6 Mrd. Dollar von den Low Cost Airlines bestellt und Optionen für weitere 350 Flugzeuge gehalten, woraus sich ein enormer [...]
In den Warenkorb
48,00 €
Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832498320
Arbeit zitieren:
Hölzerkopf, Anke Mai 2006: Mögliche Einflüsse der Low Cost Airlines auf die Ferienfluggesellschaften der Reiseveranstalter, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Geschäftsmodell, Wettbewerbssituation, Konkurrenz, Strategie, Luftverkehr



