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Moderne Unternehmensbewertung bei Biotechs

Moderne Unternehmensbewertung bei Biotechs
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Alexander Wunder
  • Abgabedatum: Februar 2004
  • Umfang: 135 Seiten
  • Dateigröße: 1,5 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Regensburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8290-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8290-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8290-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wunder, Alexander Februar 2004: Moderne Unternehmensbewertung bei Biotechs, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Biotechnologie, Wertschöpfung, Optionspreismodelle, Realoptionen, NPV

Diplomarbeit von Alexander Wunder

Problemstellung:

Zunächst soll ein Basiswissen für Biotechnologie vermittelt werden, damit ein Grundverständnis für die zu bewertenden Unternehmen mit ihren Projekten und Produkten entsteht. Dabei ist eine weitgehende Einschränkung auf den, für die betriebswirtschaftliche Analyse notwendigen Teil der Biotechnologie erforderlich.

Im Hauptteil sollen die wichtigsten traditionellen Unternehmensbewertungsmethoden anschaulich dargestellt werden, gefolgt von einer verständlichen Darstellung der, in der Praxis oft schwer vermittelbaren, modernen Ansätze der Unternehmensbewertung.

Die Arbeit soll sowohl als Informationsmöglichkeit für Interessierte an der ökonomischen Perspektive von biotechnologischen Unternehmen dienen, als auch im Idealfall helfen, ein Netzwerk der Kommunikation für Biotechnologen und potentielle Investoren vorzubereiten.

Da der Bereich der Biotechnologie ein sehr komplexes Thema ist, werden im zweiten Kapitel zunächst grundlegende Definitionen und Einflussfaktoren in der Biotechnologiebranche erläutert.

Kapital drei analysiert den Prozess der Medikamentenentwicklung medizinisch und betriebswirtschaftlich.

In Kapitel vier werden zunächst traditionelle Bewertungsmethoden beschrieben sowie deren Anwendbarkeit bei Biotech-Unternehmen geprüft. Dann werden zwei moderne Bewertungsverfahren theoretisch vorgestellt: Der Realoptionsansatz (ROP-Ansatz) und das riskadjusted Net Present Value-Verfahren (rNPV). Zur Verdeutlichung der jeweiligen Methodik folgen Beispiele mit Sensitivitätsanalyse. Die Anwendung der Bewertungsverfahren bei Biotechs wird aufgezeigt. Abschließend werden in diesem Kapitel die Vor- und Nachteile der verschiedenen Ansätze gegeneinander aufgewogen.

Das fünfte Kapitel enthält eine Zusammenfassung mit Ausblick.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis V
1. Einleitung/ Abstract 1
1.1 Motivation und Hintergrund der Arbeit 1
1.2 Ziele der Arbeit 2
1.3 Struktur der Arbeit 2
2. Informationen zur Biotechnologie 3
2.1 Definitionen 3
2.2 Gliederung der Biotechnologie 3
2.2.1 Nach Sektoren 3
2.2.2 Nach Technologien 4
2.2.3 Nach Produkten 4
2.3 Bedeutung der pharmazeutischen Biotechs 6
2.4 Keyplayer der Biotechnologie-Branche 7
2.5 Besonderheit der Patentierung 11
2.5.1 Gesetzliche Rahmenbedingungen 12
2.5.2 Technische Voraussetzungen zur Patentanmeldung 13
2.5.3 Patentanmeldungen 14
3. Wertschöpfung eines Biotechs 16
3.1 Medizinischer Verlauf des F&E Prozesses 17
3.2 Betriebswirtschaftliche Analyse der Wertschöpfung 20
3.2.1 Die Erfolgswahrscheinlichkeiten 22
3.2.2 Die Dauer der Phasen 23
3.2.3 Die Kosten des F&E Prozesses 24
3.2.4 Technische und wirtschaftliche Unsicherheiten 26
3.2.5 Nettoumsatzerlöse 26
3.2.6 Cash Flows 30
3.2.7 Lebenszyklus 35
3.3 Statistik: Eckdaten der weltweiten Entwicklung der Biotechbranche 36
3.4 Zusammenfassung der Erfolgsfaktoren 38
4. Methoden der Unternehmensbewertung bei Biotechs 39
4.1 Traditionelle Unternehmensbewertungsverfahren 41
4.1.1 Substanzwertverfahren 42
4.1.2 Liquidationswertverfahren 43
4.1.3 Ertragswertverfahren 43
4.1.4 Der WACC-Ansatz 48
4.1.5 Der APV-Ansatz 50
4.1.6 Anwendung der Brutto- und Nettomethode an einem Beispiel 51
4.1.7 Anwendbarkeit traditioneller Investitionsrechnungsverfahren bei der Bewertung von Biotechs 52
4.2 Moderne Bewertungsverfahren 59
4.2.1 Realoptions-Ansatz 60
4.2.1.1 Erklärung 60
4.2.1.2 Arten 63
4.2.1.2.1 Verzögerungsoption, Aufschuboption, Option to Stage Investment 63
4.2.1.2.2 Erweiterungsoption, Innovationsoption 64
4.2.1.2.3 Abbruchoption, Schließungsoption, Umstellungsoption 64
4.2.1.3 Optionspreismodelle 65
4.2.1.4 Beispiel für Wertberechnung einer Realoption 67
4.2.1.5 Sensitivitätsanalyse 70
4.2.1.6 Bewertung eines Biotechs mit dem ROP-Ansatz 71
4.2.1.7 Eignung des ROP-Ansatzes bei Biotechs 73
4.2.1.8 Allgemeine Diskussion des ROP-Ansatzes 74
4.2.2 rNPV-Verfahren 80
4.2.2.1 Erklärung 80
4.2.2.2 Bewertung eines Biotechs mit dem rNPV 83
4.2.2.3 Sensitivitätsanalyse 84
4.3 Übersicht der Bewertungsverfahren 86
5. Zusammenfassung und Ausblick 87
Literaturverzeichnis 89
Anhang 93

Automatisiert erstellter Textauszug:

In Anhang 4 ist ein ausführliches Beispiel dargestellt, wie ein Unternehmen mit dem WACC-Ansatz als Brutto- und dem Equity-Ansatz als Nettomethode bewertet werden kann. Der Ausdruck basiert auf einem flexibel einsetzbaren Excel-Tool, das der Methodik von Henselmann nachempfunden ist. Die Rechenweise des Tools soll hier grob beschrieben werden, damit besonders die zur Berechnung notwendigen Inputvariablen (gelbe Felder im Excel-sheet) klar werden. Vorraussetzung sind mindestens die zwei neuesten, vollständigen Jahresabschlüsse des zu bewertenden Unternehmens. Optimal ist es jedoch, wenn die letzten vier Abschlüsse vorliegen. So können Veränderungen von Werttreibern, also Posten, die den Unternehmenswert stark beeinflussen, besser bestimmt werden. A. Ausgehend vom Inventar werden die Buchwerte des [...]

Der Weighted Average Cost of Capital (WACC)-Ansatz, ein weiteres Gesamtbewertungsverfahren, wird in der Literatur weitgehend übereinstimmend beschrieben. Der WACC-Ansatz ist ein DCF-Verfahren (Discounted Cash Flow) aus dem angloamerikanischen Raum. Im Gegensatz zur oben mit dem Ertragswertverfahren beschriebenen Nettomethode handelt es sich bei diesem Verfahren um eine Bruttomethode, d.h. es wird zunächst der Unternehmensgesamtwert ermittelt. Dabei ist der den Eigen- und Fremdkapitalgebern insgesamt zufließende Zahlungsstrom zu bewerten. Das heißt, vom bewertungsrelevanten Überschuss werden keine Fremdkapitalkosten abgezogen. Demzufolge ist der für den WACC-Ansatz zu verwendende Überschuss der Brutto Cash Flow bzw. der Free Cash Flow des jeweiligen Jahres. Die Berechnung der jeweiligen Höhe des Free Cash Flows kann den Abbildungen 13 und 19 entnommen werden. Die Wirkung der Fremdfinanzierung muss daher beim WACC-Ansatz ausschließlich im [...]

Differenz aus ks und i wird als Risikoprämie bezeichnet. Die Risikoprämie bildet das Investitionsrisiko ab. Das Finanzierungsrisiko ergibt sich aus der Höhe und der Struktur der Fremdfinanzierung. Zur Berechnung des Finanzierungsrisikos wird nach der obigen Formel (1) nun bereits der Wert des Eigenkapitals (EF) benötigt. Da dieser Wert jedoch das eigentliche Ziel der Rechnung ist, ergibt sich ein Zirkularitätsproblem. Um dieses Problem zu lösen, kann eine atmende Finanzierungspolitik angenommen werden, die den Verschuldungsgrad (F/E) des Unternehmens auf dem immer gleichen Niveau lässt. Wenn sich die Fremdkapitalbestände jedoch losgelöst vom Unternehmensgesamtwert entwickeln, d.h. F/E ist nicht konstant, dann können die Diskontierungssätze auch nicht konstant sein. Dies wäre etwa bei einer autonomen Finanzierungspolitik mit einem fest vorgegebenen Fremdkapitalbestand der Fall. Da in diesem Fall keine Lösung möglich ist, beurteilt Drukarczyk im Ergebnis den Equity-Ansatz in seiner ökonomischen Leistungsfähigkeit als beschränkt und somit entbehrlich.94 Henselmann benutzt die gleiche Methode wie Drukarczyk, solange der Verschuldungsgrad bekannt ist. Wenn dies nicht der Fall ist, löst er obiges Zirkularitätsproblem durch Iteration.95 Diese Vorgehensweise ist analytisch nicht exakt, liefert aber durchaus brauchbare ist Annäherungen. die Ein zweiter des [...]

Arbeit zitieren:
Wunder, Alexander Februar 2004: Moderne Unternehmensbewertung bei Biotechs, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Biotechnologie, Wertschöpfung, Optionspreismodelle, Realoptionen, NPV

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