Moderne Kommunikationsmöglichkeiten an Bord und ihre Wirtschaftlichkeit
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Matthias Dietrich
- Abgabedatum: Januar 2000
- Umfang: 72 Seiten
- Dateigröße: 1,5 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6259-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6259-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6259-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Dietrich, Matthias Januar 2000: Moderne Kommunikationsmöglichkeiten an Bord und ihre Wirtschaftlichkeit, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Satellitensysteme, Maritime Kommunikation, Seefahrt, Kosten von Mobilkommunikation, INMARSAT
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Diplomarbeit von Matthias Dietrich
Einleitung:
Die Kommunikation ist in der heutigen Zeit ein wichtiges Thema in allen Bereichen der Wirtschaft, sowie auch im privaten Sektor. Durch die schnell voranschreitende Entwicklung ist der Kommunikationsmarkt einer der am schnellsten wachsenden Märkte. Dadurch ergeben sich natürlich in relativ kurzen Zeiträumen recht viele Änderungen und laufend Neuheiten. Durch diese vielen Änderungen sind einige Systeme schon nach wenigen Jahren im Einsatz wieder veraltet und werden durch neue ersetzt, so dass durch den ständigen Wechsel der Überblick recht schwer erscheint. Dieses ist auch problematisch für das Personal, welches sich ständig umstellen und weiterbilden muss.
Ziel dieser Diplomarbeit soll die Darstellung der gegenwärtigen Techniken in der Datenübertragung und Telefon/Fax- Übertragung sein. Natürlich werden die Betrachtungen, unter dem Aspekt des Nutzens für den maritimen Bereich getroffen. Dabei werden die modernen Systeme wie INMARSAT, Iridium und GSM genauer betrachtet und hinsichtlich ihrer Kosten und Wirtschaftlichkeit überprüft. Auf das GMDSS wird hier nicht weiter eingegangen, da dieses ein eigenes Thema für eine Diplomarbeit wäre.
Am Ende der Arbeit soll ein Überblick mit Vergleichsmöglichkeiten sowie Vor- und Nachteilen der jeweiligen Systeme entstehen, dass umfasst die Anschaffungskosten, Betriebskosten, Benutzerfreundlichkeit und mögliche Alternativen. Auch auf die Zukunftsaussichten und die heutige Verbreitung der Systeme auf Seeschiffen wird eingegangen. Die Kommunikation zwischen den an Bord befindlichen Systemen, welche durch Netzwerke und EDV-Systeme verbunden sind, sollen hierbei aber außer Betracht gelassen werden.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einführung | 4 |
| 1.1 | Bedeutung der Kommunikation in der Seefahrt | 5 |
| 1.2 | Entwicklung der maritimen Kommunikation | 7 |
| 2. | Gegenwärtige Systeme und ihre wichtigsten Merkmale | 11 |
| 2.1 | Satellitensysteme | 11 |
| 2.1.1 | INMARSAT | 12 |
| 2.1.1.1 | INMARSAT A | 17 |
| 2.1.1.2 | INMARSAT B | 18 |
| 2.1.1.3 | INMARSAT C | 20 |
| 2.1.1.4 | INMARSAT M | 21 |
| 2.1.2 | Iridium | 22 |
| 2.2 | Mobilfunknetze | 24 |
| 2.3 | Internet und E-Mail Nutzung | 26 |
| 2.4 | Seefunkdienst und SMD | 28 |
| 3. | Kosten der einzelnen Systeme | 30 |
| 3.1 | Anschaffung | 30 |
| 3.1.1 | INMARSAT | 31 |
| 3.1.2 | Iridium | 32 |
| 3.1.3 | Mobilfunk | 33 |
| 3.1.4 | Internet und E-Mail | 33 |
| 3.1.5 | SMD | 34 |
| 3.2 | Wartungskosten | 34 |
| 3.3 | Nutzungsgebühren und Tarife | 35 |
| 3.3.1 | INMARSAT | 35 |
| 3.3.2 | Iridium | 41 |
| 3.3.3 | Mobilfunknetze | 44 |
| 3.3.4 | E-Mail und Internet | 46 |
| 3.3.5 | SMD Gebühren | 47 |
| 4. | Wirtschaftlichkeit und Möglichkeiten zur Kostenersparnis | 48 |
| 4.1 | Nutzungshäufigkeit | 48 |
| 4.2 | Unterschiede durch Fahrtgebiete und Schiffsgröße | 49 |
| 4.3 | Kosten im Vergleich | 51 |
| 4.3.1 | Kostenvergleich für die Anschaffung der Geräte | 51 |
| 4.3.2 | Kostenvergleiche der Übertragungsgebühren | 52 |
| 4.4 | Kostenermittlung | 56 |
| 4.5 | Maßnahmen zur Kostensenkung | 57 |
| 5. | Entwicklungen und Trends der maritimen Kommunikation | 60 |
| 6. | Schlussbetrachtung | 63 |
| 7. | Abbkürzungnsverzeichnis | 64 |
| 8. | Literatur- und Quellennachweis | 65 |
| 9. | Abbildungsverzeichnis | 67 |
| 10. | Eigenständigkeitserklärung | 68 |
| 11. | Anhang | 69 |
Hier ist noch zu erwähnen, daß es auch noch den Seefunkdienst mit den Seefunkgesprächen über die Küstenfunkstellen bzw. jetzt den SMD gibt. Diese sind zwar keine modernen Kommunikationssysteme, dennoch werden sie weiterhin von einigen Schiffen genutzt. So sind gerade ältere oder unter „ Billigflaggen“ fahrende Schiffe, sowie Sportboote meistens nicht mit modernen Telekommunikations - Anlagen ausgerüstet. Auch beim Ausfall von neueren und moderneren Geräten auf Handelsschiffen sind Seefunkgespräche noch eine hilfreiche Alternative. Das Verfahren selbst war und ist hier recht einfach. Die Seefunkstelle ruft auf vorgegebenen Kanälen im Ultra Kurzwellenbereich (UKW) bzw. Frequenzen im Kurzund Grenzwellenbereich (KW und GW) die Küstenfunkstelle an. Die Küstenfunkstelle leitet dann die Gespräche in die festen oder mobilen Telefonnetze. Um erreichbar zu sein, mußte die Seefunkstelle immer die Sammelanrufe, der mit der Landseite vereinbarten Küstenfunkstelle anhören, bzw. die Anrufkanäle ständig abhören. Bei den Sammelanrufen wurden dann die Rufzeichen der Schiffe durchgegeben, für die ein Gespräch vorliegt. Die Sammelanrufe wurden zu festgelegten Zeiten auf festgelegten Frequenzen von den Küstenfunkstellen gesendet. Jedoch ist dieses System am 31.12.1998 vom Betreiber der Küstenfunkstellen, der Deutschen Telekom, eingestellt worden. Inzwischen wird diese Lücke nun vom Schiffsmeldedienst Hamburg ( SMD ) ausgefüllt. Dazu nutzt der SMD einige der ehemaligen Küstenfunkstellen und deckt so auch weiterhin einen großen Bereich der deutschen Küstengewässer ab, allerdings nur im UKW Bereich. Der Kurzund Mittelwellenfunk wird nicht mehr über den SMD angeboten, kann aber noch bei einigen ausländischen Küstenfunkstellen genutzt werden. Dabei wird das alte Verfahren einfach beibehalten. Die Seefunkstelle meldet sich mit dem ihr zugeteilten Rufzeichen beim gerade erreichbaren Operator an, gibt die gewünschte Verbindung zum Landanschluß bzw. zur anderen Seefunkstelle an und wird gleich vom Operator weiter verbunden. Der Nutzer kann dafür seine herkömmlichen und auf jedem Schiff vorhandenen Funkgeräte nutzen. Er muß sich lediglich beim SMD registrieren lassen und dort eine jährliche Abrechnungsgebühr sowie die gültigen Gesprächsgebühren bezahlen. Nach der Registrierung erhält der Nutzer den Abrechnungscode DP07, mit dem er sich auch bei ausländischen Küstenfunkstellen melden kann. [...]
Die Nutzung des Internets ist auch mit den selben Voraussetzungen, welche für die E-Mail Versendung benötigt werden, möglich. Auch hier werden bestimmte Programme für den PC gebraucht, um ins „World Wide Web“ (WWW.) zu gelangen. Der Nutzen des Internets besteht hauptsächlich in der Beschaffung von Informationen jeder Art. Bei heutzutage über 50 Millionen Websites (Seiten im Internet für bestimmte Themen), ist fast jede Information dort zu bekommen. Für die Seefahrt sind zum Beispiel Wetterberichte, Nachrichten, Informationsseiten der verschiedenen Häfen oder auch Nachrichten der Hydrografischen Institute (in Deutschland BSH) wichtige Informationen. So sind die meisten Informationen im Internet immer recht aktuell und es können meistens auch Fragen per E-Mail an die Verfasser geschickt werden. Eine der wichtigsten Nutzungsmöglichkeiten im Bordbetrieb wird in naher Zukunft die Berichtigung von elektronischen Seekarten (ECDIS) über das Internet sein. Derzeit jedoch sind sich die Hersteller noch nicht einig über die Übertragungsverfahren bei Berichtigungen. Allerdings wird die günstigste Variante wohl im E-Mail Bereich liegen. Durch diese Art der Kartenberichtigung ist die Schiffsführung immer auf dem neuesten Stand und alle Berichtigungen können jederzeit abgefragt werden. Das trägt auch zur Weiterentwicklung der ECDIS- Anlagen bei, so daß sie bald über eine für das BSH ausreichende Sicherheit verfügen. [...]
Man kann E-Mail und Internet nur nutzen, wenn eine Möglichkeit zur Datenübermittlung besteht. So ist das vorhanden sein, der unter 2.1.1 bis 2.2 beschriebenen Übertragungssysteme eine Voraussetzung für die Nutzung von E- Mail und Internet. Wenn die beschriebenen Anlagen sowie ein Modem, außerdem ein PC oder Laptop an Bord vorhanden sind, kann der Versand von elektronischer Post stattfinden. Jedoch wird vorher noch eine E-Mail Adresse und die entsprechende Software für den Computer benötigt. Die E-Mails werden über das Internet oder Firmeneigene bzw. gemietete Netzwerke gesendet. Um jedoch Zugang zum Netzwerk zu bekommen, braucht das Schiff und seine Reederei einen Service Provider. Provider gibt es recht viele auf dem Markt, aber nicht alle sind für den Daten- und E-Mail Austausch auf Schiffen geeignet . Die Vorteile der Nutzung von E-Mails sind recht vielfältig. Da die meisten Daten und Schriftstücke mit PCs erstellt werden, kann man diese auch gleich als Datei an jede beliebige Adresse per E-Mail versenden. Auch die Übertragungsdauer ist je nach verwendeten System, Modem und der Geschwindigkeit des Service Provider relativ kurz. Denn die Daten werden alle "offline" erstellt, daß bedeutet das die Verbindung nur zur Datenübertragung hergestellt wird, jedoch nicht zum Daten erstellen. Gleichzeitig können auch alle möglichen Daten empfangen werden. Die normale Kommunikation per Email funktioniert mit Mailboxen, welche eine Art „elektronischer Briefkasten“ darstellen. So werden alle zu versendenden Daten im Rechner gespeichert um sie zum Beispiel einmal am Tag gemeinsam zu verschicken. Es braucht nicht für jede Nachricht eine extra Verbindung erstellt werden. Gleichzeitig wird bei jedem versenden der Daten die eigene Mailbox gecheckt, und so alle zu empfangenden Daten auf den eigenen PC zu speichern oder auszudrucken zu können. Die Nachteile sind, daß man keine genaue Bestätigung für den Eingang der Email beim Empfänger bekommt. Und der Versender hat auch keine Information, wann der Empfänger seine Mailbox checkt und die gesendeten Daten erhältAußerdem ist der Datenschutz nicht ausreichend. So ist immer die Möglichkeit gegeben, daß sich Fremde und nicht Zugangsberechtigte in das System einloggen und Daten für sich verwenden oder stehlen. Durch diese Sicherheitsmängel sollte bei der Verwendung von E-Mails darauf geachtet werden, daß nur Daten die nicht von höchster Wichtigkeit sind und dem Datenschutz unterliegen, verwendet werden. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832462598
Arbeit zitieren:
Dietrich, Matthias Januar 2000: Moderne Kommunikationsmöglichkeiten an Bord und ihre Wirtschaftlichkeit, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Satellitensysteme, Maritime Kommunikation, Seefahrt, Kosten von Mobilkommunikation, INMARSAT



