Modellgestützte Kataloggestaltung im Versandhandel
Empiriebasierter Optimierungsansatz am Beispiel eines mittelständischen Spezialversenders
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Peter Weitzel, Marco Lux
- Abgabedatum: August 2003
- Umfang: 183 Seiten
- Dateigröße: 1,6 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: WHU Koblenz - Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung - Otto-Beisheim-Hochschule Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7857-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7857-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7857-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Peter Weitzel, Marco Lux August 2003: Modellgestützte Kataloggestaltung im Versandhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Direktmarketing, Kataloggestaltung, Distanzkauf, Angebotsattraktivität, Umsatzprognose
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Diplomarbeit von Peter Weitzel, Marco Lux
Zusammenfassung:
Die vorliegende Diplomarbeit entwickelt ein exemplarisches Modell zur Umsatzprognose im Versandhandel, welches auf der deskriptiv-statistischen Erfassung der Angebotsgestaltung eines Versandhandelskatalogs beruht. Ein derartiges Modell ist notwendige Vorraussetzung, um zukünftig sowohl Gewinnmaximierungs-Algorithmen herleiten als auch die Erstellung des Kataloglayouts teilweise automatisieren zu können.
Ausgehend von einer umfassenden Literaturrecherche werden in Gesprächen mit Vertretern führender deutscher Universal- und Spezialversender die vorherrschenden Praktiken bei der Kataloggestaltung und Umsatzprognose erörtert und einander gegenübergestellt.
Anschließend werden aus den Ergebnissen von Gesprächen und Literaturrecherche Hypothesen bezüglich der Determinanten des Umsatzerfolges abgeleitet. Diese Hypothesen werden mit Unterstützung eines mittelständischen Spezialversenders im Rahmen eines Feldversuchs empirisch getestet, indem der Kundenstamm einen Testkatalog erhält, worin gestalterische Elemente einzelner Artikel wie Bilder und Positionierung sowie die Hervorhebung spezieller Angebotscharakteristika gezielt manipuliert wurden.
Die Ergebnisse dieses Test fließen direkt in das Modell zur Umsatzprognose ein. Hierbei wird ein innovativer Ansatz gewählt, der sich in drei separate Teilmodelle untergliedert, da so die Determinanten der verschiedenen Betrachtungsebenen bei der Katalogplanung und -gestaltung besser berücksichtigt werden können.
Anhand eines vom unterstützenden Unternehmen bereitgestellten Datensatzes werden mittels des Verfahrens der linearen Regression die Einflussgrößen und Koeffizienten der verschiedenen Teilmodelle geschätzt, wobei auf den stärker aggregierten Betrachtungsebenen sehr hohe Erklärungswerte von über 80 Prozent erreicht werden. Durch eine Monte-Carlo-Simulation wird gezeigt, dass sich der entwickelte Ansatz nicht allein zur Erklärung, sondern auch zur Prognose von Umsätzen, insbesondere auf aggregierter Ebene, eignet.
Konkrete Handlungsempfehlungen für die Kataloggestaltung des unterstützenden Unternehmens sowie detaillierte Vorschläge zur Verbesserung und Erweiterung des vorliegenden Ansatzes beschließen die vorliegende Diplomarbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | III | |
| TABELLENVERZEICHNIS | V | |
| VERZEICHNIS DER ANHÄNGE | VI | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VII | |
| KURZZUSAMMENFASSUNG | VIII | |
| 1. | EINLEITUNG | 1 |
| 1.1 | Entwicklung und Bedeutung des Versandhandels | 1 |
| 1.2 | Charakteristika des Versandhandels | 2 |
| 1.3 | Medien der Kundenansprache | 3 |
| 1.4 | Kompetitive Vorteile des Versandhandels | 4 |
| 1.5 | Firmenprofil des Beispielunternehmens | 4 |
| 1.6 | Problemstellung und Ziel der Diplomarbeit | 5 |
| 1.7 | Aufbau der Diplomarbeit | 6 |
| 2. | LITERATURRECHERCHE UND EXPERTENINTERVIEWS | 9 |
| 2.1 | Literatur | 9 |
| 2.1.1 | Elemente der Kommunikation mit dem Kunden | 9 |
| 2.1.2 | Produkt- und Informationssuche | 11 |
| 2.1.3 | Kosten-Nutzen-Vergleich | 12 |
| 2.1.4 | Die Preiswahrnehmung | 13 |
| 2.1.5 | Die Rolle des Referenzpreises | 14 |
| 2.1.6 | Bildung und Manipulation des Referenzpreises | 16 |
| 2.1.7 | Die Preis-Qualitäts-Relation | 19 |
| 2.1.8 | Angebotsattraktivität | 21 |
| 2.1.9 | Werbliche Hervorhebungen | 23 |
| 2.1.10 | Modelle zum Katalog-Design | 26 |
| 2.2 | Expertengespräche | 29 |
| 2.2.1 | Umsatz- und Sortimentsplanung | 30 |
| 2.2.2 | Kataloggestaltung | 33 |
| 2.2.3 | Erfolgsmessung | 39 |
| 2.2.4 | Branchenbesonderheiten | 41 |
| 2.2.5 | Fazit | 41 |
| 3. | TESTKATALOG | 43 |
| 3.1 | Aufbau der Versuchsgruppen | 43 |
| 3.2 | Charakteristika des Kataloges | 45 |
| 3.3 | Testaufbau und –ziele | 45 |
| 3.4 | Datenlage | 46 |
| 3.5 | Auswertung | 51 |
| 3.5.1 | Bilder | 52 |
| 3.5.2 | Positionierung | 54 |
| 3.5.3 | Hervorhebungen des Preisvorteils | 59 |
| 3.5.4 | Fazit | 63 |
| 4. | MODELL | 65 |
| 4.1 | Begründung/Zielsetzung | 65 |
| 4.2 | Ansatz und Vorgehensweise | 66 |
| 4.2.1 | Datenlage | 66 |
| 4.2.2 | Datenauswahl | 70 |
| 4.2.3 | Datenaufbereitung und Berechnung zusätzlicher Variablen | 70 |
| 4.3 | Entwicklung der Modelle | 72 |
| 4.3.1 | Vorgehen/Vorüberlegungen | 73 |
| 4.3.2 | Teilmodell „Katalog“ - Anzahl der Bestellvorgänge auf Katalogebene | 79 |
| 4.3.3 | Teilmodell „Rubrik“ - Umsatz der Rubriken pro Bestellvorgang | 92 |
| 4.3.4 | Teilmodell „Artikel“ - Anteil der Artikel am Umsatz der Rubrik | 102 |
| 4.3.5 | Zusammenfügen der Teilmodelle „Katalog“ und „Rubrik“ | 122 |
| 4.3.6 | Zusammenfügen der Teilmodelle „Katalog“, „Rubrik“ und „Artikel“ | 125 |
| 4.4 | Durchführen einer Prognose mit dem entwickelten Modell | 129 |
| 4.4.1 | Daten des Kontroll-Katalogs | 130 |
| 4.4.2 | Vorgehensweise | 131 |
| 4.4.3 | Vergleich von prognostizierten Werten und tatsächlichen Werten des Kontroll-Katalogs | 131 |
| 5. | ZUSAMMENFASSUNG | 139 |
| 6. | AUSBLICK | 142 |
| 7. | ANHANG | 145 |
| 8. | LITERATURVERZEICHNIS | 168 |
Modellgestützte Kataloggestaltung im Versandhandel aussagekräftig genug zu bewerten, allerdings ist hier zu berücksichtigen, dass es sich um einen sehr teuren Artikel handelt und somit ein deutlicher Mehrumsatz erzielt wurde. Da sich die Absatzschwankungen (in Stück) hier jedoch auf einem sehr niedrigen Niveau bewegen, kann keine Aussage darüber getroffen werden, ob der positive Ausschlag zufällig auftrat oder durch den zusätzlichen Reiz ausgelöst wurde. Ähnlich wie bei der Herausstellung des relativen Preisvorteils sind auch hier keine starken negativen Ausschläge zu beobachten. Somit gibt es zumindest keine Indizien, die gegen die Annahme eines positiven Zusammenhangs zwischen Kommunikation des absoluten Preisvorteils und der Bestellmenge sprächen. Jedoch bedarf es auch hier weiterer Untersuchungen, um die Hypothese auf ihre Validität hin zu testen. 3.5.3.3 Relativer vs. Absoluter Preisvorteil Neben der Frage, ob die Herausstellung des Preisvorteils überhaupt eine [...]
Textnachricht enthalten. Die in diesem Zusammenhang getesteten Hervorhebungen weisen explizit auf den Preisvorteil, d.h. die Differenz zwischen Verkaufspreis und Vergleichspreis, hin. Diese beworbene Ersparnis kann entweder absolut (in einem Euro-Betrag) oder relativ (in %) formuliert werden. 3.5.3.1 Relativer Preisvorteil Gemäß der gängigen Literatur kann davon ausgegangen werden, dass Verbraucher Angebote proportional zu einer bestimmten Referenzgröße bewerten. Die Sensitivität des Verbrauchers gegenüber diesem proportionalen Zusammenhang hängt stark davon ab, wie explizit auf diesen hingewiesen wird (Heath et al., 1995). Es kann daher angenommen werden, dass die Anbringung eines graphischen Elements, welches die prozentuale Ersparnis gegenüber dem Vergleichspreis („Statt-Preis“) herausstellt, die Evaluierung des Angebots beeinflusst. Da es sich um eine beworbene Ersparnis handelt, sollte dies einen positiven Einfluss auf die Attraktivität des Angebots haben und daher die Kaufwahrscheinlichkeit und somit auch den Absatz steigern. [...]
Bei allen Fällen hat die Differenz ein positives Vorzeichen, d.h. es ist durchgängig eine Absatzsteigerung zu beobachten. Durchschnittlich stieg der Absatz durch Hinzufügen eines Bildes um 81%. Bei den oberen fünf Fällen zeigt die standardisierte Differenz, dass die beobachteten Absatzsteigerungen deutlich von der normalen Streuung abweichen. Im letzten Fall ist nur eine sehr geringe Absatzsteigerung zu beobachten. Bei diesem Artikel handelt es sich um ein Buch mit selbsterklärendem Titel. Außerdem war das Bild sehr dunkel und wenig attraktiv. Bei dem Artikel, welcher „nur“ eine Absatzsteigerung von 12% zu verzeichnen hat, handelte es sich bei dem Bild um eine monochrome und relativ dunkle Darstellung, die nach Aussagen des verantwortlichen Grafikers nicht sehr attraktiv war. Außerdem wurde der Artikel auf der Titelseite beworben. Dies könnte zur Folge haben, dass die Nachfrage für den Artikel bereits erhöht war und eine weitere Erhöhung sehr schwierig war (abnehmende Grenzeffektivität). Abschließend lässt sich sagen, dass ein Bild eine stark absatzsteigernde Wirkung hat. Ob diese Wirkung ausreicht, um den Mehreinsatz an Fläche zu rechtfertigen, kann in diesem Zusammenhang nicht endgültig geklärt werden, da Bilder nicht nur auf den [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832478575
Arbeit zitieren:
Peter Weitzel, Marco Lux August 2003: Modellgestützte Kataloggestaltung im Versandhandel, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Direktmarketing, Kataloggestaltung, Distanzkauf, Angebotsattraktivität, Umsatzprognose



