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Modell- und Distributionsstrategien in der Automobilindustrie: Variantenvielfalt und Verfügbarkeit

Modell- und Distributionsstrategien in der Automobilindustrie: Variantenvielfalt und Verfügbarkeit
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Gunnar Teltow
  • Abgabedatum: Juli 1997
  • Umfang: 77 Seiten
  • Dateigröße: 608,9 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: WHU Koblenz - Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung - Otto-Beisheim-Hochschule Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1370-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1370-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1370-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Teltow, Gunnar Juli 1997: Modell- und Distributionsstrategien in der Automobilindustrie: Variantenvielfalt und Verfügbarkeit, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Modellstrategie, Automobilindustrie, Distributionsstrategie, Variantenvielfalt

Diplomarbeit von Gunnar Teltow

Zusammenfassung:

Die Automobilindustde hat eine herausragende Bedeutung in der Weltwirtschaft. Dementsprechend relevant ist die Frage der Wettbewerbsfähigkeit in dieser Branche.

Dabei weist dieser Wirtschaftszweig trotz starker internationaler Vernetzung regionale Unterschiede in seinen drei bedeutendsten Teilmärkten (Westeuropa, USA, Japan) auf. Diese Unterschiede müssen bei der Suche nach Erfolgsfaktoren berücksichtigt werden.

Die zwei wesentlichen, regionenübergreifenden Erfolgsfaktoren im Automobilmarkt sind Variantenvielfalt und Verfügbarkeit. Varianten- und Verfügbarkeitsmanagement werden sowohl von der Theorie als auch in der Praxis als Kernelemente der Unternehmensstrategie in der Automobilindustrie gesehen. Allerdings sind diese beiden Wettbewerbsfaktoren bisher nur isoliert untersucht worden.

In der Literatur lassen sich eine Reihe von Konzepten und Modellen für das Varianten- und Verfügbarkeitsmanagement finden, von denen einige in dieser Arbeit vorgestellt werden: Flexibilität, Postponement, Operations Reversal, Anpassung der Supply Chain, Standardisierung, modulares Design und Bundling.

Die Untersuchung sowohl der Automobilindustrie allgemein als auch dreier bedeutender Hersteller (General Motors, Toyota, Volkswagen) zeigt, daß viele dieser Konzepte und Modelle auch erfolgswirksam angewandt werden oder wurden bzw. daß für deren Anwendung in der Automobilindustrie erhebliches Potential besteht.

Allerdings erfolgt ihr Einsatz bisher eher separat und kurzfristig effizienzorientiert. Langfristig erfolgversprechender ist eine Integration in ein umfassendes und strategisch ausgerichtetes Varianten- und Verfügbarkeitsmanagement.

Inhaltsverzeichnis:

Darstellungsverzeichnis VI
1. Rechtfertigung der Themenstellung und Ziel der Untersuchung 1
1.1 Die Bedeutung der Automobilindustrie 1
1.2 Frage- und Problemstellung 2
1.3 Gang der Untersuchung 3
2. Begriffsbestimmung 4
2.1 Variantenvielfalt 3
2.2 Verfügbarkeit 5
3. Die Automobilindustrie 6
3.1 Die Automobilindustrie auf globaler Ebene 6
3.2 Westeuropa 8
3.3 USA 9
3.4 Japan 11
3.5 Schlußfolgerungen 11
4. Die Bedeutung des Varianten- und Verfügbarkeitsmanagements 12
4.1 Die Bedeutung des Variantenmanagements 12
4.1.1 Gründe für steigende Variantenvielfalt 12
4.1.2 Risiken und Nachteile der Variantenvielfalt 14
4.1.3 Schlußfolgerungen 15
4.2 Die bedeutung des Verfügbarkeitsmanagements 16
4.2.1 Kundenaspekte des Verfügbarkeitsmanagements 16
4.2.2 Wettbewerbsaspekte des Verfügbarkeitsmanagements 17
4.2.3 Schlußfolgerungen 18
5. Theoretische Konzepte des Varianten- und Verfügbarkeitsmanagements 20
5.1 Prozeßbezogene Konzepte 20
5.1.1 Flexibilität 20
5.1.2 Postponement 22
5.1.3 Operations Reversal 24
5.1.4 Anpassung der Supply Chain 26
5.2 Produktbezogene Konzepte 27
5.2.1 Standardisierung 28
5.2.2 Modulares Design 29
5.2.3 Bundling 31
6. Varianten- und Verfügbarketismanagement in der Praxis 33
6.1 Modell- und Variantenmanagement 33
6.1.1 Flexibilität 33
6.1.2 Postponement 34
6.1.3 Operations Reversal 35
6.1.4 Standardisierung 35
6.1.5 Bundling 38
6.1.6 Modellstrategien 39
6.2 Distributions- und Verfügbarkeitsmanagement 40
6.2.1 Distributionsstrategien in Japan, Westeuropa und den USA 40
6.2.2 Sekundäre Distributionskanäle 43
6.2.3 Verfügbarkeit 44
6.2.4 Anpassung der Supply Chain 45
6.3 Untersuchung ausgewählter Automobilhersteller 48
6.3.1 General Motors Corporation 48
6.3.2 Toyota Motor Corporation 54
6.3.3 Volkswagen AG 56
7. Synthese: Zentrale Erfolgsfaktoren 61
7.1 Erfolgsfaktor Variantenvielfalt 61
7.2 Erfolgsfaktor Verfügbarkeit 62
7.3 Weitere Erfolgsfaktoren 64
8. Schlußbemerkungen 65
Literatur- und Quellenverzeichnis 66

Automatisiert erstellter Textauszug:

Zur Beantwortung dieser Fragen vollzieht sich die Untersuchung in folgenden Schritten. Zunächst erfolgt in Abschnitt 2 (S. 3) eine kurze begriffliche Abgrenzung. Anschließend wird in Abschnitt 3 (S. 4) der Wettbewerbskontext auf dem Weltautomobilmarkt dargestellt, um den Rahmen für die Untersuchung von Erfolgsfaktoren in der Automobilindustrie zu definieren. Abschnitt 4 (S. 11) untersucht, welche Erkenntnisse über die Bedeutung von Variantenvielfalt und Verfügbarkeit in der Literatur vorhanden sind. Eine Darstellung von neueren theoretischen Konzepten des Varianten- und Verfügbarkeitsmanagements schließt sich daran in Abschnitt 5 (S. 18) an. Diese beiden Abschnitte bilden so die erste, theoretisch orientierte Säule der Analyse. Die zweite, praxisorientierte Säule stellt Abschnitt 6 (S. 30) dar. Dort wird geprüft, inwiefern theoretische Konzepte in der Praxis Anwendung finden und wie sich Variantenvielfalt und Verfügbarkeit auf die Wettbewerbsfähigkeit im Automobilmarkt auswirken bzw. in der Vergangenheit ausgewirkt [...]

Ein Unternehmen kann in einer Marktwirtschaft langfristig nur erfolgreich sein, wenn es die Bedürfnisse seiner Kunden wirksamer befriedigt als die Konkurrenz. Das setzt voraus, daß: 1. das Produkt der Heterogenität der (potentiellen) Nachfrager gerecht werden kann, sofern es sich um einen Käufermarkt handelt. Es muß daher entweder flexibel sein oder in Varianten angeboten werden. 2. das Produkt die Nachfrager auch erreicht und für sie verfügbar wird. Bei einem sehr komplexen Produkt wie dem Automobil bedeutet dies mehr als die einfache physische Bereitstellung. Ziel dieser Arbeit ist es, bezüglich der daraus abgeleiteten Dimensionen Varianten- und Verfügbarkeitsmanagement die folgenden Frage- und Problemstellungen zu beantworten: 1. Wie wird die Bedeutung von Variantenvielfalt und Verfügbarkeit in der Literatur beurteilt? Stimmen Theorie und Praxis in dieser Frage überein? 2. Welche neueren theoretischen Konzepte lassen sich auf Varianten- und Verfügbarkeitsmanagement in der Automobilindustrie beziehen? Werden diese Konzepte in der Praxis angewandt? 3. Welchen Einfluß auf den Unternehmenserfolg und die Wettbewerbsfähigkeit haben Variantenund Verfügbarkeitsmanagement in der Praxis? Wo liegen die Interdependenzen dieser beiden Bereiche? Gibt es andere wichtige Erfolgsfaktoren? [...]

Weltweit sind zur Zeit rund 750 Millionen Kraftfahrzeuge aller Art in Gebrauch. Jährlich kommen ca. 50 Millionen Neufahrzeuge im Gesamtwert von einer Billion US$ hinzu. Damit ist die Automobilindustrie die größte Industriebranche der Welt (Robb-Nicholson, 1996, S. 3). Auch für Europa ist die Automobilherstellung der wichtigste Industriezweig. Zehn Prozent der gesamten europäischen Industrieproduktion sind Kraftfahrzeuge. Rund zehn Millionen Menschen arbeiten direkt oder indirekt in der Automobilindustrie, die außerdem einen Exportüberschuß von 20 Milliarden US$ für die EU erwirtschaftet (O'Laughlin et al., 1993, S. 245-246). Die Automobilindustrie ist außerdem in den meisten Herstellerländern von großer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Wells (1994, S. 1) beispielsweise schätzt, daß 20% des deutschen Bruttosozialprodukts durch die Automobilbranche einschließlich -handel erwirtschaftet werden. Daneben hat diese Industrie oft auch einen großen Stellenwert für das Nationalgefühl. In der Regel ist die Herstellung von Automobilen Begleiter, Motor und Symbol des Aufstiegs zur wohlhabenden Industrienation, wie in Japan, Deutschland und den USA. Wegen dieser herausragenden volkswirtschaftlichen wie emotionalen, nationalen wie internationalen Bedeutung wurde die Frage der Wettbewerbsfähigkeit in der Automobilindustrie oft gestellt und mit zahlreichen Untersuchungen und theoretischen Modellen zu beantworten versucht. In der vorliegenden Arbeit werden einige dieser theoretischen Konzepte dargestellt und auf ihre Anwendung und Erfolgswirksamkeit in der Praxis hin untersucht. Es soll ein Bogen geschlagen werden zwischen Theorie und Praxis, um aktuelle und zukünftige Erfolgsfaktoren für den Wettbewerb in der Automobilindustrie zu ermitteln und Denkanstöße für deren zielgerichteten Einsatz zu geben. [...]

Arbeit zitieren:
Teltow, Gunnar Juli 1997: Modell- und Distributionsstrategien in der Automobilindustrie: Variantenvielfalt und Verfügbarkeit, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Modellstrategie, Automobilindustrie, Distributionsstrategie, Variantenvielfalt

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