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Mobilitätsanforderungen an Ingenieure

Eine explorative Untersuchung und die Entwicklung eines Weiterbildungskonzeptes

Mobilitätsanforderungen an Ingenieure
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Heiner Schomburg
  • Abgabedatum: April 1997
  • Umfang: 90 Seiten
  • Dateigröße: 4,3 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Universität Bremen Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0047-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0047-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0047-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schomburg, Heiner April 1997: Mobilitätsanforderungen an Ingenieure, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ingenieure, Migration, Mobilität, Personalentwicklung, Weiterbildung

Diplomarbeit von Heiner Schomburg

Zusammenfassung:

Erzwungene Mobilität und die sich daraus ergebenen sozialen Folgen für die betroffenen Mitarbeiter stehen im Mittelpunkt dieser Diplomarbeit.

Der Auftrag wurde von der Continental AG, mit Sitz in Hannover und drittgrößter international operierender Reifenproduzent, formuliert. Hintergrund war eine Unternehmensentscheidung, die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, die sich an unterschiedlichen Standorten (Aachen, Österreich, Schweden) befanden, an einen Standort (Hannover) zu zentralisieren. Meine Aufgabe bestand darin, herauszufinden, in welchem Umfang die betroffenen Ingenieure nach dem erzwungenen Arbeitsortwechsel integrative Handlungen durchführen und ob Rückkehrmöglichkeiten offengehalten werden.

Wissenschaftlichen Untersuchungen zu dem speziellen Thema waren nicht zu finden. Deshalb muß diese Arbeit als eine explorative Studie angesehen und bewertet werden. Als Grundlage dienten mir neun Tiefeninterviews der betroffenen Ingenieure, sie wurden nach dem problemzentrierten Ansatz nach Witzell durchgeführt. Zur Auswertung benutzte ich die Assimilationstheode nach Esser, die, obwohl sie sehr abstrakt aufgebaut ist, mir ein gutes Raster bot.

Im zweiten Teil der Arbeit versuchte ich zu skizzieren, wie die betriebliche Weiterbildung Mobilitätsanforderungen begleiten kann, Ich entwickelte ein sozialpsychologisches Begleitungprogramm für die umzugsbetroffenen Ingenieure und deren Familien.

Nun zu den Ergebnissen.

Da die Einsicht in die Unternehmensentscheidung bei den meisten betroffenen Ingenieuren nicht vorhanden war und die Familien/Partnerinnen große Schwierigkeiten mit der geforderten Mobilität hatten, kann das Ergebnis, daß die Mehrzahl (fünf von neun) der lnterviewpartner höchstwahrscheinlich nur die notwendigsten Handlungen im Aufnahmesystem durchführen, nicht weiter überraschen. Rückkehrmöglichkeiten werden offengehalten, vorsichtiges Handeln und Widerstand gegen die Aufnahmegesellschaft sind vorzufinden.

Es kann davon ausgegangen werden, daß bei drei von neun Ingenieuren eine routinehafte Rollenausübung, habitualisierte Regelkompetenz und unreflektierte Loyalität und Identifikation im Mittelpunkt der Handlungen stehen.

Da der kulturelle Unterschied zwischen den Wanderungssystemen (Österreich - Deutschland) relativ groß ist, können Alltagsrezepte und gelernte Kognitionen nicht mehr angewendet werden. Durch Lernen versucht der Akteur, sich an die neue Umgebung anzupassen. Diese Anpassung ist bei einem Interviewpartner zu finden.

Dies wirkt sich natürlich auf die Arbeitsmotivation nachteilig aus. Deshalb befaßt sich ein gesondertes Kapitel mit der Arbeitsatmosphäre in der Forschung und Entwicklung.

Diese Diplomarbeit habe ich als eine Herausforderung und Prüfung für mein zukünftiges Arbeitsleben erlebt. Möge sie mir gelungen sein.

Inhaltsverzeichnis:

1 Einleitung 2
2 Explorative Untersuchung zur Mobilität von Ingenieuren 4
2.1 Zur theoretischen Ausgangssituation der Untersuchung 4
2.1.1 Berufsorientierung und Mobilitätsanforderungen an Ingenieure 9
2.1.2 Zum Begriff der Migration 17
2.1.3 Die Assimilationstheorie von Esser 19
2.2 Die Untersuchung 27
2.2.1 Zur methodischen Anlage der Untersuchung 27
2.2.2 Die Rahmenbedingungen 32
2.2.3 Auswertung dreier exemplarischer Interviews 36
2.2.4 Zusammenfassende Auswertung der Interviews 57
2.3 Die Arbeitsatmosphäre in der Forschung und Entwicklung 67
3 Weiterbildung als Begleitmaßnahme beruflicher Mobilität 71
3.1 Grundsätzliche Überlegungen 71
3.2 Zum Verlauf des Begleit-Seminars 71
3.3 Lerntheoretische Grundlagen 75
3.4 Der Ablauf des ersten Wochenendes 79
3.4.1 Freitag 79
3.4.2 Samstagvormittag 80
3.4.3 Samstagnachmittag 81
3.4.4 Sonntagvormittag 81
4 Literaturverzeichnis 82

Arbeit zitieren:
Schomburg, Heiner April 1997: Mobilitätsanforderungen an Ingenieure, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ingenieure, Migration, Mobilität, Personalentwicklung, Weiterbildung

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