Mobiles Internet - Wahrnehmung und Akzeptanz in der Zielgruppe "Mobile Generation"
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christian Sowa
- Abgabedatum: Juni 2003
- Umfang: 105 Seiten
- Dateigröße: 624,0 KB
- Note: 1,1
- Institution / Hochschule: Hochschule Harz (FH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-7328-0
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-7328-0 P - ISBN (CD) :978-3-8324-7328-0 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Sowa, Christian Juni 2003: Mobiles Internet - Wahrnehmung und Akzeptanz in der Zielgruppe "Mobile Generation", Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Dienstleistungsmarketing, Telekommunikation, UMTS, M-Commerce, M-Business
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Diplomarbeit von Christian Sowa
Einleitung:
Vor dem Hintergrund eines zunehmend gesättigten Marktes für mobilen Sprachverkehr in Deutschland, stellen mobile Datendienste für die Anbieter nicht nur eine Chance dar, vielmehr ist ihr Markterfolg zwingend notwendig, um auch in Zukunft entsprechende Umsätze zu generieren. Sie gehören somit zu den Wachstumsmotoren der gesamten mobilen Industrie. Die Vermarktung der komplexen Dienstleistung „Mobiles Internet“ stellt für die Anbieter jedoch eine erhebliche Herausforderung dar. Das Gestalten eines „maßgeschneiderten“ Marketing-Mix für eine Zielgruppe, die mit ihrem Nutzungsverhalten den Massenmarkt auf Neuerungen aufmerksam macht, Trends prägt und durchsetzt, kann hier eine Erfolgsstrategie sein.
Vor allem bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat sich das Handy als modernes Lifestyle- und Kommunikationsprodukt etabliert. Diese Generation, im weiteren als „Mobile Generation“ tituliert, hat das Einnehmen einer Early-Adopter-Funktion bereits mit Aufkommen des stationären Internets und der SMS-Dienste eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Vor diesem Hintergrund konzentriert sich die vorliegende Arbeit auf diese Zielgruppe und betrachtet nur den B2C-Bereich für mobile Internetanwendungen.
Gang der Untersuchung:
In Bezug auf das Leistungsspektrum des mobilen Internets sollen im Rahmen dieser Arbeit vielversprechende Prognosen, nüchterne Kundenwünsche und das enorme technisches Potenzial in Beziehung gesetzt werden. Ziel dieser Arbeit ist im Besonderen die Untersuchung der Wahrnehmung und der Akzeptanz mobiler Datendienste in der anvisierten Zielgruppe mittels einer empirischen Studie (821 Teilnehmer). In diesem Zusammenhang sollen auf Basis der identifizierten ziel-gruppenspezifischen Merkmale, strategische Anhaltspunkte für eine differenzierte Vermarktung von mobilen Datendiensten abgeleitet werden.
Das zweite Kapitel dieser Arbeit dient der grundsätzlichen thematischen Orientierung. Nach Definition und Abgrenzung relevanter Begriffe, wird auf die spezifischen Erfolgsdeterminanten des mobilen Internets eingegangen. Anschließend sollen die Marktentwicklungen anhand entscheidender Wachstumsfaktoren aufgezeigt werden. Die Darstellung der Bereiche und Marktteilnehmer des mobilen Internets im Rahmen der Erörterung der Wertschöpfungsstrukturen runden das Kapitel ab.
Die mobilen Technologien und Anwendungen, aus denen sich das Leistungsbündel „Mobiles Internet“ zusammensetzt, werden im dritten Kapitel vorgestellt. Im Sinne einer überblickhaften Darstellung wird dabei auf die Schilderung technologischer Details verzichtet. Vielmehr ist von Interesse, welche Anwendungen durch neue Schlüsselentwicklungen im Bereich Infrastruktur möglich geworden sind bzw. noch möglich werden. Eine kategorische Einordnung soll dabei helfen, einen Überblick über die Vielzahl an mobilen Datendiensten zu geben.
Mit der Auseinandersetzung der anvisierten Zielgruppe wird sich im vierten Kapitel dem eigentlichen Untersuchungsschwerpunkt dieser Arbeit genähert. Nach einer Einordnung des Produkts „Mobiles Internet“ in den Dienstleistungsbereich und der Erörterung der sich daraus ergebenen Besonderheiten für das Marketing, soll die „Mobile Generation“ zunächst anhand der Kriterien der Marktsegmentierung beschrieben werden. Im Rahmen der Analyse der Einflussfaktoren des Konsumverhaltens der Zielgruppe werden im Anschluss, durch die Herausarbeitung möglicher wahrgenommener Motivationen und Risiken das mobile Internet zu nutzen, Ansätze für die eigene Forschung formuliert.
Das fünfte Kapitel widmet sich der empirischen Untersuchung in der Zielgruppe. Nach Beschreibung der theoretischen und methodischen Vorgehensweise sowie deren Besonderheiten, werden die Ergebnisse der Marktforschung dargelegt. Diese werden anschließend auf signifikante Unterschiede in der Teilnehmerstruktur getestet, um detaillierte Angaben zur Wahrnehmung und Akzeptanz von mobilen Anwendungen in der Zielgruppe zu liefern und die Prüfung der formulierten Hypothesen zu erlauben.
Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse sollen im sechsten Kapitel Ansätze für eine spezifische Vermarktung mobiler Datendienste in der „Mobile Generation“ abgeleitet werden. Betrachtet werden dazu Aspekte der Leistungs-, Kommunikations-, Preis und Distributionspolitik.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Abkürzungsverzeichnis | VI | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Ausgangslage und Problemstellung der Arbeit | 1 |
| 1.2 | Abgrenzung und Zielsetzung der Arbeit | 2 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise | 3 |
| 2. | Grundlagen | 4 |
| 2.1 | Begriffe und Definitionen | 4 |
| 2.1.1 | Mobiles Internet | 5 |
| 2.1.2 | Mobile Commerce | 6 |
| 2.1.3 | Mobile Business | 7 |
| 2.2 | Erfolgsfaktoren des M-Business | 8 |
| 2.2.1 | Ubiquität und Convenience | 8 |
| 2.2.2 | Erreichbarkeit | 9 |
| 2.2.3 | Lokalisierung | 9 |
| 2.2.4 | Personalisierung und Identifizierung | 10 |
| 2.3 | Wachstumsfaktoren des M-Business | 11 |
| 2.3.1 | Anzahl der Mobilfunkkunden | 12 |
| 2.3.2 | Penetration mit IME | 13 |
| 2.3.3 | Konsumentennachfrage | 13 |
| 2.4 | Marktüberblick im M-Business | 15 |
| 2.4.1 | Wertschöpfungskette des M-Business | 16 |
| 2.4.2 | Wertschöpfungsbereiche des M-Business | 17 |
| 3. | Technologien und Anwendungen des mobilen Internets | 19 |
| 3.1 | Mobile Telekommunikationstechnologien | 19 |
| 3.1.1 | Mobile Endgeräte | 20 |
| 3.1.2 | Übertragungstechnologien | 21 |
| 3.1.2.1 | GSM | 22 |
| 3.1.2.2 | HSCSD | 23 |
| 3.1.2.3 | GPRS | 23 |
| 3.1.2.4 | UMTS | 24 |
| 3.1.2.5 | Ausblick | 25 |
| 3.1.3 | Applikationsplattformen | 26 |
| 3.1.3.1 | WAP | 26 |
| 3.1.3.2 | iMode | 27 |
| 3.1.4 | Mobile Schlüsseltechnologien | 28 |
| 3.2 | Mobile Anwendungen | 29 |
| 3.2.1 | Information | 29 |
| 3.2.2 | Kommunikation | 31 |
| 3.2.3 | Entertainment | 33 |
| 3.2.4 | Transaktion | 34 |
| 4. | Konsumverhalten der „Mobile Generation“ | 36 |
| 4.1 | Besonderheiten des Dienstleistungsmarketings | 36 |
| 4.2 | Segment „Mobile Generation“ | 38 |
| 4.2.1 | Grundlagen der Marktsegmentierung | 38 |
| 4.2.2 | Segmentierungskriterien | 39 |
| 4.2.2.1 | Sozio-ökonomische Kriterien | 40 |
| 4.2.2.2 | Psychografische Kriterien | 40 |
| 4.2.2.3 | Kriterien des beobachtbaren Kaufverhaltens | 41 |
| 4.2.3 | Segmentbewertung | 42 |
| 4.3 | Einflussfaktoren des Konsumverhaltens | 42 |
| 4.3.1 | Untersuchungshintergrund | 42 |
| 4.3.2 | Wahrgenommene Nutzenmotivationen | 43 |
| 4.3.3 | Wahrgenommene Risiken | 44 |
| 4.3.4 | Hypothesen zur Evaluationsstudie | 46 |
| 5. | Evaluationsstudie zur Wahrnehmung und Akzeptanz des mobilen Internets | 47 |
| 5.1 | Grundlagen der Befragung | 47 |
| 5.1.1 | Ausgangslage | 47 |
| 5.1.2 | Theoretische Grundlagen | 48 |
| 5.1.3 | Methodische Grundlagen | 48 |
| 5.2 | Ergebnisdarstellung der Befragung | 51 |
| 5.2.1 | Demografische Struktur | 51 |
| 5.2.2 | Mobilfunkstruktur | 52 |
| 5.2.3 | Nutzungsverhalten | 54 |
| 5.2.4 | Interessen | 57 |
| 5.2.5 | Motivationen und Risiken | 60 |
| 5.3 | Analyse der Ergebnisse | 62 |
| 5.3.1 | Analysemethodik | 62 |
| 5.3.2 | Test auf signifikante Unterschiede in den Altersgruppen | 64 |
| 5.3.2 | Hypothesenprüfung | 66 |
| 5.4 | Zusammenfassung der Ergebnisse | 68 |
| 6. | Ableitung von Ansätzen zielgruppenspezifischer Vermarktungsstrategien | 70 |
| 6.1 | Leistungspolitik | 70 |
| 6.2 | Kommunikationspolitik | 73 |
| 6.3 | Preispolitik | 75 |
| 6.4 | Distributionspolitik | 78 |
| 7. | Zusammenfassung und Ausblick | 80 |
| Verzeichnis der benutzten Literatur | 82 | |
| Verzeichnis sonstiger Quellen | 85 | |
| Anlagen | 90 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 98 |
Bezüglich der Finanzierung von kostenpflichtigen Anwendungen bevorzugen nur 28 Prozent der Teilnehmer ein Abonnement. 72 Prozent gaben an, lieber jeden einzelnen Zugriff auf den Dienst bezahlen zu wollen (pay-per-use). Immerhin 30 Prozent der Befragten können sich vorstellen, einen Teil der Kosten für genutzte Dienste mittels empfangener Webung zu refinanzieren. Nicht nur das klassische Handy spielt in der jungen Zielgruppe als „Internet-Enabling-Device“ eine Rolle. Die Abbildung 17 zeigt, welche Endgeräte sich die Befragten für die Nutzung mobiler Datendienste vorstellen können. Zusätzlich gaben die Befragten hier an, über den Camcorder, den Diskman, die Brille oder die Uhr auf das mobile Internet zugreifen zu wollen. [...]
und 33 Prozent beim „WAPen“. Nur 31 Prozent der Nutzer gaben an, von ihrem Händler hinsichtlich mobiler Anwendungen beraten worden zu sein. Es darf vermutet werden, dass eine aktive Vermarktung der Datendienste am POS bisher nur restriktiv betrieben wird. Welche Art der Abrechnung der mobilen Datenübertragung die Teilnehmer der Stichprobe präferieren, wird in Abbildung 16 deutlich. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass trotz der zunehmenden Verbreitung von GPRS die Teilnehmer weiterhin Preismodelle bevorzugen, die sie bereits aus dem stationären Internet kennen. Es lässt sich vermuten, dass den Teilnehmern der Nutzen einer Abrechnung auf Basis des übertragenen Datenvolumens noch nicht klar ist. [...]
Das Verhältnis der Postpaid-Kunden, also der Teilnehmer mit einem 24-MonatsVertrag, gegenüber den Prepaid-Kunden beträgt in der Stichprobe über alle Netzbetreiber hinweg 61 zu 39 Prozent. In Bezug auf ihren derzeitigen Anbieter ziehen insgesamt 82 Prozent eine Vertragsverlängerung (VVL) bzw. eine Weiternutzung ihres Prepaid-Sets in Betracht. Bei den Vertragskunden sinkt dieser Anteil nur unerheblich auf 78 Prozent. Im Detail ergibt sich nach Anbietern hier folgendes Bild: Ihren Vertrag verlängern wollen bei T-Mobile 82 Prozent, bei Vodafone 81 Prozent, bei E-Plus 87 Prozent und bei O2 81 Prozent der Postpaid-Kunden. Erhebliche Differenzen zeigen sich hier gegenüber den Serviceprovidern. Ein Interesse an VVL besteht bei Debitel-Vertragskunden zu 67 Prozent, bei Talkline zu 57 Prozent, bei Cellway zu 54 Prozent und bei den anderen genannten Anbietern im Mittel zu 64 Prozent. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass das Thema „Mobile Number Portability“ (MNP), also der Mitnahme der Rufnummer zu einem anderen Anbieter, als sehr interessant erachtet wird. Insgesamt ca. 70 Prozent aller Befragten wollen im Falle eines Wechsels von dieser Option Gebrauch machen. Rund die Hälfte aller Befragten besitzt ein internetfähiges mobiles Endgerät (WAP); bei den Postpaid-Kunden sind es sogar 65 Prozent. Dagegen hat nur ein Viertel der Teilnehmer ein GPRS-fähiges Handy; 38 Prozent sind es hier immerhin im Vertragskunden-Bereich. Annähernd 60 Prozent der Besitzer eines GPRS- [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832473280
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