Mobile Marketing als fester Bestandteil der Integrierten Kommunikation?
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marina Steiner
- Abgabedatum: Oktober 2005
- Umfang: 81 Seiten
- Dateigröße: 425,0 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-9529-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-9529-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-9529-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Steiner, Marina Oktober 2005: Mobile Marketing als fester Bestandteil der Integrierten Kommunikation?, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Mobilfunk, Direktmarketing, Mobile Marketing, Strategisches Marketing
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Diplomarbeit von Marina Steiner
Einleitung:
In den letzten Jahren hat sich der Stellenwert des Mobiltelefons in Deutschland erheblich geändert. Mit mehr als 20,6Mrd. versendeten SMS im Jahr 2004 und fast 35Mrd. Telefonminuten hat sich das Mobiltelefon zu einem unverzichtbaren Kommunikationsmedium entwickelt. Nicht zuletzt stellen die steigende Mobilität und der damit einhergehende Bedarf, Informationen jederzeit und an jedem Ort zur Verfügung zu haben, sowie die Personalisierbarkeit eines mobilen Endgerätes Gründe für die explosionsartige Entwicklung der mobilen Kommunikationsfähigkeit dar.
Problemstellung:
Mit steigender Marktpenetration der Mobiltelefone und den inzwischen überaus leistungsfähigen Übertragungsstandards im Mobilfunk steigt auch das Interesse werbetreibender Unternehmen an diesem Medium. Angesichts schrumpfender Marketingbudgets in den meisten Unternehmungen stehen Marketing Manager vor der Herausforderung, neue und günstigere Kommunikationsmöglichkeiten zu identifizieren. Streuverluste innerhalb der Zielgruppe sollen minimiert werden, um die Effizienz der Marketing-Maßnahmen steigern zu können. So gewinnt die Werbeform des Direktmarketing erneut an Aktualität: Mobiltelefone scheinen die innovative Interpretation des Direktmarketing auslösen zu können.
Vor diesem Hintergrund gilt das Handy als der Hoffnungsträger für neue Impulse mit neuen Möglichkeiten zur direkten und interaktiven Werbekommunikation. Von Klingeltönen über den Versand von Textnachrichten und Fotos bis hin zu Spielen oder Interaktionen mit TV-Shows – die Gesellschaft nutzt das Handy heute mehr als jemals zuvor. Durch die hohe emotionale Akzeptanz der Mobiltelefone ist es an der Zeit, diese aktiv als neuen Direktmarketing-Kanal anzusehen. Durch Mobile Marketing verspricht sich die Werbebranche neben einer sehr spezifischen Zielgruppenansprache und der Möglichkeit des direkten Dialogs mit den Kunden, eine schnelle Umsetzung zu relativ geringen Kosten.
Doch welche Bedeutung hat Mobile Marketing heute tatsächlich? Hat es sich inzwischen zu einem eigenständigen, nicht mehr wegzudenkendem Marketing-Tool entwickelt, d.h. hat Mobile Marketing inzwischen einen entscheidenden Stellenwert innerhalb der Integrierten Kommunikation erreicht? Oder handelt es sich derzeit lediglich um ein Begleitinstrument innerhalb der Gesamtkommunikation? Und wie wird die zukünftige Entwicklung des neuen Marketing-Instruments eingeschätzt? Die vorliegende Arbeit soll aufzeigen, welche Potenziale sich in der mobilen Kommunikation verbergen und welche Aufgabe bzw. welchen Stellenwert Mobile Marketing als Kommunikationsinstrument innerhalb der Integrierten Kommunikation derzeit einnimmt. Nach einem umfassenden theoretischen Überblick über Mobile Marketing, u.a. über die technischen Grundlagen, die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Risiken und die Akzeptanz seitens der Nutzer, folgt die Bearbeitung der Problemstellung zunächst mittels einer Bestandsanalyse bezüglich Umsetzungsmöglichkeiten, Synergien, Gefahren und weiteren Kriterien. Die Einholung eines Stimmungsbildes aus Sicht der Konsumenten und die Erfahrungen zweier Unternehmungen im Bereich Mobile Marketing sollen Grundlage der praktischen Argumentation bilden.
Gang der Untersuchung:
Die vorliegende Arbeit ist in fünf Kapitel gegliedert. Im anschließenden zweiten Kapitel werden die Grundlagen und begrifflichen Erläuterungen der Arbeit behandelt. Dies umfasst sowohl die Erläuterung der Situation am deutschen Werbe- und Mobilfunkmarkt, als auch die Grundlagen der Integrierten Kommunikation sowie des Mobile Marketing.
Mittelpunkt des dritten Kapitels bilden theoretische Überlegungen des Mobile Marketing. Eine Darstellung der Charakteristiken und Visionen der mobilen Kommunikation erfolgt u.a. durch das Aufzeigen der Erscheinungsformen, der Anwendungsbereiche oder Chancen und Risiken der strategischen und akzeptanzfördernden Erfolgsfaktoren.
Mit Kapitel vier beginnt der anwendungsbezogene Teil dieser Arbeit. Basierend auf den ermittelten theoretischen Erkenntnissen, wird die Einordnung von Mobile Marketing anhand unterschiedlicher Kriterien vorgenommen. Die Ergebnisse einer im Rahmen dieser Arbeit durchgeführter Online-Umfrage – d.h. ein Stimmungsbild aus der Praxis – sowie die Erfahrungen zweier interviewter Unternehmen sollen dazu beitragen, den Stellenwert, den Mobile Marketing derzeit einnimmt, durch praktische Erkenntnisse zu ergänzen und zu festigen. Schließlich werden einige Handlungsempfehlungen abgeleitet.
Kapitel fünf greift die wichtigsten erarbeiteten Erkenntnisse noch einmal auf und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Mobile Marketing. Der Gedanke eines eventuell möglichen Geschäftkonzepts bildet den Abschluss der vorliegenden Arbeit.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung | 2 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit | 3 |
| 2. | Grundlagen und begriffliche Erläuterungen der Arbeit | 4 |
| 2.1 | Die Entwicklung am deutschen Werbemarkt | 4 |
| 2.2 | Grundlagen der Integrierten Kommunikation | 5 |
| 2.2.1 | Begriffsabgrenzung | 5 |
| 2.2.2 | Bedeutung und Notwendigkeit der Integrierten Kommunikation | 6 |
| 2.2.3 | Erscheinungsformen der Integrierten Kommunikation | 7 |
| 2.2.3.1 | Inhaltliche Integration | 7 |
| 2.2.3.2 | Formale Integration | 8 |
| 2.2.3.3 | Zeitliche Integration | 8 |
| 2.3 | Grundlagen des Mobile Marketing | 9 |
| 2.3.1 | Begriffsabgrenzung Mobile Marketing | 9 |
| 2.3.2 | Der Mobilfunkmarkt in Deutschland | 11 |
| 2.3.3 | Mobile Marketing als eine Form des Direktmarketing | 12 |
| 2.3.4 | Technologische Grundlagen des Mobile Marketing | 14 |
| 2.3.4.1 | Übertragungsstandards | 14 |
| 2.3.4.2 | Mobile Dienste | 16 |
| 2.3.4.3 | Location Based Services | 18 |
| 2.3.5 | Rechtliche Aspekte | 19 |
| 3. | Charakteristik und Visionen des Mobile Marketing | 21 |
| 3.1 | Zwei Grundprinzipien des Mobile Marketing: Push und Pull | 21 |
| 3.2 | Das Konzept des Permission Marketing | 22 |
| 3.3 | Erscheinungsformen des Mobile Marketing | 24 |
| 3.3.1 | Inhaltsorientiertes Mobile Marketing | 25 |
| 3.3.2 | Transaktionsorientiertes Mobile Marketing | 26 |
| 3.3.3 | Responseorientiertes Mobile Marketing | 27 |
| 3.4 | Merkmale, vorteilhafte Besonderheiten und Hemmnisse des Mobile Marketing | 28 |
| 3.4.1 | Hohe Reichweite | 28 |
| 3.4.2 | Personalisierung | 29 |
| 3.4.3 | Interaktivität | 30 |
| 3.4.4 | Lokalisierung und Ortsunabhängigkeit | 31 |
| 3.4.5 | Ubiquität und ständige Erreichbarkeit | 31 |
| 3.4.6 | Emotionalisierung | 32 |
| 3.5 | Mobile Marketing im Rahmen des Marketing-Mix | 32 |
| 3.5.1 | Kommunikationspolitik | 33 |
| 3.5.1.1 | Mobile Advertising | 33 |
| 3.5.1.2 | Mobile Response-Kanäle | 34 |
| 3.5.2 | Produkt- und Servicepolitik | 35 |
| 3.5.3 | Preispolitik | 35 |
| 3.5.4 | Distributionspolitik | 36 |
| 3.6 | Akzeptanzfördernde Faktoren | 37 |
| 3.6.1 | Persönlichkeitsbezogene Determinanten der Akzeptanz | 37 |
| 3.6.1.1 | Innovationsbereitschaft | 37 |
| 3.6.1.2 | Wissen über mobile Kommunikation | 38 |
| 3.6.2 | Werbeformbezogener Determinanten | 39 |
| 3.6.2.1 | Wahrgenommener Nutzen | 39 |
| 3.6.2.2 | Wahrgenommenes Risiko | 40 |
| 3.6.3 | Determinanten des Permission Marketing | 41 |
| 4. | Die Rolle des Mobile Marketing innerhalb der Integrierten Kommunikation | 42 |
| 4.1 | Realisierbarkeit der Umsetzung und Potenziale von Mobile Marketing innerhalb der Integrierten Kommunikation | 42 |
| 4.1.1 | Umsetzung der inhaltlichen Integration | 43 |
| 4.1.2 | Umsetzung der formalen Integration | 44 |
| 4.1.3 | Synergienpotenzial | 44 |
| 4.1.4 | Gefahrenpotenzial | 45 |
| 4.1.5 | Strategische Bedeutung von Mobile Marketing als Kommunikationsinstrument | 47 |
| 4.1.6 | Zusammenfassung und Einordnung der Bedeutung von Mobile Marketing innerhalb der Integrierten Kommunikation | 48 |
| 4.2 | Umfrage zum Thema Mobile Marketing | 50 |
| 4.2.1 | Untersuchungsdesign und Datenerhebung | 50 |
| 4.2.2 | Darstellung und Interpretation der Ergebnisse | 51 |
| 4.3 | Erfahrungen aus der Praxis | 56 |
| 4.4 | Handlungsempfehlungen | 59 |
| 5. | Fazit und Ausblick | 61 |
| 6. | Literaturverzeichnis | 65 |
| 7. | Versicherung | 76 |
„Die Kommunikationspolitik umfasst sämtliche Maßnahmen in Bezug auf die Darstellung eines Unternehmens sowie dessen angebotenen Leistungen gegenüber seinen Zielgruppen“ (Bruhn, M., 2004, Marketing, S.199) Mobile Endgeräte stellen primär einen neuen Kommunikationskanal dar, weshalb Mobile Marketing bisher überwiegend in der Kommunikationspolitik zum Einsatz kommt.201 Die mobilen Technologien bieten eine Vielzahl neuartiger Einsatzmöglichkeiten, wovon die zwei gängigsten im Folgenden näher betrachtet werden. 3.5.1.1. Mobile Advertising Im Bereich der mobilen Werbung hat sich die SMS als effiziente Marketingform durchgesetzt und steht daher als zentrales Element im Mittelpunkt mobiler Werbekampagnen. Grund dafür sind einerseits die hohen Nutzungsraten von SMS, andererseits werden Kurznachrichten noch als geringer Störfaktor angesehen, somit als ein weniger intimer Eingriff in die Privatsphäre empfunden.202 Doch erfordern die beschränkten Gestaltungs- und Darstellungsmöglichkeiten bzgl. SMS einen kompakten und prägnanten Inhalt.203 MMS-Nachrichten, die inzwischen als innovatives Instrument der Kommunikationspolitik auch für Mobile Advertising eingesetzt werden, haben dem gegenüber einen Vorteil. Die Integration von Bild und Ton lässt den Unterhaltungswert einer Nachricht steigen und bleibt damit unter Umständen [...]
Der Marketing-Mix besteht aus den vier Bereichen Kommunikationspolitik, Produktpolitik, Preispolitik und Distributionspolitik. Bei der Planung des Marketing-Mix geht es um die Überlegung, welche Marketinginstrumente in welcher Weise auszugestalten und in welcher Intensität anzuwenden sind, um die zuvor festgesetzten Marketingziele zu erreichen.197 Zwischen den einzelnen Instrumenten bestehen vielfältige Wechselwirkungen. Daher sollten die Instrumente nicht losgelöst voneinander eingesetzt werden, sondern es sollte eine stimmige Kombination aller Maßnahmen des Marketing-Mix sollte erfolgen.198 Die grundlegenden Kommunikationstechnologien, überwiegend SMS, vereinzelt auch die WAP-Technologie, dienen entsprechend ausgestaltet als Träger sämtlicher Maßnahmen. Der Kommunikationspolitik kommt innerhalb des Marketing-Mix eine besondere Bedeutung zu.199 Doch auch Produkt-, Preis- und Distributionspolitik verfügen über ein kommunikatives Element, um die Aussagen [...]
Wie bereits erwähnt wurde sind Mobilfunkteilnehmer i.d.R. immer und überall erreichbar, da sie ihr Handy meist mit sich tragen. 190 Dadurch grenzt sich das Mobiltelefon von anderen Medien wie beispielsweise TV oder Plakaten deutlich ab.191 An den mobilen Geräten hängen inzwischen soziale Beziehungen. 192 Die Verbindung zu Freunden und die Erreichbarkeit für jedermann haben sich zu den Grundbedingungen des sozialen Umgangs entwickelt. Der Mobilfunk ermöglicht allgegenwärtige Verfügbarkeit, was bei unerwünschten oder unpassenden Botschaften allerdings leicht zu negativen Reaktionen führen kann. 193 Erreichbarkeit kann auch aus Sicht des Werbenden erläutert werden. Wird z.B. in einem TV-Spot eine Responsemöglichkeit per SMS geboten, so muss für den Nutzer auch die Teilnahme aus jedem Netz und von jedem Provider die [...]
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Arbeit zitieren:
Steiner, Marina Oktober 2005: Mobile Marketing als fester Bestandteil der Integrierten Kommunikation?, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Mobilfunk, Direktmarketing, Mobile Marketing, Strategisches Marketing



