Mobile Finance, Vertriebsweg der Zukunft?
Kundenorientierte Marktauftrittsstrategien für den Vertrieb von Finanzdienstleistungen über mobile Endgeräte
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andreas Knopf
- Abgabedatum: Januar 2002
- Umfang: 90 Seiten
- Dateigröße: 2,3 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Hannover Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5581-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5581-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5581-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Knopf, Andreas Januar 2002: Mobile Finance, Vertriebsweg der Zukunft?, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: M-Commerce, Strategie, mobile Vertriebswege, Erfolgsfaktoren mobiler Distributionswege, Finanzdienstleister
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Diplomarbeit von Andreas Knopf
Einleitung:
Die Finanzdienstleister sind wie die meisten Wirtschaftszweige von der zukünftigen Entwicklung des M-Commerce betroffen. Welche Auswirkungen der M-Commerce auf Finanzdienstleister hat, welche Chancen und Risiken dieser beinhaltet und mit welchen Maßnahmen welche Kundensegmente zu welcher Zeit angesprochen werden sollen, steht im Mittelpunkt des Interesses.
Branchenfremde Wettbewerber werden zunehmend ausgewählte Finanzdienstleistungen über mobile Endgeräte anbieten. Darüber hinaus erwarten einzelne Kundengruppen vom Finanzdienstleister bereits heute das Angebot eines mobilen Vertriebskanals. Dieser Herausforderung stellen sich derzeit viele Finanzdienstleister mit dem Aufbau eines eigenen, mobilen Vertriebskanals. Dabei gibt es erhebliche Unsicherheiten über den Markteintrittszeitpunkt sowie der Identifizierung und geeigneten Ansprache derjenigen Kunden, die bereits heute einen mobilen Distributionskanal nutzen möchten. Darüber hinaus ist es von Interesse, mit welcher Intensität Finanzdienstleister den Aufbau eines mobilen Vertriebskanals forcieren sollen.
In dieser Arbeit wird ein Kundensegment identifiziert, welches frühzeitig Finanzdienstleistungen über einen mobilen Vertriebskanal nutzen wird. Dieses Kundensegment weist spezifische Bedürfnisse auf, deren differenzierte Befriedigung ein Erfolgsfaktor im Wettbewerb darstellt. Das Ziel dieser Arbeit ist die Formulierung einer generellen Aussage über eine geeignete und kundenorientierte Marktauftrittsstrategie zum Vertrieb von Finanzdienstleistungen über mobile Endgeräte aus Sicht der deutschen Finanzdienstleister.
Inhaltsverzeichnis:
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | V | |
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | VI | |
| GLOSSAR | VII | |
| 1. | PROBLEMSTELLUNG, ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER ARBEIT | 1 |
| 1.1 | Entstehung und Aktualität des Themas | 2 |
| 1.2 | Problemstellung und Zielsetzung | 3 |
| 1.3 | Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise | 4 |
| 2. | KONZEPTIONELLE UND THEORETISCHE GRUNDLAGEN | 6 |
| 2.1 | Begriff, Inhalt und Entwicklungsstand von M-Finance | 7 |
| 2.2 | Methodische und konzeptionelle Grundlagen der Entwicklung einer Marktstrategie | 12 |
| 3. | ANALYSE AUSGEWÄHLTER EINFLUSSFAKTOREN DURCH M-FINANCE AUF DAS WETTBEWERBSUMFELD VON FINANZDIENSTLEISTERN | 15 |
| 3.1 | Auswirkungen des Strategiefaktors Technologie | 17 |
| 3.2 | Auftreten branchenfremder Wettbewerber auf der Angebotsseite | 20 |
| 3.3 | Substituierungsmöglichkeit etablierter Zahlungsmedien durch die Verwendung mobiler Endgeräte | 23 |
| 3.4 | Wesentliche Implikationen der Transaktionskostentheorie als Anreiz zur Nutzung mobiler Endgeräte für Finanzdienstleistungen | 27 |
| 3.5 | Der Wandel von Ansprüchen an Finanzdienstleister aus Kundensicht | 30 |
| 4. | IDENTIFIZIERUNG VON ERFOLGSFAKTOREN MOBILER DISTRIBUTIONSWEGE FÜR DAS PIONIERKUNDENSEGMENT | 33 |
| 4.1 | Theoretische und methodische Grundlagen der Befragung | 35 |
| 4.2 | Auswertung der Untersuchung | 40 |
| 4.3 | Vergleich einzelner Segmente bezüglich signifikanter Unterschiede | 46 |
| 4.4 | Diskussion ausgewählter Erfolgsfaktoren | 50 |
| 5. | ABLEITUNG VON ANSÄTZEN KUNDENORIENTIERTER MARKTAUFTRITTSSTRATEGIEN | 53 |
| 5.1 | Abgrenzung des strategischen Geschäftsfeldes | 54 |
| 5.2 | Analyse der Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen von Finanzdienstleistern (SWOT-Analyse) | 56 |
| 5.3 | Analyse der strategischen Grundhaltung von Finanzdienstleistern | 60 |
| 5.4 | Möglichkeiten und Grenzen der Erlangung von Leistungsvorteilen durch mobile Vertriebswege | 62 |
| 5.5 | Ableitung einer kundenorientierten Marktauftrittsstrategie | 65 |
| 6. | ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK | 69 |
| SCHRIFTTUMSVERZEICHNIS | 70 | |
| EXTERNER ANHANG |
3.5. DER WANDEL VON ANSPRÜCHEN AN FINANZDIENSTLEISTER AUS KUNDENSICHT Die Entwicklungen in der Kommunikations- und Informationsindustrie wirken sich auf andere Wirtschaftszweige aus.104 Vor allem die Finanzdienstleistungsunternehmen werden mit erhöhten Kundenansprüchen konfrontiert, die aus der Verbreitung und Nutzung mobiler Endgeräte für unterschiedlichste Dienstleistungen resultieren. So gehört die Bundesrepublik Deutschland zu den größten und wachstumsstärksten Mobilfunkmärkten in der Europäischen Union. Die Zeitschrift "connect" gibt die Zahl der Mobilfunkkunden mit 51,6 Millionen an und erwartet einen Anstieg auf eine Zahl von 65,9 Millionen Kunden bis Ende 2001.105 Diese werden zunehmend die Möglichkeiten des mobilen Internets nutzen. Abbildung 13: Anteil der Nutzer des mobilen Internets an Mobiltelefonkunden in Deutschland106 [...]
3.4. WESENTLICHE IMPLIKATIONEN DER TRANSAKTIONSKOSTENTHEORIE ALS ANREIZ ZUR NUTZUNG MOBILER ENDGERÄTE FÜR FINANZDIENSTLEISTUNGEN Informations- und Kommunikationstechnologien sorgen für eine kostengünstigere, schnellere sowie raumüberbrückende Übertragung von Nachrichten und Informationen. Diese Technologie wird in einen mobilen Vertriebskanal umgesetzt und bewirkt die Senkung der auf der Spezifität von Wissen und Know-how beruhenden Transaktionskosten. Finanzdienstleister als informationsproduzierende und -verarbeitende Unternehmen erstellen in Verbindung mit dem Kunden als externen Faktor Dienstleistungen.103 Bei der Erstellung einer Dienstleistung entstehen Kosten, die zu einem wesentlichen Teil aus der asymmetrischen Informationsverteilung zwischen dem Finanzdienstleister und dem Kunden resultieren. Mit zunehmender Unsicherheit steigen die Transaktionskosten durch denkbare nachträgliche Anpassungen von Dienstleistungen oder Stornierungen von Vertragsabschlüssen. Durch die Nutzung mobiler Endgeräte können Kunden Informationen jederzeit und an jedem Ort über Angebote von Finanzdienstleistern anfordern. Damit verschaffen sich diese faktisch eine Markttransparenz und vermindern dadurch die Asymmetrie der Informationsverteilung. Die Beschränkung in den Handlungen des Kunden aufgrund der begrenzten, menschlichen Verarbeitungskapazität von Informationen kann durch die personalisierte Nutzung mobil übertragener Informationen aufgehoben oder reduziert werden. Ein mobiler Vertriebskanal bewirkt aus den beispielhaft beschriebenen Gründen die Senkung von Transaktionskosten. Die Kernaussage der Transaktionskostentheorie, dass die relative Höhe der Transaktionskosten über die Wahl der Koordinationsform entscheidet, könnte sich dahingehend auswirken, dass der mobile Vertriebskanal gegenüber alternativen Vertriebswegen eine bevorzugte Stellung einnehmen wird. Durch die im folgenden Kapitel beschriebenen, zunehmenden Erfahrungen mit mobilen Dienstleistungen sind transaktionskostensenkende Vorteile dem Kunden als Interaktionspartner bereits bekannt und wirken sich in veränderten Kundenanforderungen gegenüber Finanzdienstleister aus. [...]
3.4. WESENTLICHE IMPLIKATIONEN DER TRANSAKTIONSKOSTENTHEORIE ALS ANREIZ ZUR NUTZUNG MOBILER ENDGERÄTE FÜR FINANZDIENSTLEISTUNGEN Zu den Einflussgrößen der Transaktionskosten gehören die Unsicherheit, die Spezifität sowie die Häufigkeit einer Transaktion. 101 Unter der Unsicherheit ist eine asymmetrische Informationsverteilung zu verstehen, die vorliegt, wenn die Transaktionspartner über einen ungleichen Informationsstand beim Abschluss oder bei der Durchführung von Verträgen verfügen. Darüber hinaus wird unter einer Unsicherheit die beschränkte Rationalität der Transaktionspartner beim Abschluss von Verträgen verstanden, da die Akteure bestrebt sind, rational zu handeln, dieses Bestreben aber durch die eingeschränkte menschliche Informationskapazität begrenzt ist.102 Mit zunehmender Unsicherheit steigen die Transaktionskosten durch denkbare nachträgliche Anpassungen von Dienstleistungen oder Stornierungen von Vertragsabschlüssen. Die Spezifität einer Transaktion zielt darauf ab, dass Transaktionen grundsätzlich ein spezifisches Wissen oder spezielle Maschinen voraussetzen, deren Wert in anderen Anwendungen gering ist. Je spezifischer eine Transaktion ist, desto größer ist die Abhängigkeit zwischen den Partnern einer Transaktion. Ein Wechsel eines Transaktionspartners führt mit zunehmender Spezifität zu höheren Transaktionskosten, weil ein geeigneter Transaktionspartner gefunden werden muss, der die Voraussetzung zur Abwicklung einer Transaktion erfüllt. Beim Vergleich einer Projektfinanzierung mit dem Ausfüllen einer Überweisung wird deutlich, dass ersteres ein höheres Fachwissen von den Transaktionspartnern zur Durchführung der Transaktion erfordert als das Ausfüllen einer Überweisung. Der dritte Einflussfaktor, die Häufigkeit einer Transaktion, misst die Anzahl der wiederkehrenden und mit gleichbleibenden Partnern durchgeführten Transaktionen. Je häufiger diese zwischen identischen Transaktionspartnern abgewickelt wird, desto spezifischer ist die Leistungsbeziehung zwischen den beiden Akteuren und die daraus folgenden Transaktionskosten. Abbildung 12: Einflussfaktoren der Transaktionskosten [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832455811
Arbeit zitieren:
Knopf, Andreas Januar 2002: Mobile Finance, Vertriebsweg der Zukunft?, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
M-Commerce, Strategie, mobile Vertriebswege, Erfolgsfaktoren mobiler Distributionswege, Finanzdienstleister



