Mobile Computing für die Baustelle
Dargestellt am Beispiel des Einsatzes von PDA's zur Erfassung und Kontrolle von Restleistungen und Mängeln
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Michael Nolte
- Abgabedatum: Juli 2001
- Umfang: 72 Seiten
- Dateigröße: 1,3 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Technische Universität Berlin Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4462-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4462-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4462-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Nolte, Michael Juli 2001: Mobile Computing für die Baustelle, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Baustelle, Datenbank, Handheld, Mängelverfolgung, Mobil
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Diplomarbeit von Michael Nolte
Einleitung:
Der Faktor Mobilität gewinnt in unserer heutigen Wirtschafts- und Arbeitswelt eine immer höhere Bedeutung. Auch die Informations- und Kommunikationsfirmen bieten ‚mobile‘ Lösungen in immer größerem Umfang für den privaten und beruflichen Kunden an. Durch das Mobile Computing wird das Arbeiten für die Menschen flexibler, schneller und unabhängiger. Die Arbeitsweisen ändern sich: „In der weiteren Optimierung der innerbetrieblichen Organisation und in einer Verbesserung der Qualität der Zusammenarbeit der Baubeteiligten besteht die Möglichkeit zur Produktivitätssteigerung.“.
Das Ziel der Diplomarbeit ist es, auch die Bauleiter vor Ort auf der Baustelle von den Vorteilen des Mobile Computing profitieren zu lassen. Die Erfassung und Kontrolle von Mängeln am Beispiel des Einsatzes von PDAs wird aufgezeigt. Durch die Verwendung eines Handheld - Computers wird ein Bauleiter in die Lage versetzt, unterwegs Daten aufzunehmen, zu bearbeiten und zu verwalten, sowie durch den regelmäßigen Datenaustausch mit allen Kollegen zeitnah auf dem gleichen Wissensstand zu bleiben.
Um die richtige Einordnung und Erfassung der Randbedingungen sicherzustellen, werden zunächst allgemeine juristische und baubetriebliche Grundlagen herausgestellt. Nach der Vorstellung der verschiedenen Arten von Bauleitern wird die Untersuchung auf den Bauleiter des Auftragnehmers eingeschränkt. Die Probleme des (Bau-) Managements bei der Realisierung eines Bauwerkes werden geschildert. Beschrieben werden die Anforderung an die Persönlichkeit und die Pflicht des Einzelnen für eine gute Zusammenarbeit.
Neben den wesentlichen Mängeln nach VOB / B sollen schon vorher durch den Bauleiter auch Restleistungen, fehlende Zuständigkeiten, Unstimmigkeiten, etc. als Soll - Ist - Abweichungen erfaßt und deren Beseitigung angeordnet werden. Der Begriff Mangel wird definiert und das Qualitätsverständnis nach ISO 9000 f. erläutert. Für die weiteren Ausführungen wird ein umfassendes Mangelverständnis zu Grunde gelegt.
Der Arbeitsalltag der Bauleitung ist nach wie vor geprägt durch viel Routinearbeit mit Stift und Terminkalender. Die Dokumentation der Entscheidungen und der Anordnungen ist i.d.R. mangelhaft, weil sie nicht nachzuvollziehen ist. In Stoßzeiten wird nur das Nötigste erledigt, der Rest wird beiseite gelassen. Die Gefahr einer Haftung aufgrund von Organisationsverschulden wird skizziert. Durch eine Befragung von Bauunternehmen, Projektmanagern und Softwareanbietern wurden die bestehenden stationären EDV - Lösungen für die Mängelverwaltung ermittelt und die Anforderungen an eine mobile Mängeldatenbank erfragt.
Gang der Untersuchung:
Im nächsten Teil der Diplomarbeit wird eine Datenbank für die Mängelbearbeitung mittels PDA entworfen. Die auf dem Markt befindlichen Handhelds mit den Betriebssystemen Palm OS und Windows CE werden vorgestellt. Am einfachsten zu bedienen sind die Geräte mit dem Palm OS - Betriebssystem. Die erforderliche Datenbanksoftware für die Handhelds und den Serverbetrieb ist vorhanden. Nur die Programmierung muß noch erfolgen. Die vorgestellte relationale Datenbank besteht aus sechs Teilen, die das Projekt, die Erfassung, Bearbeitung, Beseitigung, Kontrolle und abschließende Verwaltung eines Mangels beinhalten. Diese Schritte werden ausführlich dokumentiert.
Der Vorschlag des Verfassers ist auf eine große Anzahl von Mängeln und die Anwendung durch ein Team von Bauleitern ausgelegt. Jeder Klärungsbedarf soll in der Datenbank erfaßt werden. Das klassische Tagebuch als Gedächtnisstütze wird durch den Handheld ersetzt. Besonders wirkungsvoll ist die Datenbank, wenn eine hohe Koordinationsleistung benötigt wird, wie z. B. für die in der Arbeit erläuterte schlüsselfertige Erstellung durch einen Generalunternehmer. Das EDV - Modell läßt sich auch auf den Bauleiter des Auftraggebers übertragen. Durch die weite Fassung des Begriffes Mangel und die genaue, detaillierte Erfassung desselben ergibt sich mit der Mängeldatenbank ein Werkzeug, das während des gesamten Bauprozesses und auch während der Nutzung angewandt werden kann.
Die Verwendung einer mobilen Datenbank wird kritisch diskutiert. Für den Erfolg sind neben der verständlichen Beschreibung und richtigen Zuordnung des Nachunternehmers die genaue Lagebeschreibung von höchster Wichtigkeit. Ein Doppelbetrieb von Papier und PDA ist zu unterbinden. Die Handhabung des Geräts und der Datenbank muß durch ausreichende Schulung und Hilfestellung erläutert werden. Die Mitarbeiter müssen von dem Funktionieren und den Vorteilen überzeugt und begeistert werden. Die Daten sollen später auch für das Facility Management nutzbar sein.
Im Ausblick werden die Chancen für eine automatisierte, elektronische Ortung und die Möglichkeiten einer mobilen Standleitung für die sofortige Datenübertragung diskutiert.
Mit der mobilen Mängeldatenbank auf einem Organizer erhält die Bauleitung ein Werkzeug, mit dem die Qualität und damit Produktivität erhöht wird, ein gutes System zur Qualitätssicherung installiert und die Kundenzufriedenheit gesteigert wird.
Inhaltsverzeichnis:
| 0. | Vorwort | 2 |
| 1. | Verzeichnisse | 3 |
| 1.1 | Inhaltsverzeichnis | 3 |
| 1.2 | Abkürzungsverzeichnis | 4 |
| 1.3 | Abbildungs- und Tabellenverzeichnis | 5 |
| 2. | Einleitung | 6 |
| 3. | Heutiges Baustellenmanagement | 9 |
| 3.1 | Bauleiter | 10 |
| 3.2 | Qualität der Arbeiten | 13 |
| 3.2.1 | Fehlerarten | 13 |
| 3.2.2 | Definition eines wesentlichen Mangels | 15 |
| 3.2.3 | Qualitätskontrolle | 17 |
| 3.3 | Arbeitssituation bei der Bauausführung | 18 |
| 3.3.1 | Hilfsmittel und Arbeitsweisen | 19 |
| 3.3.2 | Dokumentation | 20 |
| 3.4 | Bestehende stationäre Softwarelösungen | 23 |
| 4. | Vorschlag zur Optimierung | 30 |
| 4.1 | PDA-Geräte | 32 |
| 4.1.1 | Palm OS | 33 |
| 4.1.2 | Windows CE | 36 |
| 4.2 | Anforderungen an die Software | 39 |
| 4.2.1 | Datenelemente | 42 |
| 4.2.2 | Beschreibung der Lokalität | 48 |
| 4.2.3 | Datenübertragung | 49 |
| 4.2.4 | Backoffice – die Verwaltung der Informationen | 50 |
| 5. | Potential und eventuelle Probleme | 52 |
| 5.1 | Handhabung eines PDA | 52 |
| 5.2 | Weiche Erfolgsfaktoren | 53 |
| 5.3 | Anwendung und Nutzung | 55 |
| 5.4 | Qualitätsmanagement | 57 |
| 5.5 | BOT-Modelle | 58 |
| 6. | Ausblick | 60 |
| 6.1 | UMTS und WLAN | 60 |
| 6.2 | Elektronische Ortung | 63 |
| 6.3 | Kamera | 64 |
| 7. | Zusammenfassung | 66 |
| 8. | Literatur | 68 |
| Anhang | 70 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 70 |
Vor dem Kontakt mit Mörtel oder Beton ist der Touchscreen zu bewahren. Denn das basische Calciumhydroxid ätzt Glas, so daß Vorsicht mit dem Glas - Bildschirm geboten ist. Als Schutz empfiehlt sich, Klebefolien zu verwenden. Spezielle Schutzfolien, die das PDA - Glas vor Kratzern und ähnlichem schützen, sind im Handel erhältlich. Über die Nutzung vorhandener Dateien schreibt Rink: „Daten im PC – Format, sei es eine Excel - Tabelle, eine PowerPoint - Show oder auch nur ein PDF - Dokument, kann kein PDA lesen. Wortschöpfungen wie Pocket PC suggerieren zwar ... ein zur PC- Plattform kompatibles Gerät, doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Nicht nur, daß PC - Software schon allein wegen des immensen Platzbedarfs und der nötigen Rechenleistung auf einem Kleinrechner nicht praktikabel wäre, auch die Datenformate sind inkompatibel. Erst zusätzliche Viewer - Software kann ein PDA - Office - Dokument oder andere Textformate anzeigen. Zu Windows CE gehört sogar ein Pocket Office zum Bearbeiten solcher Dateien, doch vorher ist eine Konversion von Office zu Pocket Office notwendig, nach der einige Formatierungen und Einstellungen für immer verloren sind.“ 76 Eine andere Lösung bietet die Firma RIB Software AG an. ARRIBA® mobil ist ein robuster, handlicher Organizer für die Baustelle, der ... auf die speziellen Anforderungen am Bau zugeschnitten ist. Das Gerät hat die Abmaße 28,4 x 19,4 x 5,7 cm, wiegt inklusive Akku ca. 1,5 kg, und besitzt einen 800 x 600 Pixel Touchscreen. Der Akku hat ein [...]
denn das Betriebssystem Windows CE nutzt Farbe als darstellendes Element.71 Der Bildschirm hat eine Größe von 640 x 240 Bildpunkten. COMPAQ hat mit dem iPAQ H3630 ein ganz anderes Ass aus dem Ärmel gezogen, denn dieser Pocket PC strotzt nur so vor Neuerungen. Das TFT-LC - Display ist sehr gut, denn es versagt wegen seines Transflektiv-Designs selbst unter direktem Sonnenlicht nicht. Mit 206 MHz ist es zudem das leistungsfähigste Gerät überhaupt. ... Der iPAQ hat selbst keine Erweiterungen, dafür bietet COMPAQ so genannte Expansion Jackets an, damit bezeichnet man Halterungen, in die der schlanke iPAQ hineinpaßt. ... Trotz einiger Unzulänglichkeiten zeigt der iPAQ H3630 die Möglichkeiten und Grenzen der Pocket PC Plattform auf: Als elektronisches Filofax ist er unterfordert und mit DM 1250 [bei 32 MByte RAM] auch zu teuer, als MP3 - Player taugt er, als Video- und Sprachaufzeichnung bringt er auch mit Jacket - Erweiterung viel zu wenig Speicher und (im Falle von Video) immer noch zu wenig Rechenleistung mit. Das aktuelle Modell von HEWLETT PACKARD ist der HP Jornada 525. Der Organizer wiegt 230 g, besitzt einen 133 MHz Prozessor und 16 Megabyte RAM. Er kostet etwa DM 800.72 Die 32 MByte - Version heißt Jornada 548 und kostet DM 1150. Wie fast alle anderen Pocket PCs hat der Jornada einen Knopf für Sprachaufzeichnung und ein Wipprädchen an der Seite für die Programmauswahl. Die Neuentwicklung Cassiopeia EM-500G bringt eine leistungsfähige Hardware [unter anderem 16 MByte RAM] und ein kleineres Gehäuse als der Vorgänger und statt CompactFlash setzt CASIO auf die Platz sparende SmartMediaCard. Das Gerät kostet DM 1100 und der Akku hält bei voller Beleuchtung etwa fünf Stunden.“73 Der neue Organizer PC WA3050 des französischen Herstellers Sagem der nächsten Generation ist neben der vollen Funktionalität und allen Möglichkeiten eines ‚normalen‘ Pocket PCs auch mit einem leistungsfähigen Mobiltelefon ausgestattet.74 [...]
„MICROSOFT setzt mit dem Pocket PC [und dem Betriebssystem Windows CE 3.0] dagegen auf Multimedia. Die Geräte sind dafür und wegen des anspruchsvollen Betriebssystems bis auf über 200 MHz getaktet, haben meist ein Farbdisplay. Sie sind darauf ausgelegt, Videos, Musik und E-Books zu verarbeiten - PIM wird zur Nebensache. Mit vorinstalliertem E -MailClient, Browser und IrDA - Anschluß geben sie sich kommunikationsfreudig, und eine Online - Verbindung ist schneller eingerichtet als bei Palm OS, bei dem erst noch Software installiert werden muß. Insgesamt gewinnt Palm OS jedoch das Rennen um die bedienerfreundlichste Plattform, Windows CE [Version 3.0] hat aber aufgeholt. Immerhin erleichtert jetzt eine leistungsfähige Zeichenerkennung die Eingabe.“ 68 „Die turbulente Geschichte von Windows CE hat zur Folge, daß Produktpflege für diese Plattform ein Fremdwort ist. Hersteller und Geräteklassen wechselten so häufig, daß es das Windows CE Gerät nicht gibt. MICROSOFT zieht ein Referenzdesign nach dem anderen aus dem Hut, aber immer weniger Gerätehersteller folgen. So gibt es kaum noch Windows CE Geräte mit Tastatur. ... Mit den tastarturlosen Pocket PCs haben MICROSOFT und die beteiligten Firmen dagegen eine Plattform mit Zukunft vorgestellt. Am Anfang stand wieder mal eine Namensänderung: Aus der erfolglosen, ersten tastaturlosen Generation, dem Palmsize PC wurde der Pocket PC. Die Abkürzung PC hat keine bestimmte Bedeutung.“ 69 „Um Windows CE - Anwendungen zu entwickeln, muß man ... tief [für die Lizenzgebühren der Bibliotheken und Entwicklungsumgebungen] in die Tasche greifen. Kein Wunder, daß viele Programme für diese Plattform unverhältnismäßig teuer sind. ... Wer mit dem PDA lange unterwegs ist, braucht ein Modell mit Monochrombildschirm, denn die Farbmodelle schlucken so viel Akkuleistung, daß nur wenige Stunden Rechnerzeit verbleiben.70 Ein Monochrom - Display ist für einen Pocket PC weniger gut geeignet als eine Farbanzeige, [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832444624
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Nolte, Michael Juli 2001: Mobile Computing für die Baustelle, Hamburg: Diplomica Verlag
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Baustelle, Datenbank, Handheld, Mängelverfolgung, Mobil



