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Mobile Business

Mobile Business
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: André Maurer
  • Abgabedatum: Mai 2003
  • Umfang: 46 Seiten
  • Dateigröße: 652,3 KB
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Solothurn Nordwestschweiz Schweiz
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7303-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7303-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7303-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Maurer, André Mai 2003: Mobile Business, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Telekommunikation, M-Business, M-Commerce, Business Modelle, Handy

Studienarbeit von André Maurer

Zusammenfassung:

M-Business (Mobile Business) bietet für die Zukunft eine Herausforderung. Viele Business-Modelle wären zwar aus technischer Sicht her schon heute umsetzbar, die Akzeptanz der Konsumenten lässt aber noch auf sich warten. Deshalb werden die von Spezialisten prognostizierten Marktpotentiale im M-Business nicht oder nur mit einer erheblichen zeitlichen Verzögerung realisiert werden können. Kennzeichnend für das M-Business ist, dass momentan weder „Killer-Applikationen“ noch ausgereifte Geschäftsmodelle existieren. Die Erfahrungen aus dem Internetbereich haben gezeigt, dass auch hier oftmals ein Trail-and-Error Prinzip notwendig ist, um auf den Bedarf der Anwender massgeschneiderte Applikationen zu entwickeln. Unternehmen die ins M-Business einsteigen wollen, müssen folgende Bedingungen beachten:

Der Anbieter muss bekannt sein Der Kunde muss Vertrauen in den Anbieter haben Der Kunde muss einen Mehrwert bekommen Um die Erfolgsaussichten der kundenbezogenen Aktivitäten im M-Business zu gewährleisten, gilt es des weiteren für die Unternehmen aller Branchen folgende Fragestellungen im Rahmen ihrer Strategieformulierung zu berücksichtigen:

Welche Dienste schaffen für die Konsumenten tatsächlich eine Bedürfnisbefriedigung und welchen Preis sind sie bereit, dafür zu zahlen?

Technology Push und / oder Market Pull – welches ist der richtige Ansatz?

Ist der First-Mover-Ansatz immer von Vorteil oder will man lieber zu den Early Follower oder Second Mover gehören?

Sind mobile Services dazu geeignet, sich gegenüber Wettbewerbern zu differenzieren und wenn ja, in welcher Form?

Sind die Modelle wirtschaftlich (Kostensenkung oder Umsatzsteigerung)?

Wie hoch ist der ROI?

Kann das Unternehmen die Risiken tragen?

Der wichtigste Aspekt ist und bleibt jedoch die Markttauglichkeit der angebotenen mobilen Dienste. Um dies gewährleisten zu können, ist es erforderlich, dass die Wünsche und Anforderungen der Konsumenten, im Gegensatz zur bisherigen Praxis, eruiert und auch berücksichtigt werden. Neben dieser als selbstverständlich anmutenden Forderung bestehen weitere Umsetzungskriterien wie Bedienerfreundlichkeit und einfache Gestaltung. Die Anwendung sollte dem Benutzer die Chance bieten, eine Dienstleistung oder ein Produkt entweder schneller, einfacher oder günstiger zu erwerben. Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass eine unreflektierte Portierung von Internet-Anwendungen auf das Handy meist fehlschlägt. Die ablehnende Haltung der Anwender wird zumeist auf den mangelnden Zusatznutzen der WAP-Anwendung zurückgeführt. Warum sollte jemand eine Anwendung umständlich über WAP bedienen, wenn sich diese Anwendung viel komfortabler über einen Internet-Browser aufrufen lässt? Bei gewissen Business-Modellen wie zum Beispiel Mobile Entertainment oder Mobile Payment fehlen die Funktionen und hohen Übertragungsraten von UMTS oder die Sicherheits-Aspekte können noch nicht erfüllt werden. Technische Entwicklungen werden weiterhin sehr schnell voranschreiten. Um das Risiko der mangelnden Kundenakzeptanz zu vermeiden bieten B2B-Ansätze Alternativen mit guten Aussichten.

Bei den B2C-Ansätzen sind sich die Business-Modelle der Informationsdienste (und dort insbesondere die Location Based Services), sowie des mobile Entertainment zu etablieren. M-Commerce (Mobile Commerce) bietet im Gegensatz zum E-Commerce interessante Kombinationen zwischen traditionellem und elektronischem Einkaufen. Der wichtigste Prozess dabei ist das M-Payment (Mobile-Payment).

Inhaltsverzeichnis:

1. Business Summary 1
2. Einleitung 3
3. Anforderungen 5
3.1 Geräte 5
3.2 Mobilfunktechniken 8
3.3 Market Player 11
3.4 Bedürfnisse 14
4. Business-Modelle 15
4.1 Kommunikation 15
4.2 Mobile Entertainment 16
4.3 Informationsdienste 17
4.4 Mobile Commerce 19
4.5 Mobile Payment und Mobile Banking 20
4.6 Mobile House 25
4.7 Mobile Voting 26
4.8 Telemedizin 27
5. Aussichten / Hypothesen 29
6. Literaturverzeichnis 31
7. Abbildungs- und Tabellenverzeichnis 32
8. Glossar 33

Automatisiert erstellter Textauszug:

Im Fordergrund steht der Austausch von Informationen zwischen Endbenutzern zu Endbenutzer oder zu Anbieter. Das ursprüngliche Gebiet der Telekommunikation bekommt mit dem M-Business eine ganz neue Dimension. Neben den Telefongesprächen und dem bereits legendären, durch Zufall entstandenen, SMS-Dienst weitet sich die Kommunikation über e-Mails, mobiles Internet, Newsgroups bis zu Video-Konferenzen aus. Es muss aber nicht immer der Benutzer sein, der die Kommunikation startet. Die Automobilindustrie hat bereits erste Modelle Serienmässig mit Mobilfunktechnologie ausgestattet. Sobald beim Fahrzeug ein technischer Fehler auftritt kommuniziert das Fahrzeug diesen Fehler dem Service-Center, welches dann mit dem Fahrzeuglenker Kontakt aufnimmt. Eine Dienststelle kann das Fahrzeug auch über bevorstehende Staus auf der geplanten Route informieren. • • • • • Zeit- und Ortsunabhängige Kommunikation. Video-Konferenzen werden durch die hohen Bandbreiten der 2.5G und 3G Netzwerke. Günstigere Kommunikation bei Abrechnung nach Datenvolumen (3G) als bei Zeitlicher Abrechnung. Immer erreichbar („Always-on“) durch UMTS. Optimierung von Geschäftsprozessen und erhöhte Mitarbeiterproduktivität ( Kosteneinsparung) und flexiblere Arbeitsgestaltung durch mobile Erweiterungen von CRM-, SCM-, und ERPSystemen sowie durch Mobile Maintenance Support. Zu kleine Displays für Video-Konferenzen und Internetseiten. Schwierige Texteingabe für E-Mails. An den Erfolg von SMS durch ähnliche aber bessere Kommunikationsmethoden anknüpfen. [...]

Das beste Business-Modell bringt keinen Gewinn wenn die Benutzer kein Bedürfnis für die Anwendung haben. Eine Abklärung der Bedürfnisse ist daher sehr wichtig. Die Techniken ändern sich, aber die Wirtschaft nicht. Und damit bleiben die Kundenbedürfnisse der wichtigste Faktor. Wenn eine neue Technik oder ein neues Business-Modell eingeführt wird, muss für den Benutzer ein Nutzen vorhanden sein. Der Benutzer verlangt nach „value-addedservices“ (Mehrwert-Diensten). Der Kunde muss ein Bedürfnis abdecken können und dabei spielt das Netcalf’s Law eine wichtige Rolle: Der Nutzen für den einzelnen Benutzer ist in einem Netzwerk, in dem schon viele dabei sind höher. Wenn zum Beispiel noch niemand ein Handy mit MMS-Funktionen besitzt, ist für die einzelne Person der Nutzen von MMS wertlos. Wenn aber viele Kollegen MMS-Handys haben, ist für die einzelne Person der Nutzen und somit der Wert extrem hoch. Der Wert steigt exponentiell mit der Anzahl Teilnehmer im Netzwerk.18 Bezüglich Bedürfnisse kann man sehr gut auf das Internet und das E-Business zurückgreifen. Die „Lessons learned“ sind, dass man nicht immer mit der aktuellsten Technik Modelle kreiert und dann vom Kunden erwartet, dass er dafür ein Bedürfnis entwickelt. Der Ansatz muss von der Kundenseite kommen. Kundenbedürfnisse müssen eruiert werden und danach muss mit der vorhandenen Technologie ein Business-Modell gefunden werden um das Kundenbedürfnis zu befriedigen. Die Bedürfnisse sind von soziokulturellen, geografischen und technischen Einflüssen abhängig. So kann ein Business-Modell, welches im einen Land anklang findet nicht ohne vorhergehende Überprüfungen in einem anderen Land angewendet werden. I-mode ist zum Beispiel in Japan entwickelt worden und hat dort den Durchbruch geschafft. In Deutschland versucht man bis heute erfolglos i-mode einzuführen. Gründe dafür sind, dass es in Japan bis zur Einführung von i-mode noch keine vergleichbaren Produkte wie SMS gab. Zudem verwendet der japanische Netzbetreiber NTT DoCoMo eine eigene Netzwerktechnik an, welche nur i-mode und kein WAP erlaubt und welche nur mit Geräten von bestimmten Herstellern (z.B. Foma funktioniert). Soziokulturell ist zu beachten dass in gewissen Regionen wie z.B. Italien, Kommunikation und Telephonie einen höheren Stellenwert hat, oder dass in Nordeuropäischen Staaten die Begeisterung und Akzeptanz für neue technische Entwicklungen grösser ist als in Osteuropa oder anderswo. [...]

Neben den Market-Playern in der Mobile Value Chain hat aber auch der Staat einen grossen Einfluss. Der Staat kann die Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes zulassen oder verweigern. Er kann ihn aber auch mit Eintrittsbarrieren, Lizenzversteigerungen, Gesetzen und Vorschriften etc. regulieren. Daneben haben auch NPOs gewisse Einwirkungen auf das M-Business indem sie Standards festlegen. Wer ins M-Business einsteigt, muss mit verschiedenen Organisationen kooperieren können, denn die komplizierte Technik verlangt Spezialisten aus verschiedenen Gebieten. In der Informationsgesellschaft sind Partnerbeziehungen besonders wichtig. Folgende Regeln sind zu beachten:17 • • • Möglichst nahe dem Kunden sein Möglichst gute Partner und Lieferanten haben Zusammenschluss mit Competitors um die Kritische Menge zu erreichen trotzdem muss man sich mit seinen Produkten vom Competitor differenzieren [...]

Arbeit zitieren:
Maurer, André Mai 2003: Mobile Business, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Telekommunikation, M-Business, M-Commerce, Business Modelle, Handy

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