Mobile-Business-Szenarien auf Grundlage der UMTS-Technologie
Eine Analyse der Chancen und Risiken der dritten Mobilfunkgeneration
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Julia Zajicek
- Abgabedatum: Dezember 2001
- Umfang: 74 Seiten
- Dateigröße: 680,0 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Gelsenkirchen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5071-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5071-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5071-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Zajicek, Julia Dezember 2001: Mobile-Business-Szenarien auf Grundlage der UMTS-Technologie, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: UMTS, Mobilfunk, Telekommunikation, M-Commerce, M-Business
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Diplomarbeit von Julia Zajicek
Einleitung:
Mit der UMTS-Technologie versprechen die Mobilfunkunternehmen für die Zukunft eine völlig neue Welt des mobilen Informationszugangs und Datenaustausches. Nicht zuletzt die enorme Entwicklung des Mobilfunks wie auch des Internets während der letzten Jahre, die alle vorangegangenen Prognosen um Längen übertrafen, ließen sehr hohe Erwartung an einer Konvergenz des Mobilfunks mit dem multimedialen Internet entstehen. Es sollen schon bald Millionen von Nutzern an jedem beliebigen Ort und zu jeder Zeit mobil ins Internet gelangen und ihre Einkäufe und Banktransaktionen unterwegs erledigen können. Es wird möglich, auf seinem mobilem Endgerät Filme zu sehen, Musik zu hören und Informationen nachzuschlagen. Mobile Business umfasst hierbei alle stattfindenden Geschäftsprozesse, die über Informations- und Kommunikationstechnologien abgewickelt werden.
Die UMTS-Technologie ist der neue digitale Weltstandard für Mobilfunk - Universal Mobile Telecommunications System - der ab Jahr 2002 die GSM-Netze ergänzen soll. Nachdem enorme Kosten für den Erwerb der UMTS-Lizenzen für die sechs Telekommunikationsunternehmen in Deutschland angefallen sind, werden derzeit die Netze zur UMTS-Nutzung aufgebaut. Es ist noch unklar, ob die technischen Probleme hinsichtlich Netzaufbau, Endgeräte für die Nutzung von UMTS gelöst und die prognostizierten Übertragungsgeschwindigkeiten (bis zu 2 Megabit/s) in der Praxis erreicht werden können. Bisher wurde der neue Übertragungsstandard nur im Labor erfolgreich getestet. Durch die hohen Investitionen in Lizenzen und Netzaufbau, besteht die Gefahr, dass sich UMTS zum größten Milliardengrab entwickelt, mit dem jemals in der Industriegeschichte eine Branche belastet war.
Unternehmen bereiten sich, teilweise durch tiefgreifende Umstrukturierungen und Erweiterungen ihrer Geschäftsmodelle und Strategien, auf den zukünftigen UMTS-Markt vor. Es bestehen noch viele Ungewissheiten, z. B. in Bezug auf die Entwicklung des zukünftigen Mobilfunkmarkts und des Marktpotentials für mobile Dienste und Anwendungen. Die Lizenznehmer müssen in ihren Geschäftsmodellen sehr genau die Bedürfnisse des Endkunden analysieren, um erfolgreich am Markt bestehen und ihre hohe Investitionskosten decken zu können.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Mobile Business Szenarien auf Grundlage der UMTS-Technologie. Ziel der Arbeit ist die Darstellung der Chancen und Risiken für Unternehmen durch Mobile Business als zusätzliche Alternative bzw. Geschäftsfeld zu dem bestehenden Kerngeschäft. In diesem Zusammenhang werden potentielle Anwendungen und Dienstleistungen durch die Einführung der UMTS-Technologie für die Teilnehmer am Mobile Business aufgezeigt.
Gang der Untersuchung:
Nach der Einleitung wird im Kapitel 2 der derzeitige Mobilfunkmarkt in Deutschland beschrieben. Hierzu wird neben der historischen Entwicklung der Technologie auch die wirtschaftliche Bedeutung des Mobilfunks dargestellt. In diesem Zusammenhang werden die wichtigsten Teilnehmer im Mobilfunkmarkt aufgezeigt.
Im Kapitel 3 wird eine Einführung in die UMTS-Technologie präsentiert. Danach werden das UMTS-Lizenzverfahren sowie die Auswirkungen auf die zukünftige Marktsituation erörtert. Im Anschluss wird am Beispiel des japanischen Telekommunikationsunternehmens NTT DoCoMo der mobile Internetdienst i-mode als Vorbild für die UMTS-Einführung in BRD analysiert.
Das Kapitel 4 beschäftigt sich mit den Chancen und Risiken von UMTS. Hier werden die Erfolgsfaktoren im Hinblick auf Potentiale für die Etablierung von erfolgreichen Geschäftsmodellen diskutiert. Neben den Chancenpotentialen werden auch die Risiken aufgezeigt. Aufbauend auf den potentiellen Erfolgsfaktoren und vorhandenen Risiken, werden ein optimistisches und pessimistisches Szenario für die Entwicklung von UMTS konstruiert.
Im Kapitel 5 werden der Begriff Mobile Business definiert und die neuen Dienste und Anwendungen, die auf Grundlage der UMTS-Technologie entstehen werden, beschrieben. Hierbei werden die Applikationen und Dienstleistungen für zwei wichtigste Bereiche - „Business-to-Consumer“ und „Business-to-Business“ erklärt.
Das Kapitel 6 beschäftigt sich mit Mobile Business Szenarien. Hierzu wird der Begriff der klassischen Wertschöpfungskette definiert und im Mobilfunkmarkt dargestellt. Darauf aufbauend wird die Wertschöpfungskette des Mobile Business entwickelt. Im Folgenden werden die potentiellen Kundenzielgruppen analysiert und die Marktstrategien für die Teilnehmer der Wertschöpfungskette im Mobile Business diskutiert. Hierbei werden die Ausgangssituation der einzelnen Teilnehmer dargestellt und die entsprechenden Marktstrategien entwickelt.
Abschließend werden im Fazit die Zielerreichung der Arbeit überprüft und die Konsequenzen für die Teilnehmer im zukünftigen UMTS-Markt aufgezeigt. In diesem Zusammenhang wird ein Ausblick für die Einführung der UMTS-Technologie in Deutschland abgegeben.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Übersicht über den Mobilfunkmarkt in Deutschland | 4 |
| 2.1 | Definition Mobilfunk | 4 |
| 2.2 | Historische Entwicklung | 4 |
| 2.3 | Wirtschaftliche Bedeutung | 6 |
| 2.4 | Marktstruktur der Anbieter | 8 |
| 2.4.1 | Netzbetreiber | 8 |
| 2.4.2 | Service Provider | 9 |
| 2.4.3 | Systemlieferanten | 10 |
| 2.4.4 | Endgerätehersteller | 11 |
| 2.5 | Marktsegmentierung der Mobilfunknachfrager | 11 |
| 2.5.1 | Privatkundenmarkt | 11 |
| 2.5.2 | Geschäftskundenmarkt | 12 |
| 3. | Universal Mobile Telecommunications System (UMTS) | 13 |
| 3.1 | UMTS Technologie | 13 |
| 3.2 | Lizenzverfahren und seine Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation | 13 |
| 3.3 | Analyse einer Einführungsstrategie für UMTS am Beispiel NTT DoCoMo | 17 |
| 3.3.1 | Mobiler Internet Service i-mode | 17 |
| 3.3.2 | Dienste und Aufbau von i-mode | 18 |
| 3.3.3 | Analyse des i-mode Geschäftsmodells für UMTS in der BRD | 19 |
| 4. | Chancen und Risiken von UMTS | 24 |
| 4.1 | Chancen | 24 |
| 4.2 | Optimistisches Szenario | 28 |
| 4.3 | Risiken | 30 |
| 4.4 | Pessimistisches Szenario | 34 |
| 5. | Mobile Business Anwendungen und Dienstleistungen | 37 |
| 5.1 | Definition Mobile Business | 37 |
| 5.2 | Business-to-Consumer Anwendungen | 38 |
| 5.2.1 | Informations-Applikationen | 38 |
| 5.2.2 | Kommunikations-Applikationen | 39 |
| 5.2.3 | Entertainment-Applikationen | 40 |
| 5.2.4 | Transaktions-Applikationen | 41 |
| 5.3 | Business-to-Business Anwendungen | 42 |
| 5.3.1 | Mobile Customer Relationship Management (CRM) | 42 |
| 5.3.2 | Mobile Supply Chain Management | 44 |
| 5.3.3 | Mobile Workforce | 44 |
| 6. | Mobile Business Szenarien | 45 |
| 6.1 | Definition der Wertschöpfungskette | 45 |
| 6.2 | Wertschöpfungskette Mobilfunkmarkt | 46 |
| 6.3 | Wertschöpfungskette Mobile Business | 48 |
| 6.4 | Analyse Kundenzielgruppen | 51 |
| 6.5 | Marktstrategien für Teilnehmer der Wertschöpfungskette | 54 |
| 6.5.1 | Netzbetreiber | 54 |
| 6.5.2 | Content Provider | 57 |
| 6.5.3 | Application Provider / Developer | 58 |
| 7. | Fazit | 60 |
| Literaturverzeichnis | 63 |
Zentren der Ballungsgebiete wird schnell nach der Einführung von UMTS eine Übertragungsgeschwindigkeit von 384 kbit/s erzielt. Neben den technischen Herausforderungen, die zeitgerecht gelöst werden können, erscheinen auch ausreichend interessante und sinnvolle Anwendungen für den Endkunden. Diese werden aktiv vermarktet und durch attraktive Preismodelle unterstützt. Der Wechsel zwischen dem GSM Standard und UMTS wird durch erhebliche Anreize erleichtert. Die Nutzung von UMTS wird durch nationale und internationale „Roaming“-Vereinbarungen ausgeweitet, sodass die einheitliche UMTS-Nutzung auch im Ausland gewährleistet ist. In diesem „Best-Case“-Szenario treten die genannten Faktoren rechtzeitig in Quantität und Qualität auf, sodass im Jahr 2010 von einem prozentualen Anteil von 90 % UMTS-Nutzer ausgegangen werden kann. [...]
Abbildung 8: Szenario Entwicklung der Teilnehmerzahlen53 In der Abbildung 8 wird ein Szenario abgebildet, in dem der UMTS-Anbieter einen Marktanteil von 20 % erlangt. Hierbei wird die Entwicklung in Summe sowie die prozentuale Aufteilung zwischen Privat- und Geschäftskunden dargestellt. Der prozentuale Anteil an Privatkunden im Vergleich zu den Geschäftskunden steigt im erwähnten Zeitraum vom 59 % auf 70 %. Die Rahmenbedingungen für einen termingerechten Start sind eine voll funktionsfähige Infrastruktur und ein ausreichendes Angebot an leistungsfähigen und preisgünstigen Endgeräten für den Benutzer. Auch wenn am Anfang eine Übertragungsgeschwindigkeit von nur 64 kbit/s erreicht werden kann, wird das Netz schnell ausgebaut, sodass in einem kurzen Zeitraum eine durchschnittliche Übertragungsgeschwindigkeit von 128 kbit/s erreicht werden kann. Die Anforderungen und Auflagen der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post werden vollständig erfüllt, sodass im Jahr 2005 eine Bevölkerungsabdeckung von mehr als 50 % erreicht werden kann. In den [...]
Remote Controll: Die Smartphones, wie die Kombination aus Handy und Computer genannt wird, bieten die Möglichkeit, als Fernbedienung zu agieren. Damit ergeben sich Funktionen für kurze Distanzen, z. B. Türöffnung, oder auch andere Entfernungen wie die Steuerung von Anlagen in einem Gebäude von unterwegs.51 Die obenaufgeführten Merkmale in der richtigen Intensität und entsprechender Kombination lassen einen Mehrwert für den UMTS-Kunden entstehen und bringen damit aussichtsreiche Chancen für die beteiligten Unternehmen. Nachhaltige Chancenpotentiale ergeben sich insbesondere aus den Merkmalen Ubiquität, Lokalisierbarkeit, Personalisierung und Sicherheit. Auf der Basis dieser Merkmale, die zugleich als technisch ausgereift zu betrachten sind, lässt sich eine echte „Unique Selling Proposition“ (Alleinstellungsmerkmal) entwickeln. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832450717
Arbeit zitieren:
Zajicek, Julia Dezember 2001: Mobile-Business-Szenarien auf Grundlage der UMTS-Technologie, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
UMTS, Mobilfunk, Telekommunikation, M-Commerce, M-Business



