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Mobile Branding via UMTS

Markenaufbau und -pflege im Mobilfunknetzwerk der dritten Generation

Mobile Branding via UMTS
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas J. Schäfer
  • Abgabedatum: August 2005
  • Umfang: 76 Seiten
  • Dateigröße: 4,5 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Trier Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-8990-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-8990-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-8990-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Schäfer, Thomas J. August 2005: Mobile Branding via UMTS, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Markierung, Mobilfunk, Kommunikation, Marke, Handy

Diplomarbeit von Thomas J. Schäfer

Problemstellung:

Durch den Ende der 90er Jahre boomenden Mobilfunkmarkt und die daraus resultierende Änderung im Handynutzungsverhalten wird dem UMTS-Netzwerk eine ebenso bedeutende Rolle zuteil wie analog seinerzeit dem Internet. Besaßen noch 1999 ungefähr 280 von 1000 Deutschen ein Handy, so waren es 2002 schon ca. 720 und 2003 sogar über 780 Personen. Mit den aktuellen Zahlen aus dem Jahr 2004 rangiert Deutschland mit 856 von 1000 Handynutzern auf Platz 14 im internationalen Vergleich.

Angesichts dieser Zahlen lässt sich auch global gesehen ein enormes Wachstum erkennen, das den Mobilfunkmarkt seit seinem Bestehen auszeichnet. Die Evolution des Handynutzungsverhaltens begründet sich durch dieses gewaltige Marktwachstum. Handys werden heute im Gegensatz zu früher mehr für private Zwecke genutzt. Längst dient das Handy nicht mehr nur zum Telefonieren, der Versand von Textnachrichten und Bildern, das Downloaden von Spielen, Bildern und Klingeltönen werden heute schon als Standardfunktionen jedes mobilen Endgerätes angesehen.

UMTS lässt durch seine wesentlich höhere Datenübertragungsrate und die gegebene Interaktivität eine Vielzahl erstmaliger Applikationen zu, die auf Handys der neuen Generation implementiert werden können. Dadurch wird es eine interaktive Kommunikationsplattform mit einer beträchtlichen Empfängerzahl sein. Anders als bei den Medien Internet und Fernsehen werden die Nutzer gezielt auswählbar und rund um die Uhr erreichbar sein.

Diesen Vorzug nutzen erste Unternehmen, die mobile Funktionen und Applikationen entwickeln und vermarkten. Sie haben bereits Marken aufgebaut, diese M-Brands bilden die Vorreiter in der neuen mobilen Markenwelt und nutzen den First-Mover-Advantage. Wie damals im Internet etablierten sich schon vor dessen Blütezeit neue elektronische Marken und erst daraufhin entstanden in unglaublicher Geschwindigkeit neue E-Brands.

Das technische Potenzial ist viel versprechend, die kommunikativen Möglichkeiten sind vielfältig, ebenso steht eine interessierte Nutzerschaft bereit. Alle diese Gründe sprechen für den mobilen Markenaufbau. Die mangelnde Verfügbarkeit des UMTS-Netzwerkes sowie der mobilen Endgeräte, die hohen Kosten für die private Nutzung und die Konkurrenztechnologien sprechen eher für eine Abwartungshaltung in Bezug auf den mobilen Markenaufbau. Der letztendliche Entschluss, den mobilen Markenaufbau zu wagen, hängt vom Risikomanagement jeder Unternehmung ab.

Fakt ist: Die Generierung einer neuen Marke, ganz gleich in welchem Medium, ist mit hohem Aufwand verbunden. Die Erstellung von Gedächtnisstrukturen, die bei der Entwicklung von neuen Marken eine notwendige Rolle spielen, erfordert hohe monetäre Ressourcen. Des Weiteren handelt es sich um ein völlig neues Medium mit seinen spezifischen Eigenschaften, für die noch keine Gesetzmäßigkeiten und Regeln in Bezug auf das mobile Branding existieren.

Durch welche Eigenschaften zeichnet sich UMTS aus und existieren andere Technologien, die um das neue Mobilfunknetzwerk konkurrieren? Entstehen neue Geschäftsfelder für Unternehmen und Nutzungsmöglichkeiten für Handys durch UMTS? Definieren sich Marken in diesem Medium neu oder können Parallelen zu den schon existierenden Medien gezogen werden? Kann das klassische Branding auch für den mobilen Bereich angewendet werden bzw. wo existieren Unterschiede und wie treten diese in Erscheinung? Gibt es Restriktionen bzgl. der mobilen Werbung oder ist eine uneingeschränkte Kommunikation über UMTS möglich? Wie haben schon existierende M-Brands ihren Markenaufbau durchgeführt? Was kann man davon lernen? Was kommt nach der strategischen Planung und Durchführung des Branding, wie verankert man danach die Marke im Gedächtnis der Nutzer? Wie nutzt man die generierte Markenbekanntheit, um auf Dauer ein solides Markenimage aufzubauen?

Gang der Untersuchung:

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, das klassische Branding, bestehend aus Markenaufbau und -pflege, für das revolutionäre Mobilfunknetzwerk der dritten Generation anwendbar zu machen. Zusätzlich soll zum Grundverständnis technischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Aspekte von UMTS beigetragen werden. Dieses Wissen soll eine erfolgreiche praktische Branding-Umsetzung unterstützen. Die Nutzung von UMTS im Rahmen des Multichannel-Managements und der damit verbundene Markenmediumtransfer finden in dieser Diplomarbeit keine Beachtung.

Im ersten Schritt erfolgen allgemeine Erklärungen zur Marke, deren Wesen und die Funktion werden grundlegend definiert. Es schließt sich eine Untersuchung des Mobilfunks hinsichtlich seiner technischen Evolution an und später eine Beschreibung des Mobilfunkmarktes und des Handynutzungsverhaltens als Wissensgrundlage zu UMTS.

Die Definition von UMTS und die Klärung der technischen Eigenschaften folgen. Die Fragen, welche Möglichkeiten und neuen Geschäftsfelder durch das fortschrittliche Mobilfunknetzwerk entstehen und mit welchen Technologien es konkurriert, beschließen die Grundlagen zu dieser Diplomarbeit. Nach der Begriffsabgrenzung und einem Vergleich zwischen klassischem und mobilem Branding erfolgt eine detaillierte Analyse des Markenaufbaus.

Das Branding wird durch die Markierung und Kommunikation erreicht, beides wird ausführlich bearbeitet. Noch vor der Markenpflege werden die zu beachtenden rechtlichen Restriktionen, die beim mobilen Branding bedeutend sind, expliziert. Die Markenschutzfähigkeit und die restriktive mobile Werbung geben hier den Orientierungsrahmen vor. Diese Diplomarbeit endet mit einem Fazit.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis VI
Anhangsverzeichnis VII
Verzeichnis der Abkürzungen, Akronyme und Symbole VIII
A. Einleitung 1
1. Problemstellung 1
2. Zielsetzung und Vorgehensweise 4
B. Grundlagen 5
1. Marke 5
1.1 Wesen der Marke 5
1.1.1 Markenkern i.e.S 5
1.1.2 Markenkern i.w.S 5
1.2 Funktion der Marke 5
1.2.1 Identifikationsfunktion 6
1.2.2 Vertrauens- und Sicherheitsfunktion 6
1.2.3 Nutzenfunktion 7
1.3 Bestandteile einer Marke 7
2. Mobilfunk 8
2.1 Technische Mobilfunkentwicklung 8
2.2 Deutscher Mobilfunkmarkt 9
2.3 Mobilfunknutzungsverhalten 10
2.4 UMTS 11
2.4.1 Definition 11
2.4.2 Technische Eigenschaften 11
2.4.3 Nutzungsmöglichkeiten 12
2.4.4 Entstehung neuer Geschäftsfelder 13
2.4.5 Konkurrenztechnologien 17
C. Branding 19
1. Bergriffsabgrenzung 19
2. Ganzheitlichkeit und Bedeutung des Branding 19
3. Klassisches versus mobiles Branding 21
4. Branding durch Markierung 23
4.1 Markenname 23
4.1.1 Bedeutungsloser und bedeutungshaltiger Markenname 23
4.1.2 Imagestarker Markenname 25
4.1.3 Phasen der Namensgebung 26
4.2 Markenzeichen 30
4.2.1 Verhaltenswirksame Markenzeichen gestalten 31
4.2.2 Techniken zur Gestaltung von Markenzeichen 32
4.3 Mobile Markenpräsentation 33
4.4 Analyse der Markierungswirkung 35
4.4.1 Markenidentifikation bzw. -differenzierung 35
4.4.2 Positionierungsverständnis 36
4.4.3 Gefallenswirkung 36
4.4.4 Erinnerungsfähigkeit 36
5. Branding durch Kommunikation 38
5.1 Kommunikationsziele 39
5.1.1 Markenbekanntheit 39
5.1.2 Markenimage 40
5.2 Kommunikationsformen 41
5.2.1 Massenkommunikation 41
5.2.2 Below-the-Line Kommunikation 43
5.2.3 Besonderheiten der mobilen Kommunikation 44
5.3 Positionierung 47
5.4 Positionierungsziele 50
5.4.1 Informative Positionierung 51
5.4.2 Emotionale Positionierung 52
5.4.3 Informative und emotionale Positionierung 52
5.4.4 Aktualitätspositionierung 52
5.5 Positionierungsstrategien 53
5.5.1 Beibehaltung der Positionierung 54
5.5.2 Umpositionierung 54
5.5.3 Neupositionierung 55
5.6 Realisation der Positionierung 55
5.6.1 Wahrnehmbarkeit 56
5.6.2 Eigenständigkeit 56
5.6.3 Integrität 57
D. Rechtliche Aspekte zum mobilen Branding 58
1. Markenschutzfähigkeit 58
2. Restriktive mobile Werbung 58
E. Markenpflege 60
1. Bewahrung der Markenbekanntheit 60
2. Schutz bzw. Wechsel des Markenimages 61
3. Änderung des Zusatznutzens der Marke 61
F. Fazit 63
Anhang 65
Quellenverzeichnis 76
Eidesstattliche Erklärung 84

Automatisiert erstellter Textauszug:

Beim mobilen Internetzugang und nutzbaren Applikationen über ein Handy wird die Markenpräsentation auf die Größe des Handydisplays begrenzt.2 Diese Eigenschaft ist in Bezug auf die Darstellbarkeit bei der Entwicklung von Markennamen und -zeichen besonders zu berücksichtigen. In welcher Form und Größe bzw. an welcher Stelle Markenname und -zeichen im Handydisplay erscheinen sollen, hängt von Art und Umfang der angebotenen Dienste ab. Ein M-Brand, der für ein Shoppingangebot entwickelt wird, sollte beim mobilen Markenauftritt auf jeder abrufbaren Seite erscheinen. Dies bedeutet, dass alle tiefer gelegenen Seiten in der Struktur des Mobile-Shops die Marke aufweisen müssen.3 Nicht nur medienübergreifend, sondern auch medienintern muss Integrität gegeben sein. [...]

4.2.1 Verhaltenswirksame Markenzeichen gestalten Markenzeichen im mobilen Bereich werden vermehrt auf Handydisplays, in Werbeanzeigen, Fernsehspots, auf Briefpapier und in Informationsbroschüren, aber auch in mobilen Applikationen direkt auftreten. Eine eindeutige Identifikation der Marke bzw. die Differenzierungskraft zu anderen Marken hängt von einer prägnanten und aufmerksamen Zeichengestaltung ab.1 Markenzeichen werden durch drei Sozialtechniken aktiviert gestaltet:2 die physisch intensive Gestaltung, die sich durch die Verwendung von auffälligen Farben und Formen oder durch große Abbildungen auszeichnet, und die emotionale Gestaltung, die vermehrt zielgruppenspezifische Schlüsselreize aktiviert.3 Die letzte Sozialtechnik bildet die kognitiv überraschende Gestaltung, die gegen die Wahrnehmungserwartungen beim Empfänger verstößt. Unter Berücksichtigung der integrierten Kommunikation4 sollten Markenzeichen für M-Brands, auch wenn diese klein dargestellt sind, gut erkennbar und assoziierbar sein. Dieser Faktor ist vor allem durch die Größe und Auflösung eines Handydisplays gegeben.5 Ideal wäre eine Kombination von Markennamen und -zeichen für den mobilen Sektor. [...]

Nachdem eine Auswahl in Frage kommender Markennamen getroffen wurde und bevor weitere monetäre Mittel für das Branding investiert werden, sollte die Auswahl der Markennamen beim Markenregister im deutschen Patentamt eingereicht werden. Danach obliegt die Prüfung und evtl. Registrierung des Markennamens diesem Amt. Dort wird nach dem Markengesetz die Schutzfähigkeit überprüft. Alles, was als Marke registriert werden kann, beschreibt das Gesetz wie folgt: „Als Marke können alle Zeichen, insbesondere Wörter einschließlich Personennamen, Abbildungen, Buchstaben, Zahlen, Hörzeichen, dreidimensionale Gestaltungen einschließlich der Form einer Ware oder ihrer Verpackung sowie sonstige Aufmachung einschließlich Farben und Farbzusammenstellungen geschützt werden, die geeignet sind, Waren und Dienstleistungen eines Unternehmens von denjenigen anderer Unternehmen zu unterscheiden.“2 Eine ausführliche Betrachtung bzgl. der Schutzfähigkeit von Marken erfolgt in Kapitel D, Punkt 1.3 [...]

Arbeit zitieren:
Schäfer, Thomas J. August 2005: Mobile Branding via UMTS, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Markierung, Mobilfunk, Kommunikation, Marke, Handy

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