Der Mittelstand im Prozeß der Globalisierung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Andreas Gschmeidler
- Abgabedatum: Mai 1998
- Umfang: 98 Seiten
- Dateigröße: 540,8 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Kempten Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-0874-9
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-0874-9 P - ISBN (CD) :978-3-8324-0874-9 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Gschmeidler, Andreas Mai 1998: Der Mittelstand im Prozeß der Globalisierung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Direktinvestitionen, Globalisierung, Mittelstand, Strategiekonzept, Markteintrittsstrategien
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Diplomarbeit von Andreas Gschmeidler
Zusammenfassung:
Die betriebswirtschaftliche Forschung hat sich bei dem Thema Globalisierung lange Zeit überwiegend mit den Problemen von Großunternehmen beschäftigt. Erst in den letzten Jahren wurden zunehmend auch Chancen und Risiken von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) wissenschaftlich untersucht. Dies geschieht aber weitgehend in Form von Beiträgen und Aufsätzen über spezielle Einzelfragen, die sich in Sammelbänden oder Fachzeitschriften wiederfinden.
Diese Arbeit gibt eine ganzheitliche Betrachtung des Themas "Der Mittelstand im Prozeß der Globalisierung" wieder. Die Vielfältigkeit der Thematik Globalisierung macht es jedoch notwendig, sich auf wesentliche Punkte zu konzentrieren. Diese Kernpunkte definieren sich aus den von mir erkannten Problembereichen, während meiner praktischen Tätigkeiten in diesem Bereich. Die relevanten Kernpunkte im einzelnen sind:
· Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Auswirkungen auf den Mittelstand.
· Standortbestimmung des Unternehmens im Globalisierungsprozeß.
· Entwicklung einer Globalisierungsstrategie.
· Globalstrategische Bedeutung der Länderauswahl.
· Wahl der unternehmensoptimalen Markteintrittsstrategie.
Steuerliche und produktspezifische Fragen werden nicht behandelt.
Globalisierung ist kein standardisierbares Vorhaben. Ziel der Ausführungen ist es deshalb, typische Denkmuster und Vorgehensweisen zu zeigen und nicht Problemlösungen in Detailbereichen zu suchen. Diese Arbeit soll es dem Leser ermöglichen, einen ersten Einstieg in die komplexe Thematik der Globalisierung zu finden und ihm ein Leitfaden für weitere Schritte sein.
Inhaltsverzeichnis:
| Verzeichnis der Abbildungen | 5 | |
| A. | BEDEUTUNG DER GLOBALISIERUNG | 6 |
| I. | Liberalisierung der Weltmärkte | 7 |
| II. | Entwicklung der Volkswirtschaften | 10 |
| III. | Einfluß der Informations- und Kommunikationstechnologie | 12 |
| IV. | Globalisierung ein stetiger Prozeß | 14 |
| B. | GLOBALISIERUNG - EINE HERAUSFORDERUNG FÜR DEN MITTELSTAND | 17 |
| I. | Abgrenzung des Begriffes Mittelstand | 17 |
| Il. | Umweltanalyse | 19 |
| III. | Unternehmensanalyse | 23 |
| IV. | Integration der Umwelt- und Unternehmensanalyse in die Globalisierungsstrategie | 27 |
| C. | ENTWICKLUNG EINER GLOBALEN STRATEGIE FÜR KLEINERE UND MITTLERE UNTERNEHMEN | 29 |
| I. | Die Phasen der Entwicklung einer globalen Strategie | 30 |
| II. | Probleme und Ansätze zu deren Lösung | 40 |
| D. | METHODEN UND TECHNIKEN DER INTERNATIONALEN MARKTAUSWAHL | 48 |
| I. | Die Bedeutung des Informationssystems bei der Länderwahl | 50 |
| II. | Aspekte der wichtigsten Regionen | 53 |
| III. | Präsenz auf Märkten mit globalstrategischer Bedeutung | 57 |
| IV. | Methodik bei der Länderauswahl bzw. Marktauswahl | 61 |
| E. | FORMEN DER INTERNATIONALEN BETÄTIGUNG | 68 |
| I. | Auslandsmarktbearbeitung mittels Export | 69 |
| II. | Auslandsmarktbearbeitung mittels Lizenzvergabe | 72 |
| III. | Kooperation in Form eines Joint Ventures | 75 |
| IV. | Akquisition und Neugründung von Tochtergesellschaften | 78 |
| V. | Mitgliedschaft in einem Pool | 80 |
| F. | FAZIT | 83 |
| Anhang | 86 | |
| Adressenverzeichnis | 89 | |
| Literaturverzeichnis | 90 |
Globalisierung auf eine größere Anzahl von Regionen/Märkten zu erstrecken. Wichtig ist es deshalb, Prioritäten zu setzen und die grenzüberschreitenden Aktivitäten schrittweise zu intensivieren. Dominiert das Absatzmotiv, dann orientiert sich der Großteil der Unternehmen auf Nordamerika, auf westeuropäische Länder wie zunehmend auch auf Länder in Asien. Im Vordergrund steht dabei der Zugang zu großen Märkten. Ist hingegen eine Produktionsverlagerung aus Kostengründen für die Investitionsentscheidung maßgeblich, dann wählen die KMU bevorzugt mittel- und osteuropäische Länder sowie einige ausgewählte kostengünstige Länder in Asien.54 Die Europäische Union mit ihren Mitgliedsstaaten hat ihre Unterstützungsprogramme für KMU und Großunternehmen bewußt so angelegt, daß diese vorrangig auf dem Binnenmarkt investieren, bevor sie dessen Grenzen überschreiten. Die Eroberung des Binnenmarktes soll für KMU regelmäßig der erste Schritt auf dem Wege zur Globalisierung sein. Die EU will sie ermutigen, über ihre Heimatmärkte hinaus Produkte zu verkaufen, ihre Dienstleistungen im Ausland zu erbringen oder strategische Allianzen mit anderen Unternehmen in der EU zu schließen.55 Die Struktur der gesamten deutschen Direktinvestitionen im Jahr 1997 stützt im Grunde diese Überlegungen. Wie in Abbildung 14 zu sehen ist, vereinigen die EU-Länder über 43 Prozent der Anlagemittel auf sich. Die Vereinigten Staaten (unter übrige Industrieländer berücksichtigt) konnten durch das hohe Wirtschaftswachstum ihren Anteil an den deutschen Direktinvestitionen auf jetzt knapp ein Viertel ausbauen und stellen somit die zweitwichtigste Region dar. [...]
Durch eine zu direkte offene Art fühlt sich der einzelne Mitarbeiter in seiner Person verletzt und seine Loyalität gegenüber dem Unternehmen schwindet. Überwiegend in Drittländern und im asiatischen Raum finden sich solche Kulturen, hier sollte Feedback lieber indirekt vermittelt werden.53 Denkweisen und Werte müssen sich deshalb anpassen. Es sollte aber versucht werden typische Merkmale der KMU, wie z. B. die informellen Beziehungen und der daraus resultierende schnelle Informationsfluß oder die intensiven persönlichen Kontakte zu Kunden zu bewahren. Dies sind positive Differenzierungsmerkmale der KMU, im Vergleich zu Konzernen. Gerade der enge Kontakt der X AG zum Unternehmen Y (siehe Beispiel Seite 37) war sicherlich ein Hauptgrund für die weitere Kooperation und somit die Bindung des Kunden an das Unternehmen. [...]
Auslandseinsätzen fordert, muß offenen kommuniziert werden, damit auch in den Köpfen der Mitarbeiter eine Bewußtseinswandlung stattfinden kann. Läßt sich fehlendes Know How relativ kurzfristig durch Weiterbildungsmaßnahmen beheben, ist die Motivation für einen Auslandsaufenthalt bedeutend schwieriger. Frühzeitige Miteinbeziehung des sozialen Umfelds, das konkrete Aufzeigen der positiven Auswirkungen auf die berufliche Karriere und die Möglichkeit der Rückkehr, helfen eventuelle Unsicherheiten und Ängste zu beseitigen. Wichtig ist der offene Dialog und das Verständnis für die Probleme und Fragen des individuellen Mitarbeiters. 4. Kultur Alle Unternehmen entwickeln im Laufe ihrer Existenz eine ganz bestimmte, unverwechselbare Kultur. Mit dem Begriff Kultur wird das Wertesystem beschrieben, das auf die Handlungen und die Verhaltensweisen eines Unternehmens einwirkt. Unternehmenskultur definiert sich aus den Begriffen "Corporate Identity", "Corporate Culture" und "Corporate Behaviour". Unternehmenskultur läßt sich nur schwer instrumentalisieren und beliebig formen. Sie hängt maßgeblich von den im Unternehmen arbeitenden Menschen ab. Jeder neuer Mitarbeiter verändert ein Stück weit die Unternehmenskultur.52 Die Kultur ist gleichzeitig der subtilste Aspekt, der für die globale Strategie eine sowohl positive wie auch negative Rolle spielen kann. Ein künftig global agierendes Unternehmen muß seine Unternehmenskultur anpassen. Die Kultur eines Landes beeinflußt die Menschen und somit auch das Unternehmen. Folglich sind Denkweisen und Werte eines Unternehmens in einem Land kulturabhängig. Daraus kann man ableiten, daß etwas, das in einem Land funktioniert, nicht unbedingt in einem anderen funktionieren muß. Organisatorische Abläufe können nicht ohne weiteres auf ein anderes Land respektive einen anderen Markt projiziert werden. Häufig sind beträchtliche Anpassungen notwendig oder es empfiehlt sich erst gar nicht, den Versuch zu unternehmen, die bestehende Unternehmenskultur zu adaptieren. Exemplarisch seien hier die kulturellen Unterschiede von Leistungsbewertungssystemen angesprochen. Leistungsbewertungssysteme in den westlichen Industrieländern setzen voraus, daß sich die Leistung der Mitarbeiter steigert, wenn diese ein direktes Feedback von ihrem Vorgesetzten erhalten. Auch geht die Tendenz dahin, daß die Gehaltspolitik an diese Gespräche gekoppelt ist. Dies ist aber vorwiegend in individualistischen Kulturen typitisierbar. In kollektivistischen Ländern jedoch zerstört ein derartiges direktes Feedback die Harmonie. Die Betonung der funktionierenden zwischenmenschlichen Beziehungen überwiegt hier. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832408749
Arbeit zitieren:
Gschmeidler, Andreas Mai 1998: Der Mittelstand im Prozeß der Globalisierung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Direktinvestitionen, Globalisierung, Mittelstand, Strategiekonzept, Markteintrittsstrategien



