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Mittelbedarfsplanung als Kontroll- und Steuerungsinstrument für die Bauausführung

Mittelbedarfsplanung als Kontroll- und Steuerungsinstrument für die Bauausführung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Peter Zeppenfeld
  • Abgabedatum: März 2004
  • Umfang: 195 Seiten
  • Dateigröße: 5,3 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dortmund Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-0311-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-0311-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-0311-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Zeppenfeld, Peter März 2004: Mittelbedarfsplanung als Kontroll- und Steuerungsinstrument für die Bauausführung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Projektsteuerung, Kostenplanung, Termin, Mittelabfluss, Vertrag

Diplomarbeit von Peter Zeppenfeld

Problemstellung:

Bei einer Vielzahl von Bauvorhaben zeigt sich in der Praxis die Überschreitung der geplanten Zielvorgaben des Bauherrn für Fertigstellungstermine, Kosten oder der Qualitäten. Nachträge, Verspätung der Übergabe und notwendige Nachbesserungen sind an der Tagesordnung. Der Projektsteuerung und –Überwachung kommt folglich nicht zuletzt vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Randbedingungen eine immer größere Bedeutung zu.

Zur Einhaltung der vorgegebenen Zielgrößen für Termine und Kosten ist neben der Termin- und Ablaufplanung zur kostenoptimierten Erstellung innerhalb eines vorgegebenen Terminrahmens die Ablaufsteuerung während der Bauausführung von Bedeutung. Regelmäßige Kontrollen der ausführenden Unternehmen und daraus resultierende Steuerungsmaßnahmen sind zur Sicherstellung des Projekterfolges unabdingbar.

Ebenfalls vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Randbedingungen setzt die Mittelbedarfs- und Abflussplanung an. Da gerade in den letzten Jahren die Mittel für Bauvorhaben immer knapper werden, fordern Bauherrn mittlerweile verstärkt eine detaillierte Planung ihrer Mittelbereitstellung. Informationen über Zeitpunkt und Höhe der zu zahlenden Rechnungen können die Finanzierung wesentlich begünstigen. Leistungen rund um die Finanzmittelplanung gehören daher zu den üblichen Leistungen der Projektsteuerung.

Im Rahmen dieser Ausarbeitung sollen die Ergebnisse der Mittelbedarfs- und Abflussplanung jedoch nicht zur Finanzmittelplanung des Bauherrn, sondern zur Ablaufkontrolle und -steuerung während der Bauausführung genutzt werden. Die immer häufiger geforderte Leistung der Mittelplanung soll somit für weitere Leistungen der Projektsteuerung eingesetzt werden. Ziel ist es im Besonderen, die Bauablaufkontrolle und -steuerung nicht erst stichtagbezogen, sondern vorgreifend auf zu erwartende Termine durchzuführen. Mit überschlägigen Kapazitätsberechnungen sollen Terminprobleme der ausführenden Unternehmen vorhergesehen und durch die Anordnung von geeigneten Maßnahmen verhindern werden. Zusätzlich soll durch vorgreifende Aussagen zum Baufortschritt eine mögliche Überzahlung der Unternehmerseite verhindert werden. Das Hauptinteresse dieser Arbeit gilt dabei der Kontrolle von Generalunternehmern unter Beachtung von Pauschalpreisverträgen.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VIII
Abkürzungsverzeichnis IX
I. Anlass/ Zielsetzung/ Vorgehensweise 1
II. Grundlagen 4
1. Projektsteuerung im Bauwesen 4
1.1 Einleitung 4
1.2 Leistungsbild der Projektsteuerung 5
1.3 Baucontrolling 9
1.4 Rollen- und Leistungsverständnis der Projektsteuerer 9
2. Methodik der Kostenermittlung 14
2.1 Aufgaben und Zielsetzung 14
2.2 Übersicht der Normen und Vorschriften 17
2.2.1 DIN 276 „Kosten im Hochbau“ 17
2.2.2 DIN 277 „Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau“ 18
2.3 Nutzungsbezogene Verfahren 19
2.3.1 Nutzeinheiten als Bezugsgröße 20
2.3.2 Nutzfläche als Bezugsgröße 20
2.4 Gebäudebezogene Verfahren 20
2.4.1 Geometrische Bezugsgrößen 20
2.4.2 Elementmethode 21
2.4.2.1 Gebäudeelemente 21
2.4.2.2 Kostenelemente 23
2.5 Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Zielsetzung 28
3. Methodik der Ablauf- und Terminplanung 30
3.1 Aufgaben und Zielsetzung 30
3.2 Übersicht der Normen und Vorschriften 30
3.2.1 DIN 69900 „Netzplantechnik“ 30
3.3 Vorgehensweise der Ablauf- und Terminplanung 31
3.3.1 Planung der Planung 31
3.3.2 Planung der Ausführung 33
3.3.3 Ermittlung von Vorgangsdauern 34
3.3.4 Kapazitätsplanung 35
3.4 Terminplanebenen 36
3.4.1 Rahmenterminplan 38
3.4.2 Grobterminplan 38
3.4.3 Steuerungsterminplan 40
3.5 Strukturierung 41
3.6 Darstellungsformen für die Terminplanung 42
3.6.1 Balkendiagramm 42
3.6.2 Liniendiagramm 43
3.6.3 Netzplantechnik 44
3.7 Weitere Einflussgrößen auf den Bauablauf 45
3.7.1 Herstellungsprinzipien 46
3.7.2 Zeitliche Zusammenhänge 47
3.7.3 Örtliche Gegebenheiten 47
3.7.4 Finanzierung 48
3.8 Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Zielsetzung 48
4. Methodik der Mittelbedarfs- und Abflussplanung 50
4.1 Aufgaben und Zielsetzung 50
4.2 Begriffsfestlegung 51
4.2.1 Mittelbedarfs- und Abflussplanung 51
4.2.1.1 Mittelbedarfsplan 51
4.2.1.2 Mittelabflussplan 51
4.2.2 Mittelfreigabe/ -zuweisung 52
4.2.3 Mittelbindung 52
4.2.4 Mittelabfluss 52
4.3 Erstellung und Strukturierung 52
4.4 Darstellungsformen für die Mittelbedarfs- und Abflussplanung 56
4.5 Gewerkespezifischer Mittelabfluss 58
4.6 Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Zielsetzung 60
5. Vertragsgestaltung 64
5.1 Aufgaben und Zielsetzung 64
5.2 Bauunternehmereinsatzformen 64
5.2.1 Gewerkeweise Vergabe 64
5.2.1.1 Fachunternehmer 64
5.2.2 Schlüsselfertige Vergabe 65
5.2.2.1 Generalunternehmer „Ausführung“ 65
5.2.2.2 Generalunternehmer „Ingenieurleistungen - Ausführung“ 65
5.2.2.3 Generalunternehmer „Planung - Ingenieurleistungen - Ausführung“ 66
5.2.3 Weitere Betrachtung 66
5.3 Vertrags- und Vergütungstypen 66
5.3.1 Leistungsvertrag 66
5.3.1.1 Einheitspreisvertrag 66
5.3.1.2 Pauschalvertrag 67
5.3.2 Aufwandsvertrag 67
5.3.2.1 Stundenlohnvertrag 67
5.3.2.2 Selbstkostenerstattungsvertrag 68
5.3.3 Weitere Betrachtung 68
5.4 Besondere Vertragsbedingungen als Grundlage für Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen 68
5.4.1 Grundlagen 68
5.4.2 Vergütung 69
5.4.3 Vertragstermine und –fristen 69
5.4.4 Vertragsstrafe 70
5.4.5 Sicherheitsleistungen 71
5.4.6 Kalkulationsgrundlagen des Unternehmers 72
III. Mittelbedarfsplanung als Kontroll- und Steuerungsinstrument 73
1. Aufgaben und Zielstellung 73
2. Planung 74
3. Kontrolle 75
3.1 Allgemeines 75
3.2 Kontrollmöglichkeiten durch Mittelbedarfsplanung und Baufortschritt auf Basis eines Pauschalvertrages 75
3.2.1 Pauschalvertrag mit Vergütung nach Leistungsstand 75
3.2.2 Pauschalvertrag mit leistungsunabhängiger Vergütung 76
3.3 Kontrollansätze 76
3.3.1 Lohnanteil auf der Baustelle 76
3.3.1.1 Rohbau 77
3.3.1.2 Fassade 78
3.3.1.3 Technik 79
3.3.1.4 Ausbau 79
3.3.1.5 Prüfung und Wertung des Lohnanteils während der Bauausführung 80
3.3.2 Übergeordnete Ansätze 81
3.3.2.1 Stundenverrechnungssatz 81
3.3.2.2 Arbeitszeit 84
3.3.2.3 Gerätekapazitäten 85
3.3.3 Kontrolle von geräteintensiven Leistungen 86
3.4 Soll-Ist-Vergleich der Kapazitäten 87
3.4.1 Allgemeines 87
3.4.2 Ermittlung der Soll-Kapazitäten aus Mittelbedarf 87
3.4.3 Erfassung der Ist-Kapazitäten 91
4. Steuerung 91
4.1 Allgemeines 91
4.2 Terminsteuerung 93
4.2.1 Soll-Ist-Analyse 93
4.2.2 Projektbesprechungen 94
4.2.3 Diskussion der Unternehmeransätze 95
4.2.4 Abhilfeaufforderung 95
4.2.5 Ergänzende Kontrollmaßnahmen 96
4.2.6 Steuerungsmaßnahmen 98
4.2.6.1 Kapazitätsanpassung 98
4.2.6.2 Geräteeinsatz 98
4.2.6.3 Überstunden 98
4.2.6.4 Änderung der Arbeitsweise 98
4.2.7 Überprüfung der Steuerungs-Empfehlungen 99
IV. Anwendung auf Beispielprojekt 100
1. Einleitung 100
1.1 Allgemeines 100
1.2 Baubeschreibung 100
2. Kostenermittlung 101
3. Terminplanung 105
3.1 Steuerungsterminplan 105
3.2 Steuerungsterminplan mit Blockvorgängen 113
4. Mittelbedarfs- und Abflussplanung 121
4.1 Mittelbedarfsplanung 121
4.2 Mittelabflussplanung 127
5. Kontrolle der Kapazitäten 130
5.1 Ermittlung der Soll-Kapazitäten aus dem Mittelbedarf 130
5.2 Wertung der Ergebnisse 131
5.3 Praxishinweis zur vereinfachten Ermittlung der Soll-Kapazitäten 133
V. Zusammenfassung/ Resümee 134
Literaturverzeichnis 137
Konsultationsverzeichnis 144
Danksagung 145
Erklärung der selbständigen Abfassung der Arbeit 146
Anlagenverzeichnis 147
Anlage 1 148
Anlage 2 154
Anlage 3 167
Anlage 4 172
Anlage 5 178
Anlage 6 179

Automatisiert erstellter Textauszug:

Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird erläutert, wie auf Grundlage der Mittelbedarfs- und Abflussplanung eine vorgreifende Ablaufsteuerung und Kapazitätskontrolle für die Bauausführung durchgeführt werden kann. Die Kombination der Ergebnisse aus Kostenermittlung und Terminplanung sind nicht in jeder Projektstufe als Kontrollinstrument der Bauausführung heranzuziehen. Während der Projektvorbereitung stellen die Rahmentermine und der Kostenrahmen aufgrund ihrer groben Struktur und der noch vorhandenen Vielzahl an Unwägbarkeiten keine Ansatzmöglichkeit dar. Ähnliches gilt für die Ermittlungsergebnisse aus der Grobterminplanung und Kostenschätzung in der Planungsphase. Die Planungsgrundlagen ermöglichen zwar eine ausführlichere Aussage bzgl. Kosten und Terminen als noch in der Projektvorbereitung, aber die Schwankungsbreite der Kostenermittlung und die im Wesentlichen durch Meilensteine gekennzeichnete grobe Terminabschätzung eignen sich nur bedingt zur Kontrolle des Projektablaufes. Erste Aussagen über den voraussichtlichen Mittelabfluss können dem Bauherrn ggf. zu diesem Zeitpunkt präsentiert werden. Erst nach Vorlage der Kostenberechnung und einer Steuerungsterminplanung sind Rückschlüsse auf die erforderlichen Kapazitäten möglich. Bauabläufe und Kostenplanung können detailliert aufgeschlüsselt und dem fortgeschrittenen Planungsstand entsprechend konkretisiert werden. Die ausführungsorientierte Strukturierung der Kosten- und Terminplanung nach Gewerken stellt eine notwendige Grundlage zur Kapazitätskontrolle dar und ist in dieser Form erstmals durch Kostenberechnung und Steuerungsterminplanung gegeben. [...]

Die in Abbildung 29 dargestellten Kostenverläufe verdeutlichen die Differenzen im Kostenanfall. Jede Leistungserfüllung führt zu einem typischen Kostenverlauf., Dieser ist allerdings nicht immer mit dem auftraggeberseitigen Zahlungsverlauf gleichzusetzen. Für lohnintensive Gewerke (Rohbau) sind lineare Kostenverläufe typisch, der Zahlungsverlauf des Bauherrn stellt sich angesichts der monatlichen Abschlagszahlungen jedoch intermittierend dar. Kostenpositionsintervalle ergeben sich im Fall von bestimmten Vorleistungen (z.B. Zukauf von Fertigteilen) und intermittierende Kostenverläufe sind eher bei den Ausbau- und Technikgewerken zu finden. Zahlungs- und Kostenverläufe sind hier weitestgehend identisch. Auch ein vereinbarter Zahlungsplan nach Leistungsstand ist durch einen intermittierenden Kostenverlauf gekennzeichnet. Ein Kostenanfall nach Leistungserbringung, also Zahlung erst nach Abnahme der Leistung, ist eher untypisch und höchstens bei geringem Leistungsumfang denkbar. Als weiterer Punkt müssen die Zahlungsmodalitäten im Bauwesen mit in die Überlegungen zur Mittelabflussplanung einbezogen werden. Vereinbarte Rückbehalte in Form von Gewährleistungsbürgschaften, die erst nach Ablauf der Gewährleistung ausgezahlt werden, sind hier die Regel. Zusammenfassend kann man erkennen, dass zur optimalen Finanzmittelplanung und Kapazitätenkontrolle eine große Anzahl von Besonderheiten zu berücksichtigen sein müsste. Dies setzt umfassende Erkenntnisse über die verschiedenen Gewerke, Kostenverläufe und speziellen Zahlungsmodalitäten voraus und erfordert für jedes Projekt einen enormen Aufwand für die Einarbeitung der typischen Kostenverläufe oder vereinbarten Zahlungspläne. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass die Erstellung des Mittelabflussplans wesentlich vereinfacht werden kann. Aufgrund der relativ groben Aufteilung der Gesamtkosten in Quartale oder maximal in Monate können die Kostenverläufe der meisten Gewerke als linear angesetzt werden, ohne das Ergebnis erheblich zu verfälschen. Dieser Ansatz ist sowohl für die Mittelbereitstellung des Bauherrn als auch für die Kontrollmaßnahmen der Projektsteuerung nach Praxiserfahrungen ausreichend90. Spezielle EDV-Programme zur Mittelabflussplanung sind natürlich in der Lage, individuelle Kostenverläufe zu berücksichtigen. Allerdings zeigt sich hier das Defizit, dass auf dem Markt momentan kein Programm erhältlich ist, das zusätzlich die Kosten- und Terminfortschreibung zufriedenstellend einbindet.91 4.6. Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Zielsetzung Die zunehmend größere Bedeutung der Finanzmittelplanung durch die Projektsteuerung und -überwachung vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Randbedingungen ist unverkennbar. Das Leistungsbild der Projektsteuerung nach der AHO-Fachkommission berücksichtigt in jeder Projektphase Grundleistungen zur Mittelbedarfs- und Abflussplanung; die Ergebnisse ermöglichen dem Bauherrn eine optimierte Planung seiner Mittelbereitstellung. Zudem können die immer häufiger beauftragten Leistungen der Mittelabflussplanung zur Unterstützung weiterer Grundleistungen herangezogen werden. [...]

Darstellungsformen für die Mittelbedarfs- und Abflussplanung Zur Darstellung des Mittelabflusses stehen grundsätzlich mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Die Wahl der Darstellungsform hängt davon ab, welche Ergebnisse mit welcher Anschaulichkeit und welchem Arbeitsaufwand aufgezeigt werden sollen. Die Zuordnung der ermittelten Kosten pro Gewerk zu den zeitlichen Abläufen kann am schnellsten und unkompliziertesten in einer Liste dargestellt werden. Die anfallenden Kosten der einzelnen Vergabeeinheiten werden auf Quartale oder Monate aufgeteilt. Zusätzlich können die Gesamtkosten je Gewerk und die kumulierte Kostensumme über alle Gewerke pro Jahr, Quartal oder Monat abgelesen werden. Da diese Darstellung von den meisten Bauherrn allerdings als zu komplex empfunden wird87, kann die Listenform mit einer entsprechenden EDV-Verknüpfung leicht als Grundlage für die Erstellung von Diagrammen genutzt werden. [...]

Arbeit zitieren:
Zeppenfeld, Peter März 2004: Mittelbedarfsplanung als Kontroll- und Steuerungsinstrument für die Bauausführung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Projektsteuerung, Kostenplanung, Termin, Mittelabfluss, Vertrag

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