Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Mitarbeitermotivationsinstrumente als Schlüssel notwendiger Anpassung

Eine kritische Analyse

Mitarbeitermotivationsinstrumente als Schlüssel notwendiger Anpassung
Über dieses Buch
  • Art: Studienarbeit
  • Autor: Tanja Berwinkl
  • Abgabedatum: Februar 2002
  • Umfang: 36 Seiten
  • Dateigröße: 1,6 MB
  • Note: 2,8
  • Institution / Hochschule: Berufsakademie Heidenheim Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6044-0
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Berwinkl, Tanja Februar 2002: Mitarbeitermotivationsinstrumente als Schlüssel notwendiger Anpassung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Motivationstheorien, Immaterielle Motivationsinstrumente, Führungskräfte

Studienarbeit von Tanja Berwinkl

Einleitung:

Durch die Globalisierung, Liberalisierung und Homogenität der Kapital- und Finanzmärkte haben die Banken in letzter Zeit deutlich Konkurrenz durch sogenannte Near- und Nonbanks, sowie durch Spezialbanken, erhalten. Um am Markt bestehen zu können, führte dies zu starkem Preisdruck und hohem Margenverfall. Diese Entwicklung zwang und zwingt die Kreditwirtschaft, v.a. seit dem katastrophalen Geschäftsjahr 2000, zu strategischem Handeln und Überdenken der Cost-Income-Ratio. Doch trotz akutem Gewinnstreben, starkem Konkurrenzdruck und Imageverlust der Kreditwirtschaft vernachlässigen einige Banken noch weitgehend ihr „ lebenswichtiges Human-Kapital“. Vielen Führungskräften fällte es auch heute noch – Jahrzehnte nach der Formulierung der ersten Motivationslehren- schwer ihre Mitarbeiter angemessen zu behandeln. Und das obwohl, nach Ansicht mancher Experten, der „Wert“ der „Ressource“ Mensch in die Bilanz gehört, was deren Wichtigkeit unterstreicht.

Seit geraumer Zeit hat nun der Bankensektor, nach der Technologiebranche, laut einer Studie der Universität Jena, die Wichtigkeit des „Human-Potentials“ erkannt, jedoch mangelt es weitgehend an einer flächendeckenden Umsetzung des guten Vorsatzes. All diese Erkenntnisse machen die akute Dringlichkeit und Wichtigkeit der Mitarbeitermotivation deutlich. Nur wenn die Mitarbeitermotivation vorhanden ist können die wichtigen Faktoren Kreativität, Einsatz und Produktivität gesteigert werden. Denn „ein Unternehmen, gleich welcher Art, kann sich auf Dauer nur dann am Markt behaupten, wenn es laufend neue Ideen für seine Produkte oder Dienstleistungen entwickelt“. D.h. motivierte und leistungswillige Mitarbeiter sind unabdingbar. Als Konsequenz dieser Aussage gab es zwar in den letzten Jahren verstärkt Versuche durch Anreize oder finanzielle Anreize, wie Incentives die Mitarbeiter anzuspornen. Sehr schnell war jedoch festzustellen, dass diese Art der Motivierung weitgehend nicht in der Lage war, die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, geschweige denn nachhaltig zu motivieren. Da also materielle Mitarbeitermotivationsinstrumente nicht in der Lage sind Mitarbeiter zu motivieren, sondern eher das Gegenteil, Demotivation, bewirken, stellt sich die Frage: Welche Motivationstheorien und welche immateriellen Motivationsinstrumente sind geeignete Grundlagen für das heutige Motivationsproblem im Dienstleistungssektor? In wieweit sind die immateriellen Mitarbeitermotivationsinstrumente in der Lage qualifizierte Mitarbeiter der Kreditwirtschaft für ihre Arbeit zu begeistern? Durch welche Strategien können somit die Ressourcen Zeit und Geld sinnvoll eingesetzt werden? Nur die Banken, die es schaffen das Kreativitätspotenzial guter Mitarbeiter freizusetzen werden dem Wandel und der Globalisierung gewachsen sein.

Das Ziel dieser Studienarbeit ist auf die Wichtigkeit der Ressource Mensch aufmerksam zu machen – nur motivierte Mitarbeiter bringen den Erfolg. Aufgrund der heutigen Situation der Kreditwirtschaft sollen nach der Definition der essentiellen Begriffe die verschiedenen Motivationstheorien kritisch beleuchtet werden. Im Hauptteil dieser Arbeit wird dann der zentralen Frage nachgegangen, wie wirkungsvoll die verschiedenen Motivationsinstrumente in Bezug auf die Mitarbeitermotivation sind. Hierbei wird die Unternehmensstruktur, die Führungskultur und die Arbeitsaufgabe im Hinblick auf die Motivationssteigerung kritisch betrachtet. Ist schließlich die Bedeutung dieser Faktoren geklärt, geht es um die Identifikation der Motivierungsstrategien und deren Auswirkungen auf die Mitarbeiter. D.h. es sollen die Eckpunkte einer erfolgreichen Motivation erarbeitetet werden. Diese Ergebnisse werden wiederum in einer kurzen Zusammenfassung bewertet, um abschließend eine Aussage darüber treffen zu können, welche Faktoren in der Lage sind Mitarbeiter erfolgreich zu motivieren. Aufgrund der Komplexität des Themas werden in dieser Arbeit nur die von mir als wichtig erachteten und zielführenden Punkte aufgegriffen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis II
Anhangsverzeichnis III
1. Einleitung 1
1.1 AKTUELLE SITUATION DER KREDITWIRTSCHAFT 1
1.2 ZIELSETZUNG UND METHODIK 2
2. Grundlagen und Definitionen 3
2.1 MOTIV 3
2.2 MOTIVATION - MOTIVIERUNG 3
2.3 IMMATERIELLE MITARBEITERMOTIVATIONSINSTRUMENTE 3
3. Beleuchtung ausgewählter Motivationstheorien als Grundlage der immateriellen Motivationsinstrumente 4
3.2 KRITISCHE WÜRDIGUNG DER INHALTSTHEORIEN AM BEISPIEL VON MASLOW UND HERZBERG 4
3.3 KRITISCHE WÜRDIGUNG DER PROZESSTHEORIEN AM BEISPIEL VON VROOM UND LAWLER&PORTER 5
3.4 ERARBEITUNG GRUNDLEGENDER MOTIVATIONSFAKTOREN 7
4. Kritische Analyse wesentlicher immateriellerMitarbeitermotivationsinstrumente einer Führungskraft 7
4.1 PROBLEMORIENTIERTE BETRACHTUNG DER WIRKUNGSWEISE DES MATERIELLEN FAKTORS UNTERNEHMENSKULTUR AUF DIE IMMATERIELLE MOTIVATION 7
4.1.1 Die Organisation als Voraussetzung immateriellerMitarbeitermotivationsinstrumente 7
4.1.2 Corporate Identity – die Abgrenzung von der Umwelt als Motivator nutzen 10
4.1.3 Kommunikationsstruktur als möglicher Motivator? 11
4.1.4 Flexible Arbeitszeitmodelle als Anreiz zum Erhalt der Motivation? 12
4.2 PROBLEMORIENTIERTE BETRACHTUNG DER FÜHRUNGSKULTUR ALS MOTIVATOR 14
4.2.1 Auswirkungen des Führungsstils auf die Motivation der „Untergebenen“ 14
4.2.2 Wissensmanagement und Weiterbildung als Motivatoren der Führungskraft 15
4.2.3 Motivation durch Teamarbeit als Befriedigung der sozialen Bedürfnisse 16
4.3 DIE ARBEITSAUFGABE ALS GRUNDLAGE ZUR MOTIVATION 18
4.3.1 Nachhaltige Motivation aus der Arbeit selbst als dauerhafteMotivationsalternative 18
5. Ausarbeitung der wirkungsvollsten immateriellen Mitarbeitermotivationsinstrumente 19
5.1 STRATEGIEN ZUR ERZEUGUNG UND STEIGERUNG DER MOTIVATION DURCH IMMATERIELLE INSTRUMENTE DER FÜHRUNGSKRAFT 19
5.2 ABSCHLIESSENDE BEMERKUNGEN 22
Quellenverzeichnis IV
Anhang VII
Ehrenwörtliche Erklärung XII

Automatisiert erstellter Textauszug:

12 Ein weiterer Nachteil ist der Kosten- und der Zeitaspekt, der sich durch den Einsatz eines professionellen Intranetauftritts ergibt. Des weiteren können Stress und Demotivation aufgrund zu vieler Informationen und „Meetings“ entstehen Die Aufgabe der Führung muss sein Veränderungen, ob positiv oder negativ, zeitnah zu kommunizieren. Dies schafft Motivation durch Vertrauen und Loyalität zum Arbeitgeber. Die Führungsebene sollte deshalb versuchen ihre Gedankengänge nach aussen kund zu tun und auch konstruktive Kritik / Feedback verlangen, um evtl. noch konstruktivere Lösungen zu erhalten. Denkbar wäre z.B., den Sinn, das Ziel und die grobe Vorgehensweise eines Projektes vorzugeben und die Ausarbeitung dann den Mitarbeitern selbst zu überlassen, denn sie müssen später daraus auch die Konsequenzen mittragen. Da sie selbst für das Resultat verantwortlich sind entsteht eine Art „Selbstmotivation“ sich dafür zu engagieren. [...]

11 4.1.3. Kommunikationsstruktur als möglicher Motivator? Aufgrund der heutigen Arbeitsteilung und starker Abteilungsbildung in den Banken ist „die Erfüllung der Managementfunktionen (..) ohne zweckorientiertes Wissen (Information) unmöglich48. Doch im Gegensatz zur Kommunikation nach aussen, die gesetzlich vorgeschrieben ist (Bilanz), wird die interne Kommunikation oft ziemlich vernachlässigt. Und das obwohl auf ihr ein sehr grosser Teil der Mitarbeitermotivation lastet. Dies bedeutet, damit die Mitarbeiter auf Dauer eine motivierende Arbeitsbasis haben, setzt es voraus, dass die Führungskraft jeden Mitarbeiter gründlich in seine Arbeit einweist und ihm die nötigen Informationen gibt, um seine Arbeit gewissenhaft ausführen zu können49. Es besteht also die Aufgabe der ständigen Information der Mitarbeiter und der Kollegen um den Sinn, die Dringlichkeit und die Bedeutung der neuen Aufgabe zu kommunizieren50. Nur wer weiss für welches Ziel er seine Arbeit verrichtet, wird sich „ganz“ einbringen51. Das betriebsinterne Intranet ist hierbei ebenso eine Möglichkeit die betriebliche Kommunikation von Neuerungen und Innovationen durchzuführen, wie das „schwarze Brett“ oder eine Umlaufmappe. Es ist jedoch auf die Nutzungshäufigkeit und die Aktualisierung zu achten. Vorteil eines solchen Systems ist es, dass jeder Mitarbeiter der Bank über das aktuelle Geschehen und über aktuelle Veränderungen informiert ist. So fühlt sich jeder Mitarbeiter gebraucht und ist somit motiviert sich seine eigene Meinung über die Veränderungen zu bilden und bei Entscheidungen tatkräftig mit Argumenten qualifiziertes Feedback zu liefern. Evtl. noch nicht berücksichtigte Schwierigkeiten können damit aufgedeckt werden52. Ausserdem führt die ständige Einbeziehung in neue Gestaltungsprozesse zu einer grösseren Identifikation mit dem Unternehmen und vermittelt das Gefühl der Anerkennung, was sich wiederum positiv auf die Motivation auswirkt. Auch in Bezug auf die Kunden hinterlassen gut informierte Bankmitarbeiter ein Gefühl der Kompetenz, was wiederum ein „gutes Licht“ auf die Bank, als Vertrauenspartner, wirft. Selbstverständlich bezieht sich die Einweihung in aktuelle Veränderungen nur auf Geschehnisse, die für die breite Masse zugänglich sein sollen. Evtl. Fusionen oder grosse Geschäftsabschlüsse sind natürlich nicht betroffen. [...]

10 4.1.2. Corporate Identity – die Abgrenzung von der Umwelt als Motivator nutzen Eine weitere Möglichkeit der Motivationserzeugung ist die CI42 und das Unternehmensbild. Die CI, welche sich aus der Unternehmensphilosophie und der Corporate Culture43 zusammensetzt, sowie das Unternehmensbild zeigen die Werte und die Normen einer Bank auf. Sie geben durch bestimmte Symbole die Ausrichtung und das Wertesystem der Bank preis und prägen das Erscheinungsbild44. Ziel ist die Erzeugung von Motivation durch den Aufbau eines Zusammengehörigkeitsgefühls anhand von gleich gelebten Werten und gemeinsamen Bildern. Wichtig ist, dass die CI von oben her, aber mit Mitwirkungsmöglichkeiten aller Mitarbeiter strategisch geschickt eingeführt wird45. Da sich aber die Ziele einer Bank i.d.R. auf einen angemessenen RoE und Shareholdervalue beziehen, ist es zu beachten, dass durch die CI auch die Kundenerwartungen optimal gedeckt werden46. Nur wenn die CI strategisch geschickt eingeführt wird und sie die Mitarbeiter überzeugen kann, dass sie in ihren Entscheidungen und Handlungen die Grundsätze der Unternehmenskultur verwirklichen, kann sich daraus eine hohe Identifikationsbereitschaft entwickeln. So kann die Unternehmenskultur erfolgreich belebt, bzw. gelebt werden und Motivation erzeugen. Diese Identifikation führt zu zufriedeneren Mitarbeitern und somit zu zufriedeneren Kunden. Die Implementierung der CI sollte durch spezielle Projektteams in Anlehnung an Mitarbeitervorschläge erarbeitet werden. So ist es nicht „die Sache“ von ein paar Führungskräften, sondern Sache der ganzen Belegschaft und somit als Gesamtentscheidung kaum kritikfähig oder boykottierbar47. Der Nachteil einer CI, in bezug auf die Mitarbeitermotivation, besteht jedoch darin, dass eine CI meistens nicht allen Mitarbeitermeinungen entsprechen kann und somit zu einem Selbstbild führt, welches nicht jeder Mitarbeiter teilt. Ist die CI einmal gewählt, so haben sich die Mitarbeiter an die Normen zu halten und sind in ihrer Kreativität stark eingeschränkt. Evtl. „Identity-Zwänge“, wie z.B. „Uniformen“ oder Briefköpfe, können dann zu einer Persönlichkeitseinschränkung führen. Der Vorteil der Erzeugung von Motivation durch Solidarität und Stärke, kann bei zu starker Ausprägung ins Negative umschlagen. [...]

Arbeit zitieren:
Berwinkl, Tanja Februar 2002: Mitarbeitermotivationsinstrumente als Schlüssel notwendiger Anpassung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Motivationstheorien, Immaterielle Motivationsinstrumente, Führungskräfte

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren