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Mitarbeitermotivation bei der Einführung eines neuen EDV-Systems

Mitarbeitermotivation bei der Einführung eines neuen EDV-Systems
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Nadine Brenke
  • Abgabedatum: Dezember 2003
  • Umfang: 52 Seiten
  • Dateigröße: 652,5 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Hessische Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademie Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7981-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7981-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7981-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Brenke, Nadine Dezember 2003: Mitarbeitermotivation bei der Einführung eines neuen EDV-Systems, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Motivation, Instrument, Theorie, Mitarbeiterführung, Arbeitszufriedenheit

Diplomarbeit von Nadine Brenke

Einleitung:

Unternehmen befinden sich fortlaufend im Wandel und werden von Veränderungen geprägt. Durch die zunehmende Globalisierung des wirtschaftlichen Handels und die Dynamik der Märkte wird der Anpassungs- und damit auch der Veränderungsdruck auf die Unternehmen immer weiter verstärkt. Beschleunigte Geschäftsprozesse und hohe Flexibilität sind gefordert, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Zu dieser Flexibilität gehören auch neue EDV-Systeme, die den Anforderungen der Märkte gerecht werden. Neue Systeme sollen die Produktivität und Effizienz steigert und dadurch Kosten einsparen. Unternehmen stehen aber häufig vor dem Problem, dass das neue System nicht die gewünschten Erfolge bringt und folglich die Wettbewerbsfähigkeit gefährdet wird.

Hier muss man sich fragen, worauf das zurückzuführen ist.

Jede Veränderung in einem Unternehmen, dazu gehört auch ein neues EDV-System, hat zwangsläufig Auswirkungen auf die einzelnen Mitarbeiter und deren Motivation. Die Motivation der Mitarbeiter spielt eine entscheidende Rolle für ein erfolgreiches Veränderungsprojekt. Gerade dieser Punkt wird aber oft nicht, oder nicht ausreichend beachtet und stattdessen wird die ganze Arbeit auf die fachliche und technische Ebene konzentriert. Mangelnde Informationen, Ungewissheit und schlechtes Führungsverhalten führen leicht zu einer Verweigerungshaltung und Demotivation der Mitarbeiter. Die erfolgreiche und schnelle Einführung von neuen EDV-Systemen kann aber nur gewährleistet werden, wenn dies mit Unterstützung der Mitarbeiter geschieht. Sie sind es letztlich, die neue Systeme zum Funktionieren bringen müssen.

Ein neues System alleine reicht also nicht aus um die Produktivität und Effizienz zu steigern. Vielmehr muss das System von den Mitarbeitern verstanden, akzeptiert und sinnvoll angewandt werden. Zur Erreichung dieses Ziels, ist es notwendig, Widerstände abzubauen und die Motivation der Mitarbeiter zu sichern und zu fördern.

Hieraus ergibt sich auch das Thema dieser Diplomhausarbeit – „Mitarbeitermotivation bei der Einführung eines neuen EDV-Systems“. Die Diplomhausarbeit soll, auf Basis der motivationstheoretischen Grundlagen, Aufschluss geben über die Wichtigkeit des Faktors Mensch bei der Einführung eines neuen EDV-Systems. Dazu soll sie mögliche Motivations- und Akzeptanzbarrieren sowie ihre Folgen darstellen und Lösungsansätze zur Steigerung der Motivation und Akzeptanz erarbeiten.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
2. Motivationstheoretische Grundlagen 3
2.1 Erläuterung des Motivationsbegriffs 3
2.2 Extrinsische und intrinsische Motivation 4
2.3 Motivationstheorien 5
2.3.1 Inhaltstheorien 6
2.3.1.1 Die Bedürfnispyramide von Maslow 6
2.3.1.2 Die Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg 8
2.3.2 Prozesstheorien 10
2.3.2.1 VIE-Theorie von Vroom 10
2.3.2.2 Motivationsmodell von Porter & Lawler 11
2.4 Einflussfaktoren auf das Leistungsverhalten 13
2.5 Leistungsbereitschaft und Arbeitszufriedenheit 14
3. Mögliche Akzeptanzbarrieren bei der Einführung eines neuen EDV-Systems 16
3.1 Widerstand 16
3.1.1 Formen von Widerstand 16
3.1.2 Ursachen von Widerständen 18
3.1.3 Nutzen und Gefahr von Widerstand 19
3.2 Innere Kündigung 20
3.3 Motivationsbedingte Fehlzeiten 22
3.4 Zusammenfassung 23
4. Instrumente zur Steigerung der Motivation und Akzeptanz 25
4.1 Vertrauen als Grundlage 25
4.2 Verhalten und Fähigkeiten der Führungskräfte 25
4.3 Kommunikation und Information 27
4.3.1 Einweg-Informationsinstrumente 28
4.3.2 Zweiweg-Kommunikationsinstrumente 29
4.4 Aktive Prozessbeteiligung 32
4.5 Weiterbildung und Qualifikation 34
4.6 Lob und Anerkennung 36
4.7 Prämien 37
4.8 Mitarbeiterbefragung 39
4.9 Vorgesetztenbeurteilung 41
5. Schlussbetrachtung 43
Literaturverzeichnis 45
Eidesstattliche Erklärung 47

Automatisiert erstellter Textauszug:

zu stoßen. Diese sind aber nicht nur negativ und stellen keine Gefahr für das neue System dar, wenn richtig mit ihnen umgegangen wird. Anders ist es bei demotiviertem Verhalten der Mitarbeiter, wie der inneren Kündigung und motivationsbedingten Fehlzeiten. Beide haben stärkere Auswirkungen auf die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter und sind schwerer zu überwinden, als Widerstände. Wobei die innere Kündigung und teilweise auch die Fehlzeiten als passiver Widerstand angesehen werden können, der aber immer mit Demotivation verbunden ist. Mitarbeiter, die andere Formen von Widerständen zeigen, müssen deshalb nicht demotiviert sein. Allerdings wirken sich die Widerstände negativ auf deren Motivation aus. Bei diesen Mitarbeitern ist es wichtig, ihre Motivation zu erhalten und wieder zu steigern, was den bewussten Umgang mit ihren Widerständen voraussetzt. Die innere Kündigung sowie durch Demotivation verursachte Fehlzeiten treten nicht sofort bei Ankündigung bzw. Einführung eines neuen EDV-Systems auf, wie es bei aktiven Widerständen der Fall ist. Vielmehr können beide als schleichender Prozess betrachtet werden, der hauptsächlich durch falsches Führungsverhalten in Kombination mit dem neuen System entstehen kann. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Widerstände auf jeden Fall auftreten werden, innere Kündigung und motivationsbedingte Fehlzeiten aber verhindert werden können. Daraus wird deutlich, dass die Unternehmensleitung ein neues EDVSystem so einführen muss, dass Widerstände überwunden werden und innere Kündigung sowie vermehrte Fehlzeiten gar nicht erst entstehen. Dies bedeutet die Verhinderung bzw. Beseitigung von Demotivation und somit Steigerung der Motivation. Welche Mittel sich zur Erreichung dieses Ziels anbieten, soll im nächsten Kapitel erläutert werden. [...]

nicht mitarbeiterorientiert kann dies zu höheren Fehlzeiten führen.52 In diesem Fall werden die Fehlzeiten durch Demotivation der Mitarbeiter ausgelöst. Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems können Fehlzeiten auch eine Abwehrhaltung oder Flucht vor der anstehenden Veränderung darstellen. Durch Angst mit dem neuen System nicht umgehen zu können, bleiben Mitarbeiter der Arbeit fern. Sie fühlen sich bei der Auseinandersetzung mit dem neuen System überfordert und gehen dieser aus dem Weg. Dadurch wird ihre Unsicherheit aber nur noch vergrößert, da sie keine neuen Informationen über das System erhalten und somit keine Chance besteht ihre Verunsicherung zu verringern. Die Veränderung an sich bewirkt bei manchen Mitarbeitern also schon vermehrten Absentismus. Das muss noch nicht einmal bewusst geschehen. Angst und das Hineinsteigern in diese Angst kann durchaus Krankheiten, wie z.B. Magenverstimmungen auslösen. Aber auch das sog. „Blaumachen“ kann natürlich auftreten, was sich auch als eine Form des Widerstands definieren lässt. Diese Art der Fehlzeiten kann darin begründet sein, dass die Mitarbeiter das Gefühl haben, es würde mehr von ihnen verlangt, sie aber nicht mehr dafür bekommen. Durch das Fernbleiben wollen sie dann einen Ausgleich schaffen. Diese Art des Widerstands bzw. der Fehlzeiten tritt nur bei überwiegend extrinsisch motivierten Mitarbeitern auf. Da also schon bedingt durch das neue System vermehrt Fehlzeiten vorkommen können, ist es besonders wichtig, dass das Führungsverhalten dazu beiträgt die Fehlzeiten zu senken und durch inopportunes Verhalten der Vorgesetzten diese nicht noch erhöht werden. Fehlzeiten sind generell ein Kostenfaktor, da sie unplanmäßige Abwesenheit darstellen, in denen die Mitarbeiter ihr Gehalt im Rahmen der gesetzlichen Lohn- und Gehaltsfortzahlung bekommen, aber keine Leistung erbringen. Bei der Einführung eines neuen EDV-Systems ergibt sich zusätzlich das Problem, dass die Mitarbeiter nicht zur Verfügung stehen um an der Einführung mitzuarbeiten sowie wichtige Informationen und Qualifizierungsmaßnahmen versäumen. [...]

Fehlzeiten haben verschiedene Gründe. Einer davon ist in der Motivation der Mitarbeiter zu suchen. Diese motivationsbedingten Fehlzeiten werden auch Absentismus genannt. Damit sind nicht nur unentschuldigte Fehlzeiten gemeint, sondern auch krankheitsbedingte, die durch unangenehme Situationen im Betrieb entstehen können. Mitarbeiter, die nicht motiviert sind, werden sich auch schneller krank melden als motivierte Mitarbeiter.51 Das heißt allerdings nicht, dass es gut ist „mit dem Kopf unterm Arm“ zur Arbeit zu gehen. Mitarbeiter, die krank an ihrem Arbeitsplatz sitzen, können nur eingeschränkte Leistung erbringen und werden vermehrt Fehler machen. Hier zeigen sich wieder negative Auswirkungen von zu hoher Motivation. Durch verschiedene Untersuchungen wurde festgestellt, dass das Verhalten der Vorgesetzten eine wichtige Rolle in bezug auf Fehlzeiten spielt. Ist der Führungsstil [...]

Arbeit zitieren:
Brenke, Nadine Dezember 2003: Mitarbeitermotivation bei der Einführung eines neuen EDV-Systems, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Motivation, Instrument, Theorie, Mitarbeiterführung, Arbeitszufriedenheit

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