Mitarbeiterbefragung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Marco Schmietow
- Abgabedatum: Januar 2003
- Umfang: 91 Seiten
- Dateigröße: 649,0 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Leuphana Universität Lüneburg Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6698-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6698-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6698-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Schmietow, Marco Januar 2003: Mitarbeiterbefragung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Befragung, Team, Evaluation, Motivation, Controlling
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Diplomarbeit von Marco Schmietow
Zusammenfassung:
Bei der vorliegenden Diplomarbeit handelt es sich um die Analyse der verschiedenen Phasen einer Mitarbeiterbefragung bei einem großen Konzern. Bei der Befragung handelte es sich um eine Vollbefragung, bei der alle anwesenden, festangestellten Mitarbeiter mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens befragt wurden. Die Mitarbeiterbefragung wurde in Zusammenarbeit mit einer externen Beratungsgesellschaft durchgeführt, die eine der führenden Beratungsunternehmen für Mitarbeiterbefragungen im deutschsprachigen Raum ist.
Ziel dieses Diplomarbeitsprojekts war es, Erfolgsfaktoren für die Phasen der Mitarbeiterbefragung zu ermitteln. Die im Rahmen dieser Arbeit entwickelten Erfolgsfaktoren besitzen den Charakter von Gestaltungsprinzipien bzw. Leitlinien und tragen, wenn sie berücksichtigt werden, zur Verbesserung der Mitarbeiterbefragung bei. Sie stellen praktische Handlungsmöglichkeiten dar, wobei jedoch verschiedene Alternativen der Durchführung vorliegen. Die Erfolgsfaktoren sollen ermöglichen, den Befragungsprozess zu steuern und mögliche Fehlerquellen zu vermeiden.
Im Rahmen dieser Arbeit wird auch beleuchtet, wie die Mitarbeiter und Führungskräfte in den jeweiligen Prozessphasen so motiviert werden können, dass sie sich bestmöglich in die Mitarbeiterbefragung einbringen. Hierfür wird im Anschluss an die Einleitung zunächst auf die Grundlagen der Motivation und der Mitarbeiterbefragung eingegangen. In Kapitel 3 werden kritische Erfolgsfaktoren für die jeweiligen Phasen der Mitarbeiterbefragung erarbeitet, die für eine erfolgreiche Befragung besonders wichtig sind. Darauf aufbauend wird im vierten Kapitel überprüft, inwieweit die Erfolgsfaktoren bei der Mitarbeiterbefragung in dem untersuchten Unternehmen erfüllt wurden. Abschließend wird in Kapitel 5 ein Fazit vorgenommen.
Im Rahmen dieser Arbeit wurden über 100 Literaturquellen ausgewertet. Daher dient die Arbeit als gute Grundlage für die Untersuchung einer Mitarbeiterbefragung in einem Unternehmen oder die erstmalige Durchführung einer Befragung in einem Unternehmen. Dabei wird der gesamte theoretische Prozess einer Mitarbeiterbefragung durch praktische Hinweise ergänzt.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | IV | |
| Tabellenverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Theoretische Grundlagen | 2 |
| 2.1 | Grundlagen der Motivation | 2 |
| 2.1.1 | Der Motivationsbegriff | 2 |
| 2.1.2 | Motivation durch Mitwirkung | 4 |
| 2.2 | Grundlagen der Mitarbeiterbefragung | 5 |
| 2.2.1 | Definition der Mitarbeiterbefragung | 6 |
| 2.2.2 | Hauptphasen und Schritte der Mitarbeiterbefragung | 7 |
| 3. | Erfolgsfaktoren in den Phasen der Mitarbeiterbefragung | 9 |
| 3.1 | Planung und Vorbereitung | 9 |
| 3.1.1 | Festlegung der Zielsetzung der Mitarbeiterbefragung | 9 |
| 3.1.2 | Wahrnehmung der Signalfunktion von Widerständen | 11 |
| 3.1.3 | Gewährung der rechtlichen Rahmenbedingungen | 13 |
| 3.1.4 | Vereinbarung von Grundprinzipien | 14 |
| 3.1.5 | Auswahl der Projektorganisation | 16 |
| 3.1.6 | Nutzung von Instrumenten des Projektmanagement | 20 |
| 3.1.7 | Wahl des richtigen Zeitpunkts der Mitarbeiterbefragung | 22 |
| 3.1.8 | Regelmäßige Wiederholung der Mitarbeiterbefragung | 22 |
| 3.1.9 | Entwicklung eines Informationskonzepts | 23 |
| 3.2 | Datenerhebung und Datenanalyse | 27 |
| 3.2.1 | Auswahl einer geeignete Datenerhebungsmethode | 27 |
| 3.2.2 | Festlegung der Dauer der Datenerhebung | 30 |
| 3.2.3 | Gezielte Durchführung von Nachfassaktionen | 31 |
| 3.3 | Ergebnispräsentation und Maßnahmenableitung | 33 |
| 3.3.1 | Ergebnisrückmeldung | 33 |
| 3.3.2 | Vorbereitung und Einbindung der Führungskräfte | 38 |
| 3.3.3 | Durchführung von Rückmelde-Workshops | 40 |
| 3.3.4 | Ableitung und Umsetzung von Veränderungsmaßnahmen | 42 |
| 3.4 | Controlling und Evaluation | 46 |
| 3.4.1 | Aktionscontrolling in der Umsetzungsphase | 46 |
| 3.4.2 | Begleitendes Informationskonzept | 49 |
| 3.4.3 | Evaluation | 50 |
| 4. | Anwendung von Erfolgsfaktoren bei dem untersuchten Unternehmen | 54 |
| 4.1 | Planung und Vorbereitung | 55 |
| 4.2 | Datenerhebung und Datenanalyse | 60 |
| 4.3 | Ergebnispräsentation und Maßnahmenableitung | 62 |
| 4.4 | Controlling und Evaluation | 66 |
| 5. | Fazit und Ausblick | 69 |
| Anhang 1 | Ergebnisrückmeldung zum Thema Vorgesetztenverhalten: Reaktionen der Mitarbeiter und Hinweise zur Gesprächsführung | 72 |
| Anhang 2 | Leitfragen zum Controlling anhand der Aktionspläne | 75 |
| Literaturverzeichnis | 76 |
3.2.2 Festlegung der Dauer der Datenerhebung Neben der Art der Datenerhebung stellt sich auch die Frage, wie lange diese andauern soll. Dabei ist die Grundvoraussetzung, dass jeder Mitarbeiter die Chance erhält an der Befragung teilzunehmen. Findet die Datenerhebung beispielsweise während der Urlaubszeit statt, ist ein Zeitraum von mehr als zwei Wochen angebracht. Der Zeitraum hängt zudem von der Art der Datenerhebung ab, weil eine postalische Erhebung längere Zeit benötigt als eine Erhebung in der Gruppensitzung. Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass in Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern eine Erhebung von mindestens zwei Wochen und maximal fünf Wochen angemessen ist.134 Bei einem langen Befragungszeitraum ist jedoch zu prüfen, ob bei den Mitarbeitern nicht der Eindruck entsteht, dass die Befragung unnötig in die Länge gezogen wird. [...]
Voraussetzung einer unternehmensübergreifenden Intranet-Kultur, die ein selbstverständlicher Teil des Arbeitsalltags sein sollte. Wenn die Mitarbeiter keine ausreichenden Computerkenntnisse besitzen, lassen sie sich nur schwer zur Teilnahme an der OnlineBefragung motivieren.131 Ein besonderes Problem bei der Online-Befragung ist die von den Mitarbeitern häufig bezweifelte Anonymität. Die Firma Siemens hat dieses Problem gut gelöst, indem sie für jeden Teilnehmer eine 20-stellige Zufallszahl generiert, mit der sich die Mitarbeiter anonym auf einer Intranetseite anmelden können. Darüber hinaus wurde die Gewährung der Anonymität im Rahmen einer Betriebsvereinbarung festgehalten und die Mitarbeiter darüber informiert.132 Für die Zukunft stellt die Online-Befragung eine interessante Variante dar, weil sie für viele Unternehmen diverse Vorteile bringt. Insbesondere die wegfallende Datenerfassung verhindert mögliche Fehler und Zeitverlust. Neben einer besseren Umweltverträglichkeit ergibt sich eine erhebliche Kostenersparnis, weil die Produktion, die Distribution und der Versand von Fragebögen entfallen. Darüber hinaus können über das Internet Mitarbeiter in der ganzen Welt erreicht werden und die interaktive Gestaltung des Fragebogens erfreut sich bei den Anwendern großer Beliebtheit.133 [...]
Damit die Befürchtungen der Mitarbeiter hinsichtlich Anonymität und Freiwilligkeit beseitigt werden, sollten die Mitarbeiter über die Gründe für die Erfassung aufgeklärt werden. Es sollte darauf hingewiesen werden, dass die Registrierung nur dazu dient, dass niemand doppelt wählt und Kranke und anderweitig verhinderte Mitarbeiter eine andere Wahlmöglichkeit erhalten. Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass das Abhaken der Namen beim Einwerfen der Fragebögen dann als Selbstverständlichkeit empfunden wird.126 Der Vorteil der Wahllokalmethode ist die Homogenität des Erhebungsortes und- zeitpunktes, weil die Erhebung zur gleichen Zeit und am selben Ort stattfindet. Da die Befragung auf dem Firmengelände stattfindet, werden die Mitarbeiter zusätzlich veranlasst über die Teilnahme an der Befragung zu reden, was eine motivierende Wirkung nach sich ziehen kann.127 c) Datenerhebung in der Gruppensitzung Als eine Sonderform der Wahllokalmethode gilt die Durchführung der Datenerhebung in einer Gruppensitzung. Im Rahmen dieser Sitzung sollte jedoch nur die Datenerhebung erfolgen, und kein anderes Thema behandelt werden. Der Leiter der Sitzung führt in das Thema Mitarbeiterbefragung ein und erklärt, wie die Fragebögen auszufüllen sind. Geleitet wird die Gruppensitzung häufig von der jeweiligen Führungskraft. Dabei kann jedoch ein Gefühl der Beeinträchtigung bei den Mitarbeitern auftreten, weil sie den anwesenden Vorgesetzten im Rahmen der Befragung beurteilen müssen. Hier wird eine Gruppenstärke von 25 Mitarbeitern empfohlen, um das Gefühl der Anonymität zu gewährleisten. Weiterhin sollte der Vorgesetzte selbst den Fragebogen ausfüllen und auf keinen Fall herumlaufen, um nicht den Eindruck einer Kontrolle zu erwecken. Grundsätzlich gelten hier die Vor- und Nachteile der Wahllokalmethode.128 d) Online-Mitarbeiterbefragung Immer mehr an Bedeutung gewinnt die Online-Mitarbeiterbefragung, die zumeist über das Intranet des Unternehmens erfolgt.129 Eine wichtige Voraussetzung hierfür ist die uneingeschränkte Zugangsmöglichkeit der Mitarbeiter zum firmeneigenen Computernetz. Jeder der Mitarbeiter sollte eine E-Mail-Adresse und Erfahrungen im Arbeiten am Computer besitzen.130 TROST [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832466985
Arbeit zitieren:
Schmietow, Marco Januar 2003: Mitarbeiterbefragung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Befragung, Team, Evaluation, Motivation, Controlling



